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Peering Wars Reloaded: Ein Streit zwischen UPC und Rivale Init7 bremst ihre Kunden im Homeoffice aus.

Wenn du dich fragst, warum deine Internet-Verbindung sch****e ist: UPC und Init7 wissen es

Der Machtkampf um den Verkehr im Internet spitzt sich zu. UPC und der kleinere Internet-Provider Init7 streiten in der Corona-Krise auf dem Buckel der Kunden über Geld, Macht und ums Prinzip.



Der Winterthurer Internet-Provider Init7 hat am Dienstag überraschend verkündet, dass die ungleich grössere UPC den seit Jahren funktionierenden Austausch von Traffic einseitig eingestellt hat. Normalerweise fliessen die Daten beim sogenannten Private Peering von Init7 direkt zur UPC und umgekehrt. Nun nehmen sie einen Umweg über die USA, selbst wenn sie nur für das Nachbardorf bestimmt sind.

Die beiden Streithähne machen sich gegenseitig dafür verantwortlich. Init7-Chef Fredy Künzler bezeichnet die Abschaltung als «einseitiger Akt der Aggression». Es geht wie immer um Geld und Macht.

Für die Kunden bedeutet die aktuelle Situation: Daten zwischen Kunden von UPC und Init7 werden nicht mehr direkt weitergeleitet, sondern übers Ausland umgeleitet, was zu einer höheren Latenz (Verzögerungszeit) führt. Für die Kunden macht sich dies in einer schlechteren Internet-Qualität spürbar, etwa bei Videoanrufen. Hat beispielsweise der Arbeitgeber einen Anschluss bei Init7 und ein Mitarbeiter bei UPC, sind VPN-Verbindungen potenziell beeinträchtigt.

In einer längeren Mitteilung schreibt Init7:

«Am 14. April 2020 um ca. 10:30 Uhr hat UPC einseitig die bestehenden Interkonnektionen (Private Peerings) zu Init7 abgeschaltet. Diese Peering-Links bestanden seit über einer Dekade und haben bislang eine direkte Verbindung zwischen dem Init7-Netz und dem UPC-Netz gewährleistet. Diese Abschaltung ist ein einseitiger Akt der Aggression.»

Fredy Künzler, CEO Init7 InterkonnektionInit7 und UPC

UPC habe im vollen Bewusstsein der Konsequenz «den Stecker gezogen». Die Konsequenz ist:

«Durch die einseitige Abschaltung der Peerings mit Init7 durch UPC beträgt die Latenz seit dem 14. April 2020 jetzt ca. 140 ms – gut sichtbar in der unten-stehenden Grafik. UPC zieht es vor, Traffic zu Init7 via die USA statt direkt wie bisher zu routen.»

Fredy Künzler

Init7 und UPC zoffen sich auf Twitter:

Die Grafik zeigt: Ohne Peering erhöhen sich die Latenzzeiten (Verzögerungszeit) im Netz.

Die UPC hat also die langjährige Peering-Vereinbarung gekündigt, die den direkten Datenaustausch zwischen Init7 und UPC regelte. Die Begründung:

«Obwohl wir alte Peering-Vereinbarungen in der Regel nicht kündigen, hat Init7 inakzeptables Verhalten an den Tag gelegt, wie die Umleitung ihres Datenverkehrs über Grossbritannien und die USA zu uns, was die Qualität der Nutzung für unsere gemeinsamen Kunden massgeblich beeinträchtigt hat. Wir wollen nicht direkt mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, das die Bedürfnisse seiner Kunden nicht in den Vordergrund stellt.»

UPC

Künzler kontert: «Wenn die Bedürfnisse der eigenen Kunden bei UPC im Vordergrund stehen würden, hätte man sich nicht seit mindestes 7 Jahren nicht um den Upgrade der Kapazität gekümmert.»

Die Folgen des Peering-Streits müssen die Kunden ausbaden: Inbesondere die Qualität von Videocalls oder VPN-Verbindungen zwischen Kunden von UPC und Init7 dürfte leiden. In der aktuellen Homeoffice-Phase ist dies für die Betroffenen besonders ärgerlich.

Init7 schreibt hierzu auf Twitter: «Alle Latenz-kritischen und Bandbreite-intensiven Anwendungen zwischen Init7 und UPC sind jetzt praktisch unmöglich.»

Peering? Ohne ruckelts im Netz

Beim Peering stellen Internet-Provider, aber auch Inhalte-Anbieter wie Netflix oder Google, direkte Verbindungen zueinander her, um Daten ohne Umwege auszutauschen. Datenpakete werden günstig oder gar kostenlos ausgetauscht, damit für die Internet-Nutzer die Wartezeit bei einer Anfrage (Latenzzeit) gering bleibt. Hierzu werden Vereinbarungen getroffen, welche die Durchleitung von Daten aus anderen Netzen regeln.

«Vor der Abschaltung setzte uns UPC die Pistole auf die Brust: entweder ihr zahlt oder wir drehen ab.»

