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39 Treppenstufen führen dich auf 8,5 Meter und zu einer – man glaubt es kaum – gigantischen Aussicht. Falls du da hin willst, scroll mal zu Nummer 5 runter.
39 Treppenstufen führen dich auf 8,5 Meter und zu einer – man glaubt es kaum – gigantischen Aussicht. Falls du da hin willst, scroll mal zu Nummer 5 runter.Bild: torsten Steiger
Rauszeit

7 Frühlingswanderungen, welche dich für wenig Schweiss richtig belohnen

Der Frühling ist da und die Wanderlust steigt. Aber in den Bergen liegt noch Schnee. Wir haben dir hier darum Wanderungen aus tiefer gelegenen Regionen zusammengestellt. Für ganz viel Frühlingsgefühl (und um an der Wanderform zu arbeiten).
28.03.2022, 21:3429.03.2022, 09:39
Reto Fehr
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Diese Wanderungen liegen alle unter 1000 Metern über Meer und sind also auch im Frühfrühling ohne Schneeüberraschungen zu absolvieren.

Rund ums Wasserschloss der Schweiz (AG)

Distanz: 10 Kilometer
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Kondition: einfach
Hier geht es zum Routenvorschlag.

Wir beginnen im Wasserschloss der Schweiz. Aare, Reuss und Limmat fliessen hier zusammen. Dank acht Brücken aus drei Jahrhunderten auf den rund 10 Kilometern bleiben die Füsse trocken. Dabei wandern wir durch den Auenschutzpark bei Brugg. Kurz nach dem Start dürfte der Schachenturm beim Grillplatz auffallen. Dieser wird aber für militärische Zwecke genutzt. Gut, sind wir noch nicht müde.

Der Schachenturm an der Aare.
Der Schachenturm an der Aare.Bild: Barbara Iten

So führt unser Weg weiter der Aare entlang und links an der Einmündung der Reuss vorbei. Da kommen wir später näher ran. Erstmal geht es aber über die Vogelsangbrücke und weiter zum Limmatspitz. Dort bietet sich dieser schöne Baum als Fotosujet an:

Limmatspitz, wo die Limmat in die Aare fliesst.
Limmatspitz, wo die Limmat in die Aare fliesst.Bild: Instagram/mein.aargau

Wir gehen der Limmat entlang kurz flussaufwärts. Kinder dürften hier den langen Wasserfall lieben. Dann geht es durch Vogelsang zur Reuss (PS: Wer eine kürzere Wanderung bevorzugt, kann die Limmat auslassen und schon nach der Vogelsang-Brücke rechts abbiegen). An der Reuss wandern wir dem Flussufer entlang und bald durch diese imposante Platanenallee:

Die Platanenallee.
Die Platanenallee.Bild: Instagram/elberi0310

Praktisch am Ende der Allee erblicken wir das Spinnerei-Wehr in Windisch. Für den Regenbogen über dem Kraftwerk kann ich nicht garantieren. Ist aber auch ohne diesen schön dort. Wir sind dann auch schon auf den letzten Metern unterwegs und erreichen bald wieder Brugg.

Die Brücke beim Spinnerei-Wehr in Windisch.
Die Brücke beim Spinnerei-Wehr in Windisch.Bild: Pia Martina Slater

Zum Wäberegg-Weiher und über den Plättliweg (ZH)

Distanz: 5 Kilometer
Dauer: 1,5 Stunden
Kondition: Einfach
Hier geht es zum Routenvorschlag.

Eine herrliche Wanderung durch das Sagenraintobel bei Wald im Zürcher Oberland. Man kann vom Bahnhof aus starten und durch das Dorfzentrum, das im «Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz» aufgenommen wurde, spazieren. Die Strecke im Routenvorschlag unten beginnt auf dem Schulhausparkplatz.

Kurz vor dem Wäberegg-Weiher.
Kurz vor dem Wäberegg-Weiher.Bild: Reto Fehr

Los geht es durch das Sagenraintobel mit unzähligen Wasserfällen und einigen Brücken. Wir erreichen bald den Anfang des Plättliwegs (unser Rückweg) und biegen kurz danach rechts ab. Jetzt geht es zum Wäberegg-Weiher, der mitten im Wald liegt. Hier könnte man grillieren und (im Sommer) im Weiher baden.

Bild: Reto Fehr

Wenig später sind wir zurück am Schmittenbach, der durch das Sagenraintobel führt. Wir wandern diesem jetzt nach bis zum Plättliweg, wo wir auf dem noch immer aktiven alten Wasserkanal zum Haltbergweiher wandern. Hier noch kurz geniessen und dann zurück zum Parkplatz oder Bahnhof.

