DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Belgierin erhält Zoo-Verbot in Antwerpen – wegen «Affäre» mit Schimpansen

Seit Jahren besucht Adie Timmermans den Affen «Chita» im Zoo Antwerpen, doch nun ziehen Zoo-Verantwortliche einen Schlussstrich: Die Belgierin erhält Besuchsverbot. Was steckt dahinter?
24.08.2021, 09:4024.08.2021, 13:21

Seit vier Jahren besucht Adie Timmermans regelmässig den Zoo in Antwerpen. Ihr Weg führt sie dabei immer ins Affengehege, wo es ihr ein Affe besonders angetan hat: das Schimpansen-Männchen Chita. Jede Woche besucht die Belgierin den Affen, den sie über die Jahre hinweg sehr ins Herz geschlossen hat. Damit soll nun Schluss sein, finden die Verantwortlichen des Zoos und sorgen damit in Belgien für Schlagzeilen.

Der Schimpanse müsse mit den anderen Primaten mehr Kontakt pflegen, begründen die Verantwortlichen ihren Entscheid. Doch die Freundschaft zwischen Adie Timmermans und dem 38-jährigen Chita mache dies beinahe unmöglich.

Jede Woche kommt es zum freudigen Wiedersehen zwischen der Frau und dem Affen. Doch das soll nun aufhören.
Jede Woche kommt es zum freudigen Wiedersehen zwischen der Frau und dem Affen. Doch das soll nun aufhören.
screenshot: atv

Wann immer Timmermans auftaucht, nähert sich ihr haariger Freund der Glasscheibe. Einander gegenübersitzend winken sie sich und werfen sich Küsse zu. Das wirke sich negativ auf Chitas sozialen Status unter den anderen Schimpansen aus, sagt Zoomitarbeiterin Sara Lafaut zum belgischen Regionalsender «ATV».

Seit 30 Jahren lebt Chita im Affengehege des Zoos in Antwerpen.
Seit 30 Jahren lebt Chita im Affengehege des Zoos in Antwerpen.
screenshot: atv

«Wenn Chita ständig von Besuchenden umgeben ist, wird er von den anderen Affen ignoriert und sie anerkennen ihn nicht als Teil der Gruppe – auch wenn das wichtig für ihn wäre», erklärt sie weiter. Aus diesem Grund sei er abseits der Besucherzeiten meist einsam und habe kein Sozialleben mehr.

Damit sich Chitas Status unter den Affen verbessern soll, wird Timmermans nun mit einer Art Besuchsverbot belegt. Sollte sie dem Affen noch einmal zu nahe kommen, werde sie nicht mehr in den Zoo gelassen. Für die Belgierin ein unverständlicher und vor allem herzzerreissender Entscheid. «Ich liebe dieses Tier und es liebt mich. Ich habe nichts Anderes. Warum will man mir das wegnehmen?», fragt sie sich im Interview mit ATV unter Tränen. Sie hätten eine Affäre, das müsse sie schon sagen. Doch Dutzende andere Besuchende dürften mit Chita Kontakt haben, wieso dann nicht sie?

Timmermans bittere Tränen.
Timmermans bittere Tränen.
screenshot: atv

In einem Interview mit Radio 2 Antwerpen erzählt Lafaut, dass Chita als Haustier bei einem Menschen aufgewachsen sei. Als es dann aber zu schwierig wurde, ihn zu halten, wurde er vor 30 Jahren dem Zoo übergeben. Dort habe er zwar das Schimpansenverhalten gelernt, doch das Interesse an Menschen sei geblieben. Das erschwere nun seine Beziehung zu den anderen Affen. Auch wenn es schön sei, wenn sich die Menschen mit den Tieren verbunden fühlten, so hätten die Tiere schlussendlich oberste Priorität. (saw)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

«Ice, Ice, Baby» – auch im Tierreich sind Glaces hoch im Kurs

1 / 15
«Ice, Ice, Baby» – auch im Tierreich sind Glaces hoch im Kurs
quelle: ap/san diego zoo / ken bohn
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das süsseste Video des Tages – Gorilla-Dame verliebt sich in Baby

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

David Card, Joshua D. Angrist und Guido W. Imbens gewinnen den Wirtschaftsnobelpreis

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an drei Forscher. Der Kanadier David Card von der University of California in Berkeley werde «für seine empirischen Beiträge zur Arbeitsökonomie» ausgezeichnet, wie die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm am Montag bekanntgab.

Der Amerikaner Joshua D. Angrist vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge und der Niederländer Guido W. Imbens von der Stanford University teilen sich die zweite Hälfte …

Artikel lesen
Link zum Artikel