Gesellschaft & Politik
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epa07987565 Bolivians celebrate the resignation of President Evo Morales, in La Paz, Bolivia, 10 November 2019. Morales confirmed his resignation after almost 14 years in power on 10 November.  EPA/JUAN CARLOS TORREJON

Der Rücktritt Morales' wird gefeiert. Bild: EPA

Chaostage in Bolivien: Ex-Präsident Morales flüchtet nach Mexiko – wer folgt?



Nach dem Rücktritt als bolivianischer Präsident ist Evo Morales ins Exil nach Mexiko abgeflogen. In seinem südamerikanischen Heimatland treiben derweil marodierende Banden ihr Unwesen - jetzt wollen die Militärs dem Spuk ein Ende bereiten.

«Die Soldaten werden gemeinsam mit der Polizei Operationen durchführen, um Blutvergiessen und Trauer zu verhindern», sagte der Kommandeur der Streitkräfte, Williams Kaliman, am Montag. «Wir werden angemessene Gewalt anwenden gegen Vandalen-Gruppen, die Schrecken unter der Bevölkerung verbreiten.»

Morales machte sich am Abend auf den Weg ins Exil nach Mexiko. «Schwestern und Brüder, ich breche nach Mexiko auf», schrieb er am Montag auf Twitter. «Es schmerzt mich, das Land aus politischen Gründen zu verlassen, aber ich werde mich immer kümmern. Bald komme ich mit mehr Kraft und Energie zurück.»

Die mexikanische Regierung bestätigte den Vorgang. «Evo Morales ist in dem Flugzeug der mexikanischen Regierung, das geschickt wurde, um seinen sicheren Transport in unser Land gewährleisten», schrieb Mexikos Aussenminister Marcelo Ebrard auf Twitter. Mexiko hatte am Vortag beschlossen, Morales aus humanitären Gründen Asyl zu gewähren. Das Leben von Morales sei in Bolivien in Gefahr, sagte Ebrard.

Geschäfte geplündert

Aufgebrachte Anhänger des früheren Präsidenten plünderten nach Medienberichten Geschäfte, errichteten Barrikaden und legten Feuer. Im Regierungssitz La Paz und der Schwesternstadt El Alto wurden bei gewalttätigen Zusammenstössen mindestens 20 Menschen verletzt, wie die Zeitung «La Razón» berichtete. Der bei den jüngsten Wahlen unterlegene Präsidentschaftskandidat Carlos Mesa schrieb auf Twitter: «Viele Leute warnen mich, dass ein Mob zu meinem Haus zieht, um es zu zerstören. Ich bitte die Polizei, das zu unterbinden.» Auch Morales beklagte, dass seine Häuser in La Paz und in Cochabamba von Anhängern der Opposition angegriffen worden seien.

Auf Twitter rief der Ex-Präsident seine Landsleute zur Mässigung auf. «Mit viel Liebe und Respekt bitte ich mein Volk, sich nicht auf die Gewalt jener Gruppen einzulassen, die den Rechtsstaat zerstören wollen. Wir bolivianischen Brüder dürfen uns nicht bekämpfen. Ich rufe alle dringend dazu auf, die Differenzen mit Dialog und Einigung zu überwinden», schrieb er.

Die erste Nacht nach seinem Rücktritt verbrachte Morales offenbar in einem einfachen Haus in seiner Hochburg Cochabamba. Er veröffentlichte auf Twitter ein Foto, das ihn auf einer Wolldecke auf dem Boden eines schmucklosen Zimmers zeigt. «Das erinnerte mich an meine Zeiten als Gewerkschaftsführer», schrieb er dazu.

Druck des Militärs

Auf Druck des Militärs war Morales am Sonntag nur drei Wochen nach seiner umstrittenen Wiederwahl zurückgetreten. Der Sozialist hatte sich nach der Abstimmung am 20. Oktober zum Sieger in der ersten Runde erklärt, obwohl die Opposition und internationale Beobachter erhebliche Zweifel anmeldeten. Seine Gegner warfen ihm Wahlbetrug vor.

Dabei hatte der erste indigene Präsident dem Armenhaus Südamerikas eine lange Zeit der politischen Stabilität und der wirtschaftlichen Entwicklung beschert. Er sorgte dafür, dass die satten Gewinne aus der Gas- und Lithium-Förderung grösstenteils im Land blieben und auch der indigenen Bevölkerungsmehrheit zugute kamen. Um sich seinen Traum zu erfüllen und bis zur 200-Jahr-Feier der Unabhängigkeit 2025 im Amt zu bleiben, überspannte er den Bogen allerdings.

