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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: So hat sich Lausanne den Playoff-Start nicht vorgestellt.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: So hat sich Lausanne den Playoff-Start nicht vorgestellt.Bild: KEYSTONE

«Alles lief plötzlich frustrierend für uns» – hängende Köpfe bei Lausanne

05.03.2017, 01:3305.03.2017, 10:47

Drei der vier Teams mit Heimvorteil feiern Startsiege. Lausanne aber verliert gegen Davos nach 3:0-Führung mit 3:5. «Was für ein frustrierender Abend», so Lausannes Doppeltorschütze Yannick Herren.

Lausanne verlor nicht zum ersten Mal in den Playoffs komplett den Faden. 2005 verspielten die Waadtländer im Abstiegskampf gegen Kloten sogar einen 4:0-Vorsprung. Damals wurde aus dem 4:0 ein 4:8. Zwei Tage später gewann Lausanne aber die nächste Partie gegen Kloten.

Der HCD jubelt über den Shorthander zum 3:3.
Der HCD jubelt über den Shorthander zum 3:3.Bild: KEYSTONE

«Genau das müssen wir wieder anstreben. Wir müssen dieses erste Spiel vergessen – aus unseren Köpfen verdrängen», fordert Yannick Herren. «Wir spielten 20 Minuten lang grossartig. Auch der zweite Abschnitt war alles andere als schlecht. Dann kassierten wir aber blöde Gegentore. Und alles lief plötzlich frustrierend für uns.»

Des einen Leid ist des anderen Freud. Der Davoser Enzo Corvi strahlte diebisch übers ganze Gesicht: «Wir hatten uns vor dem Spiel so viel vorgenommen! Und plötzlich winkte uns in Lausanne wie schon im Herbst (1:8-Niederlage in der Qualifikation) ein Riesendebakel. Was dann geschah, ist nicht einfach zu erklären. Wir bewiesen Moral. Wir gaben nicht auf. Und wir wurden für unseren Effort belohnt.» Das entscheidende 4:3 gelang Corvi. «Und ich wusste sofort: Jetzt ist fertig, das reicht uns zum Sieg, diese Führung geben wir nicht mehr aus der Hand.»

Zug mit Sieg in Extremis

Nicht nur in Lausanne war viel los am ersten Playoff-Abend: Servette führte bis 7.4 Sekunden vor Schluss in Zug mit 2:1 und verlor 2:3 nach Verlängerung, wobei der Genfer Tim Traber in der Overtime noch das leere Tor verfehlte. Arnaud Jacquemet hätte in seinem 500. NLA-Spiel nach dem Torerfolg zum 2:1 zum Matchwinner werden können. Am Ende musste er aber die bittere Niederlage erklären. Jacquemet: «Die Partie lief leider nicht für uns», so Jacquemet. «Wir spielten gut und hätten den Sieg gewiss verdient gehabt.»

Josh Holden schiesst den EVZ ins Glück.
Josh Holden schiesst den EVZ ins Glück.Bild: KEYSTONE

Am Ende schoss Josh Holden den EV Zug zum glückhaften Sieg: «Ich weiss nicht, warum wir uns derart schwer taten», so Holden. «Am Ende hatten wir primär Glück – nicht erst bei meinem Siegtor, sondern vor allem schon vorher bei Diaz' Ausgleichstreffer. Aber so läuft es in den Playoffs. Wir haben mit Glück das erste Spiel gewonnen. Darauf gilt es jetzt aufzubauen.» (cma/sda)

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