Coronavirus
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Das sind die möglichen Corona-Hotspots der Schweiz

Seit die Schweiz ihre Corona-Massnahmen gelockert hat, steigen die Fallzahlen erwartungsgemäss wieder an. Aber wo stecken sich die Leute an? Eine Übersicht über die möglichen Corona-Hotspots der Schweiz.

team daten



Seit die Schweiz die Corona-Massnahmen gelockert hat, treffen wieder mehr Menschen aufeinander. Damit steigt automatisch auch das Risiko, mit dem Coronavirus infiziert zu werden – oder das Virus weiterzugeben. Erwartungsgemäss sind auch die Zahlen seit den Lockerungen wieder gestiegen.

Wo aber stecken sich die Menschen an? Wo infizieren sogenannte Superspreader viele weitere Personen? Und wo sind die möglichen lokalen Hotspots?

Eine Übersicht über die bisher bekannten Fälle, an welchen mindestens ein Infizierter war und danach mindestens fünf in Quarantäne mussten – vor und nach den Lockerungen im Mai – in der Schweiz.

Orange: Vor den Lockerungsmassnahmen ab Mai. Violett: Nach den Lockerungen im Mai. Details zu den verschiedenen Orten gibt es in der Liste unten.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Corona-Hotspots

Als Corona-Hotspots haben wir jene Orte definiert, an denen mindestens eine positiv auf Corona getestete Person mit mehreren anderen in Kontakt gekommen ist. Das können Bars, Clubs, Schulen, Kasernen etc. sein. Es muss aber nicht sein, dass sich dort jemand ansteckte.

Haben wir einen Hotspot vergessen? Dann hilf mit, die Liste so umfassend wie möglich zu halten, und melde den Fall mit allen nötigen Angaben an data@watson.ch

Die möglichen Schweizer Hotspots im Detail:

7. Juli

In der Neuenburger Gemeinde Val-de-Ruz ist eine Krippe wegen eines Coronavirus-Falles unter Quarantäne gestellt worden. Betroffen sind 66 Menschen, darunter 54 Kinder und zwölf Erwachsene.

6. Juli: Schule, Flawil

In Flawil starteten die Ferien für 17 Schüler und drei Lehrpersonen mit einer Quarantäne. Grund war eine stellvertretende Lehrperson, die positiv getestet wurde.

5. Juli: Schule, Breuleux und Haute-Sorne

Der Kanton Jura stellt 50 Lehrkräfte und 360 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschulen Breuleux und Haute-Sorne unter Quarantäne. In Les Breuleux wurden drei Lehrer und ein Schüler positiv getestet, in Haute-Sorne wurden vier Fälle vermeldet.

30. Juni: Schule, Yverdon

Zwei Angestellte einer Schule in Yverdon-les-Bains werden positiv getestet. Die 40 Lehrer der Schule werden in Quarantäne gesteckt, die rund 800 Schüler haben eine Woche früher Sommerferien, müssen sich aber nicht isolieren.

29. Juni: Chur

Zehn Männer feiern in Serbien, als sie zurückkommen, sind sechs mit dem Coronavirus infiziert. Sie sind alle in Quarantäne, genauso wie die Kontaktpersonen. In Graubünden befinden sich damit 73 Personen unter Quarantäne, die meisten wegen dieses Falls.

27. Juni: Parktheater und Joker Club, Grenchen

Obwohl die Person positiv auf Corona getestet worden war, mischte sie sich in Grenchen unter die Leute. So besuchte die Person eine private Veranstaltung im Parktheater und den Joker Club in Grenchen. Die Folge: 280 Personen kommen in Quarantäne.

27. Juni: Woodstock Music Pub, Bellinzona

Ein Besucher des Woodstock Music Pubs wird kurz darauf im Militär (wo er die Rekrutenschule absolviert) positiv auf das Virus getestet. Die Gäste des Pubs müssen zehn Tage in Quarantäne. Das Militär rechnet mit weiteren positiven Fällen in den nächsten Tagen.

