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NLA-Playoffs, Viertelfinals, Spiel 1
Bern – Biel 2:1 nV (1:1,0:0,0:0,1:0), SERIE: 1:0
ZSC Lions – Lugano 4:3 (1:1,2:0,1:2), SERIE: 1:0
Zug – Servette 3:2 nV (1:1,0:0,1:1,1:0), SERIE: 1:0
Lausanne – Davos 3:5 (3:0,0:3,0:2), SERIE: 0:1
Vom 0:3 zum 5:3: Davos schafft in Lausanne dank einer fantastischen Leistungssteigerung das Break.
Vom 0:3 zum 5:3: Davos schafft in Lausanne dank einer fantastischen Leistungssteigerung das Break.
Bild: KEYSTONE

Verrückter Playoff-Start! Davos schafft Super-Wende – Bern und Zug im Glück

Die NLA-Playoff-Viertelfinals beginnen wenig überraschend mit hart umkämpften Partien. Bern muss gegen Biel in die Verlängerung, Davos bezwingt Lausanne trotz 0:3-Rückstand und der ZSC kommt gegen Lugano plötzlich noch ins Zittern.
04.03.2017, 22:4305.03.2017, 10:37

Bern – Biel 2:1 n.V., Serie: 1:0

» Hier gibt's den Playoff-Liveticker zum Nachlesen.

Der SC Bern muss  bis in die 9. Minute der Verlängerung leiden, ehe Simon Moser von einem schweren Abwehrfehler der Bieler Abwehr profitiert und den Favoriten zum 2:1-Sieg schiesst.

– Der SC Bern beisst sich am kleinen Kantonsrivalen lange Zeit die Zähne aus. Am Ende braucht er einen haarsträubenden Fehler der Bieler in der eigenen Zone, um in der Serie des Qualifikationssiegers gegen den Achten standesgemäss in Führung zu gehen. Robbie Earl vertändelt den Puck hinter dem Bieler Tor, Toni Rajala befreit ebenfalls nicht, sondern spielt die Scheibe auf den Stock von Topskorer Mark Arcobello. Simon Moser hat dann keine Mühe, dessen Pass zu verwerten.

– Der Sieg der Berner ist aufgrund der Spielanteile verdient, doch der Titelverteidiger tut sich sehr schwer. Vor allem das Powerplay funktioniert überhaupt nicht nach Wunsch. Die Bieler verteidigen das Unentschieden, das schon nach 15 Minuten Bestand hat, mit allen Mitteln – zum Teil auch nicht ganz erlaubten. Der SCB kann aber alleine zwischen der 28. und der 45. Minute vier Überzahlchancen nicht nutzen.

– Der spätere Sündenbock Rajala erzielt die Führung für die Seeländer mit einem Schuss, der SCB-Goalie Leonardo Genoni zwischen Körper und Arm durchrutscht. Der Ausgleich des Stadtklubs durch Arcobello fällt in der 12. Minute zwar im Powerplay, ist aber kein typisches Überzahltor. Vielmehr tankt sich der Amerikaner vor das Tor durch und trifft backhand.

Unglaublich, aber wahr: Berns Gagnon trifft hier nicht.
Unglaublich, aber wahr: Berns Gagnon trifft hier nicht.
Bild: KEYSTONE

ZSC – Lugano 4:3, Serie: 1:0

– Die ZSC Lions eröffnen die emotionsgeladene Viertelfinalserie gegen Lugano mit einem 4:3-Sieg im Hallenstadion. Der Ausfall von Topskorer Robert Nilsson könnte aber noch weh tun. 13 Jahre hatten die Fans auf die siebte Auflage des Playoff-Klassikers zwischen Zürchern und Luganesi warten müssen - und gleich die erste Partie gab einen Vorgeschmack auf die nächsten Tage.

– So spannend hätte es am Ende nicht mehr werden müssen, nachdem Fabrice Herzog die ZSC Lions nach 16 Sekunden des Schlussdrittels 4:1 in Führung gebracht hatten. Die Luganesi stecken jedoch nicht auf und bringen mit zwei Toren in den folgenden fünfeinhalb Minuten die Spannung zurück.

