Coronavirus
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Vier Corona-Fälle in der Schweiz: Was wir über die Patienten wissen



Aus welchem Kanton stammen die Patienten?

Der erste Patient, bei dem eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen werden konnte, stammt aus dem Kanton Tessin. Er befindet sich in einem Spital in Lugano in Isolation. Über den ersten Coronafall der Schweiz hatte das BAG bereits am Mittwoch informiert. Am Donnerstag sind noch sieben weitere Fälle hinzugekommen.

Ein Zelt des Zivilschutzes zur Vorueberpruefung und Einteilung von Patienten betreffend dem Coronavirus COVID-19 beim Eingang des Regionalspitals Mendrisio Beata Vergine, am Donnerstag, 27. Februar 2020, in Mendrisio. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Im Kanton Tessin werden in diesem Zivilschutz-Zelt Patienten mit Symptomen beraten. Bild: TI-PRESS

Eine Person wurde im Kanton Genf positiv auf das Coronavirus getestet. Der Mann befindet sich zur Zeit im Genfer Universitätsspital und ist isoliert. Zwei weitere Fälle wurden aus dem Kanton Graubünden gemeldet, auch diese wurden hospitalisiert und isoliert. Es handelt sich dabei um zwei Kinder einer italienischen Familie, die im Engadin zu Gast ist. Auch im Kanton Aargau, in Basel (2) und in Zürich wurde je ein positiver Fall gemeldet.

Wo haben sie sich angesteckt?

Alle vier Personen haben sich im Ausland angesteckt, bestätigt Koch an der Medienkonferenz. Damit ist es in der Schweiz selbst noch zu keiner Übertragung des Virus gekommen. Die Patienten aus dem Tessin und aus Genf haben sich in Mailand angesteckt. Die beiden Kinder aus Italien haben sich wohl noch zu Hause in Italien angesteckt.

Wie geht es den Patienten?

Dem Patienten im Kanton Tessin geht es gesundheitlich gut. Wäre er nicht positiv auf das Coronavirus getestet worden, hätte er den Spital umgehend verlassen können, teilten gestern die Tessiner Behörden mit.

Auch den anderen drei Patienten geht es den Umständen entsprechend gut, erklärte Koch an der Pressekonferenz. Sie zeigten zwar Symptome, man könne aber davon ausgehen, dass die Krankheit keinen schweren Verlauf nehmen werde.

Haben sie möglicherweise noch weitere Personen angesteckt?

Ob die acht bisherigen Patienten in der Schweiz selbst weitere Personen angesteckt haben, ist noch unklar. Bisher gab es jedoch keine bestätigte Übertragung. Die Kontaktpersonen der Patienten wurden für 14 Tage in Quarantäne genommen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Angesichts der rasanten Ausbreitung im Ausland müsse man aber auch in der Schweiz davon ausgehen, dass in den nächsten Tagen noch weitere bestätigte Fälle hinzukommen, meint Koch.

Wie reagiert das BAG?

Dies sei jedoch kein Grund zur allgemeinen Beunruhigung. Nur in den seltensten Fällen nehme die Krankheit einen schweren Verlauf und die allermeisten Patienten erholen sich von selbst. Bisher ist es in der Schweiz noch zu keinem Todesfall gekommen.

Das BAG hat am Donnerstag drei Massnahmen für alle Bürgerinnen und Bürger empfohlen. «Es geht uns alle an und wir können alle etwas tun», sagte Simone Eigenmann, Leiterin Sektion Prävention und Promotion des BAGs an der Pressekonferenz am Donnerstag. (leo)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dr.Clowngesicht 28.02.2020 00:02
    Highlight Highlight Diese Panikmache amüsiert mich.😂

    @MartinZH

    Finde es fabelhaft wie du diese Regeln beachtest. Falls dich das Corona trotzdem niederrafft, denke daran: mehrheitlich verläuft es wie eine ganz gewöhnliche Grippe.

    • MartinZH 28.02.2020 11:03
      Highlight Highlight Ich bin der Meinung, man sollte über den Tellerrand blicken und sich eine Meinung bilden, wenn man verschiedene Experten-Meinungen gehört hat.