27. Juni: Club Terminus, Olten

Ein Infizierter feiert im Club Terminus, 300 Gäste müssen in Quarantäne. Es gibt eine Verbindung zum Superspreader im Flamingo Club. Der Infizierte hatte sich über eine Drittperson angesteckt, welche auf den Fall in Spreitenbach zurückgeht (und von dort zum Flamingo).

27. Juni: Club Tesla, Spreitenbach

Über 20 Besucher infizieren sich mit dem Coronavirus. Der Fall hängt wahrscheinlich mit demjenigen im Flamingo Club zusammen. Gemäss Kontaktliste werden 100 Personen informiert, Quarantäne gibt es nach Abklärung. Der Klub schliesst freiwillig eine Woche lang.

24. Juni: Schule, Kloten

Eine Mitarbeiterin des Hort- und Krippenbetriebs im Schulhaus Dorf/Feld wird positiv auf das Coronavirus getestet. 80 Kinder müssen daraufhin in Quarantäne, der Betrieb wird bis am 2. Juli geschlossen.

22. Juni: Schule, Pfeffingen

Ein Elfjähriger wurde positiv getestet. In Quarantäne musste niemand. Freiwillig gingen aber eine Lehrperson und fünf Kinder, die häuslichen Kontakt zum Kranken hatten.

21. Juni: Flamingo Club, Zürich

Der erste Superspreader-Event in der Schweiz. Ein Partygänger steckte im Zürcher Flamingo Club mindestens fünf weitere Besucher an. Der Kantonsärztliche Dienst ordnete daraufhin zehn Tage Quarantäne für alle Gäste an. Allerdings gaben viele falsche Kontaktdaten an, was die Arbeit extrem erschwerte.

16. Juni: Schule Therwil

Gleich zwei unabhängige Fälle gab es an Schulen in Therwil. Erst wurde ein 14-Jähriger positiv getestet, 60 Personen mussten in Quarantäne. Wenig später wurde das Virus auch bei einem Neunjährigen nachgewiesen. Er musste sich mit seiner Familie isolieren.

3. Mai: Rekrutenschule, Airolo

In der RS in Airolo wurde schon am 11. März ein Soldat positiv auf das Coronavirus getestet. Die 508 Angehörigen der Rekrutenschule wurden daraufhin für eine Studie mehrmals getestet. Am 3. Mai wurden 102 Infizierte gemeldet. Die Studie ist umstritten.

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nate Smith 08.07.2020 07:33
    Highlight Highlight Die Ansteckungen der (Rekruten-)Schulen liessen sich medial wohl weniger ausschlachten als die "verantwortungslose Spassgesellschaft der Jugend"?
    • Hamudi Dudi 08.07.2020 08:15
      Highlight Highlight Was sollte man da ausschlachten können? Die Ansteckungen fanden doch im Zivilleben vor Beginn der RS statt.
  • Slender Man the Mohrenkopf 07.07.2020 22:18
    Highlight Highlight Man darf sich wieder beruhigen, die Zahlen sind rückläufig, die Schwankungen in einem normalen Bereich.
    • taz 09.07.2020 01:51
      Highlight Highlight danke @slender...diese ewige panikmache geht mir so auf den senkel...gemaess gestrigen zahlen haben sich 10431 menschen in der ch testen lassen. davon waren ganze 129 positiv...gibt nach adam riese eine positivitaetsrate von 1.23 %...also etwa jede 100ste Person, die sich testen laesst, hat diesen toedlichen husten. chillax und geniesst bitte den sommer!
      Benutzer Bild
  • Michael Scott 07.07.2020 15:21
    Highlight Highlight Irgendwie musste ja Spreitenbach dabei sein 😉
  • Antichrist 07.07.2020 14:53
    Highlight Highlight Am Aussagekräftigsten ist die Untersuchung der RS, wo man unter ca. 10000 getesteten aus der ganzen Schweiz eine Infektionsrate von 0.003% festgestellt hat. In der Schweiz hat es also permanent 24'000 Infizierte. Solange diese auf keine Senioren treffen, weil diese Masken tragen, wird es keine Toten mehr geben.
    • Blubber 07.07.2020 15:02
      Highlight Highlight Aha, woher weisst du, dass keine jungen Menschen daran sterben können? Und wie könnte man wohl sicherstellen, dass es so bleibt, dass nur 0.003% infiziert sind? Trifft man Senioren nicht, weil diese nun eine Maske tragen? Fragen über Fragen.
    • Fakten 07.07.2020 15:25
      Highlight Highlight @Blubber weil seit Wochen niemand mehr gestorben ist.... Und auch seit März ist die Anzahl der Verstorbenen völlig vertretbar. Es reicht, wenn man nun (für euch ja endlich) die Maskenpflicht in den ÖV hat. Noch mehr einschränken müssen wir uns nicht.
    • Alpenstrich 07.07.2020 15:28
      Highlight Highlight Gemäss offiziellen Zahlen sind die RS'ler auch nicht die Treiber des Virus und statistisch bis jetzt noch nicht wirklich relevant.

