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Zufällig hat ein watson-Mitarbeiter eine neuartige Schwachstelle in der automatischen Gesichtserkennung (Face ID) entdeckt. Oder ist es gar ein geheimes Feature, das zufällig freigeschaltet wurde?

Maskenpflicht im Büro: Für iPhone-User ist das relativ mühsam, weil Face ID nicht funktioniert und sie den Code eintippen müssen. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer ... Bild: watson

watson-Mitarbeiter entdeckt nach iPhone-Update ein Feature, auf das die halbe Welt wartet

Millionen iPhone-User verfluchen in Pandemie-Zeiten die Gesichtserkennung und möchten ihr Gerät trotz Maske bequem entsperren. Markus Fischer von watson konnte das plötzlich – ohne Tricksereien.



Vorbemerkung: Das ist kein verfrühter Aprilscherz!

Was ist passiert?

watson ist auf einen neuartigen iPhone-Bug gestossen, der es ermöglicht, die automatische Gesichtserkennung Face ID zu verwenden und dabei eine Maske zu tragen.

Die gute Nachricht: Es handelt sich nicht um eine Schwachstelle bzw. brandgefährliche Sicherheitslücke. Face ID funktioniert wie zu erwarten, das heisst, nur der registrierte User kann den Bildschirm durch nach oben Wischen entsperren. Und es sind auch keine Tricksereien erforderlich, wie man sie zu Beginn der Corona-Pandemie kannte (etwa durch Konfigurieren eines «alternativen Erscheinungsbilds»).

Die schlechte Nachricht: Die wenigsten iPhone-User kommen in den Genuss des Face-ID-Fehlers. Oder ist es vielleicht gar kein Bug, sondern ein geheimes Feature?

Darauf deutet nach ersten watson-Recherchen nichts hin. Bei Apple gibt es dafür jedenfalls keine Bestätigung.

Was wir sicher wissen: Es betrifft ein iPhone 12 Pro, das mit der neusten System-Software (iOS 14.4.2) läuft.

Update 6 Uhr: Inzwischen mehren sich bei Twitter die Meldungen von Usern, bei denen es ebenfalls klappt.

Das «Beweis-Video»: Dieser iPhone-Bug ist genial praktisch

Video: watson

Den «Bug» zufällig entdeckt hat Markus Fischer vom Sales-Team. Er machte am Vorabend das Update und am Dienstag stellte er überrascht fest, dass sich sein iPhone plötzlich auch mit Hygienemaske per Face ID entsperren liess.

Jetzt traue ich mich fast nicht, einen Reboot durchzuführen. Es ist gerade herrlich ;-)

Die aus Markus' Sicht erfreuliche Feststellung: Der Bug ist auch nach einem Neustart vorhanden und er kann sein iPhone problemlos mit Maske entsperren.

Bei seinem Arbeitskollegen, der das gleiche iPhone-Modell nutzt, ist der Bug (leider) nicht vorhanden. Und diesem Kollegen gelingt es auch nicht, Markus' Gerät zu entsperren. «Die Gesichtserkennung ist also nicht total im Eimer.»

Wie ist das möglich?

Das wissen wir nicht.

Da Face ID bei nicht-registrierten Personen weiterhin zuverlässig funktioniert und das iPhone nicht entsperrt, müsste die automatische Gesichtserkennung irgendwie gelernt haben, den rechtmässigen User nur am oberen Bereich des Gesichts (Augenpartie) zu erkennen. Dies wirft natürlich schon Fragen auf bezüglich der Sicherheit der biometrischen Funktion. Apples 3D-Gesichts-Scan gilt als sehr sicher.

Fakt ist: Apple hat letzten Freitag (26. März 2021) ein Notfall-Update für iPhones veröffentlicht – und im Anschluss an die Aktualisierung trat der Face-ID-Bug auf.

Mit iOS 14.4.2 schliesst Apple gefährliche Schwachstellen, die offenbar schon aktiv ausgenutzt wurden. Es handelt sich aber um ein reines Service-Update. Gemäss dem offiziellen «Beipackzettel» sind keine neuen Features enthalten.

Wie speziell ist das?

Dieser iPhone-Bug ist eine kleine Sensation, zweifellos. Man stelle sich nur vor, er wäre reproduzierbar. Das würde Millionen von Usern den Corona-Alltag erleichtern.

Und dieser legendäre Informatiker-Spruch passt perfekt:

«It’s not a bug, it’s a feature.»

quelle: wired.com

100 Prozent exklusiv ist die Entdeckung, die watson am Dienstag gemacht hat, allerdings nicht. 😌

Die Twitter-Recherche zeigt, dass es mehrere weitere iPhone-User auf der Welt gibt, die seit Kurzem ebenfalls von dem mysteriösen iPhone-Bug profitieren.

Nr. 1: Ein Arzt in Neu Delhi

Bild

screenshot: twitter

Nr. 2: Ein Texaner aus Houston

iPhone lässt sich nach Update mit Hygienemaske entsperren.

Screenshot: Twitter

Und es dürften noch einige mehr sein ...

Hat das Ganze nichts mit dem jüngsten iOS-Update zu tun? Dieser watson-User behauptet, er konnte sein iPhone 12 auch schon unter der zweitneusten iOS-Version mit Maske entsperren.

Kann eigentlich nicht an dem Update liegen. Bei mir funktioniert es mit meinem iPhone 12 Pro seit etwa drei Wochen. Habe aber immer noch 14.4.1 drauf. Ich muss wohl sehr einmalige Falten an der Stirn haben, damit es mich erkennt 😂

Leser-Kommentar von Mr. Kaplan

Gibts das bald für alle?

Danach sieht es – zumindest vorläufig – nicht aus. Aber wer weiss, vielleicht ist die Funktion ja in Vorbereitung und wurde bei ein paar wenigen iPhones frühzeitig aktiviert...

Leider ist watson bislang nicht hinter das Geheimnis gekommen, warum dies bei Markus' iPhone der Fall war. Wir können an dieser Stelle nur seine Face-ID-Einstellungen verraten, und da gibt es eigentlich nichts Aussergewöhnliches:

iPhone-Screenshot zu Face-ID-Einstellungen

Screenshot: watson

Apple hat bislang nicht reagiert. Und es liegen auch keine Berichte von Tech-Journalisten oder Bloggern vor.

Kaum ein Trost: Ab dem nächsten grossen Update können viel mehr Maskenträger ihr iPhone bequem mittels Face ID entsperren, sofern sie eine Apple Watch tragen. iOS 14.5, das derzeit als Beta-Version getestet wird, bringt das automatische Entsperren in Kombination mit der Watch.

Alle andern können nur auf solche «Bugs» hoffen ...

Und jetzt du!

Hast du schon probiert, ob sich dein iPhone nach dem neusten Update mit Schutzmaske an entsperren lässt? Schreib uns deine Erfahrungen mit Face ID in Corona-Zeiten und allfällige Tipps und Tricks via Kommentarfunktion.

Quellen

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