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Bild: AP/AP

Erste Republikaner planen für 2020 ohne Trump

US-Präsident Donald Trump ist zwar erst ein gutes halbes Jahr im Amt, aber die ersten Republikaner laufen sich indirekt schon für eine Kandidatur für die Wahl 2020 warm.
06.08.2017, 18:51

Die «New York Times» sprach am Sonntag von einem ungewöhnlich frühen «Schattenwahlkampf» und hob dabei insbesondere den derzeitigen Trump-Vize Mike Pence als «Schrittmacher» hervor. Er sei bereits dabei, sich eine unabhängige Machtbasis zu schaffen und seinen Status als logischer «Erbe» Trumps zu zementieren.

Trump-Vize Mike Pence.
Trump-Vize Mike Pence.
Bild: EPA/EPA

Als weitere potenzielle Bewerber, die schon Netzwerke knüpfen und Spender kultivieren, werden die Senatoren Ben Sasse und Tom Cotton sowie Ohios Gouverneur John Kasich genannt.

Ben Sasse.
Ben Sasse.
Bild: AP/AP
Tom Cotton.
Tom Cotton.
Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA
Kasich war bereits 2016 angetreten.
Kasich war bereits 2016 angetreten.
Bild: AP/AP

Die Zeitung bringt zudem die Ex-Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, ins Spiel, die derzeit als US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen zunehmend an Profil gewinnt.

Nikki Haley.
Nikki Haley.
Bild: AP/AP

Pence wies die Darstellung der Zeitung am Sonntag als «kategorisch falsch» und «beleidigend» zurück. Es sei eine Ehre, für Trump zu arbeiten, und alle Anstrengungen seien weiter darauf gerichtet, die Agenda des Präsidenten zu fördern «und ihn 2020 wiedergewählt zu sehen», hiess es in einer schriftlichen Erklärung.

In den meisten Fällen hätten die potenziellen Bewerber und deren Mitarbeiter signalisiert, dass sie sich nur für den Fall vorbereiteten, dass Trump 2020 nicht am Start sei. Gleich mehrere Berater von Pence hätten Spendern sogar schon bedeutet, dass der jetzige Vizepräsident antreten werde, sollte Trump es nicht tun.

Voller Terminkalender

Dieser habe bisher zwar keinerlei Hinweise darauf gegeben, dass er keine zweite Amtszeit anstrebe werde. Aber das bisherige Chaos seiner Präsidentschaft und die Unsicherheit über das, «was Trump nächste Woche tut, von der nächsten Wahl gar nicht zu reden», habe Republikaner zu frühen Vorbereitungen veranlasst, hiess es weiter.

Vor allem der Veranstaltungskalender von Pence sei bereits so voll, dass Republikaner bereits scherzten, er verhalte sich «wie ein Vizepräsident in der zweiten Amtszeit, der hofft, das Feld zu säubern».

Trumps Topberaterin Kellyanne Conway wies das als «Erfindung» zurück. Pence sei völlig loyal, sagte sie am Sonntag dem Sender ABC. Er bereite sich in der Tat vor - «aber auf eine zweite Amtszeit als Vize». (sda/dpa)

In fünf Schritten zum Wein-Angeber

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