      Die Senioren sterben nur häufiger, heisst aber nicht, dass die jüngeren keine Schäden davon ziehen...

      https://covid-19-schweiz.bagapps.ch/de-1.html

      D
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 07.07.2020 14:34
    Highlight Highlight Ok, wir haben hier Schulen, Clubs und die RS.

    Wie viele Fälle aber sind das zusammen und wie viele gabs im ganzen Zeitraum? Und wie viele derer, die in Quarantäne mussten, haben später noch Symptome entwickelt?

    Das wäre doch wichtig zu wissen.
    • landre 07.07.2020 14:53
      Highlight Highlight Meinst Du klassisch wahrnehmbare Symptome (wie zB Husten, Halsweh usw) oder die epidemisch/ pandemisch entscheidende Infektiosität/ Ansteckungsfähigkeit des Sars-CoV-2 (im Wir als gesellschaftliche Individuen...)?
    • lilie 07.07.2020 15:44
      Highlight Highlight @landre: Ich meine natürlich, ob Leute später in der Quarantäne Symptome entwickelten und in der Folge positiv auf Covid-19 testeten.

      Denn diese müsste ja dann dem Hotspot zugerechnet werden. Darüber erfährt man aber in den meisten Fällen nichts.
    • Lupe 07.07.2020 18:16
      Highlight Highlight Bei unserem Kantönligeist wirst du so etwas zusammenfassendes NIE erfahren.
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  • Junges Blut 07.07.2020 14:32
    Highlight Highlight Schule, Club, Club, Bar, Schule, ...
    Ich glaube da braucht man keine fundierten Statistikkenntnisse, um festzustellen, wo die Ansteckungen stattfinden.
    • Delfina 07.07.2020 15:11
      Highlight Highlight In den Schulen/Krippen wundert es mich auch nicht. Wenn ich unsere Schule als Beispiel nehme, da ist weder das Bewusstsein noch der Wille für Schutzmaßnahmen vorhanden, weder bei Schulleitung noch Schulpflege! Keine Masken oder Plexiglas, kein Mindestabstand nötig...
    • bernd 07.07.2020 15:19
      Highlight Highlight Ich glaube doch. Wo steht in diesem Artikel, wo sich die Leute angesteckt haben? Wenn eine Schule in Quarantäne gesteckt wird, weil ein Angestellter positiv getestet wurde, sagt das überhaupt nichts darüber aus, wo sich dieser angesteckt hat. Beim einen Club wird im Artikel ein Zusammenhang angenommen. Das wars dann aber auch. Alles andere sind Präventionsmassnahmen nachdem jemand positiv getestet wurde. Wo sich dieser angesteckt hat, hat damit nichts zu tun.
    • Herr Ole 07.07.2020 15:24
      Highlight Highlight Die Beispiele in Schulen sehen ja jeweils so aus, dass ein Schüler positiv getestet wurde und deshalb mehrere Personen in Quarantäne gingen. Ob sich überhaupt jemand in der Schule angesteckt hat, ist nicht klar.
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