Wissen
Forschung

Tote Grauwale an US-Küste - Sorge über ungewöhnliche Sterblichkeit

FILE - In this May 6, 2019 file photo, Duat Mai stands atop a dead whale at Ocean Beach in San Francisco. Federal scientists on Friday, May 31 opened an investigation into what is causing a spike in g ...
Dieser Grauwal strandete am 6. Mai am Ocean Beach in San Francisco. Bild: AP/AP

Tote Grauwale an US-Küste beunruhigen Biologen

01.06.2019, 21:1901.06.2019, 21:19

Experten in den USA sind über eine ungewöhnlich hohe Zahl toter Grauwale an der amerikanischen Westküste besorgt. Nach Angaben der Ozean- und Klimabehörde NOAA sind von Januar bis Ende Mai rund 70 Grauwale in Kalifornien, Oregon, Washington und Alaska angespült worden.

Dies sei die höchste Zahl seit dem Jahr 2000, als ein ähnlich grosses Sterben der bis zu 15 Meter langen Tiere beobachtet wurde, teilte die Behörde am Freitag (Ortszeit) mit.

Die Ursachen für den «ungewöhnlichen Sterblichkeits-Vorfall» in diesem Jahr sollen untersucht werden, wie es hiess. Mögliche Todesursachen sind Unterernährung und Zusammenstösse mit Schiffen.

Tier

Nach Angaben der Biologen befinden sich viele Wale in einem geschwächten Zustand, der mit einer schlechteren Nahrungsversorgung in den arktischen Gewässern zusammenhängen könnte. Grauwale ernähren sich von Flohkrebsen und anderen kleinen Meerestieren. Die Wissenschaftler wollen unter anderem Auswirkungen der Meereserwärmung auf die Nahrungsversorgung prüfen.

Grauwale (Eschrichtius robustus) leben heute nur noch im Pazifik, wobei zwischen einer westpazifischen und einer ostpazifischen Population unterschieden wird. Die ostpazifische Population überwintert vor den Küsten von Kalifornien und Mexiko und verbringt den Sommer im nährstoffreichen Golf von Alaska. Ihr Bestand wird auf derzeit 27'000 Tiere geschätzt. (sda/dpa)

Dutzende Wale in Indien gestrandet

1 / 7
Dutzende Wale in Indien gestrandet
Mehr als 80 Grindwale sind an Stränden im Süden Indiens gestrandet.
quelle: epa/epa / str
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Auf diese Wale haben es die Walfänger besonders abgesehen
1 / 8
Auf diese Wale haben es die Walfänger besonders abgesehen
Zwerg- oder Minkewal (Balaenoptera arcutorostrata): Dieser kleinste und am häufigsten vorkommende Furchenwal lebt in drei geographisch isolierten Populationen: im Nordpazifik, im Nordatlantik und in der Südhemisphere. Diese Walart ist das beliebteste Ziel der Walfänger: Zwischen 2001 und 2010 wurden 9231 Minkewale getötet, davon erlegte allein Norwegen 5593 Tiere. (Bild: Shutterstock) ... Mehr lesen
Auf Facebook teilenAuf X teilen
150 gestrandete Wale in Australien. Nur rund 15 überlebten
Video: srf
Eine Haltestelle nur für Churchill – die kuriose Geschichte seines Bern-Besuchs
Im September 1946 wurde in Köniz eigens für den Bern-Besuch des britischen Kriegspremiers eine provisorische Bahnstation eingerichtet.
Am Montag, den 16. September 1946, kurz nach halb sechs Uhr abends, hielt der Rote Doppelpfeil mit Winston Churchill an Bord auf offener Strecke beim Gurtenbühl, zwischen den Stationen Bern-Weissenbühl und Wabern, an. Der Zug hatte in einer Rekordfahrt ohne Zwischenhalt von Pregny bei Genf her den Güterbahnhof Bern-Weyermannshaus erreicht und war dort auf die Strecke der Gürbetalbahn umgeleitet worden. Die internen Weisungen der Bahn liessen keinerlei Zweifel an der Wichtigkeit dieser Extrafahrt aufkommen. Unter Punkt 5 war zu lesen: «Für Zug 9051 muss unter allen Umständen ungehinderte Durchfahrt gewährleistet werden.» Im 1947 publizierten Abschlussbericht war ausserdem zu lesen, dass auf Anweisung der SBB-Generaldirektion keine Billett-Kontrolle im Zug gemacht worden sei.
Zur Story