Fredy Künzler, CEO Init7

Peering-Vereinbarungen zwischen Providern sind üblich. Sie erlauben ihnen für die Datenübertragung die Infrastruktur der anderen Anbieter zu nutzen, die sich am Peering beteiligen. Für die Kunden ergibt sich dadurch eine bessere Internet-Qualität, und natürlich profitieren auch die Provider selbst. Der Vorteil eines Peerings sei für beide Partner gleich, sagt Init7-Chef Künzler: «Höhere Kapazität und bessere Qualität bei tieferen Kosten.» Eigentlich eine Win-Win-Situation, doch nun liegt Ärger in der Luft. UPC will für das Peering Geld sehen, Init7 weigert sich.

Warum gibt's ausgerechnet jetzt Probleme?

In der Corona-Krise wächst der Internet-Traffic überdurchschnittlich schnell. Schon im März seien die Netze aufgrund der «Covid-19-Umstände» quasi vollgelaufen, was laut Init7 Übertragungsverluste nach sich zog. Init7 verlangte laut Eigenaussage einen Ausbau der Infrastruktur (Link-Upgrade). Ein Gespräch zwischen den beiden Providern am 2. April brachte offenbar keine Einigung. Man habe daher ab Anfang April «immer mehr Traffic umgeroutet, um den Übertragungsverlust zu eliminieren, allerdings mit der Konsequenz, dass der Traffic zwischen den jeweiligen Schweizer Kunden von Init7 und UPC teilweise via Wien und London geroutet wird.» Die folgende Grafik soll dies veranschaulichen.

Init7 leitet seit Anfang April den Datenverkehr zu UPC teils via Grossbritannien um

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Die teilweise Umleitung der Daten über London erhöhte schon seit Anfang April die Verzögerungszeit (= schlechtere Internet-Qualität für gewisse Anwendungen). grafik: init7

Schiesst UPC ein Eigengoal?

Man habe den Traffic zu UPC notgedrungen teils übers Ausland umleiten müssen, da UPC nicht genügend Kapazität bereitgestellt habe, sagt Init7. Seit der einseitigen Abschaltung des Peerings seitens UPC dürfte sich die Internet-Qualität für die direkt Betroffenen, also auch bestimmte UPC-Kunden, nochmals massiv verschlechtert haben. Für Init7 ist dies zugleich ein Druckmittel, um das bisherige Peering zurückzuerhalten. Der kleine Provider hofft, dass der potenzielle Reputationsschaden für UPC den grösseren Mitbewerber zum Einlenken bewegen wird. «UPC macht uns das jetzt zum Vorwurf, gleichzeitig weigerten sie sich aber ein Upgrade der Kapazität vorzunehmen», sagt Künzler.

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Im Netz sind die Meinungen gemacht. screenshot: twitter

UPC sieht dies naturgemäss anders. Da Init7 die in den Peering Principles festgelegten Mindestschwellenwerte nicht erfülle, sei man «nicht in der Lage, mehr Kapazität bereitzustellen», teilt die Kabelnetzbetreiberin auf Anfrage mit.

Künzler entgegnet: «Wenn Init7 tatsächlich die Policy nicht erfüllt, weshalb waren dann die Peerings all die Jahre aktiv?»

Klar ist: UPC will das bisherige Peering nicht mehr und lässt wissen:

«Wenn ein Peering-Partner seine Kapazität gegenüber unserem Netzwerk erhöhen möchte, kann er dies über einen von vielen anerkannten, weltweiten Internet-Konnektivitätsanbietern (Peering-Partnern) tun. Diese Möglichkeit steht auch Init7 jederzeit offen.»

UPC

UPC verweist also auf die internationalen Peering-Vereinbarungen ihrer Muttergesellschaft Liberty Global, die die Kapazitätsprobleme beseitigen würden. Anscheinend möchte man in der Schweiz keine separaten Peering-Vereinbarungen betreiben. Init7 hingegen ist weiterhin nicht gewillt für Peering zu zahlen. Nun ist der Streit eskaliert. Schon wieder, muss man sagen, denn es gibt eine Vorgeschichte.

Die Vorgeschichte

Ein ähnlicher Machtkampf zwischen den gleichen Kontrahenten tobte schon vor fast 15 Jahren. Ende 2006 schrieb die NZZ: «Das System der Schweizer Peering-Agreements wurde im Oktober erschüttert durch den Entscheid der Cablecom, unentgeltliche Peering-Agreements mit kleineren Schweizer Internet-Service-Providern (ISP) zu kündigen.» Init7 weigerte sich schon damals zu zahlen und besteht seitdem darauf, dass jeder Peering-Partner für seine eigenen Kosten aufkommt. 2006 gab Cablecom (die heutige UPC) erst nach mehreren Monaten nach und reaktivierte den direkten Datenaustausch nach heftigen Kundenreklamationen und negativer Presse.

Mit der Übernahme der damaligen Cablecom durch den Branchen-Giganten Liberty Global im Jahr 2005 habe sich die Situation zugespitzt, sagt Künzler. Die neue Konzernmutter wolle kleinere Provider dazu bringen, für Peering zu zahlen. Dabei gehe es nicht in erster Linie um Geld, sondern um Macht, sagt der Init7-Chef. Die Peering-Vereinbarungen seien von Liberty Global «über die Jahre stets zu Ungunsten kleinerer Marktteilnehmer angepasst» worden, «während spezielle Bedingungen für Branchenriesen wie Google oder Netflix geschaffen wurden, um mit diesen nicht in einen vergleichbaren Konflikt zu geraten».

