Schweizer Fussballverband informiert: Darum wartet Embolo auf seine Reisegenehmigung
Einen Tag, nachdem das US-Einreiseformular ESTA für Breel Embolo zurückgezogen wurde, hat sich der Schweizer Fussballverband (SFV) offiziell zum Fall-Embolo geäussert.
In einer offiziellen Mitteilung schreibt der SFV:
Somit ist klar, dass der ESTA-Entzug mit seiner Verurteilung wegen einer Drohung im Jahr 2018 zu tun hat, die im April rechtskräftig geworden ist.
Es wird aktuell alles daran gelegt, dass Embolo so schnell wie möglich in die USA zum Nati-Team, welches am Dienstag abflog, nachreisen kann. «Breel Embolo war heute Vormittag Schweizer Zeit auf der US-Botschaft in Bern und musste dort einen Visumsantrag stellen», schreibt der Verband und führt weiter aus: «Die Botschaft hat uns mitgeteilt, dass der Antrag mit Priorität behandelt wird. Nun warten sowohl Breel als auch wir auf die Genehmigung, damit er schnellstmöglich nach San Diego reisen und zum Team stossen kann.»
Gemäss dem SFV deutete bis am Dienstagvormittag nichts darauf hin, dass Embolo die Reisegenehmigung entzogen wird. Der Verband teilt mit: «Alle ESTA-Anträge waren am Abreisetag als ‹approved› gemeldet worden, darunter auch jener von Breel Embolo. Zweieinhalb Stunden vor dem Abflug erhielten wir jedoch die Mitteilung, dass für sein ESTA zusätzliche Abklärungen erforderlich seien.»
SFV-Kommunikationschef Adrian Arnold sagte bei der ersten Nati-Medienkonferenz in San Diego zur Causa Embolo: «Wir haben positive Signale, dass Breel bald nachreisen kann. Für heute Schweizer Zeit wird es nicht reichen – aber die US-Botschaft wird es dringlich bearbeiten.»
Weil Embolo bereits 2025 mit der Nati zu zwei Testspielen in die USA reiste und damals ein Einreiseformular ausfüllen musste, welches zwei Jahre gültig ist, ging der Verband davon aus, dass kein neuer Antrag gestellt werden muss. «Breel hätte aus unserer Sicht nach seiner Verurteilung den ESTA-Fragebogen nicht nochmals ausfüllen müssen, dies, weil es keine Verurteilung aufgrund körperlicher Gewalt ist», erklärt Arnold.
Trotz der Umstände sei Embolo sehr gelassen und zuversichtlich. Der Stürmer hat auch einen eigenen Trainingsplan erhalten, um sich fit zu halten. «Sobald er die Bestätigung hat, wird er in den nächsten Flieger steigen», bleibt Arnold zuversichtlich. Arnold bestätigt, dass Embolo nun ein Visum beantragen musste und nicht mit einem ESTA einreisen kann.
Auf die Frage, ob Murat Yakin einen Plan B hat, falls Embolo nicht zur WM reisen darf, antwortete Arnold optimistisch: «Wir bleiben bei Plan A, ich denke nicht, dass wir einen anderen Plan brauchen.»
Bei der Pressekonferenz äusserte sich auch Torhüter Gregor Kobel zum Fall rund um Embolo: «Er ist ein wichtiger Spieler und ein super Typ. Wir alle hoffen, dass er so schnell wie möglich hier ankommt. Es ist schade, dass Breel noch nicht hier ist. Er ist eine Frohnatur, welche auch gute Laune in das Team bringt.»
Das Schweizer Team kam am Dienstagabend (US-Zeit) in Los Angeles an und hat sein WM-Camp in San Diego bezogen. Es bleibt unklar, wie lange die Nati auf Embolo warten muss. (riz)
