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Software-Problem führt zu Kapazitätsreduktion am Flughafen Zürich

Software-Update missglückt: In Zürich dürfen heute weniger Flugzeuge landen

Erneutes technisches Problem bei der Schweizer Flugsicherung Skyguide: Am Mittwoch ist die Kapazität am grössten Landesflughafen um zehn Prozent reduziert. Aktuell dürfen nur 35 Maschinen pro Stunde landen.
27.05.2026, 10:4927.05.2026, 12:27

Ein Problem mit «einer für den Anflug benötigten Applikation» habe dazu geführt, dass die Schweizer Flugsicherung die Kapazität am Flughafen Zürich bis auf Weiteres um 10 Prozent auf 35 Anflüge pro Stunde reduziere. Dies geht aus einer am Mittwoch verschickten Medienmitteilung hervor.

In der Nacht hat Skyguide gemäss eigenen Angaben ein Update der entsprechenden Software durchgeführt. Daraufhin sei am Morgen «ein Fehlverhalten der Applikation» bemerkt worden. Man werde in der kommenden Nacht ein sogenanntes «Rollback» durchführen, um den ursprünglichen Zustand der Applikation wieder herzustellen.

Die Sicherheit im Schweizer Luftraum sei jederzeit gewährleistet, heisst es in der Medienmitteilung.

Zwei Vorfälle in einem Monat

Bereits vor gut einem Monat musste Skyguide wegen eines technischen Problems die Anflugkapazität in Zürich ab Betriebsbeginn vorsorglich um 30 Prozent reduzieren. Die Einschränkung des Flugverkehrs erfolgte am 22. April.

Die Ursache des Problems im Kontrollzentrum in Dübendorf ZH betraf gemäss Mitteilung ein IT-System «an der Schnittstelle zwischen Luftstrassen- und Anflugkontrolle», das die Fluglotsen bei der Führung ankommender Maschinen unterstützt. In der Folge zeigte das betroffene System Flüge mit grösseren Verspätungen nicht mehr zuverlässig an.

Die Verantwortlichen kündigten daraufhin ein System-Update an, um das technische Problem zu beheben.

Im Januar legte eine technische Panne gar den ganzen Flughafen Genf für eine Stunde lahm. Auch damals war ein nächtliches Update der Auslöser für die Störung.

Reorganisation geplant

Losgelöst vom jüngsten Vorfall prüft Skyguide eine Zusammenlegung der Standorte Dübendorf und Genf, wie die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) am Dienstag berichtete.

Laut der Luftfahrtrechtsexpertin Regula Dettling-Ott wäre dies eine der wirksamsten Sparmassnahmen, da für die Überwachung des reinen Überflugverkehrs ein einziger Standort genüge.

Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa habe gegenüber der Zeitung bestätigt, dass das Unternehmen im Rahmen der laufenden Strategieüberarbeitung sämtliche Optionen für die Zukunft der beiden Standorte prüfe.

Quellen

  • Medienmitteilung Skyguide (per E-Mail)
  • Nachrichtenagentur Keystone-SDA

(dsc)

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Floh Einstein
27.05.2026 12:34registriert Januar 2014
Jeder hat ein Testsystem. Manche haben das Glück, ein separates Produktivsystem zu haben.
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