Mit Machtkämpfen mit weit grösseren Rivalen hat Künzler Erfahrung: 2012 sei man in der selben Situation mit Swisscom gewesen. «Doch statt zu zahlen, haben wir die Sache juristisch beurteilen lassen», sagt Künzler. Das Verfahren sei derzeit beim Bundesverwaltungsgericht hängig, «weil sich die Schweizerische Telekom-Regulationsbehörde ComCom bisher nicht dazu durchringen konnte, eine kostenorientierte Interkonnektion zu verfügen.» Der Init7-Gründer hofft nun auf die Wettbewerbskommission.

Und wie geht es für die Kunden von Init7 und UPC weiter? «Bis auf weiteres wird die Verbindung zwischen Init7 und UPC beeinträchtigt bleiben», sagt Künzler. Trotzdem biete er weiterhin Hand für eine konstruktive Lösung. Am Mittwochnachmittag habe er UPC eine E-Mail geschickt: «Macht die Peerings vorerst wieder an, dann machen wir ein anständiges Meeting zum Thema.»

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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pbel 16.04.2020 21:59
    Highlight Highlight Also nochmals stark vereinfacht für alle die meinen Init7 profitiert mehr weil kleiner: Daten fliessen zwischen zwei Providern hin oder her wenn bei einem einer Daten liefert und beim anderen einer Daten konsumiert oder sogar beides gleichzeitig. Darum profitieren die UPC Kunden (entweder Dienst-Anbieter oder Surfer) immer auch wenn Daten direkt fliessen. Darum macht es Sinn das man sich die Kosten für die Technik teilt und sich gegenseitig nichts verrechnet.
  • Malt-Whisky 16.04.2020 17:26
    Highlight Highlight Die Konsumenten nehmen nimmt sich wirklich allzuwichtig. Ob jetzt das Bitly bei 140 ms 50 schneller oder weniger schnell ankommt, die Konsumenten meint nur, dass sie das merken.
    • Blitzmagnet 17.04.2020 12:33
      Highlight Highlight Es kommt auf den Konsumenten und die Applikation an. Zudem bin ich überzeugt, dass bei einem direkten peering zwischen den Anbietern die Latenz deutlich tiefer ist.

      Vielmehr geht es aber um Jitter, was der primäre Grund dafür ist, dass Init7 übers Ausland routet. Und Jitter merkt man gerade bei Videokonferenz und Telefonie sehr deutlich.
  • Swen Goldpreis 16.04.2020 16:52
    Highlight Highlight Kannte Init7 bisher nicht, aber nach dem vielen begeisterten Kommentaren und den guten Preisen überlege ich mir, ob ich nicht dorthin wechseln sollte.

    Was ich auf der Website nicht erkennen kann: Kann ich über Init7 auch meine Festnetztelefonnummer laufen lassen oder brauche ich dann dennoch weiterhin Swisscom oder ähnliches?
    • aaddii 16.04.2020 17:56
      Highlight Highlight Init7 bietet selber keine Telefonie an. Du kannst aber eine Festnetznummer über einen beliebigen VoIP-Anbieter benutzen, du kannst auch eine bestehende Nummer dorthin portieren.

      Ich habe zum Beispiel eine Festnetznummer bei netvoip.ch. Auf der von Init7 empfohlenen FRITZ!Box 5490 hab ich dann problemlos diesen VoIP-Account eingerichtet und mehrere alte Telefone dort angehängt.
    • Leider Geil 16.04.2020 19:59
      Highlight Highlight https://www.init7.net/de/internet/telefonie/
  • So en Ueli 16.04.2020 15:11
    Highlight Highlight Diese Geschichte bestätigt mir das Bild, welches ich von der UPC bereits habe. Ich kann diese Clowns nicht mehr ernst nehmen. Wer so mit Partnern und Kunden umgeht, hat mein Geld nicht verdient.
  • Andy 16.04.2020 14:53
    Highlight Highlight Wenn ich ich hier die Kommentare lesen - welche in erfreulich hoher Nerd-Qualität vorhanden sind - erscheint das fast so (zumindest für Leute mit Tech-Background), als wäre Init7 vermutlich eine der beliebtesten CH Firmen :)

    Irgendwie schön wenn "Ehre wem Ehre gebührt" endlich mal zutrifft. Definitiv auch eine der Rechnungen die ich wirklich gerne bezahle, da der unterdurchschnittliche Preis überdurchschnittliche Leistung vereint wird.