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatte in einem vorläufigen Bericht Manipulationen bei der Präsidentenwahl festgestellt und eine Annullierung empfohlen. Daraufhin kündigte Morales am Sonntag zunächst eine Neuwahl an, am Ende gab er aber dem wachsenden Druck von Militär und Polizei nach. Morales, der erste indigene Präsident Boliviens, und seine Verbündeten in der Region sprachen von einem Putsch. Gegenkandidat Mesa nannte den Rücktritt das «Ende der Tyrannei».

Einstiger Koka-Bauer

Morales hatte Bolivien seit 2006 regiert. Der 60-Jährige frühere Koka-Bauer war der erste indigene Staatschef des Andenlandes und der dienstälteste Präsident Südamerikas. Er hatte sich zum dritten Mal zur Wiederwahl gestellt, obwohl die Verfassung höchstens eine Wiederwahl vorsieht. Morales überwand diese Hürde mit Hilfe der Justiz, die die Begrenzung der Amtszeiten als Verletzung seiner Menschenrechte bezeichnete.

Jetzt steht das südamerikanische Land vorerst ohne Regierung da. Neben Morales traten auch der Vizepräsident, die Präsidentin des Senats und der Präsident der Abgeordnetenkammer zurück, die nach der Verfassung eigentlich die Amtsgeschäfte übernehmen müssten. Lediglich die zweite Senatsvizepräsidentin Jeanine Áñez erklärte sich bereit, die Präsidentschaft vorübergehend zu übernehmen und Neuwahlen anzusetzen. Am Dienstag will das Parlament zusammenkommen und über einen Ausweg aus der Krise beraten. (dfr/sda/dpa)

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Puki 12.11.2019 13:46
    Highlight Highlight An alle die denken, dass hier ein armer Indigena von einer weissen, europäischstämmigen Minderheit mit Hilfe der USA geputscht wurde, kann ich sehr empfehlen, das Manifest der Nationalen Korrdination für die Verteidigung der indigenen Territorien und Nationalpärke zu lesen.

    https://www.facebook.com/contiocap/
  • Huckleberry 12.11.2019 13:00
    Highlight Highlight Gestern war sehr schlimm in verschiedenen Städten Boliviens. Vor allem El Alto, La Paz und Cochabamba. Gegen Abend wurde die Polizei in diesen Orten von den Anhängern Morales überrant und haben öffentlich die Hilfe des Militärs angefordert. Wären diese nicht eingeschritten hätte es böse geendet!
  • Liselote Meier 12.11.2019 11:28
    Highlight Highlight Ähm "sprachen von einem Putsch", wenn das Militär gegen einen gewählten Präsidenten vorgeht ist es ein Parade-Beispiel eines Putsches.

    Die OAS als Referenz zu nehmen, kann man gleich das US-Aussenministerium benennen, ersteres steht unter Kontrolle von zweitem. Das ist ein Aussenpolitisches Instrument der USA wie es auch der IWF ist.

    • Moos 12.11.2019 11:35
      Highlight Highlight Zu Putsch: erstens ist das Militär nicht "vorgegangen", sondern hat sich dahingehend geäussert, dass man nicht gegen das Volk vorgehen werde.

      gewählter Präsident: ist in Anbetracht der möglichen Wahlmanipulation zumindest anzuzweifeln.

      PS: auch die EU hat zu einem zweiten Wahlgang geraten...
    • Liselote Meier 12.11.2019 13:29
      Highlight Highlight Das hat man am Samstag kommuniziert, am Sonntag wurde kommuniziert dass er gehen muss.

      "Möglichen Wahlmanipulation", weil es die OAS sagt? Gibt keine Beweise und Morales schlug am Samstag sogar Neuwahlen vor.

