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** FILE ** In this May 22, 1990 file photo, Microsoft Chairman Bill Gates introduces the company's Windows software in New York.  Microsoft's iconic frontman is finally giving up his full-time gig at the company to devote more time to world health charity work.  (AP Photo/Marty Lederhandler, file)

William «Bill» Henry Gates III, in jungen, unschuldigen Jahren ... Bild: AP

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Bill Gates hat richtig gerechnet – und nichts dazugelernt

Es ist Zeit, den gütig dreinschauenden Nerd als das zu sehen, was er wirklich ist: ein knallharter Geschäftsmann und hochintelligenter Demokratiefeind.



Plutokratie: Staatsform, in der die Besitzenden, die Reichen die politische Herrschaft ausüben; Geldherrschaft.

quelle: duden.de

Mein Artikel über Bill Gates von letzter Woche hat einen Nerv getroffen. Das war zu erwarten angesichts des hohen Ansehens, das der Microsoft-Gründer geniesst, und wegen der Summen, um die es bei der Diskussion über die amerikanische Superreichen-Steuer («Wealth Tax») geht.

Die populärsten Kommentare, die Tausende Herzen erhielten, sympathisierten alle mit Gates. Und einige User meinten sinngemäss, man solle dem armen Bill sein hart verdientes Geld lassen, er unterstütze wohltätige Projekte rund um den Globus, im Gegensatz zum Amazon-Gründer Jeff Bezos, das sei ein richtig böser geiziger Typ. Und zudem wisse man nur zu gut, was die US-Regierung mit den Milliarden anstellen würde: Noch mehr Waffen kaufen, Kriege führen, Mauern bauen und präsidiale Golfplatz-Trips finanzieren...

«Die Milliardäre werden nervös»

So betitelte die «New York Times» am vergangenen Freitag eine lesenswerte Analyse ihres Teams renommierter Meinungsjournalisten (siehe Quellen).

Logisch ist der Microsoft-Gründer nicht allein mit der Angst um sein unvorstellbar grosses Vermögen. Was aber nur schwer zu glauben ist: Offenbar leiden Normalverdiener mit dem ultrareichen Amerikaner und verteidigen ihn.

Entschuldigung, aber das ist eine zutiefst undemokratische Haltung. Und ich hoffe, es steckt pures Unwissen dahinter. Warum sonst sollte man einem ultrareichen Steuervermeider die Stiefel halten, statt auf den Rechtsstaat zu pochen und für echte Steuergerechtigkeit zu votieren?

Im Folgenden erkläre ich, warum Bill Gates kein selbstloser Wohltäter ist, sondern eine Gefahr darstellt für die Demokratie. Es geht mir vor allem auch darum, Missverständnisse aus der Welt zu räumen und zu erklären, warum er und alle anderen Superreichen viel stärker zur Kasse gebeten werden müssen. Das gilt auch für die rund 40 «Schweizer» Milliardäre, bzw. die Superreichen, die hier niedergelassen sind.

Gates hat richtig gerechnet, aber ...

Im Interview, das den Trubel auslöste, nennt der Microsoft-Gründer die Zahl von 100 Milliarden Dollar, die er wegen der «Wealth Tax» von Elizabeth Warren bezahlen müsste.

Wollte er damit einen dummen Scherz machen? Wohl kaum!

Andere argumentieren, Gates hätte mit dieser eindrücklichen Zahl recht gehabt, so viel müsste er aber nicht in einem einzigen Jahr hinblättern, sondern im Laufe der Zeit. Sprich: in rund 15 Jahren.

Bleiben wir bei den harten Fakten:

Würde Elizabeth Warrens «Wealth Tax» eingeführt, dann müsste Bill Gates dem amerikanischen Staat im nächsten Jahr 6.379 Milliarden Dollar abliefern. Das kann man auf der Website der gewieften Politikerin unter elizabethwarren.com nachlesen. Dort hat ihr Wahlkampf-Team einen Steuerrechner für (besorgte) Milliardäre aufgeschaltet.

Die gut 6 Milliarden seien weniger, als Mr. Gates mit seinen Investitionen im vergangenen Jahr verdient habe, hält die «New York Times» fest. Gates habe die besten Chancen, trotz zusätzlicher Besteuerung immer noch reicher zu werden. Denn selbstverständlich wird der schlaue Fuchs weiterhin da investieren, wo die saftigsten Renditen winken.

Interessantes Zahlenspiel: Wäre die Reichensteuer von Elizabeth Warren schon 1982 in Kraft getreten, dann würde Bill Gates gemäss einer provisorischen Berechnung heute «erst» 13.9 Milliarden Dollar schwer sein.

«Tax the fuckers.»

Bild

screenshot: twitter

Die Realität sieht allerdings anders aus...

Die Superreichen bezahlen weniger denn je

Als Bill Gates 1975 Microsoft gründete, betrug der höchste Grenzsteuersatz auf persönliche Einkommen 70 Prozent, wie die «New York Times» in Erinnerung ruft. Die Steuersätze auf Kapitalerträge und Unternehmenseinkommen seien deutlich höher gewesen als heute, «und auch die Erbschaftssteuer war eine viel gewaltigere Abgabe». Weder hinderte dies Gates daran, sich ins Computer-Business zu stürzen, noch entmutigte es seine Investoren, ihr Geld zu investieren.

Halten wir fest: Bei der stärkeren Besteuerung der Reichsten geht es nicht um Missgunst und Neid, sondern um Steuergerechtigkeit. Um die Gleichbehandlung der Bürgerinnen und Bürger und um den Rechtsstaat.

Im gleichen Zeitraum, in dem die Löhne der normalen Leute stagnierten, die Arbeitsbedingungen schlechter wurden und die Schulden wuchsen, stiegen die Steuersätze für sie.

Und die Reichsten lachten sich ins Fäustchen. Dank eines Heeres von Anwälten, Steuerberatern und Lobbyisten.

«Zum ersten Mal seit hundert Jahren zahlt die Arbeiterklasse – die 50 Prozent der Amerikaner mit dem niedrigsten Einkommen – heute höhere Steuersätze als Milliardäre.»

Das halten die Wirtschaftswissenschaftler Emmanuel Saez und Gabriel Zucman von der Universität von Kalifornien fest, die Verfasser des Buches «The Triumph of Injustice».

«Es ist absurd, dass die Arbeiterklasse jetzt höhere Steuersätze zahlt als die reichsten Menschen in Amerika.»

Emmanuel Saez und Gabriel Zucman

Die Stunde der Angstmacher

FILE - In this Aug. 24, 1995, file photo, Microsoft Chairman Bill Gates sits on stage during a video portion of the Windows 95 Launch Event  on the company's campus in Redmond, Wash. One of the biggest changes with Windows 8 is the disappearance of the familiar start button at the lower left corner of the screen. There will be a new screen filled with a colorful array of tiles, each leading to a different application, task or collection of files. (AP Photo/File)

Das war 1995 bei der Lancierung von Windows 95 – noch bevor Microsoft die Zerschlagung drohte. Bild: AP

Bill Gates hat sich vom Computerfreak mit Nerdbrille zum altersmilden Wohltäter mit dickem Portemonnaie gewandelt. Doch er bleibt ein Wolf im Schafspelz. So äusserte er letzte Woche leise Bedenken wegen der Wealth Tax:

«Ich denke, wenn man zu stark besteuert, setzt man die Kapitalbildung, Innovation, die USA als den wünschenswerten Ort für innovative Unternehmen aufs Spiel – ich denke, das riskiert man.»

Entschuldigung, aber Gates ist viel zu intelligent, um den Bullshit, den er hier öffentlich verzapft, selber zu glauben. Es handelt sich vielmehr um pure Angstmacherei und Stimmungsmache gegen eine stärkere Besteuerung.

Seine angebliche Sorge, dass Steuererhöhungen für Superreiche die Innovationskraft des Landes schwächen und Investitionen oder Wirtschaftswachstum verhindern, sei unbegründet, hält die «New York Times» fest. Die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse deuteten klar darauf hin, dass die Besteuerung einen geringen Einfluss auf die Innovationskraft eines Landes ausübe. Experten hätten zwar noch kein vollkommenes Verständnis dafür, was Innovationen fördere und antreibe, aber Steuern seien definitiv «nicht in der gleichen Gewichtsklasse wie andere Faktoren, allen voran Bildung, Forschung und ein funktionierendes Rechtssystem».

Damit zur Bildung, ein zentraler Punkt.

Goldene Löffel

Bill Gates, zweifellos einer der erfolgreichsten Unternehmer der amerikanischen Geschichte, wuchs in einer wohlhabenden Familie auf und erhielt die beste Ausbildung, die es in den Vereinigten Staaten für Geld zu kaufen gab.

Sprich: Seine Eltern schickten ihn an eine Elite-Privatschule, weil sie dem staatlichen Schulsystem nicht vertrauten. Und genau diesem Bildungssystem entziehen Superreiche wie Gates die dringend benötigten Mittel ...

Zur Erinnerung: Microsoft startete in den 80er-Jahren dank eines Deals mit IBM durch: Bill Gates Mutter hatte über eine Wohltätigkeitsorganisation, in der sie im Vorstand war, den Kontakt zum IBM-Boss vermittelt.

This is a 1978 photo of the 11 people who started Microsoft Corp., made in Albuquerque, N.M., just prior to moving the company to the Seattle area. Shown, top row from left, are: Steve Wood, Bob Wallace and Jim Lane; second row, Bob O'Rear, Bob Greenberg, March McDonald and Gordon Letwin; and front row, Bill Gates, Andrea Lewis, Marla Wood and Paul Allen. (KEYSTONE/AP Photo/Microsoft/Str)   ===  ===

Ein ikonisches Porträtbild der 11 ersten Microsoft-Mitarbeiter. Vorne (links und rechts): Bill Gates und sein Kompagnon Paul Allen, der 2018 an Krebs starb. Bild: AP

Gates' Erfolg schon in jungen Jahren passt perfekt zu einer Studie über amerikanische Patentinhaber. Die ergab, dass Innovatoren dazu neigen, aus wohlhabenden Familien zu kommen, in Gemeinschaften von Innovatoren aufzuwachsen und eine qualitativ hochwertige Ausbildung in Mathematik und Naturwissenschaften zu erhalten.

Die «New York Times» messerscharf: Staatliche Investitionen in die Bildung, durch Steuern finanziert, würden mehr Kindern die Art von Vorteilen verschaffen, die der junge Gates geniessen konnte. Genau dies verhindert aber der alte Gates, wenn er eine gerechtere Besteuerung der Superreichen bekämpft. Und leider ist er dabei nicht ehrlich.

Halten wir fest: Die Reichensteuer ist nicht innovationsfeindlich, im Gegenteil. Sie schafft einen Ausgleich und ermöglicht mehr Leuten, eine gute Ausbildung zu geniessen.

Bill Gates ist kein Heilsbringer ...

... sondern ein knallharter Geschäftsmann, der wirklich alles dem Profit unterordnet.

