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«Schiesst nicht auf ihn, er hat keine Waffe!» – Das zeigen die Handyvideos der Schüsse in Charlotte



Die Witwe des in der US-Stadt Charlotte erschossenen schwarzen Familienvaters Keith Lamont Scott hat ihre dramatischen Smartphone-Aufnahmen der tödlichen Auseinandersetzung mit der Polizei veröffentlicht.

Das Video wurde am Freitag von den Anwälten von Rakeyia Scott an die «New York Times», den Sender NBC News und die Nachrichtenagentur AFP weitergegeben. Die zwei Minuten und 16 Sekunden lange Aufnahme zeigt die Momente um die tödlichen Schüsse.

Protesters take to the streets of uptown during a peaceful march following Tuesday's police shooting of Keith Lamont Scott in Charlotte, N.C., Thursday, Sept. 22, 2016. (AP Photo/Gerry Broome)

Der Vorfall führte zu teils friedlichen und teils auch gewalttätigen Protesten. Bild: Gerry Broome/AP/KEYSTONE

Rakeyia Scotts Stimme ist auf dem Video wiederholt deutlich zu hören. Sie schreit die Polizisten an: «Schiesst nicht auf ihn!» «Er hat keine Waffe!» Dann ruft sie: «Er hat ein TBI (für: traumatic brain injury, Schädel-Hirn-Trauma), er wird euch nichts tun!» Mehrere Nachbarn des 43-Jährigen beschrieben ihn als Behinderten, der unter anderem stotterte.

Achtung: Das Video enthält Gewaltszenen!

abspielen

Video: YouTube/NBC News

«Habt ihr ihn erschossen?»

Die Polizisten rufen auf der Aufnahme mehrfach: «Wirf die Waffe weg!» Erneut schaltet sich Rakeyia Scott ein, die ihrem Mann zuruft: «Lass sie nicht die Fenster aufbrechen! Komm aus dem Wagen raus!» Danach ruft sie: «Keith, mach das nicht! Keith, komm aus dem Wagen!»

Dann sind vier schnell aufeinander folgende Schüsse zu hören. Das Smartphone wurde in dieser Phase weggedreht. Dann ist Scott bäuchlings und reglos auf dem Boden liegend zu sehen. Rakeyia Scott ist ausser sich. «Habt ihr ihn erschossen?», ruft sie, noch ungläubig. «Er sollte besser nicht tot sein! So viel weiss ich, er sollte besser nicht tot sein!»

Seit dem tödlichen Vorfall am Dienstag im US-Bundesstaat North Carolina steht die Frage im Raum, ob Scott bewaffnet war. Nach Polizeiangaben trug der 43-Jährige eine Handfeuerwaffe und stellte eine Bedrohung dar. Nach Angaben seiner Familie und seiner Nachbarn trug Scott ein Buch – keine Waffe – und wollte seinen kleinen Sohn abholen.

Polizei soll eigene Aufnahmen zeigen

Am Freitag wurden die Rufe lauter, die Polizei müsse ihre eigenen Video-Aufnahmen veröffentlichen, die von Kameras an den Uniformen und auf dem Armaturenbrett des Polizeiautos gedreht wurden. Angehörige des Opfers konnten die Video-Aufnahmen der Tat am Donnerstag ansehen. Anwälte der Familie sagten aber, dies habe bei ihnen «mehr Fragen als Antworten» ausgelöst.

Protesters raise their arms during a march in Charlotte, N.C. on Thursday, Sept. 22, 2016.  The curfew has ended for Friday in Charlotte following a night of mostly peaceful protests of the shooting of Keith Lamont Scott by an officer. Charlotte Mayor Jennifer Roberts issued the curfew order Thursday night, to be in effect from midnight until 6 a.m. each day that the state of emergency continues. (Jeff Siner/The Charlotte Observer via AP)

Viele Protestierende liefen trotz der am Donnerstagabend verhängten nächtlichen Ausgangssperre auf die Strasse. Bild: AP/The Charlotte Observer

Der Anwalt Justin Bamberg sagte dem Sender CNN, auf den Aufnahmen sei keine Schusswaffe zu sehen. Scott sei rückwärts gegangen, als der Schuss auf ihn abgefeuert wurde. «Seine Hände sind neben seinem Körper nach unten gerichtet. Er verhält sich ruhig. Man kann etwas in seiner Hand sehen, aber nicht erkennen, was es ist», sagte Bamberg.

Die Proteste in Charlotte gehen indes weiter. Auch am vierten Abend hintereinander zogen Menschen durch die Stadt im Bundesstaat North Carolina. Nach einem Augenzeugenbericht beim TV-Sender CNN blieb die Lage friedlich.

Ab Mitternacht in der Nacht auf Samstag gilt erneut eine Ausgangssperre, die Polizei wolle sie aber nicht durchsetzen, solange die Demonstrationen friedlich bleiben, sagte ein Polizeioffizier CNN.

In der Nacht zu Freitag waren ebenfalls etliche Menschen unterwegs gewesen. Es sei weitgehend friedlich geblieben, berichtete die Zeitung «Charlotte Observer». Auf Bildern war zu sehen, wie Demonstranten Polizisten und Mitglieder der Nationalgarde umarmten. (wst/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Vinnie 24.09.2016 08:56
    Highlight Highlight Sterben eigentlich wirklich soviele schwarze in Amerika? Ist das wirklich ein Problem? Langsam zweifle ich dran, es kann ja nicht sein das eine Demokratie solche schiesswütigen Polizisten nicht bestraft.
    • Vinnie 24.09.2016 10:08
      Highlight Highlight "Insgesamt sind im vergangenen Jahr 1.134 Menschen in den USA von Polizisten erschossen worden. Davon waren 577 weiß, 300 schwarz und 193 hispanischer Abstammung. Schwarze und hispanische Menschen machen zusammen weniger als 38 Prozent der US-amerikanischen Gesamtbevölkerung aus.
      Junge schwarze Männer (im Alter von 15 bis 34 Jahren) werden demnach neunmal so oft Opfer von tödlicher Polizeigewalt wie der Durchschnitt der Bevölkerung."

      Also ja, ist wirklich ein Problem. Vorallem gibt es mehr weisse als schwarze.

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