Gesellschaft & Politik
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Bundespraesident Alain Berset zupft an der Schweizer Fahne vor der Aufzeichnung der Neujahrsansprache fuer das Jahr 2018, am Donnerstag, 21. Dezember 2017, im Bundesratszimmer in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Alain Berset zupft vor der Neujahrsansprache die Schweizer Fahne zurecht. Bild: KEYSTONE

Alain Berset übernimmt das Bundespräsidium – das ist seine Neujahrsansprache



Er sei dankbar in der Schweiz leben zu dürfen, sagte Bundespräsident Alain Berset in seiner Neujahrsansprache. Durch die direkte Demokratie könnten alle mitbestimmen, wie sie leben wollten. Das sei ein grosses Privileg.

Die Bevölkerung könne mit Zuversicht in das neue Jahr starten, sagte der neue Bundespräsident Berset in seiner über das Radio und Fernsehen verbreiteten Ansprache. Die Schweiz sei stabil und sicher. Die Wirtschaft brumme – das Land sei «hoch innovativ». Es gebe tausende Freiwillige, die sich für die Gesellschaft engagierten. «Unserem Land geht es gut – und es geht uns gut in unserem Land.»

Bersets Neujahrsansprache im Video.

Die Menschen hätten nichtsdestotrotz drängende Fragen zur Zukunft: Wie verändert der technologische Wandel ihre Arbeit? Stellensicherheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Altersarmut und eine bezahlbare medizinische Versorgung beschäftigten die Bevölkerung ebenfalls, sagte der Bundespräsident.

In der direkten Demokratie sei es möglich, diese Fragen nicht nur zu stellen, sondern auch zu beantworten. «Wir alle können mitbestimmen, wie wir leben wollen.»

Diskussionen und Kompromisse suchen

Es gebe «keinen Grund die Faust im Sack zu machen», so der Vorsteher des Innendepartements (EDI). Die Schweiz lebe von ehrlichen Debatten.

2018 werde die Regierung wichtige Diskussionen führen, kündigte Berset an: Es gehe um die Sicherung der Altersrenten, die Beziehungen zu Europa, um Steuergerechtigkeit, um die Gleichstellung von Frau und Mann und um das Klima.

Berset appellierte zugleich an die Bevölkerung und die Politik, sich kompromissbereit zu zeigen. Es sei wichtig, aufeinander zuzugehen. «Wer die Minderheiten stärkt, stärkt auch die Schweiz», sagte der Bundespräsident.

Zum Jahreswechsel übernahm Alain Berset von Verkehrsministerin Doris Leuthard das Bundespräsidium formell. Das Amt sei mit einem Telefongespräch übergeben worden, twitterte Bundesratssprecher André Simonazzi. (sda)

Der Rückblick auf das Jahr 2017

Video: Angelina Graf

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    Alle Leser-Kommentare
  • dorfne 02.01.2018 11:39
    Highlight Highlight Job(un)sicherheit, Altersarmut, (un)bezahlbare medizinische Versorgung. Vielleicht könnten Probleme abgeschwächt werden, wenn die Leute wieder zusammenrücken würden. Ich denke an die 3-Generationen-Gesellschaft von Eltern, Kinder und Enkel. Man wohnt wieder näher beisammen, schaut und sorgt füreinander. Die Jungen hätten weniger Existenzängste, wären aufgehoben in der Gemeinschaft, die "Alten" könnten länger zu hause leben, die Kinder haben mehr Betreueungspersonen usw.. Eben: "wir alle können mitbestimmen, wie wir leben wollen." Machen wir es uns doch gegenseitig leichter.
    • Juliet Bravo 02.01.2018 16:45
      Highlight Highlight Man kennt das aus der Geschichte: eine vormoderne Gesellschaft, die auf Familien und Clans als Sozialsystem aufbaut. Das halte ich für eine sehr unausgegorene Idee. Das stärkt zwar die Solidarität innerhalb der Familie / des eigenen Clans / der Religionsgruppe aber sicher nicht gegen aussen. Die konservative Idee der Gemeinschaft versus die moderne Gesellschaft freier Individuen.
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