«Der Weltöffentlichkeit wird der Mythos verkauft, dass private Philanthropie viele Lösungen für die Probleme der Welt bereithält, während sie die Welt vielmehr in viele falsche Richtungen drängt.»

Mark Curtis, «Global Justice Now» quelle: heise.de

Die Bill and Melinda Gates Foundation unterstützt multinationale Konzern-Interessen – und dies zulasten der sozialen und ökonomischen Gerechtigkeit. Nestlé und die Schweizer Pharma-Riesen Novartis und Co. lassen grüssen.

Es gilt, was ich schon 2016 schrieb:

«Problematisch ist das Weltbild, das der Microsoft-Gründer mit anderen Superreichen wie Warren Buffet, Elon Musk und Co. teilt. Statt mit ihrem Geld die demokratischen Strukturen zu stärken und für die Durchsetzung der Gesetze zu sorgen, finanzieren die Milliardäre private, nicht kontrollierbare Hilfsprojekte und entziehen sich einer angemessenen Besteuerung.»

quelle: watson.ch

Schlechtes Vorbild

Bill Gates ist ein Mensch wie du und ich. Doch sein ökologischer Fussabdruck ist katastrophal gross.

Im Jahr 2017 kam er auf 350'000 Flugkilometer im Privatjet. Damit hat Gates, der sich international und medienwirksam für nachhaltige Projekte und den Klimaschutz einsetzt, umgerechnet 1600 Tonnen CO2 in die Atmosphäre gebracht.

Das sei 16'000-mal mehr CO2, als ein Mensch durchschnittlich pro Jahr durch Fliegen verursache, nämlich 100 Kilogramm CO2, erklärte Stefan Gössling von der Lund-Universität, der die Flugbilanz von Bill Gates ausgerechnet hat.

Der US-amerikanischer Unternehmer Bill Gates steigt auf dem Rollfeld des Flughafens in Zuerich in einen Helikopter zum WEF, aufgenommen am Dienstag, 22. Januar 2019, in Ruemlang (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Ein Bild vom Januar 2019: Bill Gates steigt auf dem Rollfeld des Flughafens Zürich von seinem Privatjet in einen Helikopter um, der ihn zum WEF nach Davos fliegt. Bild: KEYSTONE

Die reichsten zehn Prozent der Welt haben die Hälfte aller Emissionen zu verantworten. Gleichzeitig werden sie am wenigsten unter den Folgen zu leiden haben, wie der Tourismusforscher Gössling gegenüber mdr.de bestätigte.

Mit seinem klimaschädlichen Lebensstil ist der Microsoft-Gründer zudem ein schlechtes Vorbild: Wie viele möchten wie der Multimilliardär um die Welt jetten?

Fazit

Zu Gates' Ehrenrettung ruft die «New York Times» frühere Äusserungen in Erinnerung: Er habe gesagt, er denke, dass die Reichen höhere Steuern zahlen sollten. Allerdings habe er sich bei den letzten Auftritten nicht entsprechend verhalten. «Er kann zeigen, dass er es mit Steuererhöhungen ernst meint, indem er die Übertreibungen beiseite legt und eine prinzipielle und sachliche Debatte über die Details führt.»

So, wie es sich für einen blitzgescheiten Nerd gehörte, könnte man anmerken. Wobei mein Fazit kritischer ausfällt:

Jeder Milliardär ist eine Gefahr für die Demokratie. Jeder!

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  • Mandarinchen 14.11.2019 17:13
    Highlight Highlight Bei einem Vermögen von 107'000'000'000$ sollte eigentlich niemand mehr Angst ums Geld haben. Wie lange würde es wohl dauern um bis auf 107 Milliarden zu zählen?
  • Skeptischer Optimist 14.11.2019 07:53
    Highlight Highlight Gut gebrüllt, Löwe.
  • Stiggu LePetit 14.11.2019 07:20
    Highlight Highlight "Warum sonst sollte man einem ultrareichen Steuervermeider die Stiefel halten"
    Ganz einfach: Kapitalismus setzt jedem den Traum in den Kopf, es auch schaffen zu können. Vom Tellerwäscher zum Millionär. The american dream. Darum will niemand die Reichen mehr besteuern, weil sie hoffen selbst dazu zu gehören und wollen dann auch nichts abgeben.
  • WID 14.11.2019 07:03
    Highlight Highlight Guter Artikel. Kapital = Macht. Grosse Kapitalanhäufung = Grosse Machtanhäufung. Das ergibt logischerweise die Finanzplutokratie. Leute, wacht auf.
  • Levi Vodica 14.11.2019 03:18
    Highlight Highlight Finanztransaktionssteuer und alles ist gut. ^^
  • Levi Vodica 14.11.2019 02:57
    Highlight Highlight Habe Gates ehrlich gesagt für einen netten und bescheidenen Mann gehalten, spannend eine fundiertere Meinung zu ihm zu lesen.
  • Freethinker 13.11.2019 23:08
    Highlight Highlight Ich finde es tatsächlich auch lächerlich. Es ist mir schon mehrmals passiert, dass Reiche vor mir in Schutz genommen wurden in Diskussionen. Vasella hat Millionen an Steuern bezahlt, bla bla. Na und?
  • sidi77 13.11.2019 22:35
    Highlight Highlight Die Bill und Melinda-Gates-Stiftung war vor 25 Jahren die einzige Organisation, die sich in Ostafrika aktiv für HIV-Opfer, für die Behandlung von Malaria und anderen Tropenkrankheiten eingesetzt und wirkungsvoll operiert hat. Alle Fonds staatlicher Entwicklunghilfegelder zusammen haben das nicht erreicht. Das werde ich nicht vergessen.
    • Bibilieli 14.11.2019 07:11
      Highlight Highlight Geht mir gleich. Auch wenn die Gates Foundation streng genommen erst im Jahre 2000 gegründet worden ist :) Das Ehepaar Gates versucht schon lange, die ganz grossen Probleme dieser Welt zu lösen. Kann die Netflix-Dokumentation "Inside Bill Gates Brain" nur empfehlen.
    • @schurt3r 14.11.2019 09:07
    • WID 14.11.2019 10:57
      Highlight Highlight @sidi77: Es geht auch nicht darum solche Leistungen schlecht zu machen. Es geht darum, transparent zu machen, dass die Kapitalbesitzer nach ihrem eignen Gutdünken dort helfen können, wo sie sollen. Und Du hast dazu demokratisch nichts zu sagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ichsagstrotzdem 13.11.2019 21:56
    Highlight Highlight Glaubt mir jemand, wenn ich behaupte, dass niemand mehr Einkommenssteuern bezahlen müsste, wenn die Superreichen ihr Vermögen und dessen Erträge korrekt versteuern würden?
    (btw: Panama- und Paradise Papers lassen grüssen)
  • banda69 13.11.2019 21:45
    Highlight Highlight Sind wir doch alle froh, haben wir die selbsternannte "Partei des Volkes", die sich aufopfernd um die Reichen und Abzocker kümmert.
  • Hansdamp_f 13.11.2019 21:15
    Highlight Highlight Wer viel hat, soll hohe Steuern zahlen. Aber: Enteignung ist weder fair noch irgendwie stimmig zu rechtfertigen.

    Nur wer Augenmass hat, hat eine Chance auf breite Zustimmung. Bleibt dieses auf der Strecke, gibt's vier weitere Jahre des orangen IQ-Tieffliegers.
    • Pafeld 14.11.2019 11:27
      Highlight Highlight Ist ein bischen zynisch von Enteignung zu reden, nachdem nun all die Jahre die Steuern dermassen gesenkt wurden und dies nun möglicherweise wieder ein Ende finden könnte.
    • Hansdamp_f 14.11.2019 15:05
      Highlight Highlight Du kannst nicht diesen Fehler der Vergangenheit mit Extremforderungen überkompensieren. So treibt man bloss gemässigte Wähler Trump in die Arme.
  • Bibilieli 13.11.2019 20:07
    Highlight Highlight "Die Bill and Melinda Gates Foundation unterstützt multinationale Konzern-Interessen – und dies zulasten der sozialen und ökonomischen Gerechtigkeit." Gibt es dazu auch eine Quelle?

    Ich bin selber auch für eine Erhöhung der Vermögenssteuer. Man sollte die Arbeit der BMG Stiftung deswegen nicht schlecht machen. Wenn Gates sein Geld dafür ausgeben möchte, Polio auszurotten oder neue Konzepte für Toiletten und Sanitätssysteme zu entwickeln, soll er das tun dürfen.
  • Joypad 13.11.2019 19:44
    Highlight Highlight Interessante Meinung, doch wiederlegt es nicht diese alles eintscheidende Aussage:

    ...er unterstütze wohltätige Projekte rund um den Globus....und zudem wisse man nur zu gut, was die US-Regierung mit den Milliarden anstellen würde: Noch mehr Waffen kaufen, Kriege führen, Mauern bauen und präsidiale Golfplatz-Trips finanzieren...

    Dann lieber das Geld bei einer privaten Stiftung, welches sich für das Allgemeinwohl kümmert - trotz Steuervorteilen.

    Der Öko-Fussabdruck hebt sich ja irgendwie auch wieder durch den Einsatz für Umwelt-Projekte auf...vor allem sind solche Projekte oft nachhaltiger.
  • Schlumpfinchen #notmeus 13.11.2019 19:25
    Highlight Highlight Ein hammer Artikel. Vielen Dank Daniel.
    Es ist an der Zeit, dass die Bürger*innen sich ihre Demokratie zurückholen.
    Ein relativ einfaches Rechenbeispiel zeigt auf, wie reich diese Milliardäre wie Gates eigentlich sind: wenn man seit dem Jahr Null jeden Tag 5000 Franken weggelegt hätte, wäre man heute bei weitem noch nicht so reich wie Bezos, Gates und co.
    Als könnte man so viel Geld anhäufen, wenn man wirklich sozial wäre. Gates hat auch massiv davon profitiert, dass Staaten in Hochschulen und deren Erfindungen investiert haben, er musste nur noch zugreifen und es gewinnbringend umsetzen.
  • Geissrob 13.11.2019 19:15
    Highlight Highlight Mal ein starker Artikel von Watson... obwohl die Frage nach der Sinnhaftigkeit der angedachten Besteuerung von 6 Milliarden auf 100 Milliarden Vermögen nicht gestellt wurde und auch nicht hinterfragt wurde, wie realistisch die Durchsetzung eines solch übermässig hohen Steuersatzes ist. Die ist eindeutig kontraproduktiv, egal bei welchem Vermögensstand einfach nur zu hoch.
    • trio 14.11.2019 12:37
      Highlight Highlight Gates würde doch noch immer reicher werden. Warum also sollte es eine zu hohe Besteuerung sein?
    • Geissrob 14.11.2019 18:34
      Highlight Highlight 6 Prozent auf Vermögen zu besteuern ist Wahnsinn...und kontraproduktiv... wenn sie das durchziehen wohnt innert eines Jahres kein Milliardär mehr in den USA... das wäre ein klassisches Eigentor...das Einkommen müsste mehr besteuert werden sodass man gar nicht erst so viele Milliarden anhäufen kann...
    • @schurt3r 14.11.2019 19:54
      Highlight Highlight „Entgegen dem allgemeinen Glauben unter ‚Expats‘ endet die Verpflichtung zur Abgabe einer US-Steuererklärung nicht zu dem Zeitpunkt, an dem man in ein anderes Land umzieht. Amerika ist eines von zwei Ländern auf der Welt (das andere ist Eritrea), das Steuererklärungen von seinen Bürgern verlangt, ungeachtet wo sie wohnen.“

      https://is.gd/NHYZYH

      Die US-Milliardäre müssten den Pass abgeben, bzw. die Nationalität wechseln, um der Steuerbehörde IRS zu entkommen.