    PS: Und für die welche sich fragen, nein ich Arbeite nicht dort und habe auch keine Firmenanteile. Aber ich bin absoluter Init7 Fanboy, dass muss ich zugeben.
  • Toerpe Zwerg 16.04.2020 08:36
    Highlight Highlight Bin seit 5 Jahren sehr zufrieden mit INIT7. Es wird aber Zeit, dass die Preise runterkommen.
    • bebby 16.04.2020 09:38
      Highlight Highlight Bis jetzt ist mir der gute Service den höheren Preis wert. Insbesondere weil ich anderen Anbietern wie Salt nicht vertraue, da sie oft mit versteckten Gebühren operieren und bei Problemen nicht für einen da sind.
      Interessant wäre auch zu erfahren, was Init7 an Swisscom abliefern muss.
    • Pointer 16.04.2020 10:29
      Highlight Highlight @bebby: Für die Nutzung einer Glasfaser zum Endkunden muss Init7 27 Franken pro Monat an Swisscom zahlen. Bei Stadtwerken ist dieser Betrag eher etwas tiefer.
      Weiter kommt noch die Miete für den Stellplatz der eigenen Hardware in der Telefonzentrale und wahrscheinlich deren Stromkosten.
  • zoobee1980 16.04.2020 07:58
    Highlight Highlight Schon seltsam:
    Wir als Menschen haben einen hochentwickelten Gehirnteil, der uns erkennen lässt, dass Kooperation unterm Strich besser ist als Konkurrenz, dass wir (nicht nur in Kriesenzeiten wie jetzt) u.a. mit Solidarität weiter kommen, als mit stumpfem Egoismus und dem Recht des Stärkeren.
    Und trotzdem lassen wir unserem Reptilienhirn den Vortritt, lassen uns von der Angst zu kurz zu kommen leiten, denken in "ich/wir vs. die Anderen" und machen ins damit unnötigerweise gegenseitig das Leben schwer.
    Was für eine Verschwendung!
    • Andy 16.04.2020 08:24
      Highlight Highlight Du hast SO Recht. Das sieht man auch sonst oft in der Wirtschaft. Kurzfristige Gewinnmaximierung ist sehr oft SO viel weniger lukrativ als nachhaltigere Strategien.
    • Leider Geil 16.04.2020 20:19
      Highlight Highlight "Große Unternehmen unterliegen komplett der Psychopathie-Diagnose von Hare. Sie handeln unverantwortlich, weil bei der Verfolgung ihrer Ziele jeder gefährdet ist, der ihnen in die Quere kommt. Sie versuchen, alles und jeden zu manipulieren, einschließlich der öffentlichen Meinung. Im Social Web wird das mit dem Weihrauch digitaler Coolness kaschiert. Hare verortet bei Konzernen – bei großen Mittelständlern ist das nicht anders – einen Hang zum Größenwahn, wenn sie ständig behaupten, die Nummer eins zu sein."

      Das Trifft es doch auf den Punkt. Grosse Unternehmen sind Psychopathen.
    • Andy 16.04.2020 22:52
      Highlight Highlight @Leider Geil: Ich finde
      Play Icon
      sehr zutreffend. In meinen letzten 20 Jahren im Berufsumfeld in diversen Firmen schon X Mal so angetroffen.
  • GoldjungeKrater 16.04.2020 05:50
    Highlight Highlight Künzler war schon immer schräg. Der Joe Exotic in der Schweizer IT Branche..

    Bei Peerings ist es so, dass der kleinere Provider vom grösseren profitiert. Das ist vor allem dann der Fall, wenn man sich gegenseitig nichts verrechnet, was der Normalfall ist. Künzler scheint es jedoch wieder einmal übertrieben zu haben (oder er braucht wieder einmal Publicity) und für UPC bringen die paar Kunden von Init7 keinen Mehrwert.. Das Problem hat hier definitiv Künzler.
    • Toerpe Zwerg 16.04.2020 08:33
      Highlight Highlight Das ist insofern falsch, als dass dies nur in der 1:1 Betrachtung stimmen mag, dass aber auch der grössere Provider auf alle anderen angewiesen ist. Es gibt immer einen noch grösseren.
    • Leider Geil 16.04.2020 20:25
      Highlight Highlight Goldjunge Krater, der Exot unter den Warson-Kommentatoren. Keiner. Egsl wie viele Blitze er sammelt, hauptsache Publicity. Hihi, sorry konnte ich mir nicht verkneifen
  • Stubenhocker 16.04.2020 03:28
    Highlight Highlight Komisch wird mit keinem Wort erwähnt, dass ebenfalls die Privatsphäre und Datensicherheit leiden. Die USA saugt sämtliche Daten ab, und somit hebelt man die ganzen Datenschutz Richtlinien für Schweizer Bürger aus. Grosse Klasse, UPC.
    • Toerpe Zwerg 16.04.2020 08:23
      Highlight Highlight "Die USA saugt sämtliche Daten ab"

      Sie saugen ab, was sie wollen, auch in der Schweiz.
  • nachwievor 16.04.2020 01:24
    Highlight Highlight Das Internet besteht nunmal aus verlinkten Einzelnetzen. Diese Peerings (BGP) sind gerade was das Internet möglich macht. Dass nun ein kleineres Netz einem grösseren Netz Geld für diese Zusammenschaltung bezahlen soll, widerstrebt dem Grundgedanken des Internet, welches wohl unter solchen Bedingungen nie entstanden wäre.

    Was wenn das grosse UPC/Liberty 'Global' Netz dann mal findet das kleine Subnetz Schweiz ist die Anbindung nicht mehr wert wenn der globale Traffic zu gross wird?