      Zum Beispiel auch den Virologen Prof. Dr. Dr. Alexander S. Kekulé, der ziemlich deutliche Worte bei Markus Lanz sprach:
      https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-26-februar-2020-100.html

      BAG-Koch hat eine klare Rolle und Funktion: Er ist nicht unabhängig! Bewusst nennt er nie Zahlen und das kann m.E. – wie reine Beschwichtigungen – eben auch beunruhigen.

      Mich wird kein Virus "niederraffen", denn ich halte mich an die Hygiene-Regeln.
    • Dr.Clowngesicht 28.02.2020 16:13
      Highlight Highlight wenn das virus ähnlich wie die pest, oder sagen wir in jedem fall zu 90% tötlich verlaufen würde, wäre ich beunruhigter.

      Ich lese viel angst/respekt aus deinen kommentaren, was mir leid tut für dich. und genau um das geht es mir.. ich möchte mein leben nicht durch meine angst leiten lassen, ich will frei sein, unabhängig, unterwegs auf reisen.. ja wenn ich das alles lese, kann ich mich zuhause in quarantäne stecken.

      Nöö...
  • MartinZH 27.02.2020 21:58
    Highlight Highlight Ich wohne in der Stadt Zürich. Nach den neuesten Nachrichten werde ich mich demnächst nie [!] in einem Arzt- oder Spital-Wartezimmer aufhalten..!

    Ich finde die BAG-Hygiene-Tipps gut, aber unzureichend: Eine Schmierinfektion steht nicht im Zentrum.

    Das BAG muss jetzt – nicht erst morgen!! – klar kommunizieren, dass für die Übertragung des neuen Coronavirus "in aller Regel ein enger Kontakt (< 2 Meter über > 15 Min.) mit einer infektiösen Person erforderlich ist".

    Also an alle: Abstand halten!!

    Das Virus wird einfach auch "über die Luft" übertragen! Nicht nur Tröpfchen-Infektion mit Niessen!
    • Ramon Pokemon 28.02.2020 06:00
      Highlight Highlight Das Diamond Princess Experiment scheint leider darauf hinzuweisen.
    • Petoman 28.02.2020 08:15
      Highlight Highlight Sie sind bei Watson. Ihre Panikmache können Sie gerne bei Blick, 20min und Co. veranstalten.

      Zu dem „Chabis“, welchen Sie schreiben, hier eine solide Quelle: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html
    • MartinZH 28.02.2020 10:47
      Highlight Highlight @Petoman: Ihr Kommentar, von wegen 20min, Blick und Chabis, ist total unqualifiziert und primitiv.

      Was ich schreibe, beruht auf exakt zwei Quellen: BAG und FAZ.

      Und Sie kommen mit einer BZgA-Quelle. Wow! Informieren Sie sich zuerst anständig, bevor Sie mich beleidigen!

      BAG-FAQ: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov.html#1043072486

      FAZ-Wissen: https://m.faz.net/aktuell/wissen/coronavirus-epidemie-zweifel-an-einer-trendwende-16640069.html

      Keine Panikmache, sondern Gebrauch des Hirns.

      Empfehle ich Ihnen auch!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fiesekatzekratzetatze 27.02.2020 20:11
    Highlight Highlight Basel-Land und Basel-Stadt haben nun auch je einen Fall. Eine Kita-Mitarbeiterin und ihre Reisebegleitung.
  • öpfeli 27.02.2020 17:30
    Highlight Highlight Wieso wird der aargauer Fall nicht mehr erwähnt?
    • Alirev 27.02.2020 19:12
      Highlight Highlight genau lesen? steht doch oben aargauer patient geht es gut
    • Randy Orton 27.02.2020 21:55
      Highlight Highlight Es gibt zwei Fälle in Aarau.
    • öpfeli 27.02.2020 22:27
      Highlight Highlight Alirev
      Der Artikel wurde geändert. Zu Beginn stand nichts über den Aargauer Patienten.
    Weitere Antworten anzeigen

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