      Das dort geputscht wird, war nur eine Frage der Zeit. Die Daumenschrauben wurden schon länger angezogen analog zu Venezuela.
    • Jan Ulrich 12.11.2019 14:13
      Highlight Highlight Liebe Frau Meier. Ok gehen wir mal davon aus, dass die Wahl nicht manipuliert wurde. Was gibt Ihm denn das Recht für eine weitere Amtszeit, obwohl eine Volksabstimmung um dieses Verfassungs-Recht zu ändern verloren gegangen ist?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Puki 12.11.2019 11:12
    Highlight Highlight Die Ratte flieht, hinterlässt Chaos und stichelt seine Meute weiterhin an. Vor 3 Jahren auf seinem Twitter-Account, welches er notabene nicht selber schreibt, lass man, wer flieht, ist ein Krimineller und kein politisch Verfolgter. Er spricht keine indigene Sprache, obwohl er sich immer als solcher ausgiebt, liess indigene Proteste mehrmals gewaltsam auflösen, ist kein Umweltschützer, siehe die Brände vor 1 Monat, verweigert öffentliche Debatten, sein Gesicht prangert überall, sogar auf Schokoriegeln im Flugzeug, Wahlbetrug, Verfassungsbruch... würdet ihr ihn in der CH wählen?
    • Matthias Rutishauser 12.11.2019 11:29
      Highlight Highlight Und was ist die Alternative Puki? Ein Milliardär von den Gnaden Washingtons?
    • Moos 12.11.2019 11:40
      Highlight Highlight Evo spricht natürlich indigene Sprachen.
      Ich habe mich gefreut als er an die Macht kam und er hat viel getan für das Land.

      Allerdings hat er sich in die Macht verliebt und wurde korrumpiert – gut ist diese Phase nun (hoffentlich) zu Ende. Er hätte nicht nochmals antreten sollen, dann würde er wahrscheinlich in Ehren gehalten.

      Es ist zu hoffen das Mesa die guten Ideen weiterführt (falls denn er an die Macht kommt). Hoffentlich auf jeden Fall nicht Camacho...

      Gute Analyse von CNN: https://edition.cnn.com/2019/11/11/opinions/bolivia-evo-morales-ghitis/index.html

    • Puki 12.11.2019 13:28
      Highlight Highlight Moos, er spricht kein Aymara. Das ist allseits bekannt. Darum spricht er selbst auf dem Land draussen nie in dieser Sprache. Er hat bei seiner Machtübernahme lediglich einige Sätze abgelesen. Ist das gleiche wie seine Twitter Nachrichten auf Englisch, das er selbstverständlich auch nicht spricht.
      M. Rutishauser, ganz sicher nicht. Aber wer sagt denn, dass es nur der Präsident der 6 Chapare-Coca-Federationen, von dessen Cocaanbau gemäss Uno über 90% direkt in den Drogenhandel geht oder ein Milliardär sein muss. Gibt es nur Pest oder Cholera für Sie?
  • Moos 12.11.2019 10:26
    Highlight Highlight Danke Watson, dass hier nicht einfach die Bezeichnung Putsch übernommen wird und eine Analyse folgt.

    Nun ist zu hoffen, dass möglichst bald Wahlen folgen und nicht die Cívicos (insbs. Camacho) oder andere undemokratisch an die Macht kommen.

    Ich wünsche ich mir, dass dieses zutiefst gespaltene Land wieder zusammenfindet, ohne dass weitere Gewalt folgen muss.

    #pazparabolivia
    #nomasviolencia
    #nomasconfrontacionesentrebolivianxs
  • Sasa96 12.11.2019 08:56
    Highlight Highlight Der Artikel vermittelt ein sehr einseitiges Bild. Es gibt enorm viele Proteste von Unterstützern von Morales diese sind grösstenteils friedlich. Geplündert wird von Banden welche die Situation ausnützen. Gleichzeitig stürmen Polizei und Militär durch die Städte und verhaften Demonstranten und Unterstützer von Morales sowie ehemalige Regierungsmitglieder ob wohl diese abgetreten sind ohne sich zu weigern.
    • Sasa96 12.11.2019 10:28
      Highlight Highlight Ausserdem ist erwähnenswert, dass die, welche den Rücktritt öffentlich so feiern nicht nur rechts, konservativ oder wie man es hier gerne nennt bürgerlich sind, sondern oft offen rechtsextrem und rassistische parolen gegen die indogene Bevölkerung rufen.
    • Moos 12.11.2019 10:39
      Highlight Highlight Dieser Artikel zeichnet ein differenziertes Bild, anstelle einfach die Putschgeschichte zu verbreiten.

      Der Artikel geht auch auf Evos Erfolge ein. Diese sind auf jeden Fall zu honorieren. Aber es gibt in Bolivien eine verfassungsgemässe Amtszeitbeschränkung von zwei Amtszeiten, das bolivianische Volk hat die dritte noch akzeptiert aber irgendwann hört alles auf.

      Das MAS wurde immer korrupter, kein Wunder sind die Menschen sauer.
    • Moos 12.11.2019 10:42
      Highlight Highlight Bitte bring eine Quelle dafür das Polizei und Militär "durch die Städte stürmen". Sie versuchen lediglich Plünderungen und Randale zu verhindern und die Ordnung aufrecht zu erhalten.