  • PVJ 13.11.2019 16:50
    Highlight Highlight Es geht nicht nur um Steuern. Viele Superreiche wurden reich, weil sie sich eine Monopolstellung sichern und über viele Jahre verteidigen konnten. Microsoft ist ein Beispiel dafür.
    Der Staat hätte auch wettbewerbsrechtliche Möglichkeiten, um Monopole zu beenden. So wurde Rockefellers Standard Oil Company 1911 per Gerichtsurteil zerschlagen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Standard_Oil_Company

    Dies bedingt aber, dass der Staat fähig und willens ist, bei Bedarf auch gegen die Macht von Milliardären vorzugehen, wenn es im allgemeinen Interesse ist.
  • wolge 13.11.2019 16:47
    Highlight Highlight Ganz genau deiner Meinung.

    Es braucht einen radikalen Umbau des Systems.

    Sinnloses Wachstum, sinnloser Konsum, Gier, Macht, Ego, Umweltzerstörung, extrem ungleiche Verteilung...

    Wir müssen unsere Weltsicht grundsätzlich überdenken und unsere Systeme so bauen, dass Natur und Gesellschaft weltweit im Einklang leben kann.
    • redeye70 14.11.2019 07:14
      Highlight Highlight Nur geht die allgemeine Entwicklung in eine andere Richtung. Einsicht wird erst einkehren wenn der grosse Knall eingetreten ist. Fraglich ist, was dann überhaupt noch übrig bleibt. Das Kohlenstoffzeitalter aber ist definitiv vor dem Ende.
  • Nik G. 13.11.2019 14:48
    Highlight Highlight Ich verstehe dieses blinde Vertrauen, dass die Reichen alles für die Armen machen würden, nicht. Es gibt definitiv Reiche, die wirklich etwas machen. Bill Gates aber definitiv nicht. Was denkt ihr, wieso jeder Reiche noch eine eigene Stiftung hat? Steuererleichterung. Viele sind nicht nur reich weil sie so hart arbeiten. Sie wissen einfach, wie Geschäfte zu machen, und wie sie mehr Geld machen können. Ich denke bei vielen ist es der Traum, auch dort zu stehen und man sieht dann die Personen als die Wohltäter. Ja nie kritisch hinterfragen.
    • PeteZahad 13.11.2019 18:22
      Highlight Highlight Dass die Stiftung Steuererleichterung bringt bestreite ich nicht. Dass Bill Gates definitiv nichts macht, stimmt so sicherlich nicht. Schau dir bitte zuerst "Inside Bills Brain" an, bevor du einfach Mal behauptest...

      https://www.netflix.com/title/80184771
  • Quacksalber 13.11.2019 14:25
    Highlight Highlight Microsoft soll endlich ein stabiles und inspirierend programmiertes Office zu tieferem Preis anbieten. Schade, dass es niemanden gibt, der ein gutes Konkurrenzprodukt hinbekommt.
    • You will not be able to use your remote control. 13.11.2019 16:03
      Highlight Highlight https://de.libreoffice.org/

      stabil, inspirierend und frei
    • PeteZahad 13.11.2019 18:28
      Highlight Highlight @You Bitte nicht. Ich bin absoluter Linux und Open Source resp. Free Software Fan. Aber im Bereich Office kommt bezüglich UI/UX und Funktionsumfang (leider) niemand annähernd an Microsoft Office ran.

      Das selbe gilt für Adobe, was professionelle Bildbearbeitung und Gestaltung angeht, wobei hier Gimp und Inked im Gegenteil zu LibreOffice vs. Microsoft Office immer noch leidlich gute Kandidaten sind.
    • Levi Vodica 14.11.2019 03:06
      Highlight Highlight Zu Adobe: nicht mal Affinity?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 13.11.2019 14:00
    Highlight Highlight Was gefühlte 50 Jahre weltweit schief gelaufen ist, wird man in zwei bis drei Jahren nicht ändern können und schon gar nicht national.
    Ich habe ja seit einigen Jahren schon so eine Idee: Es sollte eine UN-Steuerbehörde geben, die multinationale Konzerne und sehr vermögende multinational investierte Privatpersonen zusätzlich besteuert. Da wäre dann auch Geld da für globale Projekte (Entwicklungshilfe, Klimaschutz usw.)
    Ich denke ein zu extremes Eingreifen in nationale Steuerregime würde auch zu extremen Verwerfungen führen.
  • TanookiStormtrooper 13.11.2019 13:43
    Highlight Highlight Lasst euch nicht von seinem Haarschnitt täuschen. 😂
    Play Icon
    • Burial 13.11.2019 15:27
      Highlight Highlight Sooo passend 😂😂😂🥳
  • Horobar 13.11.2019 13:36
    Highlight Highlight Wohltätigkeit ist das Ersaufen des Rechts im Mistloch der Gnade.
    -Pestalozzi-

    Es geht in einem Rechtstaat nicht an, dass private Vermögende entscheiden, welche Projekte unterstützungswürdig sind und welche nicht.

    Die soziale Bewegung Ende des 19. Anfang des 20. Jh. hat uns diese Rechte mühsam erkämpft und es ist unsere Pflicht als Bürger, diese zu verteidigen.
    "Sozialschmarotzer" wie Bill Gates, Jeff Bezos oder auch Christoph Blocher profitierten vom Staat und wollen ihn nun abschaffen, da sie ihn nicht mehr brauchen!
    • PeteZahad 13.11.2019 18:33
      Highlight Highlight Oh doch! Es ist eine andere Frage wie hoch die Steuersätze sein sollen. Beim privaten Vermögen kann und soll sicherlich jeder Mensch selbst entscheiden, was für ihn unterstützungswürdig ist. Und wenn eine einzelne Stiftung wie die von Bill und Melinda sich das Ziel setzt Polio weltweit auszurotten, ist dies sicherlich effizienter und erfolgreicher als wenn dies ein Staat(enbund) macht und ganz klar unterstützungswürdig!
  • G. 13.11.2019 13:05
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach sollten alle Leute nach genau demselben Prinzip und einem linearen Mass besteuert werden. Also keine Abschwächung des Steuersatzes nach oben, keine Steuergeschenke, keinen roten Rappen als Geschenk.

    Eine Krankenschwester in der Notfallstation eines Spitals wird genau gleich zur Steuerzahlung eingeladen wie ein Elektriker und erhält auch keinen Rabatt wegen ihrer selbstlosen und lebensrettenden Arbeit.
    • PeteZahad 13.11.2019 18:34
      Highlight Highlight Also egal ob ich fünf Kinder habe oder keines? Dann werden sich nur noch die Vermögenden Kinder leisten können - fair?
    • Uranos 13.11.2019 22:48
      Highlight Highlight Ich finde eher es sollte progressiv sein. Ein 10-facher Milliardär hat immer noch hübsche 7 Milliarden wenn er 30% abdrücken muss. Jemand der 60'000 hat und dann 18'000 (30%) davon abdrücken muss, wird sich überlegen müssen, wie er damit noch über die Runden kommt.
    • G. 14.11.2019 21:03
      Highlight Highlight Ja, progressiv, aber ohne Ende nach oben...
  • Chäferfäscht 13.11.2019 12:53
    Highlight Highlight I repeat: tax the fuckers! Gleiches Steuergesetz für alle... danke für diesen guten Artikel!
  • Matthiah Süppi 13.11.2019 12:51
    Highlight Highlight https://gfycat.com/fakecandiddungbeetle

    Das passende GIF zum Thema.
  • ChlyklassSFI 13.11.2019 12:48
    Highlight Highlight Komplimente an Schurter: Sehr guter Artikel und rasche Rückmeldungen zu Kommentaren!
  • beautyq 13.11.2019 12:46
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe, ist warum verschiedenste Staaten das Gefühl haben, das Vermögen von Privatpersonen gehöre fast schon dem Staat. Marktbeschränkungen hier, allgemeine Begrenzungen dort.

    Nur weil etwas oder jemand erfolgreicher ist / wirtschaftet, gibt das der Allgemeinheit / dem Staat noch lange nicht das Recht, daran überdimensional teil zu haben.

    Irgendwann muss man auch ein wenig Fairness gegenüber den Superreichen eingestehen. Solche Steuern sind schlicht und einfach in keinem Verhältnis.

    Leider entstehen noch zu viele Ungerechtigkeiten, aber dafür gibt es bestehende Gesetze.
    • D(r)ummer 13.11.2019 13:01
      Highlight Highlight "...nicht das Recht, daran überdimensional teil zu haben."

      Gates hat (wie im Artikel beschrieben) auch überdimensional profitiert. (Sicherheit, Infrastruktur, Freie Marktwirtschaft im Heimatstaat)

      Er gibt unterdimensional zurück, indem er Unterstützung und Wohltätigkeit privatisiert.
      Win-Win für ihn.
    • ChlyklassSFI 13.11.2019 13:01
      Highlight Highlight Wirklich? Wieso ist denn jemand "erfolgreicher"? So jemand braucht die Allgemeinheit und den Staat, profitiert davon.
  • karl_e 13.11.2019 12:46
    Highlight Highlight Ein anständiger Mensch kann niemals Milliardär werden.
  • Maedhros Niemer 13.11.2019 11:44
    Highlight Highlight Gutes Beispiel mit dem Bildungssystem!
    Superreiche schicken ihre Kinder nicht in öffentliche Schulen, weil diese so schlecht sind.
    Öffentliche Schulen sind schlecht, weil sie zu wenig Steuergelder bekommen.
    Es gibt zu wenig Steuereinnamen, weil die Superreichen ihren Teil nicht zahlen...