    Hier scheint UPC ihre Grösse zu missbrauchen um Geld aus einem kundenfreundlichen Kleinunternehmen zu pressen.
  • BlueTire 16.04.2020 01:06
    Highlight Highlight Niemand braucht UPC
    • PeteZahad 16.04.2020 08:15
      Highlight Highlight Schön wäre es... Ich bin gezwungenermassen bei UPC, da kein Glasfaser und Telefonleitung zu schwach auf der Brust.
    • Blitzmagnet 17.04.2020 12:36
      Highlight Highlight Dito, gibt es leider zu häufig. Sonst wäre ich längst bei Init7.
  • TT (TraugottTaugenichts) 16.04.2020 00:31
    Highlight Highlight UPC macht ähnliches auch mit Sunrise (oder auch umgekehrt). Man merkt das z.B. wenn sich 2 Partner in den 2 Netzen befinden und Fortnite daddeln. Alleine kaum Paketverluste, spielt man zusammen gibts freezes am Laufmeter und die direkte Sprachübertragung ist Schrott. Ping zum Server 20ms 0% Packetverlust, Ping ins Nachbardorf 200ms 15% lost... WTF?
    Wir zahlen für Internet das 5fache wie im angrenzenden Ausland, für die halbe Qualität...
    • Andy 16.04.2020 07:51
      Highlight Highlight Also im Nicht-Mobile-Bereich zahlen wir nicht das x-Fache und haben relativ hohe Bandbreiten. In DE kann es sein, dass du je nach Region nicht mal über 20 Mbits kommst.

      Sonst hast du natürlich völlig recht!
    • PlayaGua 16.04.2020 08:46
      Highlight Highlight @Andy
      Gibt es auch hier. Rein mit Kabel kämen wir hier auf max. 15 Mbit/s. Dank Internet Booster von SC auf rund 30, je nach Empfang. Aber du hast recht, dass die Schweiz z.B. Deutschland weit voraus ist, gerade was das mobile Netz anbelangt.
    • Andy 16.04.2020 14:49
      Highlight Highlight Ui, 30 Mbit ist bitter. Perfekt dass du das per Mobile-Connection (gehe von Salt oder Sunrise aus?) lösen konntest :)

      Seit ich Fiber7 habe, merk ich sogar den Fallback von 1 Gbit auf 100 Mbit (rein gefühlsmässig), wenn meine eigenen IT-Infrastruktur intern zickt. Da sind 30 Mbit im Best-Case echt bitter.

      Erstaunlich ist auch das z.T. in den USA die Bandbreiten sehr gering sind. Ich glaube man geht halt immer ein wenig von der eigenen Perspektive aus und was für uns "normal" ist, ist global gesehen nicht ganz so normal (ausser nat. in Grosstädten in Asien).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Satan Claws 15.04.2020 23:04
    Highlight Highlight Mal ehrlich, wer denkt dass Twitter ein Mittel sei um Konstruktiv zu diskutieren hat grundsätzlich etwas nicht verstanden. 280 Zeichen reichen niemals um einen Sachverhalt so darzustellen, dass er nicht falsch interpretiert werden kann. Schlussendlich endet es immer in beidseitiger Pöbelei.

    Wie man mit einem Übermächtigen Gegner umgeht schildert David Kriesel hier im Beispiel zum Xerox Scan-Skandal.

    Play Icon


    Init7 scheint eine echt gute und unterstützenswerte Firma zu sein, das Verhalten ist aber leider nicht.
  • Andy 15.04.2020 22:35
    Highlight Highlight Grössten Respekt für Künzler! #netzneutralität

    Ich werde nie vergessen, als ich damals den Init7 Kundendienst wegen einem empfohlenen Router angefragt habe und mir Fredy Künzler - den ich nicht kannte - aus dem Zug auf dem Nachhauseweg angerufen hat und mir kompetente Antworten auf Pro-Level gegeben hat.

    Ich hoffe Init7 findet einen Weg. Bisher war Init7-Anbindung einwichtiger Faktor für die Wohnungswahl - besseres Internet hatte ich (und viele meiner Freunde) bis zum heutigen Tag noch nie.
    • Heavens 16.04.2020 09:19
      Highlight Highlight Hatte mal ein Problem mit Onlinespielen (diverse nutzten Cloudserver eines Anbieters) und mein Traffic wurde aus Versehen via Texas nach Frankfurt geroutet.
      Weder Green.ch (nutzt Init7 Infrastruktur) noch der Serverhoster konnten helfen.
      Also eine Email an Init7 geschickt und am gleich Tag war das Problem gelöst.
      Solcher Support macht ziemlichen Eindruck bei mir.
    • Andy 16.04.2020 14:45
      Highlight Highlight @Heavens: Solche Erlebenisse sind einfach der Hammer - und leider rare Ausnahmen. Aber gerade mit Tech-Background ist es SO wertvoll, wenn man mit gleich kompetenten (oder noch kompetenteren) Ansprechpartnern sprechen kann. Beim Standard-Provider gibts halt nur das outgesourcte Call-Center mit FAQ-Datenbank und solche "Details" haben keine Chancen.

      Internet-Access ist eben nicht gleich Internet-Access.

      Was mich bei Init7 zudem beeindruckt: Normalerweise zahlt man CH-Preise, und hat "globalisierte 0815 Qualittä", bei Init7 zahlt man unterdurchschnittlich und supportet CH-Arbeitsplätze.
  • Hans Jürg 15.04.2020 21:24
    Highlight Highlight «Macht die Peerings vorerst wieder an, dann machen wir ein anständiges Meeting zum Thema.»

    Das hat der eine Chef tatsächlich so dem anderen Chef geschrieben?