Der Haltbergweiher am Ende des Plättliwegs und (fast) am Ende unserer Wanderung.

Von der Sissacherfluh zum Schleifenberg (BL)

Distanz: 13 Kilometer
Dauer: ca. 4 Stunden
Kondition: Mittel
Hier geht es zum Routenvorschlag.

Manchmal reichen 700 Meter für eine Super-Aussicht. So auch auf der Sissacherflue, dem Hausberg von Sissach. Man blickt auf der Felskanzel von den Alpen in die Jurakette bis zu den Vogesen:

Blick von der Sissacher Fluh auf Sissach und Co.
Blick von der Sissacher Fluh auf Sissach und Co. Bild: Martin Buser

Der Anstieg ist schon eher anstrengend, aber danach hat man es eigentlich geschafft mit den Höhenmetern für den Tag. Jetzt führt der Höhenweg (stetiges kleines Rauf und Runter) bis zum Schleifenberg. Die Stechpalmen unterwegs können eindrücklich sein, der 30 Meter hohe Aussichtsturm ist es auf jeden Fall auch.

Der Schleifenberg-Turm.
Der Schleifenberg-Turm.bild: Céline Marchon-Schindler

Ab jetzt geht es stetig abwärts. Da kann es auch mal steil und bisschen technisch werden, aber immer gut machbar. In Liestal empfehle ich, die Altstadt nicht zu verpassen.

Sonnenuntergang auf der Sissacher Fluh.
Sonnenuntergang auf der Sissacher Fluh.Bild: Instagram/to_collect_moments

An Weindörfern und Schlössern vorbei (VD)

Distanz: 14 Kilometer
Dauer: ca. 3,5 Stunden
Kondition: Mittel
Hier geht es zum Routenvorschlag.

Wir wechseln in die Romandie und starten in Coppet, einem wunderbaren Nest am Genfersee, mit Schloss und alten Gassen. Eigentlich könnte man hier auch einfach das Leben geniessen, aber vielleicht sind rund 300 Meter Altstadt mit Arkaden, Geschäften und Restaurants dann doch nicht für den ganzen Tag gedacht. Und hey: Die Wanderung ist auch lohnenswert.

Also ab am Schlossgarten vorbei und hoch zur Kirche von Commugny. Der Weg führt weiter zum Chateau Bossey, durch das superhübsche Kaff Céligny und zum Chateau de Crans. Immer wieder begleiten uns traumhafte Blicke auf den Genfersee und natürlich die Weinreben.

Das Chateau de Crans. Im Rücken des Fotografen: Reben und eine traumhafte Sicht auf den Lac Léman.
Das Chateau de Crans. Im Rücken des Fotografen: Reben und eine traumhafte Sicht auf den Lac Léman.bild: chateau de crans

Und auch zum Abschluss lockt ein Schloss: Dasjenige von Nyon. Von Dort die Treppen runter an den See und den Tag ausklingen lassen – herrlich.

Von Dinos zum höchsten Punkt der Ajoie (JU)

Distanz: 14 Kilometer
Dauer: ca 3,5 Stunden
Kondition: Mittel
Hier geht es zum Routenvorschlag.

Die Ajoie ist eigentlich flach. Aber dann gibt's da im Süden noch einen Hügelzug. Der ist zwar nur 927 Meter hoch, aber weil's rundherum so flach ist, überrascht er mit schöner Aussicht. Und oben auf dem Faux d'Enson kann man dank der Wendeltreppe im Aussichtsturm in 39 Tritten noch etwas höher steigen.

Der Rundweg führt übrigens auch kurz über französisches Gebiet, bevor wir im Weiler La Combe zurück in die Schweiz kehren.

Auf dem höchsten Punkt der Wanderung, der Faux d'Enson.
Auf dem höchsten Punkt der Wanderung, der Faux d'Enson.Bild: Torsten Steiger

Gestartet sind wir beim Parkplatz des Préhisto-Parcs. Da gibt's neben den Tropfsteinhöhlen von Réclère auch lebensgrosse Dinosaurier im Wald. Kinder mit dem anschliessenden Besuch dort für die Wanderung motivieren – klappt wunderbar. Der Park öffnet am 1. April.

Auf Heidis Spuren (GR)

Distanz: 12 Kilometer
Dauer: ca. 4 Stunden
Kondition: Einfach (bis Heidialp: Mittel)
Hier geht es zum Routenvorschlag.

