DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Alexander Zverev, Girgor Dimitrov und Novak Djokovic an der Adria-Tour.
Alexander Zverev, Girgor Dimitrov und Novak Djokovic an der Adria-Tour.
Bild: keystone

Djokovics Adria-Tour hat ihren ersten Corona-Fall – Grigor Dimitrov positiv getestet

Grigor Dimitrov wurde nach seiner Rückkehr nach Monte Carlo positiv auf das Coronavirus getestet. Der Bulgare spielte am letzten Wochenende an der von Novak Djokovic initiierten Adria-Tour in Belgrad.
21.06.2020, 21:1322.06.2020, 07:48
Simon Häring / ch media

Über 4000 Zuschauer, dicht an dicht gedrängt, Sonnenschein, und Spieler aus allen Winkeln Europas. Die von Novak Djokovic initiierte Adria-Tour, eine Turnierserie auf dem Balkan, ist ein voller Publikumserfolg. Und löst im Rest der Welt grosses Befremden aus. Weil sie das Bild einer heilen Welt zeichnen, als wäre die Region vom Coronavirus verschont geblieben. Wurde sie nicht. Denn nun hat die Adria-Tour das, was wohl nicht anders zu erwarten war: den ersten Coronafall. Der Bulgare Grigor Dimitrov, der am letzten Wochenende in Belgrad spielte, wurde positiv getestet.

Am letzten Wochenende feierte er mit Novak Djokovic, Alexander Zverev und Dominic Thiem noch Arm in Arm in Serbiens Hauptstadt Belgrad. Zurück an seinem Wohnort Monte Carlo fordert er nun alle, die in den letzten Tagen mit ihm Kontakt gehabt hätten, dazu auf, sich testen und in Quarantäne zu begeben. Immerhin schiebt er eine Entschuldigung nach. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit Covid-19 beträgt bis zu zwei Wochen. Gut möglich also, dass Dimitrov bereits infiziert war, als er vor anderthalb Wochen einreiste.

Djokovic wies Kritik an der Adria-Tour mit dem Verweis auf die tiefen Infektionsraten in Serbien zurück und sagte, sie komme «vor allem aus dem Westen». Der Balkan sei nicht so stark betroffen wie der Rest der Welt. Gleichwohl wies Djokovic darauf hin, dass die Abstandsregeln und die Empfehlungen der Behörden stets eingehalten würden. Djokovic hatte sich zuvor auch gegen eine Impfpflicht für Tennis-Spieler ausgesprochen und damit die Kritik von Epidemiologen und Virologen in Serbien auf sich gezogen. Derzeit gastiert die Adria-Tour in der kroatischen Stadt Zadar.

Der Final vom Sonntagabend zwischen Novak Djokovic und Andrey Rublev wurde unter Buhrufen abgesagt. Turnierdirektor Goran Ivanisevic, der zu Djokovics Betreuerstab gehört, sagte: «Ich verstehe nicht, weshalb ihr mich ausbuht. Nicht ich bin es, der Covid hat.» In einer Stellungnahme wird darauf hingewiesen, dass man die epidemiologischen Empfehlungen zu jeder Zeit eingehalten habe. Niemand aus der Organisation oder der Teilnehmer zeige Symptome, aber alle, die mit Dimitrov in Kontakt gestanden seien, würden nun getestet. Ob die Adria-Tour fortgesetzt wird, ist noch offen. In zwei Wochen hätte die Turnierserie in Banja Luka, Bosnien & Herzegowina, enden sollen. (aargauerzeitung.ch)

Turnierdirektor Ivanisevic muss den grosse Finale absagen.
Video: streamable
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle Grand-Slam-Titel von Novak Djokovic

1 / 22
Alle Grand-Slam-Titel von Novak Djokovic
quelle: keystone / alberto pezzali
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Tennisspieler belästigt TV-Reporterin vor laufender Kamera

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Nati-Captain Shaqiri übers Impfen und Liverpool: «Wir Spieler sind Vorbilder»

In der verletzungsbedingten Abwesenheit von Granit Xhaka führt Xherdan Shaqiri die Schweizer Nati als Captain an. Kurz vor seinem 30. Geburtstag spricht er übers Impfen, seinen Wechsel nach Lyon und Penaltys.

Sie werben nun auch für die Covid-19-Impfung. Was war der Auslöser und weshalb tun Sie das auch auf Albanisch?Xherdan Shaqiri: Man hat gesehen, dass in der Schweiz wohnende Immigranten in ihrer Heimat Kosovo Urlaub machten. Sie steckten sich dort teilweise an, und nach der Rückkehr mussten einige ins Spital. Es ist als Aufruf zu verstehen, sich gegenseitig zu schützen und zu helfen. Wir Spieler sind letztlich Vorbilder. Auch ich habe eine andere Herkunft, und ich wollte deshalb bei einigen …

Artikel lesen
Link zum Artikel