    Wenn der schon auf dieser Ebene so "rustikal" auf Kindergärner-Niveau kommuniziert, fürchte ich, dass er mit seinen Angestellten noch "rustikaler" umgeht.
    • DunkelMunkel 15.04.2020 22:11
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass du diese Aussage korrekt interpretiert hast, Hans.
    • Toerpe Zwerg 16.04.2020 08:35
      Highlight Highlight Soll er besser einen eingeschriebenen Brief vom Anwalt schicken lassen?
  • SamuelM 15.04.2020 21:01
    Highlight Highlight Wer hier im Recht ist kann ich nicht sagen. Dazu habe ich das technische Verständnis nicht.
    Aber ich bin langjähriger Init7-Kunde und finde das einen Top ISP! Kommuniziert offen, setzt sich für freies Internet ein und das beste: freie Routerwahl. Absolut genial. Das bietet meines wissens keiner der Grossen.
    • bebby 15.04.2020 21:23
      Highlight Highlight Init7 war der erste Provider mit symmetrischen Internet und ohne künstliche Bremse im Glasfasernetz. Erst danach haben die Grossen nachgezogen.
      Das vergesse ich denen nicht.
      Swisscom und upc hätten wohl am liebsten ein Internet, wie in den usa, wo Netzwerk Neutralität längst tot ist. Oder ein Netz wie in Deutschland, wo die D. Telekom kaum in Glasfaser investiert.
    • atorator 15.04.2020 21:44
      Highlight Highlight Ich habe auch Sympathien für Init. Aber bei uns in Winti, wo alle Haushalte ans Glasfasernetz angesteckt wurden, die Preise ziemlich teuer. Merke, alle durch den städtischen Betrieb Stadtwerke.
    • combativelyrebird 15.04.2020 23:10
      Highlight Highlight Ich habe das technische Verständnis. Init7 ist im Recht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 15.04.2020 21:01
    Highlight Highlight Werte UPC, ich ging von euch zu Init7, weil ihr meine Kundenbedürfnisse eben nicht in den Vordergrund gestellt habt, sondern einfach auf Abzocke aus seid.
  • Cpt_so_mal_so 15.04.2020 20:50
    Highlight Highlight Wieso sollte ein Tier1 Provider umsonst mit einem Tier3 Provider peeren? UPC Kunden sind wahrscheinlich weniger auf diese Leitung angewiesen als umgekehrt.
    • miip 16.04.2020 01:42
      Highlight Highlight Weil das Netz nur mit Kooperation funktioniert. Für etwas gibt es den SwissIX und Tix und wie sie auch immer heissen. Es ist nichts als selbstverständlich, dass man den direkten lokalen Verkehr in einem Internet-Exchange auch direkt austauscht.
      Vielleicht sollte man das politisch halt einfach durchdrücken.
    • Las Palmas 16.04.2020 07:44
      Highlight Highlight Naja der SwissiX hat sich vor 5-6 Jahren ja mal total verkracht als es um überteuerte Service-Modelle ging. Eieiei war das ein flamen auf der Mailinglist..

      Ich war selbst bei einem kleinen Internetprovider tätig und man muss leider der Tatsache ins Auge schauen und anerkennen, dass man mit Connectivity einfach kein Geld mehr verdient!
      Ausserdem hat man in einem kleinen Team enorm miese Arbeitszeiten, ständig Pikett und täglich das Gewissen dass man bei einer Netcloud fix mal 20k/Jahr mehr verdienen würde..

    • Blitzmagnet 17.04.2020 12:47
      Highlight Highlight Las Palmas: Dann geh doch zu Netcloud. Mich bringt nichts zu einem dieser grossen Unternehmen, denen es nur um Geld und 0 um den Mitarbeiter geht, ausser Lippenbekenntnisse wie wichtig ihnen die MA seien. Ich bin bei einem kleinen schweizer IT Unternehmen und happy, Pikett hin oder her.
  • PhilippS 15.04.2020 20:44
    Highlight Highlight Ich war früher im Geschäft für den Internet-Access (Grosskunde) verantwortlich. Vor einigen Jahren stellten wir im Geschäft plötzlich nicht erklärbare Verzögerungen und einen deutlich verschlechterten max. Durchsatz fest.

    Nach kurzer Nachforschung haben wir festgestellt: Alle Zugriffe unseres Access wurden via einen Knoten in NYC geroutet. Warum, wurde uns nie erklärt - nach einer Reklamation aber umgehend korrigiert. War vermutlich ein Versehen.

    Von daher erachte ich in diesem Hahnenkampf Init7 als deutlich glaubwürdiger.
  • ladedruck 15.04.2020 20:43
    Highlight Highlight Künzler ist und war schon immer ein echter Kämpfer für ein freies und schnelles Internet für jedermann. 🤘
  • Badmax55 15.04.2020 20:40
    Highlight Highlight Init7 hat es in der Hand. Sie sind in Zürich direkt mit Telia verbunden und die wiederum mit Liberty Global (UPC). Der Traffic könnte also in Europa bleiben und müsste nicht über die USA geroutet werden. Jeder kann im Lookinglass von Telia sehen, dass Init7 absichtlich prepended bzw. Telia sogar untersagt, die IP's an UPC weiterzugeben.
    Ich bin auch kein Fan vom Verhalten von UPC, aber was Init7 hier macht ist die eigenen Kunden in Geiselhaft zu nehemn, um ein Private Peering mit UPC zu erzwingen. Nicht die schöne Art
    • Pointer 15.04.2020 20:52
      Highlight Highlight Es gibt sicher einen Grund, warum Init7 nicht will, dass der Traffic via Telia geroutet wird, sondern via direktes Peering.
    • combativelyrebird 15.04.2020 23:12
      Highlight Highlight Wieso soll Init 7 Telia massenhaft Geld zahlen, wenn ein direktes Peering mit UPC möglich wäre?
    • Las Palmas 16.04.2020 07:48
      Highlight Highlight Ja weil jeder Uplink kostet und man sich das mit den Kampfpreisen die init7 anbietet nicht unendlich vielmals machen kann..