    Und ab hier beisst sich die Katze in den Schwanz.
  • Coach_D 13.11.2019 11:27
    Highlight Highlight Super Recherche & Top, sowie auch verständlich geschrieben! Bravo!!!
  • Azrat 13.11.2019 11:21
    Highlight Highlight Ich kann dem Artikel nur beipflichten.
    Und zum Argument, dass der Staat das Geld von den Reichen nur falsch ausgeben würde und Bill an Wohltätigkeitsorganisationen spendet: Wollen wir wirklich, dass die Reichen bestimmen, was unterstützenswert ist? Mir ist es lieber der Staat verteilt das Geld. Und wenn ich unzufrieden bin, wähle ich das nächste Mal eine andere Partei oder starte eine Initiative, wo alle entscheiden können.
    • somethign 13.11.2019 12:45
      Highlight Highlight Wie wärs mit Risikodiversifikation? Kannst du wirklich behaupten, du findest alles gut wofür der Staat Geld ausgibt? Gerade die USA geben zum Beispiel nach meinem Geschmack zu viel fürs Militär aus.
    • Azrat 13.11.2019 12:57
      Highlight Highlight Natürlich finde ich nicht alles gut, wofür der Staat Geld ausgibt. Aber ein demokratischer Staat ist wenigstens von der Mehrheit gewählt und hat in der Regel Kontrollmechanismen. Es ist mir nach wie vor lieber, ein demokratisch legitimierter Staat verteilt das Geld, als dass Reiche und Ultrareiche marketingeffektiv Organisationen, die sie für gut empfinden, Geld geben. Waisenkinder oder Tierschutzorganisationen zu unterstützen ist öffentlichkeitswirksamer als z.B. Frauen-/Männerhäuser, Flüchtlinge, Ältere, Invaliden usw. Trotzdem müssen und sollen auch diese Unterstützung erhalten.
    • Hochen 13.11.2019 13:28
      Highlight Highlight @Azrat
      Gut geschrieben!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 13.11.2019 11:18
    Highlight Highlight Ich kann viele Ansätze und Argumente durchaus nachvollziehen. Dass man aber hervorhebt, dass Gates mit guten Investitionen doch noch mehr verdienen könnte als er Vermögenssteuer bezahlt ist lächerlich. 1. Wenn er weniger verdient als er Steuern zahlen muss, dann ist das Enteignung. 2. Bei gut 6 Mia. Vermögessteuerensteuern müsste er gegen 12 Mia. verdienen, was bei einem Investitionsvolumen von 100 Mia. 12% sind. Weil vom Verdienst zahlt er ja noch 50% Einkommenssteuer. Und dann ist er erst bei break even. Also alles in allem schon hart an der oberen Grenze zur Enteignung.
    • D(r)ummer 13.11.2019 12:18
      Highlight Highlight 1. Selber schuld, wenns sich nicht einpendelt.

      Es werden andere auch enteignet, nicht schlimm wenn es mal einen trifft, der 100'000 Millionen hat.

      Wirkt auch abschreckend auf die Jungen, die an den Börsen dem grossen Geld nachgeifern.
    • Ohniznachtisbett 13.11.2019 13:18
      Highlight Highlight Wer wird denn enteignet? Niemand. Es kann sein, dass der Staat Land "enteignet" z.B für Strassen oder Bahnstrecken etc. Dabei wird der Enteignete aber entschädigt. Es handelt sich dann um einen "Zwangsverkauf". Bitte nicht Äpfel und Birnen verwechseln.
  • Korrektiv 13.11.2019 11:17
    Highlight Highlight (Psst: *dazugelernt; ein Wort, nicht zwei. Hübsch ironisch ...)
    • @schurt3r 13.11.2019 11:35
      Highlight Highlight Ein Hoch auf die Ironie! :)
  • Disclaimer 13.11.2019 11:07
    Highlight Highlight Könnt ihr euch noch an die Volksabstimmung zur Steuererhöhung von 0,5 pro mil für die Superreichen in der Schweiz erinnern? Die Schindler (Lift)-Familie hat damals öffentlich gedroht, äh, Bedenken angemeldet, dass das Management dann wohl ins Ausland übersiedeln wird und die daran hängenden Arbeitsplätze gleich mit. Blitzartig wandelte sich die Zustimmung der Bevölkerung in eine Ablehnung. Solche erpresserischen (ich kann es nicht anders nennen) Äusserungen sollten geahndet werden.
  • Dr.Master of Disaster 13.11.2019 11:06
    Highlight Highlight Sehr gut beschrieben. Vielen Dank.

    Leider gibt es immer wieder Menschen, die daran glauben, dass die Kritik auf Neid beruht. Ob er 90 Milliarden oder 13 Milliarden hat, er wird immer noch steinreich bleiben.

    Es geht lediglich um Steuergerechtigkeit.
    • Luthiena 13.11.2019 11:45
      Highlight Highlight Genau, versteh auch nicht weshalb Menschen, die "normal verdienen", einen Milliardären dabei noch in Schutz nehmen? Klar geht es uns gut, aber wenn die Mehrheit des Vermögens einigermassen fair aufgeteilt wäre, würde es ALLEN um einiges besser gehen...
    • TheWall_31 13.11.2019 13:21
      Highlight Highlight Steuergerechtigkeit ist einzig und allein, wenn jeder den gleichen Anteil seines Geldes abgibt.

    • trio 14.11.2019 12:47
      Highlight Highlight @TheWall_31
      Von dem Geld das Ende Monat noch auf dem Konto ist. Dann stimmt deine Aussage.
  • Linus Luchs 13.11.2019 11:03
    Highlight Highlight Dass (Super-)Reiche von tiefen Steuersätzen profitieren, die sie mit ihrem Einfluss selber bewirken, ist das eine. Dieser Vorgang ist offensichtlich. Das andere ist die versteckte Methode: Steuerflucht, auch Steueroptimierung genannt. In der Schweiz ist Steuerberatung für Unternehmen und (Super-)Reiche ein riesen Geschäft. Der Auftrag lautet jeweils: Mit welchem Konstrukt kann so viel Geld wie möglich dem Fiskus entzogen werden? Wo ist die Gesetzeslücke, das Steuerparadies, das Offshore-Konto? Der Kampf gegen Steuerflucht sollte für eine sozialverantwortliche Politik höchste Priorität haben.
    • Samzilla 13.11.2019 11:51
      Highlight Highlight Nein, der Auftrag lautet jeweils die Kosten möglichst gering zu halten. Gilt für Steuern ebenso wie für alle anderen Kostenarten.

      Finde ich mehr als verständlich. Sowohl für Private wie auch Unternehmen.
    • @schurt3r 13.11.2019 12:55
      Highlight Highlight @Samzilla

      Panama Papers
      SwissLeaks
      Paradise Papers

      etc. etc. 🧐
    • Samzilla 13.11.2019 14:01
      Highlight Highlight @Schurter: Schwarze Schafe gibt es immer und überall. Auch sollten gewisse Schlupflöcher in den Steuergesetzen wohl geschlossen werden.

      Dem Grossteil an Privaten und Unternehmen geht es aber effektiv nur darum, die Kosten tief zu halten, und zwar legal. Und dies kann man wohl niemandem vorwerfen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel B (1) 13.11.2019 11:01
    Highlight Highlight Solange das jährliche Defizit der USA bei 984 Milliarden Dollar liegt, lebt jeder Milliardär in den USA auf Pump! Statt die erforderlichen Steuern zu bezahlen, werden Politiker gekauft und diesen Schuldenberg der Milliardäre sollen die Arbeiterklassen aller künftigen Generationen abtragen.
  • Lore 13.11.2019 11:01
    Highlight Highlight Ein Gleichnis, welches ich aus dem Religionsunterricht behalten habe: Im Gottesdienst sitzen ein sehr wohlhabender Mann und eine Bettlerin. Der Reiche spendet 20 DM, die Bettlerin nur 20 Pf. Darauf meint der Reiche, dass er Gott mehr achtet als die Bettlerin, da er doch viel mehr gibt. Gott sagte jedoch, dass das Opfer für die Bettlerin sehr viel größer ist und die 20 Mark für den Wohlhabenden dagegen gar kein Opfer ... (so ungefähr, ist schon was her, aber die Quintessenz passt). Leider haben die Finanzminister das nicht verstanden. Und die Reichen dieser Welt auch nicht.
  • Flötist 13.11.2019 10:58
    Highlight Highlight Nur weil man sich Milliarden legal "erarbeitet" hat, heisst das noch lange nicht, dass es moralisch OK ist. Im Prinzip heisst es nichts anderes, als das man kleine Produkte der Masse überteuert verkauft hat. Da ist es schon in Ordnung, wenn reiche Leute, mehr Steuern bezahlen (inklusive mir). Denn eines muss man sehen: Leute, die sagen, jeder müsse für sich selbst verantwortlich sein, müssen realisieren, dass man das heute gar nicht mehr kann. Wenn du auf die Strasse gesetzt wirst, kannst du nirgends einfach so Gemüse pflanzen oder Tiere jagen. Es braucht den Sozialstaat mehr denn je.
    • TheWall_31 13.11.2019 13:23
      Highlight Highlight Du kannst einem Reichen nicht vorwerfen, wenn er erfolgreich ein Produkt überteuert verkauft hat. Blöd ist ja jener, der es gekauft hat.

      Die USA haben ein massives Problem als Sozialstaat. Aber es kann keine Lösung sein, Menschen dafür zu enteignen (auch wenn sie trotzdem reich weiterleben). Da gehts schlicht und einfach ums Prinzip.
    • Flötist 13.11.2019 19:33
      Highlight Highlight @TheWall_31 Du bezeichnest gerade so ziemlich jeden als blöd.

      Das mit dem Enteignen ist ein dümmliches Argument. Jeder muss Steuern zahlen, so ist unsere Gesellschaft aufgebaut. Den freien Handel gibt es auch nur, weil die Gesellschaft es so erlaubt hat. Nun ist es aber so, dass wenn du alles verlierst, du dich gar nicht selbst versorgen könntest, denn alles Land um dich herum besitzt schon jemand. Folglich muss es in diesem System einen ausgebauten Sozialstaat geben, sonst gehts nicht auf. Das heisst die Umverteilung ist unumgänglich, da per Definition nicht jeder für sich sorgen kann.
  • kaderschaufel 13.11.2019 10:58
    Highlight Highlight An der Aussage "Superreiche schaden der Demokratie" ist schon etwas dran. Wenn Bill Gates mehr Steuern zahlen würde, dann würde die USA demokratisch (oder so) entscheiden, was mit dem Geld passieren würde, und sonst entscheidet Bill Gates selbst, wie er grossen Einfluss auf die Welt nehmen kann.

    Wobei ich aber auch der Meinung bin, dass er sein Geld besser investiert, als es die USA tun würde. Im Fall von Bill Gates ist das System also sogar besser als die reine Demokratie. Aber das wird wohl nicht mit jedem Superreichen so sein.
  • Nonald Rump 13.11.2019 10:53
    Highlight Highlight Vielen Dank für die Beihilfe zur Meinungsbildung.
  • Nonald Rump 13.11.2019 10:52
    Highlight Highlight Szenario:

    Milliardär B.G. muss in Land A $6.379 Mrd. an Steuern abliefern. Verlegt er seinen Steuersitz jedoch nach Land B, muss er $0 an Steuern abliefern.

    Fragen:

    a) In welchem Land wird B.G. seinen Steuersitz haben? Hilfestellung: "B.G. ist kein Heilsbringer, sondern ein knallharter Geschäftsmann, der wirklich alles dem Profit unterordnet."

    b) Hat Land A mit der Einführung der Wealth Tax nun zusätzliche Steuern eingetrieben, oder gar netto verloren?

    Argument:
    B.G. würde seinen Steuersitz nicht verlegen.