      Das Ziel sind Neuwahlen, keine Machtergreifung.

      https://www.infobae.com/america/america-latina/2019/11/12/disturbios-en-bolivia-las-fuerzas-armadas-confirmaron-que-actuaran-para-apoyar-a-la-policia-frente-a-los-grupos-vandalicos-que-respaldan-a-evo-morales/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 12.11.2019 08:55
    Highlight Highlight Er hat immerhin auf dem Kontinent mit dem größten Arm-Reich-Gefälle weltweit (nein, es ist nicht Afrika!) in Bolivien die Armut halbiert. Das ist eine Errungenschaft, die man nicht unterschätzen darf. Man sieht ja gerade in Brasilien, was passiert, wenn jemand regiert, dem die Armen egal sind.
    Aber leider scheint er dann größenwahnsinnig geworden zu sein, so zumindest sieht es aus der Ferne aus. Er hätte als Großer in die Geschichte eingehen können und sollen, wenn er die Macht rechtzeitig abgegeben hätte, nicht autoritär geworden wäre.
    Und nicht als jemand, der aus seinem Land flüchten muss.
    • Peter R. 12.11.2019 10:26
      Highlight Highlight Und zum Zeichen, dass Morales die Macht niemals abgeben wollte, hat er noch die Staatskasse geplündert.
      Gibt es eigentlich in Südamerika Politiker die nicht korrupt oder kriminell sind?
    • NathanBiel 12.11.2019 14:41
      Highlight Highlight Je grösser die Macht eines Einzelnen desto grösser die Gefahr von Korruption.
  • barbablabla 12.11.2019 08:24
    Highlight Highlight Armes Bolivien, armes Lateinamerika. Die Venen sind immer noch offen. Die Indigenen werden mit Füssen getreten, die Rechte werden nur denen zugestanden die Macht haben. Es hat bereits zuviele Tote gegeben. Europa wach auf und handle. Lateinamerika braucht hilfe. Es sind bereits Bürgerkrieg ähnliche Zustände. Und es wird schlimmer. Arriva El pueblo unido jamas serra vencido.
    • Hamudi Dudi 12.11.2019 10:28
      Highlight Highlight Was würdest du konkret vorschlagen, was die Europäer machen sollten?
    • whatthepuck 12.11.2019 10:37
      Highlight Highlight Hä? Morales ist doch ein Indigener? Ein korrupter Indigener? Bürgerkrieg obwohl ein Bauer aus dem Altiplano an der Macht ist? cannot process...
    • Moos 12.11.2019 10:44
      Highlight Highlight Jetzt gilt es Ruhe zu bewahren und eine demokratische Lösung (Neuwahlen) abzuwarten.

      Gilt für beide Seiten.

      #pazparabolivia
      #nomasviolencia
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  • HabbyHab 12.11.2019 07:52
    Highlight Highlight Kann man bitte aufhören, Dinge, welche von der OAS kommen, als seriös zu sehen? Die ist seit ihrer Gründung grundsätzlich gegen alles Linke. Und Manipulation - ihre "Begründungen" dazu sind weit hergeholt.
    • Puki 12.11.2019 08:12
      Highlight Highlight Kann man bitte aufhören, Dinge, nur weil sie als links gelten und so scheinen, als korrekt, heilig und demokratisch zu sehen? Art. 168 der bolivianischen Verfassung, Präsidentschaft dauert 5 Jahre und darf nur einmal verlängert werden. Morales verlor das Referendum, um diesen Artikel zu ändern. Trotzdem postulierte er mit dem gekauften Verassungsgericht für eine 4. Amtszeit und machte einen massiven Wahlbetrug. Dies ist nicht links gegen rechts, weisse gegen idigene Bevölkerung, reich gegen arm. Das ist eine korrupte Mafia gegen das Volk. Kein Putsch.
    • Moos 12.11.2019 10:19
      Highlight Highlight Wenn ein Wahlsystem bei 83% Auszählung aus unerklärlichen Gründen abstürzt und sich die Resultate beim Neustart deutlich verändert haben ist zumindest die Vermutung, dass Wahlmanipulation stattgefunden hat, auf jeden Fall gerechtfertigt.

      U.a. hat übrigens auch die EU zu einem zweiten Wahlgang geraten.
    • HabbyHab 12.11.2019 10:45
      Highlight Highlight Wahlbetrug ist bisher unbelegt, und nur weil die OAS das sagt, ist es noch lange nicht so.
      Das Volk hat ihn gewählt.
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