– Die prägende Figur der ersten 40 Minuten ist Julien Vauclair. Der 37-jährige Jurassier gleicht in seinem 805. NLA-Spiel (alle für Lugano) mit seinem 101. Tor zum 1:1 aus und sorgt später für die umstrittenste Szene des Abends. Kurz nach Spielmitte geht der Zürcher Topskorer Robert Nilsson nach einem Zweikampf mit Vauclair zu Boden – und kann danach das Eis nur hinkend und mit fremder Hilfe verlassen. Der Schwede kehrt in der Folge nicht mehr aufs Eis zurück, weitere Informationen über eine möglicherweise gravierende Verletzung waren aus der ZSC-Kabine erwartungsgemäss nicht zu erhalten.

– Der ZSC macht von Beginn an viel Druck und dominiert die Tessiner mehrheitlich. Die entscheidende Differenz schafft der Zweite der Qualifikation im Mitteldrittel, als Suter nach schönem Pass von Nilsson und Verteidiger David Rundblad mit einem Weitschuss im Powerplay auf 3:1 erhöhen. Lugano-Goalie Elvis Merzlikins zeigt zwar einige spektakuläre Paraden, macht aber nicht den sichersten Eindruck.

Kennins und Schäppi bringen Merzlikins ins Rudern.
Kennins und Schäppi bringen Merzlikins ins Rudern.
Bild: KEYSTONE

Zug – Servette 3:2 n.V., Serie: 1:0

– Eine mirakulöse Wende gelingt dem EV Zug. Bis 7,4 Sekunden vor Schluss führt Servette in der Innerschweiz mit 2:1. Am Ende jubeln aber die Zuger. Das Ende nimmt seinen Anfang, als der Genfer Back Jonathan Mercier nach sechs Overtime-Minuten wegen einer Behinderung auf die Strafbank muss. Der EV Zug zieht sein Powerplay auf. In der 68. Minute gelingt Josh Holden nach Vorarbeit von Carl Klingberg und Lino Martschini das Siegtor.

– Der EV Zug verhindert so knapp und glückhaft einen weiteren Playoff-Fehlstart. In den letzten beiden Saisons scheiterte Zug jeweils in den Viertelfinals; sowohl gegen Davos (1:6) wie gegen Lugano (1:2 nach Penaltyschiessen) wurde der in der Qualifikation erkämpfte Heimvorteil gleich im ersten Heimspiel abgegeben.

– Dem Fehlstart nähert sich Zug erneut an. Arnaud Jacquemet bringt Servette in der 57. Minute und in seinem 500. NLA-Spiel verdientermassen 2:1 in Führung. Im Finish verliert Servette dann aber die Ruhe. Verteidiger Daniel Vukovic kassiert eine Zweiminutenstrafe wegen Spielverzögerung, weil er in der Schlussminute den Puck übers Plexiglas lupft. Raphael Diaz realisiert mit sechs gegen vier Feldspielern nach 59:52,6 Minuten den Ausgleich.

– Auch in der Overtime steht Servette dem Sieg wieder näher. In der 64. Minute verfehlt Genfs Stürmer Tim Traber das leere, offene Zuger Goal. Am Ende siegt Zug auch dank des Powerplays: Die Zuger nützen die letzten zwei ihrer vier Überzahlchancen zu den siegbringenden Goals vom 1:2 zum 3:2. Servette dagegen bringt aus fünf Powerplay-Chancen nichts zu Stande.

In den Playoffs wird mit allen Mitteln gekämpft ...
In den Playoffs wird mit allen Mitteln gekämpft ...
Bild: KEYSTONE

Lausanne – Davos 3:5, Serie: 0:1

– Lausanne befindet sich schon nach einer Playoff-Runde im Elend. Die Waadtländer verlieren gegen den HC Davos nach einer 3:0-Führung mit 3:5. Nach 17 Minuten liegen sich die 7600 Fans in der Malley-Eishalle noch in den Armen. Lausanne führt nach einem begeisternden Startfurioso 3:0. Davos-Goalie Gilles Senn lässt drei der ersten zehn Schüsse auf sein Tor passieren. Yannick Herren erzielt für Lausanne binnen 147 Sekunden die ersten zwei Goals. Arno Del Curto nimmt sein Timeout. Dennoch erhöht Lausanne auf 3:0. Davos scheint geschlagen. Erinnerungen kamen auf an den 15. Oktober, als Lausanne gegen Davos nach 37 Minuten 7:0 führte und am Ende 8:1 gewann.