    Gegenargument:
    Doch, für $6.379 Mrd. würde er das.
    • rodman 13.11.2019 11:22
      Highlight Highlight 6.379 Mrd. pro Jahr...
    • @schurt3r 13.11.2019 11:37
      Highlight Highlight Steuergerechtigkeit und wirksame Massnahmen gegen die Steuerflucht. So machen wir's! :)
    • Zalanea 13.11.2019 11:39
      Highlight Highlight Na dann wirds verdammt nochmal Zeit, die Superreichen in jedem einzelnen Land zur Kasse zu beten. Sogar im hinterletzten Kaff sollen die einen höheren Steuersatz haben als Normalverdienende.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kaderschaufel 13.11.2019 10:47
    Highlight Highlight Mit Punkt 5 (Gates ist kein Wohltäter) bin ich nicht einverstanden, oder es bräuchte bessere Belege. Nur weil er private Hilfswerke unterstützt, die die Öffentlichkeit nicht kontrollieren kann, heisst das nicht, dass die schlecht sind.
    • @schurt3r 13.11.2019 12:04
      Highlight Highlight Schau mal hier:
      https://www.watson.ch/!318166020

      Oder hier:
      Die Privatisierung der Weltrettung
      https://www.fr.de/wirtschaft/privatisierung-weltrettung-11077887.html

    • Elmas Lento 13.11.2019 14:40
      Highlight Highlight @schurt3r: gewisse Vorwürfe sind aber recht konstruiert, z.b. im 2. Artikel der Punkt "bindet öffentliche Mittel" weil die Stiftung nur in Projekte investiert, welche auch öffentliche Mittel erhalten. Würden sie es umgekehrt machen, wäre der Vorwurf dann, dass sie unkoordiniert investieren...
      Damit ein Projekt öffentliche Mittel erhält, müssen sicher gewisse Anforderungen erfüllt werden, daher kann man das schon fast als Qualitätsmerkmal betrachten.
    • Nuscheltier 13.11.2019 16:29
      Highlight Highlight Zumindest investiert er z.T. in die Heilung von Krankheiten die für Pharmariesen nicht interessant sind (Afrika als nicht zahlungskräftiger Kontinent) und gibt Forschungsgruppen Hilfestellungen, die von nationalen Forschungsfonds nicht unterstützt werden da zu wenig Publiziert wurde oder die Forschungsansätze als uninteressant eingeschätzt werden. Egal weshalb er IN DIESEM BEREICH sein Geld gibt, es hilft Krankheiten zu mildern an denen wir hier kaum Interesse zeigen.
      Ich finde da kann man ein wenig pragmatisch sein.

      Naja, einen eigenen Artikel als Quelle anzugeben ;)...
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodman 13.11.2019 10:40
    Highlight Highlight Was mich primär an Warrens Steueridee stört ist das unsäglich veraltete und archaische System einer Vermögenssteuer: 1. Wird das persönliche Vermögen wegbesteuert, da jedes Jahr 6% anfallen, nicht nur einmalig.
    2. Muss jedes Jahr sichergestellt werden, dass diese 6% in Cash vorliegen. Traditionellerweise haben diese Vermögenden ihr Vermögen hauptsächlich in die Aktien ihrer Firma investiert. Bezos müsste nun jährlich für 10 Mia. Aktien verkaufen, um seine Vermögenssteuer zu bezahlen. In der Konsequenz verliert er dadurch beträchtlich Stimmenanteile.
    Sollen Steuern sowas dürfen?
    • Zalanea 13.11.2019 11:43
      Highlight Highlight Ja. Ich denk jetzt mal jeder Miliardär ist nicht auf den Kopf gefallen und kann durchaus auf Ende Jahr 6% Cash auftreiben. Also bitte. Ich muss auch das ganze Jahr von meinem Lohn etwas auf die Seite tun, um schlussendlich die Steuern bezahlen zu können. Mich fragt auch niemand. Und ihnen solls genau gleich gehen wie mir (obwohl ich stark bezweifle, dass die jeden Monat etwas sparen müssen).
      Ausserdem täten Jeff Bezos ein paar Stimmenanteile weniger auch gut.
    • rodman 13.11.2019 12:49
      Highlight Highlight Zalanea, du vermischst hier deine persönliche Weltansicht mit fehlender Rechtsstaatlichkeit. Warum Jeff Bezos weniger Stimmanteile gut tun würden, warum der Staat das verordnen soll und warum das übers Steuerrecht gelöst werden soll, kannst du mir bitte erklären. Weil ich versteh hier nur willkürliche, entschädigungslose Enteignung.

      Darüber hinaus, erklär mir bitte, wie man schnell auf 6.3 Mia. Cash kommt ohne zu verkaufen, wenn man sein ganzes Vermögen in einer Firma investiert hat.
    • Zalanea 13.11.2019 13:22
      Highlight Highlight (1/2)
      Wer hätte das gedacht. Ich teile meine Meinung mit und dann ist doch da tatsächlich meine persönliche Weltansicht rauszulesen! Wo gibts denn sowas.
      Stimmanteile: 1. könnten dann mehr Leute an Amazon mitverdienen, anstatt das alles in Jeffs Tasche landet. 2. Stichwort Ausbeutung. Genug gesagt. 3. Tut ihm das nicht weh. 4. Glaub ich nicht, dass das die einzige Möglichkeit ist für die, ihr Vermögen flüssig zu machen.
      Staat: Der Staat will Steuern. Interessiert den doch nicht, wie das bewerkstelligt wird. Fragt ja bei mir auch niemand. Was mich zu Punkt 4 unter Stimmanteile bringt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Likos 13.11.2019 10:39
    Highlight Highlight Aktienvermögen zu versteuern ist halt immer so eine Sache. Das fände ich schon irgendwie unfair gegenüber Firmengründern wie Gates oder Bezos.
    Sobald die Aktien aber verkauft werden, dürfen gerne saftige Steuern erhoben werden, weil da geht es nur noch um Geld.
    • Zalanea 13.11.2019 11:46
      Highlight Highlight Na dann muss man halt bei der Firmengründung darüber auch nachdenken. Aber es ändert nichts an der Tatsache, dass so ein Gesetz lange überfällig ist. Wird am Anfang ein bisschen Chaos geben, mit ganz vielen Milliardären, die ja dann soooo arm dran sind. Welcome to the real world.
  • JayPi 13.11.2019 10:37
    Highlight Highlight Einfach zum Vergleich, wie viel eigentlich eine Milliarde ist: Wenn ihr seit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus (vor ca. 527 Jahren) bis heute jeden Tag 5000.- verdient hättet, hättet ihr immer noch keine Milliarde. Ihr wärt bei ungefähr 963 Millionen.

    Um mit meinem Monatslohn (~5000.-) auf 1 Mia. zu kommen, müsste ich ca. 16'600 Jahre arbeiten.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 13.11.2019 11:17
      Highlight Highlight Ein solches Vermögen entsteht auch nicht durch Monatslöhne, sondern durch Kursgewinne.
      Sie vergleichen dementsprechend Äpfel und Birnen.
    • Fastadi 13.11.2019 11:46
      Highlight Highlight Spannender Vergleich, danke!
    • Zalanea 13.11.2019 11:48
      Highlight Highlight @Retikulum:
      ändert nichts an der Tatsache, dass die das Geld echt nicht vermissen würden. Echt nicht. Und genau der Fakt, dass dieses Vermögen eben NICHT durch harte Arbeit entsteht, sondern durch 'nichts tun'... also bitte. Ich versteh echt nicht wie man das noch verteidigen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Super8 13.11.2019 10:35
    Highlight Highlight Vielen, vielen Dank für diesen Beitrag und die deutlichen Worte!
  • Alice36 13.11.2019 10:29
    Highlight Highlight Sorry, aber mir muss das keiner beibringen. Viel wichtiger wäre es, dass die weltweite Politik das Problem mal begreifen würde und dementsprechend handelt.

    Leider habe ich diesbezüglich nicht viel Hoffnung und die sozialen Unruhen, die weltweit am Köcheln sind, werden die Entscheidungsträger wohl auch nicht motivieren. Schade.
  • geissenpetrov 13.11.2019 10:26
    Highlight Highlight Danke schurt3r!
    Kapitalismuskritiker bemängeln ja oft, dass die Leitmedien über die Inserate eine ebenfalls, sagen wir mal, klebrige Nähe zum Geldadel aufweisen. So kam es, dass man fundierte Kapitalismuskritik fast ausschliesslich in Büchern fand.
    Ich denke, dass wir es Bernie Sanders zu verdanken haben, dass die Kritik von den sozialen Medien in den Mainstream gelangt ist.
    Auch wenn dieser Artikel als Kommentar «getarnt» ist, ein Anfang ist es immerhin.
    Bitte weiter so!
  • T13 13.11.2019 10:25
    Highlight Highlight Private Miliardäre sind etwas das verboten gehört.
    Ich bin echt kein Sozialist, aber niemand braucht ein so riesiges privates Vermögen.
    Es gehören enorme Steuern auf private Vermögen, die höher als 50 Millionen sind.
  • imposselbee 13.11.2019 10:24
    Highlight Highlight Irgendwie finde ich die Zusammenhänge etwas verkehrt.
    Demokratie heisst nicht zwangsläufig Sozialstaat und Chancengleichheit. Wenn sich das Volk dafür entscheidet, dass die Armen bestraft werden und die Reichen belohnt, dann wollte das das Volk und dann ist das ebenfalls Demokratie.
    Geld ist nicht Macht, es ist Einfluss und auch nur dann, wenn Geld in die Meinungsbildung vom Volk und dessen Vertreter fliesst. Wenn Gates sein Geld einfach investiert und nicht bei Facebook oder sonst wo Meinungsbildung betreibt, übt er keine Macht aus und ist somit auch kein Demokratiefeind.
    • ingmarbergman 13.11.2019 11:03
      Highlight Highlight Demokratie ist eben mehr als nur die Herrschaft der Mehrheit. Demokratie muss auch eine Gesellschaftsform sein, die Ideale hat und die Gemeinschaft voranbringt.
      Ansonsten unterscheidet sich Demokratie nicht mehr von der Sowjetunion oder der DDR, wo auch eine „Mehrheit“ abgestimmt hat.
    • PVJ 13.11.2019 11:05
      Highlight Highlight Etwas naiv gedacht. Natürlich bedeutet Geld immer auch politische Macht, die auch nur dafür genutzt werden kann, um die Bedingungen für die eigenen Geschäfte zu optimieren, Stichwort Monopole. Den Milliardär, der diese Möglichkeit nicht nutzt, gibt es nicht, sonst wäre er nicht Milliardär.
  • Ril 13.11.2019 10:21
    Highlight Highlight Es gibt nichts, rein gar nichts, das ein Milliardenvermögen rechtfertigt. Das sprengt jeglichen Rahmen und es fällt vielen (mir inklusive) schwer, diese Zahlen zu fassen. Wer eine Million besitzt, gilt als ziemlich gut dran, zumindest besser als die Mehrheit. Bill hat aber 100'000 davon. Hunderttausend Millionen. Er könnte 99% Steuern zahlen (oder enteignet werden, wie dies manche nennen) und ist trotzdem noch Milliardär.
    Dem gehts gut, egal, was passiert.
  • just sayin' 13.11.2019 10:20
    Highlight Highlight "Im Interview, das den Trubel auslöste, nennt der Microsoft-Gründer die Zahl von 100 Milliarden Dollar, die er wegen der «Wealth Tax» von Elizabeth Warren bezahlen müsste.Wollte er damit einen dummen Scherz machen? Wohl kaum!