      Waren ja die ersten die damals 1GB Internet für 777.-/Jahr angeboten haben.. Als kleiner Provider ein solches Angebot anzubieten - naja, irgendwo muss man da ja Einsparungen machen..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sarkasmusdetektor 15.04.2020 20:34
    Highlight Highlight Von UPC hatte ich schon vor Jahren die Nase voll. Seit ich zu Sunrise gewechselt bin, hatte ich keine nennenswerten Probleme mehr. Und günstiger ist es auch geworden.
    • p4trick 15.04.2020 20:57
      Highlight Highlight Ich bin seit 20 Jahren bei UPC und hatte noch nie grössere Probleme. Hattest du viele diesr PEBKACs?
    • Nora Flückiger 15.04.2020 22:06
      Highlight Highlight @p4trick
      Genau bei mir genau so, seit 22 Jahren dabei und glücklicher als jemals zuvor!
      Ich kann jedoch verstehen dass es immer solche geben wird die nicht mit den Leistungen der verschiedenen Anbieter zufrieden sind. Aber ein grosser Anteil an der Qualität der Verbindung hat halt einfach auch der Wohnort (Stadt, Land) und vor allem auch der Ausbau der Leitungen (Glasfaser, Kupfer).
    • DerRaucher 15.04.2020 23:31
      Highlight Highlight Wäre mal interessant zu wissen in welchen Regionen UPC den so oft Probleme hat. 2012 von Sunrise zu UPC gewechselt, auch zwecks schnellerem Internet weil hier Glasfaser bei stand 2020 immer noch kein Thema ist. Kundenservice ist manchmal nicht so toll, aber die Leistung wurde immer erbracht. Egal ob meine erste 125 mbits Leitung bei ihnen, 400 mbits oder jetzt das Giga Angebot ist. Ausfälle waren auch mehr als überschaubar. Der einzig dunkle Schatten war lange Zeit die Horizon-Box
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  • FlohEinstein 15.04.2020 20:34
    Highlight Highlight Derweil teilt Swisscom unverholen mit, dass IPv6 im Mobilnetz noch weiter auf sich warten lässt, und zwängt alle Nutzer durchs CGNAT-Nadelöhr, statt direkte IPv6-Verbindungen zwischen Nutzern zu ermöglichen und so die Latenz zu verringern. Aber schliesslich ist IPv6 ja Neuland 😜 https://twitter.com/Swisscom_B2B_de/status/1250386350538469383?s=19
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    • bl4ckr4ptor 15.04.2020 23:39
      Highlight Highlight Vollgas auf 5G, sie merken es dann schon, wenn es für IoT ein paar IPs braucht.. Also so in 5-6 Jahren.. Ich wäre schon froh wenn mein Kupfer mal laufen würde..
  • ItsaMe 15.04.2020 20:28
    Highlight Highlight Wow, wie man schön am Looking Glass von Telia sehen kann, WILL Init7 den Traffic hin und zurück garnicht innerhalb der Schweiz austauschen, sondern erzwingt den Weg über die deutlich längere Verbindung über die USA. Denn direkt würde durchaus gehen..