– Alles kommt aber anders: Ab dem zweiten Abschnitt kommt Davos auf. Die Gebrüder Wieser erzielen drei der fünf Davoser Tore. Die wichtigsten Treffer gelingen aber anderen. Andres Ambühl gleicht in der 44. Minute in Unterzahl (!) aus nach begeisternden Vorarbeit von Beat Forster. Und Enzo Corvi gelingt 144 Sekunden vor Schluss mit einem Slapshot das 4:3. Der Davoser Goalie Senn pariere die letzten 23 Schüsse auf sein Tor.

– Davos kommt bereits zum zweiten Mal innerhalb von anderthalb Monaten nach einem 0:3-Rückstand auswärts noch zu einem 5:3-Sieg. Zu denken muss aber Lausanne geben. In der Geschichte der Eishockey-Playoffs in der Schweiz wurde nur viermal ein noch deutlicherer Vorsprung verspielt – zweimal vom LHC. Lausanne führte in den Playouts 2004 und 2005 gegen Kloten zweimal 4:0 und verlor 4:6 und 4:8.

Davos legt in Lausanne einen veritablen Fehlstart hin, gewinnt aber doch.
Davos legt in Lausanne einen veritablen Fehlstart hin, gewinnt aber doch.
Bild: KEYSTONE

Die Telegramme

Bern - Biel 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 1:0) n.V., SERIE: 1:0
17'031 Zuschauer (ausverkauft). - SR Mandioni/Massy.
Tore: 7. Rajala (Earl, Maurer) 0:1. 12. Arcobello (Ebbett/Ausschluss Schmutz) 1:1. 69. (68:55) Moser (Arcobello) 2:1.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Earl.
Bern: Genoni; Untersander, Blum; Andersson, Gerber; Jobin, Krueger; Kamerzin; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Ebbett, Gagnon, Hischier; Lasch, Plüss, Scherwey; Berger, Reichert, Müller; Randegger.
Biel: Hiller; Dave Sutter, Fey; Hächler, Maurer; Dufner, Steiner; Jecker; Schmutz, Earl, Rajala; Micflikier, Pouliot, Pedretti; Rossi, Neuenschwander, Fabian Lüthi; Tschantré, Fabian Sutter, Wetzel; Horansky.
Bemerkungen: Bern ohne Bodenmann (verletzt) und Noreau (überzähliger Ausländer), Biel ohne Haas, Wellinger, Joggi, Valentin Lüthi (alle verletzt) und Lundin (überzähliger Ausländer). 4. Pfostenschuss Gagnon. 14. Tor von Moser wegen Kickbewegung nicht anerkannt. Fey nach dem 1. Drittel verletzt ausgeschieden, Reichert nach dem 2. Drittel.

ZSC Lions - Lugano 4:3 (1:1, 2:0, 1:2), SERIE: 1:0
10'343 Zuschauer. - SR Fischer/Stricker, Gnemmi/Obwegeser.
Tore: 4. Schäppi 1:0. 17. Vauclair (Fazzini) 1:1. 23. Suter (Nilsson, Thoresen) 2:1. 37. Rundblad (Geering/Ausschluss Bürgler) 3:1. 41. (40:16) Herzog (Rundblad/Ausschluss Bertaggia) 4:1. 43. Fazzini (Klasen, Bürgler/Ausschluss Trachsler) 4:2. 46. Lapierre 4:3.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen ZSC, 7mal 2 plus 10 (Merzlikins) Minuten gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Nilsson; Klasen.
ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Siegenthaler; Rundblad, Geering; Seger, Marti; Phil Baltisberger, Guerra; Nilsson, Suter, Thoresen; Pestoni, Shannon, Wick; Herzog, Schäppi, Kenins; Künzle, Trachsler, Chris Baltisberger.
Lugano: Merzlikins; Chiesa, Furrer; Ulmer, Vauclair; Hirschi, Ronchetti; Sartori; Bürgler, Zackrisson, Klasen; Fazzini, Lapierre, Sannitz; Brunner, Martensson, Hofmann; Walker, Gardner, Bertaggia; Reuille.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Sjögren, Lugano ohne Kparghai (beide verletzt) und Wilson (überzähliger Ausländer). 32. Pfostenschuss Suter. 32. Nilsson verletzt ausgeschieden. 33. Brunner verletzt ausgeschieden. Timeout Lugano (58:26), danach ohne Goalie.