    Andere argumentieren, Gates hätte mit dieser eindrücklichen Zahl recht gehabt, so viel müsste er aber nicht in einem einzigen Jahr hinblättern, sondern im Laufe der Zeit. Sprich: in rund 15 Jahren."

    jäääää? Stimmt die Zahl jetzt, oder nicht?
    Das kommt für mich in diesem Artikel nicht klar heraus.

    denn...

    Benutzer Bild
    • rodman 13.11.2019 11:34
      Highlight Highlight Ist einfach die Frage, wieviele Jahre Du eine jährliche Vermögenssteuer zahlen musst, bis du auf 100 Mia. kommst. Bei den kolportierten 6.3% wären die 100 Mia. nach 15 Jahren erreicht. (wobei Gates jedes Jahr auch 6.3% Rendite auf seinem gesamten Vermögen erzielen muss)
  • AmartyaSen 13.11.2019 10:19
    Highlight Highlight Guter Artikel, danke. Die Verteidigung der Superreichen in den USA ist halt immer noch stark an die Vorstellung des American Dream der 60er und 70er gebunden:

    "Irgendeinmal bin ich vielleicht auch so reich und möchte dann auch nicht mehr Steuern zahlen"

    Ist in verwandter Form durchaus auch in der Schweiz zu finden.

    Um die Entwicklung der Löhne & Steuern in den USA besser nachvollziehen zu können, empfehle ich die Doku "Inequality for all" von Robert Reich.

    Für die Entwicklung der Situation in Europa T. Piketty's Buch "Capital in the Twenty-First Century".
  • Raphael Stein 13.11.2019 10:19
    Highlight Highlight Guter Artikel, Daniel Schurter. Wirklich guter Artikel.

    Das Problem sind nicht die Gates in dieser Welt, sondern die Idioten, die denen zujubeln und sich ausbeuten lassen und anschliessend klatschen, wenn Almosen verteilt werden.
  • papperlapapp 13.11.2019 10:16
    Highlight Highlight Der Artikel ist natives Gutmenschen-Gedankentum. Ideale Weltvorstellung, die es in der Realität nicht gibt. Natürlich hätte niemand was dagegen, wenn die Milliarden fairer verteilt werden, ja nicht mal die Milliardäre selber. Aber wie Gates schon richtig feststellt, fliesst es in den USA nicht in Bildung und Gesundheit, sondern in Kriege und Lobbys. Weltweit sieht es ähnlich aus, die Mittel werden nicht bei Armen landen, das ist eine pure Illusion von Gutmenschen, welche die Zusammenhänge und die Natur des Menschen nicht begreifen. Da ist mir ein philanthropischer Milliardär lieber..
    • D(r)ummer 13.11.2019 10:54
      Highlight Highlight @papperlapap

      Ob jetzt 700 Mia. oder 800 Mia. auf dem Weg in den Nahen Osten verpuffen oder nicht ist egal.
      Steuergeld fliesst grundsätzlich an die Allgemeinheit zurück.
      Oder eben an Steuervermeider, die von Kriegen kräftig profitieren.
      Es muss wieder um Fairness gehen und nicht um die Panik von wegen «was werden die reichen Steuerzahler machen?»
      In deinem Fall reicht es, wenn ein Superreicher irgendwas faselt und sich danach im 360-Grad-Aussenpool einen teuren Champagner gönnt.
    • insert_brain_here 13.11.2019 10:57
      Highlight Highlight Das eine hat genau die gleiche Ursache wie das andere, nämlich dass eine schmale Elite ihre Macht dazu ausnutzt, die grosse Mehrheit an der Nase herumzuführen. Es geht darum die antidemokratischen Steigbügelhalter der Milliardäre in der Politik durch Volksvertreter zu ersetzen, die dieser Bezeichnung auch gerecht werden. Die Internetgeneration stellt berechtigte Fragen: Warum sind meine Steuern 10% meines kargen Einkommens, während Bill und Co. nur 2% berappen? Warum muss ich im Irak für die wirtschaftlichen Interessen Weniger kämpfen, um mir ein Studium leisten zu können?
    • x4253 13.11.2019 10:59
      Highlight Highlight Nun, was aber wenn der Miliardär an den Kriegen etc. mitverdient und seine Pseudophilantropie dazu nutzt um Imagepolitur zu betreiben (damit das dumme Volk nicht merkt von wem es beschissen wird)?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Todesstern 13.11.2019 10:11
    Highlight Highlight Jeder Milliardär ist eine Gefahr für die Demokratie. Jeder!

    Jop 👍🤫
  • saukaibli 13.11.2019 10:02
    Highlight Highlight Danke für den Artikel, ich bin da zu 100% bei dir. Erwähnenswert wäre auch noch, dass Gates mit seiner Stiftung einer der grössten Sponsoren der WHO ist und diese zusammen mit der Pharmaindustrie extrem stark beeinflusst. Was dann u.a. zu riesigen Betrugsfällen wie "Tamiflu" führt, wo Millionen an Steuergeldern vernichtet wurden für absolut unwirksame Medikamente. Private Philantropie, die in erste Linie für Steuervermeidung benutzt wird, kann niemals einen demokratischen Sozialstaat ersetzen.
  • Lowend 13.11.2019 10:00
    Highlight Highlight Danke @schurt3r! Wahre Philanthropen spenden ihr Geld der Allgemeinheit, oder eben dem Staat! Alles andere ist meist reine PR.

    Der Tagi hat vor einiger Zeit einen Artikel gebracht, der wunderschön aufzeigte, dass die Bevorteilung der Superreichen in der Schweiz sogar noch extremer ist, weil die Steuerbelastung ab c.a. 1 Mio. Franken Einkommen wieder degressiv wird, sprich sie sinkt.

    Politisch eigentlich hoch brisant, aber es wurde kaum zur Kenntnis genommen.

    https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wie-Spitzenverdiener-von-der-Steuerflucht-profitieren/story/28226516

    Benutzer Bild
  • Sauäschnörrli 13.11.2019 09:57
    Highlight Highlight Auch wenn ich diesem Artikel beipflichten kann, finde ich es doch schade, dass auf watson vermehrt von Journalisten politisiert wird. Wäre ihre Aufgabe doch die Information und Hilfe zur Meinungsbildung. Was wir aber immer mehr vorgesetzt bekommen, sind Meinungen von Journalisten, die uns dann als wahr verkauft werden.
    • Madison Pierce 13.11.2019 10:50
      Highlight Highlight Ich mag Kommentare. Gute Kommentare bringen einen dazu, die eigene Meinung zu überdenken und erweitern den Horizont. Man muss danach ja nicht gleicher Meinung wie der Autor sein.

      Wenn sie – wie hier – gekennzeichnet sind, sind Kommentare eine Bereicherung. Schlecht und unprofessionell finde ich es jedoch, wenn ein Journalist nicht zwischen Fakten und Meinung unterscheiden kann. Dies ist bei den Arena-Zusammenfassungen immer wieder der Fall. Die sollten ebenfalls als Kommentar gekennzeichnet sein, denn neutral sind sie nicht.
    • Korrektiv 13.11.2019 11:36
      Highlight Highlight Sauäschnörrli, das nennt sich Kommentar. Kommentare sind Meinungsartikel. Sie sind seit je ein ganz wesentlicher Bestandteil des Qualitätsjournalismus. Ist dir das tatsächlich noch nie begegnet? Liest du keine Zeitungen? Im Übrigen bietet dieser Kommentar eine Fülle von Fakten, und zwar mit sauberer Quellenangabe. Hast du etwas an diesen Fakten auszusetzen?
    • Sauäschnörrli 13.11.2019 12:25
      Highlight Highlight @Korrektiv, das Format ist mir bekannt. Nur stört mich die Häufung. Was sind denn heute morgen die Leitartikel? Dieser und einer aus der Rubrik offen gesagt. Und natürlich der Picdump. Den Rest erfährt man auch in den anderen Zeitungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dustin' brothman 13.11.2019 09:55
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach ist das Wichtigste in einer Demokratie, dass man kritisch denken kann und dadurch nicht irgendwelchen Populisten auf den Leim geht. Bildung ist meines Erachtens also ein sehr zentraler Aspekt der Demokratie, denn nur wer sich richtig informiert, kann sich auch eine faktenbasierte Meinung bilden und an einer konstruktiven Diskussion teilnehmen.
    Also wieso sollte der "Wohltäter" Gates nicht freiwillig mehr Steuern bezahlen, um der Mittelschicht eine gute Schulbildung zu ermöglichen?
    Horrorszenario: Ich habe statt 100 nur noch 50 Milliarden. Ich armer armer Tropf :'(
  • nib 13.11.2019 09:54
    Highlight Highlight Abzugsfähige Spenden sind schlussendlich nur eine unkontrollierte und willkürliche Umverteilung von staatlichen Geldern. Insbesondere weil der Trend in der USA zeigt, dass mehr und mehr Spenden an Elite-Universitäten und Kunst fliessen und weg von karitativen Hilfswerken.
    Zudem profitieren hier vor allem die reichen Spender, welche die Spenden zu Steueroptimierung verwenden. Und um sein Image aufzupolieren. Noch vor 20 Jahren war Bill Gates (wegen Microsoft) die vermutlich meistgehasste Person auf dem Planet.
  • Seljak 13.11.2019 09:52
    Highlight Highlight Danke für diese Analyse. Weiter so, liebes Watson-Team. Echt gut was ihr da tagtäglich auf die Beine stellt...
  • Alpaka 8 13.11.2019 09:52
    Highlight Highlight Ich verstehe sowieso nicht, wieso man immer davon spricht, dass Superreiche das Geld "verdient" haben. Primär haben sie meist andere Stakeholder ausgenutzt. Zum Beispiel die Mitarbeitenden (Stichwort Billiglöhne), die Lieferanten (Stichwort Marktmacht von Grossunternehmen, enormer Preisdruck), die Kunden (Stichwort Monopole), den Staat (Stichwort Steuervermeidung) etc.
    Bei Bill Gates trifft sicher nicht alles zu. Aber zum Beispiel hatte Microsoft lange eine Monopolstellung in Kerngeschäften und daher zu teure Preise kassiert und auch Innovation verhindert!
    • Lowend 13.11.2019 10:50
      Highlight Highlight Man sagt ja zu Bill Gates Innovationskraft auch, dass ihm erst durch die Arbeit als Programmierer bei Apple eine Tür, bzw. bei ihm eher ein Fenster aufgegangen sei. 😉
    • Maedhros Niemer 13.11.2019 12:32
      Highlight Highlight Genau!
      So wird man reich.