    Würde Init7 einfach nur diese Option deaktivieren, gäbe es kein Problem. Aber scheinbar ist Streiten über Twitter besser. Für mich eindeutig: Statt nur zu diskutieren, verschlechtert Init7 für Kunden auf beiden Seiten die Lage. Vielleicht sollte man über dieses Vorgehen auch berichten...?
    • Pointer 15.04.2020 20:52
      Highlight Highlight Es gibt sicher einen Grund, warum Init7 nicht will, dass der Traffic via Telia geroutet wird, sondern via direktes Peering.
    • ItsaMe 15.04.2020 21:22
      Highlight Highlight Aber das wird er doch in der aktuellen Situation so oder so nicht. Nur würde es eben keiner merken, wenn er es nicht in Europa blockieren würde.
    • Eisenhorn 15.04.2020 22:44
      Highlight Highlight Ich finde es ja lustig wie alle sagen "Init7 hat sicher ein Grund dafür" wenn jemand Fakten auf den Tisch Legt das Init7 hier einfach seine Kunden benachteiligt um den Image war zu gewinnen. "Aber die haben sicher ein Grund dafür".
  • clarazi 15.04.2020 20:17
    Highlight Highlight Wenn ich das richtig verstanden habe möchte init7 die direkte Verbindung zur UPC infrastruktur um ihre eigenen Kunden schneller resp. direkter ans Netz anzuschliessen? Weshalb, als nicht ITler, soll das denn gratis sein? Ich verstehe dass die eine Firma gerne Geld für die Durchleitung über ihr Netz haben möchte, es bringt ja einen mehrwert für init7 und keinen für UPC oder sicher einen viel kleineren.
    Kann dies jemand erläutern? Ausser dass UPC den Vertrag gekündigt hat sehe ich eher init7 im unrecht...?
    • Pbel 15.04.2020 20:57
      Highlight Highlight Nein. Init 7 bietet UPC surfern genauso Service wie umgekehrt. Vom Peering profitieren beide. Ich kenne nur die Details vom letzten Streit und da war es klar: UPC möchte da Geld rauspressen wo es am wenigsten widerstand gibt, auch wenn die eigenen Kunden darunter leiden.
    • Pointer 15.04.2020 21:00
      Highlight Highlight Das nennt sich privates Peering und ist das Beste, was dir als Kunde passieren kann! Von einem privaten Peering profitieren sowohl UPC als auch Init7 gleichermassen (um mal diese als Beispiel zu nennen). Üblicherweise entscheidet man sich für die faire Lösung, dass jeder Provider selbst für die Kosten des privaten Peerings aufkommt und man sich das Transfervolumen nicht gegenseitig verrechnet. Grosse Provider, wie z. B. die Swisscom, haben in Vergangenheit aber schon versucht, den kleineren Providern Kosten fürs Transfervolumen aufzuerlegen, was natürlich total unfair ist.
    • p4trick 15.04.2020 21:01
      Highlight Highlight Bei so einem Peering profitieren die Kleinen mehr als die Grossen einfach gesagt also haben Init7 Kunden das grössere Nachsehen und nicht UPC
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  • jojimen 15.04.2020 19:48
    Highlight Highlight Init7 noch nie gehört, obwohl ich in der Branche arbeite... Na dann viel Glück!
    • 90er 15.04.2020 20:09
      Highlight Highlight Wenn du wirklich noch nicht von Init7 gehört hast und in der Branche arbeitest dir auch viel Glück...
    • Lolus 15.04.2020 20:11
      Highlight Highlight In welcher "Branche" arbeitest den du genau?
      Also als ITler kann ich dir eins sagen, so einen kompetenten und direkten Support wie bei Init7 hab ich bis jetzt bei keinem anderen Provider erlebt. Lohnt sich mal anzuschauen.
    • Leider Geil 15.04.2020 20:11
      Highlight Highlight Na, dann au weia, schon mal über einen Branchenwechsel nachgedacht? 😊
      Und als IT Nerd muss ich keine Sekunde überlegen, wer hier im Sinne seiner Kunden handelt und wer nicht.
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  • Franz v.A. 15.04.2020 19:35
    Highlight Highlight Die 140mS Latenz ergibt es wahrscheinlich, weil die Daten über USA zuerst durch das NSA Gebäude umgeleited wird. Ist aber nur eine Vermutung.
    • ARoq 15.04.2020 21:16
      Highlight Highlight Die Latenz kommt hauptsächlich daher, dass sich die Photonen in der Glasfaser nur mit rund 200'000 km/s fortbewegen.
    • Franz v.A. 16.04.2020 10:51
      Highlight Highlight @ ARoq, das wären dann 28 000 km by 140 ms. Etwas viel Leitung.
    • Blitzmagnet 17.04.2020 13:07
      Highlight Highlight Franz: Dazwischen stehen noch ein paar Dutzend oder eher ein paar Hundert Router und Switche.
  • Nunja 15.04.2020 19:12
    Highlight Highlight Als zufriedener UPC Kunde (da Swisscom den Glasfaserausbau in meiner Gemeinde torpediert hat) ist mir natürlich auch klar, dass Liberty Global hier wohl diskriminiert und im Unrecht ist. Herr Künzler ist ja als konsumentenschützerischer Held anerkannt.
    • bebby 15.04.2020 20:42
      Highlight Highlight liberty global sollte wohl slavery global heissen - und so ein move ausgerechnet während der Krise, das werde ich upc nie verzeihen 😡
  • Scaros_2 15.04.2020 19:04
    Highlight Highlight Wow - was ein Kindergarten. Und dann auch noch auf Twitter öffentlich Bullshiting betreiben. Meine Fresse. Wie sich Abonnenten beider wohl fühlen?
    • Gurgelhals 15.04.2020 19:39
      Highlight Highlight Als Fiber7-Kunde der ersten Stunde fühle ich mich ehrlich gesagt ganz gut (nicht dass das hier irgendeine Rolle spielen würde...).

      Küenzler ist kein aalglatter Sales & Marketing-Typ sondern ein Tech-Nerd. Das Gebaren der grossen Provider macht ihn nicht primär hässig, weil es seinem eigenen Geschäft schadet, sondern weil es den technischen Grundprinzipien des Internets zuwider läuft. Daher auch die eher hemdsärmelige Kommunikation. Ist zumal auch technisch informativer als der PR-geschulte Bullshit der grossen Provider. Init7 bietet nicht nur super Internet, man lernt auch noch etwas dabei 😎
    • bebby 15.04.2020 20:22
      Highlight Highlight Und der Regulator schaut wieder mal nur zu?
      Denn wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: die staatseigene Swisscom!
    • NotWhatYouExpect 15.04.2020 20:27
      Highlight Highlight Go Küenzler/Init7 gibs ihnen XD bin auch Init7 Kunde ;)
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Kommentar

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