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Zürich

Zürcher Regierungsrat Fehr attackiert Linke nach Messerangriff

Regierungsrat Mario Fehr, Vorsteher der Sicherheitsdirektion, spricht an einer Medienkonferenz zur aktuellen Lage im Asylbereich im Kanton Zuerich, am Dienstag, 16. Dezember 2025 im Konferenzzentrum W ...
Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr.Bild: keystone

Regierungsrat Fehr attackiert Linke nach Messerangriff – und steht selbst in der Kritik

01.06.2026, 11:2801.06.2026, 16:08

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) hat am Montag die linken Parteien im Kantonsrat harsch kritisiert. Diese würden alles dafür tun, um eine wirksame Prävention von Terrorakten wie jenen in Winterthur zu verhindern.

«Es bringt nichts, einmal mehr so zu tun, als sei es kein Terrorakt gewesen», sagte Fehr im Parlament. Die Bundesanwaltschaft ermittle denn jetzt auch wegen Terrorismusverdachts. Es helfe auch nichts, die Tat «ins Reich der Psychologie wegzudiskutieren». Die Bevölkerung werde das den linken Parteien nicht weiter abnehmen.

Man könne nicht immer mehr Prävention fordern und gleichzeitig alles dafür tun, um diese zu verhindern. «Der Datenschutz verhindert, dass sich Behörden gegenseitig informieren können.»

Im vorliegenden Fall hatte die Psychiatrie Winterthur keine Einsicht in Strafakten des vorbestraften Islamisten. Sie stufte ihn als «nicht selbst- oder fremdgefährdend» ein und liess ihn frei. Fehr bezeichnete dies als «offensichtliche Fehleinschätzung».

Kritik an der Namensnennung

Die Grünen wiederum kritisierten Fehr für seine markigen Worte an der Medienkonferenz kurz nach der Tat. Den Täter mit vollem Namen zu nennen, sei überstürzt und ohne jegliche Not gewesen, sagte Benjamin Krähenmann. «Er war ja schon verhaftet.» Auch die Einstufung als «Terrorakt» ging den Grünen zu schnell. Es sei an der Bundesanwaltschaft, die Tat sachlich und lückenlos aufzuklären.

Unterstützung erhielt der parteilose Sicherheitsdirektor Fehr von der rechten Seite: «Dieser Terroranschlag ist das Resultat verfehlter Sicherheits- und Migrationspolitik», sagte SVP-Kantonsrat Tobias Weidmann. «Die Bevölkerung erwartet zu Recht, dass die Politik Konsequenzen zieht.» Eine Ausbürgerung müsse geprüft werden.

Fehr fordert Entzug des Bürgerrechts

Fehr fordert, dem türkisch-schweizerischen Doppelbürger das Bürgerrecht zu entziehen und ihn in die Türkei auszuschaffen. Gemäss Angaben des Staatssekretariats für Migration (SEM) wurden in den letzten zehn Jahren zehn solche Verfahren eingeleitet. In sieben davon wurde schliesslich der Entzug des Bürgerrechts verfügt.

Der 31-jährige Verhaftete, der am Donnerstag drei Passanten am Bahnhof Winterthur mit einem Messer angriff, sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Ob er bereits befragt wurde, gibt die Bundesanwaltschaft nicht bekannt.

Aus ermittlungstaktischen Gründen machte die Bundesanwaltschaft am Montag auf Anfrage keine weitergehenden Angaben. Es gelte die Unschuldsvermutung, betonte sie.

Der 31-jährige vorbestrafte Islamist ging am Donnerstag beim Bahnhof Winterthur auf Passanten los und verletzte drei Männer, einer von ihnen musste wegen einer Stichwunde am Oberschenkel notoperiert werden. (sda)

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Messerangriff in Winterthur
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Messerangriff in Winterthur

In Winterthur hat ein Mann mit einem Messer Passanten angegriffen.

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LiquidIce
01.06.2026 12:07registriert Juli 2018
"Diese würden alles dafür tun, um eine wirksame Prävention von Terrorakten wie jenen in Winterthur zu verhindern."

Genau so empfinde ich die Situation auch. Für eine wirksame Prävention benötigt es eine differenzierte Aufarbeitung des Falles. Das heisst, die Probleme auch bei Namen benennen zu können, ohne die ganze Verantwortung auf eine einzige Seite zu schieben.

Dafür braucht es einen Kompromiss aller Seiten. Vor allem aber braucht es die Bereitschaft, auch unangenehme Erkenntnisse/Fakten anzuerkennen. Aber genau diese Bereitschaft scheint offensichtlich zu fehlen.
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Hadock50
01.06.2026 12:47registriert Juli 2020
..im vorliegenden Fall hatte die Psychiatrie Winterthur keine Einsicht in Strafakten des vorbestraften...

?? Warum ??

Das ist wie in den Ami. Filme wo sich die Polizei und das FBI um die Zuständigkeit streiten 😅

Nein im ernst diese Informationen MÜSSEN komuniziert werden, ohne Ausnahme!
Von Kanton zu Kanton, von Behörde zu Behörde.
Ein zentales Register wo alle Zugriff haben, die Zugriff haben müssen.

Entäuschend.....
Wie viele Vorfälle braucht es
noch ??
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Pontifax
01.06.2026 12:33registriert Mai 2021
Ich hoffe, die Protagonisten, welche ihn radikalisiert haben, werden ebenfalls unter die Lupe genommen bzw. zur Rechenschaft gezogen. Oder denkt man nicht so weit?
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