Ok, ich gestehe: Ich habe in der Einleitung geschrieben, dass keine Wanderung über 1000 Meter geht. Nun, das war nicht ganz richtig. Die Heidialp liegt auf 1120 Metern über Meer. Aber: Wer da nicht hoch will, kann im Hölzliwald auf 845 M.ü.M. einfach rechts halten ...

Der Ursprung der Heidi-Geschichte: Das 300-jährige Heidihaus.
Der Ursprung der Heidi-Geschichte: Das 300-jährige Heidihaus.Bild: Petra Károly

Wie dem auch sei, wir sind ja wegen Heidi hier. Der Weg führt erst durch die Gassen von Maienfeld und steigt bis Rofels leicht an. Man kann das Heididorf nicht verpassen, alles ist gut angeschrieben. Das Heidihaus im Heididorf ist ein Museum, wer noch weiter in die bekannte Geschichte eintauchen will, dem sei der Erlebnisweg empfohlen. 12 Stationen erzählen die Geschichte spielerisch, für den ganzen Weg knapp zwei Stunden einrechnen. Aber wie erwähnt: Man kann auch bei der Hölzliwald rechts abbiegen und den Anstieg zur Heidialp auslassen.

Belohnt wird man auf der Heidialp mit einer super Sicht aufs Rheintal, den Gonzen, den Pizol oder die Flumserberge. Allerdings hat man dies auch im unteren Bereich der Wanderung – und langweilig wird's sowieso nicht.

Die Felsen-Einsiedelei beim Schweizer Fjord (FR/BE)

Distanz: 21 Kilometer
Dauer: ca. 5,5 Stunden
Kondition: Mittel (weil weit)
Hier geht es zum Routenvorschlag.

Zum Abschluss fahren wir nach Freiburg. Vom Bahnhof lohnt sich der Umweg über die Bernbrücke, welche uns ein erstes Mal über die Saane bringt. Dann geht es weiter zur Einsiedelei Magdalena im Fels am Schiffenensee. Schlicht beeindruckend, wie hier Räume von 120 Metern Gesamtlänge in den Fels gegraben wurden. Speziell dabei: der wellenartige Sandsteinboden.

Die Einsiedelei Magdalena führt im Fels durch 120 Meter lange Gänge.
Die Einsiedelei Magdalena führt im Fels durch 120 Meter lange Gänge.Bild: Dragonfly Photo Film

Nach diesem ersten Highlight wandern wir dem Schiffenensee entlang, da und dort als Fjord der Schweiz bezeichnet, sieht man immer mal wieder, warum der 13 Kilometer lange Stausee diesen Namen erhielt. Am Ende (oder Anfang) des Sees überqueren wir die Staumauer und ab jetzt geht es rund fünf Kilometer praktisch schnurgeradeaus der Saane entlang nach Laupen. Belohnt werden wir dort mit dem Schloss Laupen und einer netten kleinen Altstadt, welche sich an den Burghügel schmiegt. Teile der Ringmauer sind noch immer erhalten.

Schloss Laupen.
Schloss Laupen.Bild: Imago

Und ja: 21 Kilometer ist ein gutes Stück. Man kann die Wanderungen natürlich auch kürzer machen. Den Teil mit der Einsiedelei Magdalena würde ich aber nicht verpassen wollen – das ist schon eindrücklich. Man kann von da auch gut wieder zurück nach Freiburg wandern, die Unterstadt geniessen und mit dem «Funi» fahren, das mit Abwasser betrieben wird. Die Wanderung ist dann noch rund halb so lang.

Die Einsiedelei hoch im Fels über dem Schiffenensee.
Die Einsiedelei hoch im Fels über dem Schiffenensee.Bild: Heidi Buntschu
Reto Fehr
Man muss die Schweiz verdammt gut kennen, wenn man sie besser kennen will als Reto Fehr. Mit seiner «Tour dur d’Schwiiz» radelte er 2015 alle damals 2324 Gemeinden ab. Entstanden ist daraus das preisgekrönte Buch «Tour dur d’Schwiiz». Als einer von Wenigen besuchte er somit schon jede Gemeinde der Schweiz. In der Folge absolvierte Reto die Ausbildung zum Wanderleiter des Schweizer Bergführerverbandes SBV und ist in seiner Freizeit meist in der Natur unterwegs, wozu er dich auf seinem Instagram-Account immer mal wieder mitnimmt. Als Mitglied des Rätsel-Kollektivs «geoblog.ch» lässt er die User zudem mehrmals wöchentlich die Schweiz in Bildern entdecken.
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Endlich ist er da! So schön ist der Frühling in der Schweiz

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