Zug - Genève-Servette 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 1:0) n.V., SERIE: 1:0
7015 Zuschauer (ausverkauft). - SR DiPietro/Wiegand, Borga/Küng.
Tore: 6. Peter (Nolan Diem) 1:0. 13. Almond (Spaling) 1:1. 57. Jacquemet (Spaling) 1:2. 60. (59:52) Diaz (Klingberg/Ausschluss Vukovic) 2:2 (ohne Torhüter). 68. (67:42) Holden (Klingberg, Martschini/Ausschluss Mercier) 3:2.
Strafen: je 5mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Martschini; Spaling.
Zug: Tobias Stephan; Helbling, Grossmann; Diaz, Morant; Dominik Schlumpf, Erni; Fohrler, Alatalo; Klingberg, Immonen, Senteler; Martschini, Holden, Suri; Sandro Zangger, McIntyre, Lammer; Peter, Nolan Diem, Fabian Schnyder.
Genève-Servette: Robert Mayer; Loeffel, Mercier; Petschenig, Bezina; Jacquemet, Fransson; Vukovic; Jeremy Wick, Slater, Rod; Gerbe, Almond, Spaling; Simek, Romy, Riat; Traber, Rubin, Impose; Heinimann.
Bemerkungen: Zug ohne Järvinen und Markkanen, Genève-Servette ohne Paré (alles überzählige Ausländer), Kast, Chuard und Douay (alle verletzt). - Holden scheitert mit Penalty am Mayer (17.). - Lattenschüsse: Gerbe (23.), Traber (64.). - Timeout Zug (59:17).

Lausanne - Davos 3:5 (3:0, 0:2, 0:3), SERIE: 0:1
7600 Zuschauer (ausverkauft). - SR Mollard/Vinnerborg, Bürgi/Kovacs.
Tore: 7. Herren (Froidevaux, Harri Pesonen) 1:0. 9. Herren (Froidevaux, Harri Pesonen) 2:0. 17. Danielsson (Jeffrey, Sven Ryser/Ausschlüsse Ruutu, Marc Wieser) 3:0. 23. Marc Wieser (Corvi, Kousal/Ausschluss Déruns) 3:1. 39. Dino Wieser 3:2. 44. Ambühl (Forster/Ausschluss Sciaroni!) 3:3. 58. Corvi (Jörg, Heldner) 3:4. 60. (59:17) Dino Wieser 3:5 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Ambühl.
Lausanne: Huet; Junland, Borlat; Dario Trutmann, Genazzi; Gobbi, Jannik Fischer; Lardi; Danielsson, Jeffrey, Sven Ryser; Herren, Froidevaux, Harri Pesonen; Schelling, Miéville, Déruns; Benjamin Antonietti, Kneubuehler, Augsburger; Florian Conz.
Davos: Senn; Kindschi, Félicien Du Bois; Heldner, Forster; Schneeberger, Paschoud; Jung, Rahimi; Ambühl, Ruutu, Kessler; Marc Wieser, Lindgren, Kousal; Sciaroni, Corvi, Dino Wieser; Simion, Samuel Walser, Jörg.
Bemerkungen: Lausanne ohne Walsky (verletzt), Hovinen und Per Ledin (beide überzählige Ausländer), Davos ohne Axelsson, Egli und Spylo (alle verletzt). - Lattenschuss Sven Ryser (4.). - Timeouts: Lausanne (44.); Davos (9.). (sda)

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Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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