      "Gute" Chefs/Patrons können mit ihren Firmen gar keine marktdominierende Stellung einnehmen und unverschämt reich werden, denn sie schauen gut zu ihren Mitarbeitern (Lohn, Vorsorge, Vergünstigungen) und häufen kein Kapital an.
  • PlusUltra 13.11.2019 09:49
    Highlight Highlight Lesenswerter Beitrag, danke!

    Könnte man das auch mal für die Schweiz machen? Habe manchmal das Gefühl, hier läufts ähnlich ab..
  • thanosEatsApples 13.11.2019 09:47
    Highlight Highlight Guter Artikel. Aber war ja klar, dass der Artikel vom Watson-Apple-Jünger verfasst wurde 😅😜
    • Doradal 13.11.2019 10:24
      Highlight Highlight Ich denke er würde die Aussage auch für Tim Apple bestätigen. Der Autor sagt ja, dass er alle Milliardäre meint. Gates ist halt ein gutes, plakatives Beispiel, weil Realität und Wahrnehmung so weit auseinander klaffen.
    • RicoH 13.11.2019 10:26
      Highlight Highlight Nun ja, Steve Jobs kann ja nicht mehr Steuern zahlen...
    • @schurt3r 13.11.2019 10:26
      Highlight Highlight Danke. Den «Apple-Jünger» habe ich dir ausnahmsweise durchgehen lassen 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 13.11.2019 09:41
    Highlight Highlight "Jeder Milliardär ist eine Gefahr für die Demokratie. Jeder!"
    Dementsprechend sollte der Bundesnachrichtendienst beginnen Gigi Öri zu überwachen.
    Und inwiefern sind Miliardäre nun wieder eine Gefahr für die Demokratie?
    • geissenpetrov 13.11.2019 10:12
      Highlight Highlight Weil sie zu viel Macht haben und den demokratischen Prozess untergraben. Schau nur wie viele Lobbyisten sich in Washington, Brüssel und Bern tummeln, schau wie viel die, meist konservativen, in Wahlkämpfe und Meinungsbildung investieren.
      Es gibt Studien dazu, dass die politischen Entscheide, in der Regel zu Gunsten der oberen 10% ausfallen.
    • P.Rediger 13.11.2019 10:27
      Highlight Highlight Ihr Kommentar zeigt, dass Sie den Artikel NICHT gelesen haben. Darin wird umfassend erklärt, weshalb Superreiche eine Gefahr für die Demokratie sind.
    • @schurt3r 13.11.2019 10:30
      Highlight Highlight Milliardäre sind systemrelevant mit ihren Vermögen. Wir sollten als moderne Gesellschaft den Einfluss einzelner Personen, die nicht demokratisch legitimiert handeln, begrenzen. Sonst dürfen wir uns nicht wundern, wenn sich die Superreichen «ihre» Politik kaufen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbert Gönnmereine 13.11.2019 09:40
    Highlight Highlight Merci vielmol, Daniel 😘
  • ingmarbergman 13.11.2019 09:40
    Highlight Highlight Bei Kritik an den Reichen ist es wie beim Lottospielen. Der Durchschnittsmensch kann Wahrscheinlichkeiten nicht realistisch einschätzen.
    Dann denkt er sich: Wenn ich mal reich bin, dann möchte ich auch nicht so viel Steuern zahlen. Dabei vergisst er, dass er nie reich werden wird. Stattdessen nimmt er reale höhere Steuern für sich in Kauf, anstatt irreale tiefere Steuern in einem Märchenland.
    • Fruchtzwerg 13.11.2019 10:18
      Highlight Highlight Richtig, und dann kommen noch die FDP und SVP mit Angstparolen und behaupten, dass die Reichen abwandern wenn die Steuern erhöht werden, was wiederum allen schadet.
      Und die meisten glauben es auch noch...
    • just sayin' 13.11.2019 11:52
      Highlight Highlight @Fruchtzwerg

      Das ist wahr.

      Und das mit den Angstparolen beschränkt sich leider nicht nur auf SVP und FDP.
  • Madison Pierce 13.11.2019 09:37
    Highlight Highlight Aus der Sicht "der hat so viel Geld" scheint die Aussage "der kann ruhig mit über 50% besteuert werden" naheliegend. Aber mir kommt es unfair vor, wenn jemand von seinem ehrlich (oder zumindest legal) verdienten Einkommen mehr als die Hälfte abgeben muss.

    Es ist aber auch ganz klar falsch, wenn Milliardäre prozentual weniger Steuern zahlen als Geringverdiener.

    Ich wäre für einen einheitlichen Steuersatz für alle. Um normal verdienende Leute zu entlasten, könnte man das Kindergeld erhöhen, die Krankenkasse finanzieren etc.
    • Fruchtzwerg 13.11.2019 10:12
      Highlight Highlight Es handelt sich in diesen Sphären eben meist nicht mehr um ehrlich verdientes Vermögen, sondern um Kapitalgewinne, Spekulationen an der Börse bzw. Zinsen und Zinseszinsen.
    • Krise 13.11.2019 10:33
      Highlight Highlight Wie "verdient" man eine Milliarde? Und wieso "verdienen" dann diejenigen, welche sich um Menschen kümmern, so viel weniger? Ist ihre Arbeit effektiv so viel weniger wert als die "Arbeit" eines Andreas Meyer? Bill Gates hat viel zu viel Geld (wie andere auch), als dass er dieses "verdient" haben kann.
    • RicoH 13.11.2019 10:39
      Highlight Highlight Tut mir leid, aber du hast das Ganze offenbar nicht verstanden.

      Wenn ich 1 Milliarde hätte, hätte das Schweizer Volk 1 Milliarde für Bildung, AHV, etc. weniger zur Verfügung.

      Ein einheitlicher Steuersatz wäre sowas von asozial. Es gibt keinen Grund, einen progressiven Steuersatz abschaffen zu wollen. Nur sollte er bei den Superreichen angepasst (erhöht) werden. Dann würden alle Schweizer Bürger davon profitieren, und zwar ohne dass die Superreichen ihren Lebensstil ändern müssten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Helios 13.11.2019 09:36
    Highlight Highlight Toller Beitrag, allerdings finde ich Punkt 6 müssig. Dieselbe Argumentation wird, zu unrecht, auch bei Greta Thunberg verwendet.

    Wenn jemand durch sein Engagement gegen die Klimakrise wichtige Änderungen in Gang setzen kann, welche am Ende ein Vielfaches der Umweltverschmutzung, die diese Person selbst verursacht, verhindert, hat sie eine positive Klimabilanz.
    • @schurt3r 13.11.2019 09:51
      Highlight Highlight Hmm, dein Argument hat was. Wobei Bill Gates durch seinen Lebensstil als «Jet-Setter» halt schon ein krass negatives Beispiel abgibt.

      Ketzerische Frage: Wie ist das bei Roger Federer?
      Benutzer Bild
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 13.11.2019 10:25
      Highlight Highlight @schurt3r
      Roger Federers Fussabdruck ist vermutlich gigantisch, wie bei allen Sportlern, Politikern auf der Weltbühne, "Stars" in Film, Musik, Kunst, Theater, Forschung, Wirtschaftskader etc.
      Weshalb soll man sich jetzt auf einzelne Köpfe einschiessen. Ein 1. und realistischer Schritt wäre, wenn all diese Nasen ihre Flüge kompensieren würden.
    • gelasma 14.11.2019 09:35
      Highlight Highlight Kompensation ist letztlich reiner Ablasshandel. Ein paar Bäume pflanzen hilft nicht gegen die Zunahme von CO2. Wir müssen effektiv die Menge CO2 nicht nur stabilisieren sondern sogar reduzieren. Durch die Kompensation eines Fluges wird trotzdem mehr CO2 in die Atmosphäre gelangen da der Treibstoff aus Erdöl gewonnen wird.

      Die Klimazertifikate auf Geopolitischer Ebene sind noch viel krasser, das ist moderne Sklaverei. Die Staaten die es sich leisten können bezahlen die armen Staaten dafür dass diese Verzichten...

      "Weniger ist mehr" - das ist die einzige Alternative.
  • Philipp L 13.11.2019 09:34
    Highlight Highlight Sie bezahlen prozentual nicht weniger Steuern. Es gibt Unterschiede zwischen Einkommens- und Vermögenssteuern.
    Und natürlich investieren sie ihr Geld auch gewinnbringend, das ist auch nicht verboten und hilft der Wirtschaft nachhaltig.
    • @schurt3r 13.11.2019 09:53
      Highlight Highlight Da halte ich mich lieber an die US-Ökonomen:
      «Zum ersten Mal seit hundert Jahren zahlt die Arbeiterklasse – die 50 Prozent der Amerikaner mit dem niedrigsten Einkommen – heute höhere Steuersätze als Milliardäre.»

      Findest du die aktuelle Situation gerecht?
    • Doradal 13.11.2019 10:35
      Highlight Highlight Ja, es gibt diese Unterschiede. Aber betrachtet man alle Steuersätze zusammen, zahlen die Milliardäre wirklich einen tieferen Anteil. Dies hat diese Studie von anerkannten Wissenschaftlern ergeben. Du sagst einfach, dass dies nicht so sei. Deine Glaubwürdigkeit ist vergleichsweise klein. Trotzdem hast du Recht, dass die gewinnbringenden Investitionen gut für die Wirtschaft sind. Die Investitionen werden aber auch bei höherer Besteuerung getätigt. Denn sie sind ja immer noch gewinnbringend, nur geht nicht der ganze Gewinn an eine Person. Die Alternative wäre keine Investition und kein Gewinn.
  • Weisser Mann 13.11.2019 09:32
    Highlight Highlight Danke für den Artikel!
    Ich finde gerade Punkt 5 dürfte noch weiter ausgeführt werden. Der ist besonders wichtig!
  • John Henry Eden 13.11.2019 09:31
    Highlight Highlight Wenn Superreiche höhere Steuern zahlen, wird der Staat noch abhängiger von ihnen. Das ist unklug.

    Ein gesunder Staat ruht auf den Schultern des nettosteuerzahlenden Mittelstandes. Also muss dafür gesorgt werden, dass diese Gruppe mehr verdient (und somit auch mehr Steuern zahlt).

    Es braucht Lohn- und Vermögensobergrenzen. Tausend Millionäre sind besser für die Gesellschaft als ein Milliardär.
    • TruchaConCebolla 13.11.2019 10:21
      Highlight Highlight Deine Logik hinkt: Dadurch, dass superreiche und Konzerne immer weniger stark besteuert werden, erschwert man es immens, aus der Mittelschicht zum Millionär aufzusteigen.
      Im Umkehrschluss wird es aber jemandem mit ein paar (hundert) Millionen einfacher gemacht, zum Milliardär zu werden.
      Fazit: Natürlich wären Tausend Millionäre besser als ein Milliardär. Das aktuelle Steuermodell führt aber eben zum Gegenteil, darum gehts ja gerade!
    • Maedhros Niemer 13.11.2019 12:19
      Highlight Highlight Ich verstehe die vielen Blitze nicht.
      Ein breit abstützender Mittelstand ist doch nicht verkehrt.

