
FIFA-Präsident Gianni Infantino geht in die Gegenoffensive.
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FIFA-Präsident Gianni Infantino bekräftigt zum Auftakt des 67. Kongresses des Fussball-Weltverbandes seinen Standpunkt, dass «alle Regionen» in den FIFA-Gremien vertreten sein sollen.
11.05.2017, 10:4911.05.2017, 13:34
Es gebe «viele Fake News und alternative Fakten» rund um die FIFA, «gerade in gewissen Ländern ist dieses FIFA-Bashing zum Volkssport geworden», sagte Infantino am Donnerstag in seiner Ansprache beim FIFA-Kongress in Bahrains Hauptstadt Manama. «Wir sind dabei, den Ruf der FIFA neu aufzubauen. Wir haben eine Organisation übernommen, die am Tiefpunkt war. Die neue FIFA ist eine Demokratie, keine Diktatur.»
Erst zuletzt hatte es deutliche Kritik am Entscheid gegeben, den Zürcher Chef-Ermittler Cornel Borbély und den deutschen Richter Hans-Joachim Eckert als Spitzen der FIFA-Ethikkommission abzusetzen. «Alle Regionen» sollten vertreten sein, begründete Infantino die zahlreichen Änderungen in den Gremien. Zuvor sagte er auf Deutsch in seiner Rede: «Die FIFA ist kein Deutsch-Schweizer Verein.»
Neubesetzung der FIFA-Ethikkommission bestätigt
Der FIFA-Kongress hat die umstrittene Neubesetzung der FIFA-Ethikkommission mit grosser Mehrheit bestätigt. Die Kolumbianerin Maria Claudia Rojas wurde beim Treffen der 211 Mitgliedsverbände am Donnerstag in Manama zur neuen Chef-Ermittlerin und damit zur Nachfolgerin des Schweizers Cornel Borbély gewählt.
Vassilios Skouris aus Griechenland, der frühere Präsident des Europäischen Gerichtshofs, wird als Nachfolger des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer. Die neue Besetzung der Kammern erhielt jeweils 188 von 194 gültigen Stimmen. Das FIFA-Council hatte Borbély und Eckert nicht wieder für ihre Posten nominiert. (sda)
Autokratische Machtergreifung?
Ohne Namen zu nennen, lehnte Infantino öffentliche Ratschläge früherer Verantwortlicher für gute Unternehmensführung ab. «Wo sind all die selbsternannten Good-Governance-Experten, sie sind alle kläglich gescheitert», sagte der 47-jährige Walliser. «Ich möchte es ein für alle Mal klar sagen: Wir werden keine Good-Governance-Lektionen von denen annehmen, die kläglich gescheitert sind, den Fussball zu schützen.»
Zuletzt hatte beispielsweise Mark Pieth, früherer Governance-Beauftragter der FIFA, Infantino in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» kritisiert und «eine autokratische Machtergreifung» durch den Schweizer beklagt. (pre/sda/dpa/afp)
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