DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Sicht auf den Sitz des Departements fuer Verteidigung, Bevoelkerungsschutz und Sport, VBS, wo auch der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) ansaessig ist, am Freitag 28. September 2012, in Bern. Gestern hatte die Bundesanwaltschaft waehrend einer Medienkonferenz ueber Datendiebstahl beim Nachrichtendienst des Bundes berichtet. Ueber mehrere Wochen hatte ein Mitarbeiter des Schweizer Geheimdienstes NDB Daten im Umfang von mehreren Terabytes entwendet. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Ein Mann, der auch für den Nachrichtendienst des Bundes (NDB, im Bild dessen Hauptquartier) gearbeitet haben soll, soll nebenbei auch Daten aus Schweizer Banken verkauft haben. Der Fall ist mysteriös. Bild: KEYSTONE

Schweizer Geheimdienst-Mitarbeiter soll Bankdaten verkauft haben 



Es sind happige Vorwürfe, welche der Tages-Anzeiger am Freitag publik machte: Ein Schweizer Mitarbeiter oder Informant des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) soll sich nebenbei ein lukratives Geschäft aus dem Verkauf von Bankdaten gemacht haben. 

Laut «Tages-Anzeiger» ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen den Mann. Im vergangenen Februar soll er in Zürich einem verdeckten Ermittler der Behörde aufgesessen und danach verhaftet worden sein. Die Zeitung beruft sich auf nicht näher beschriebene Unterlagen, die ihr vorlägen.

In Bewegung gebracht hat die Ermittlungen laut «Tages-Anzeiger» die Grossbank UBS. Und hier wird der Fall kompliziert: Der Mann arbeitete offenbar einst in der Sicherheitsabteilung der UBS. Die Bank soll zudem der Bundesanwaltschaft ein Dossier übergeben habe, in dem detailliert über die Machenschaften des Finanzermittlers und NDB-Mannes berichtet wird. Es heisst beispielsweise, dass der Mann der Kopf einer kriminellen Vereinigung sei, die mit Hilfe eines Netzwerkes von Bankmitarbeitern Kundendaten verkaufe. 

Woher das Dossier stammt, ist aber unklar. Die UBS spricht von einer Drittperson, die auf eigene Initiative gehandelt hat. Der «Tages-Anzeiger» vermutet, dass es sich dabei um einen deutschen Privatermittler handelt. Dieser soll den NDB-Mann in eine Falle gelockt haben.

Die UBS gibt gegenüber dem «Tages-Anzeiger» an, die Anweisung für die Ermittlungen gegeben oder diese bezahlt zu haben. Der NDB gab keine substanzielle Auskunft. (trs)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Chefsekretärin bezog 1 Mio. Franken von Firmenkreditkarte für sich – Freispruch überprüft

Ein Zürcher Gericht soll sich erneut mit dem Fall einer Chefsekretärin befassen, die fast eine Million Franken bei ihrem Arbeitgeber veruntreut hat. Die Angeklagte nutzte ihre Firmenkreditkarte für private Ausgaben.

Die Sekretärin, die zwischen 1997 und 2010 bei der Bank angestellt war, erhielt eine auf ihren Namen ausgestellte Kreditkarte, die sie nur für geschäftliche Ausgaben verwenden sollte. Alle persönlichen Ausgaben mussten gemeldet werden, damit sie vom Lohn abgezogen werden konnten.

Zwischen …

Artikel lesen
Link zum Artikel