      Was wäre besser?
      - Viele Arme, ein paar Reiche und einen starken Staat, der von Reich zu Arm umverteilt.
      - Viele Reiche, wenig Arme... Ähm geht nicht, die Ersteren brauchen jemanden, den sie ausnehmen können, sonst werden sie nicht reich.
  • walsi 13.11.2019 09:31
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel.
  • Chili5000 13.11.2019 09:30
    Highlight Highlight Super Artikel und gut recherchiert. Ich kann Gates schon ein bisschen verstehen. Ich hätte auch so meine Mühe mehr Steuern zu zahlen, egal wie viel Geld ich hätte. Aber es nützt nichts, Superreiche müssen mehr Steuern zahlen, Punkt. Es muss einfach gerecht sein für alle, es darf nicht sein, dass die Ärmsten am stärksten belastet werden. Die Löhne stagnieren seit Jahren und die Profiteure werden immer reicher davon...
    • FrancoL 13.11.2019 10:08
      Highlight Highlight Wieso hätten Sie das? Ich meinerseits habe immer gerne hohe Steuern bezahlt, denn dies war ein Zeichen dass es mir nicht nur gut ging, sondern sehr gut.
      Haben Sie sich schon einmal überlegt wie die untere Mittelklasse sich fühlt, wenn sie die doch recht hohen Steuern zahlen muss und am Ende des Jahres nichts mehr im Portemonnaie bleibt?
    • P.Rediger 13.11.2019 10:30
      Highlight Highlight Tja, die Superreichen haben ein mächtigeres Netzwerk, bessere Anwälte und bessere Lobbyisten. Es liegt an uns entsprechend zu wählen und abzustimmen um das, zumindest in der CH, zu ändern.
    • Chili5000 13.11.2019 11:26
      Highlight Highlight @FrancoL: Schön, dass du gerne viel Steuern zahlst. Ich zahle nicht gerne Steuern. Es sollte auch nicht die Frage sein, ob man es gerne macht oder nicht. Es muss so sein, dass jeder seinen gerechten Teil zahlen muss...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 13.11.2019 09:30
    Highlight Highlight Herr Schurter

    So gesehen, haben Sie natürlich Recht mit Ihren Aussagen.
    Es kann nicht sein, das ein Arbeiter gut 10% und mehr dem Fiskus zahlen muss und Milliardäre dann gerade mal im Promille-Bereich zahlen.

    Was ich ankreide, ist die Schreibweise in der ICH-Form.
    Wenn ich einen guten Freund zitieren darf..
    "Wenn du predigen willst, musst du Prediger werden..."

    Sie Herr Schurter sind doch Reporter, soweit ich sehe.
    Dann reportieren Sie doch auch bitte.
    Sonst werden Sie Priester oder Politiker

    Ihre eigene Meinung in Ehren.
    Ist aber nicht die Aufgabe...
    • @schurt3r 13.11.2019 09:40
      Highlight Highlight Lieber Gawayn, das kritische Kommentieren gehört zu den Aufgaben der Journalisten.

      Solche Meinungsbeiträge sind speziell gekennzeichnet («Analyse», «Kommentar») und dürfen – zumindest bei watson – durchaus auch in der Ich-Form daherkommen.

      PS: Ein Theologie-Studium hab ich nie in Betracht gezogen. Und meine Frau ist Politikerin, das reicht. Trotzdem danke für die Anregung! :)
  • Pryda 13.11.2019 09:29
    Highlight Highlight Bei Punkt 1

    "Im Interview, das den Trubel auslöste, nennt der Microsoft-Gründer die Zahl von 100 Millionen Dollar, die er wegen der «Wealth Tax» von Elizabeth Warren bezahlen müsste."

    Er redete von 100 Milliarden, oder?
    • @schurt3r 13.11.2019 09:35
      Highlight Highlight Oh ja, absolut richtig. 🙈100 Millionen würde Bill aus der, äh, Portokasse bezahlen ...

      Habs korrigiert, danke.
  • Ricardo Tubbs 13.11.2019 09:25
    Highlight Highlight Ok, er ist vielleicht kein Heiliger. Aber was macht watson für die Allgemeinheit?
    • -V- 13.11.2019 09:35
      Highlight Highlight Informationen verbreiten ... ist mehr als du tust ...
    • @schurt3r 13.11.2019 09:36
      Highlight Highlight Wir kommen einer der Aufgaben journalistischer Medien nach und berichten kritisch, vor allem über die Reichen und Mächtigen.
    • NotWhatYouExpect 13.11.2019 09:48
      Highlight Highlight Na, hoffentlich die Steuern korrekt zahlen :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Statler 13.11.2019 09:23
    Highlight Highlight Danke @schurt3r!
    Alles Heuchler.
    Vor allem dieser «Pledge», 1% (oder mehr?) ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden, schreit zum Himmel. Wenn die Herren nämlich anständig Steuern zahlen würden, bräuchte es ihre milden Gaben gar nicht.
    Sie kriegen es hin, trotz ihres Geizes als Wohltäter dazustehen. Das muss man ja auch erstmal hinkriegen.
    • Maedhros Niemer 13.11.2019 12:08
      Highlight Highlight Diese geheuchelte Menschenliebe macht mich schon seit Jahren rasend!

      ZB letztes Jahr die riesen grosse Spende von Jeff Bezo an arme Menschen.
      Wenn der gute Herr alle seine angestellten Lohnsklaven gerecht und ausreichend bezahlen würde, gäbe es viel weniger Arme.
      Aber nein, Bezo will reicher werden und auch noch beliebter durch, aus seiner Perspektive, günstige PR-Aktionen.

      Gates, Branson usw. treiben das gleiche Spiel.
      Und der "trickle down effect" scheint nicht nachweisbar.
  • HadesZurigo 13.11.2019 09:22
    Highlight Highlight Der Durchschnitt verursacht also durch Fliegen 100 kg CO2. Also inklusive aller Menschen, die noch nie geflogen sind. Wie ist der Vergleich mit der westlichen Welt? Und wieviel ist es im Vergleich zu uns Schweizern? Irgendwie kann ich mir schlecht vorstellen, dass diese Zahl sich bei uns in ähnlichem Rahmen bewegt...
    • blobb 14.11.2019 13:02
      Highlight Highlight Die Schweizer sind Flugmeilen-Weltmeister, also muss die Zahl noch höher sein.
  • Perseus 13.11.2019 09:21
    Highlight Highlight Lächerlich zu behaupten, Milliardäre seien eine Gefahr für die Demokratie. Dass sie höher besteuert werden, ist zu einem gewissen Punkt OK. Aber was gerne vergessen wird, ist, dass die bösen Reichen diejenigen sind, die investieren, Firmen zum Wachstum verhelfen, Arbeitsplätze schaffen und dadurch Wohlstand generieren. Diese Arroganz, die gewisse Leute gegenüber Reichen haben, ist zum Kotzen.
    • @schurt3r 13.11.2019 09:30
      Highlight Highlight Du bist also gegen Steuergerechtigkeit, findest die Sonderbehandlung der Superreichen gut, und dass sie prozentual weniger Steuern bezahlen als «normale» Leute? 🙈
    • ingmarbergman 13.11.2019 09:36
      Highlight Highlight @Perseus: Wenn die normalen Leute mehr Geld hätten, könnten sie auch investieren.
      Ein schräges Argument hast du da.
    • Perseus 13.11.2019 09:40
      Highlight Highlight Die Steuergerechtigkeit ist schon lange gegeben. Die oberen 10% der Schweizer Bevölkerung zahlen bereits über 50% der Einkommenssteuer. Man rechne wie es wäre, wenn wirklich jeder prozentual gleich viel Steuern zahlen müsste (also ganz ohne Progression). Da würde der Mittelstand um einiges mehr abdrücken. Und ganz ehrlich, wieso sollte jemand, der sich sein Vermögen und sein Einkommen ehrlich verdient hat, eine so absurd hohe Steuerlast aufgedrückt bekommen wie das gewisse Politiker fordern? Wir haben bei uns so weit ich weiss den Kommunismus nicht eingeführt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spartan117CH 13.11.2019 09:16
    Highlight Highlight Nur so zur Info an all die Kapitalisten und Steuervermeider, welche nur dem Markt huldigen.

    Das Internet wurde mit Steuergeldern erfunden!

    «S letschte Hemd het immer no kei Säck.»
    • Adam Smith 13.11.2019 09:55
      Highlight Highlight Die Aussage mit dem letzten Hemd ist dermassen dämlich, ich kann sie langsam nicht mehr hören. Man ist tot, da kommt nichts mehr danach. Deswegen sollte man ja die begrenzte Zeit auf Erden so gut wie möglich nutzen und das ist mit mehr Geld leichter. Weshalb sollte man also nicht viel Geld wollen?
    • Arts 13.11.2019 11:03
      Highlight Highlight Weil viel Geld eines einzelnen nichts mit dem "Wohlstand der Nation" zu tun hat, Herr Smith :)
    • RicoH 13.11.2019 11:54
      Highlight Highlight Adam
      Definiere bitte "mehr Geld". Ist es Geld, um sorglos leben zu können, oder ist es Geld, um Märkte zu beherrschen, bzw. beeinflussen zu können?
    Weitere Antworten anzeigen
  • x4253 13.11.2019 09:15
    Highlight Highlight "Warum sonst sollte man einem ultrareichen Steuervermeider die Stiefel halten"
    Das frag ich mich auch in der Schweiz.
  • @schurt3r 13.11.2019 09:11
    Highlight Highlight Es handelt sich um einen Meinungsbeitrag. Falls du anderer Ansicht bist, können wir das gern diskutieren. Kritik bitte in gepflegtem Tonfall äussern ;-)
    Benutzer Bildabspielen
    • Cosang 13.11.2019 09:33
      Highlight Highlight Super Beitrag! Bin ich gespannt, ob sich je was ändern wird. Glaube aber kaum, solange Geld = Macht bedeutet.
    • Gianni Bonardi 13.11.2019 10:19
      Highlight Highlight Habe fälschlicherweise geblitzt... Kann man das nicht korrigieren ???
    • just sayin' 13.11.2019 10:51
      Highlight Highlight besten dank für den nachtrag.
      ich habe es im artikel überlesen, dass dies nur ihre meinung ist.
  • Fruchtzwerg 13.11.2019 09:09
    Highlight Highlight Ich kann dem Artikel nicht genug beipflichten.
    Und nein, es hat nicht mit Neid zu tun, sondern mit moralischen Standards, die vielen Super-Reichen dieser Welt komplett abhanden gekommen zu sein scheint.

    PS: Mir geht es selbst mehr als nur gut und ich wäre ebenfalls bereit mehr Steuern zu bezahlen.
  • Gender Bender 13.11.2019 09:09
    Highlight Highlight Hallelujah!!

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