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Iran-Ticker: Iran: «Weit von einer Lösung entfernt»

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Iran: «Weit von einer Lösung entfernt» ++ Bericht: Trump will Hormus-Schiffe entern lassen

16.04.2026, 16:3419.04.2026, 07:36
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7:04
Iran: Weiter Differenzen bei Verhandlungen mit den USA
Bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestehen nach Angaben aus Teheran weiter grosse Differenzen.

Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, erklärte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch «weit von einer endgültigen Einigung entfernt.»

Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus, sagte Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Kurz zuvor hatte der Iran die angekündigte Öffnung der für den globalen Ölmarkt wichtigen Meerenge wieder rückgängig gemacht und geht seither dort militärisch gegen Schiffe vor. Die Entscheidung der USA, eine Blockade zu verhängen, sei töricht und ignorant gewesen, sagte Ghalibaf.

Iran fordert Aufhebung der US-Seeblockade
«Wenn die Blockade nicht aufgehoben wird, wird der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus eingeschränkt sein», sagte er. Daran bestehe kein Zweifel. Zuvor hatte bereits ein Sprecher des Hauptquartiers der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA als Grund für die erneute Schliessung der Meerenge genannt – keine 24 Stunden nach Ankündigung der Öffnung für die Schifffahrt.

Die Meerenge unterliege der strengen Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte, hiess es. Das US-Militär teilte seinerseits mit, weiter gegen Schiffe vorzugehen, die iranische Häfen anlaufen oder von dort ablegen wollen. (sda/dpa)
5:48
Guterres fordert Stopp von Angriffen auf UN-Blauhelme
Nach dem Tod eines französischen Soldaten der UN-Mission Unifil im Libanon fordert UN-Generalsekretär António Guterres einen Stopp von Angriffen auf Blauhelm-Soldaten. «Alle Akteure werden dringend aufgefordert, die Einstellung der Feindseligkeiten zu respektieren und das Feuer einzustellen», sagte Guterres laut Mitteilung seines Sprechers Stéphane Dujarric in New York. Solche Angriffe stellten schwerwiegende Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht dar und könnten Kriegsverbrechen gleichkommen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte den Tod des Soldaten am Samstag bestätigt und mitgeteilt, drei weitere Kameraden seien verwundet worden. Er schrieb auf der Plattform X weiter, alles deute darauf hin, dass die proiranische Hisbollah-Miliz für diesen Angriff verantwortlich sei. Die Unifil teile Macrons Einschätzung, teilte Dujarric weiter mit. Die Hisbollah wies jedoch jegliche Verantwortung für den Vorfall von sich. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der Miliz verkündigt – die Hisbollah war an Gesprächen dazu allerdings nicht beteiligt.

Dies sei der dritte Vorfall in den vergangenen Wochen, der zum Tod von bei der Unifil dienenden Blauhelmen geführt habe, sagte der Sprecher von Guterres. Ende März waren bei Angriffen drei indonesische Blauhelm-Soldaten ums Leben gekommen. Die Unifil überwacht seit 1978 das Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Immer wieder gab es dabei auch in ihren Reihen Tote und Verletzte. (sda/dpa)


UN-Generalsekretär António Guterres.
5:00
Hisbollah-Chef: bleiben trotz Waffenruhe einsatzbereit
Der Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz sieht die zwischen Israel und dem Libanon vereinbarte Waffenruhe als Erfolg seiner Schiiten-Organisation. Die Feuerpause wäre nicht ohne den Kampf seiner Miliz im Südlibanon erreicht worden, sagte Naim Kassim laut einer am Abend veröffentlichten Mitteilung. Kurz nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatten sich auch die vom Iran unterstützte Hisbollah und Israels Militär erneut Kämpfe geliefert. In der Nacht zum Freitag trat die Waffenruhe in Kraft. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind dabei selbst nicht Konfliktpartei.

Eine Waffenruhe bedeute die vollständige Einstellung aller Feindseligkeiten, sagte der Hisbollah-Chef laut Mitteilung. Da man dem Feind aber nicht traue, würden die Kämpfer seiner Miliz mit den Händen am Abzug im Einsatz bleiben und auf Verstösse entsprechend reagieren, hiess es. Als nächste Schritte – mit Blick auf einen dauerhaften Frieden – führte Kassim die Einstellung der Angriffe seitens Israels und einen Abzug von dessen Truppen aus dem Libanon an.

Kassim zufolge sei die Hisbollah «vollständig bereit zur Zusammenarbeit mit den libanesischen Behörden in einem neuen Kapitel, das auf der Verwirklichung der libanesischen Souveränität beruht.» Die libanesische Regierung hatte lange Zeit wenig bis gar keinen Einfluss auf die Aktivitäten der Hisbollah-Miliz, hat den Druck unter Führung von Präsident Joseph Aoun aber erhöht. Die Regierung in Beirut hatte sich bereits nach der Waffenruhe 2024 zu einer Entwaffnung der Miliz verpflichtet. Der Prozess geht aber nur langsam voran. (sda/dpa)
18:46
Medienbericht: Trump will Hormus-Schiffe entern
Laut einem Bericht des Wall Street Journal sollen US-Streitkräfte planen, mit dem Iran verbundene Öltanker im internationalen Gewässer zu entern. Ferner sollen Handelsschiffe beschlagnahmt werden. Die Zeitung beruft sich auf US-Beamte.

Ziel sei es, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu erhöhen und damit eine Wiedereröffnung der wirtschaftlich enorm wichtigen Strasse von Hormus zu erreichen. Das Mullah-Regime hatte am Freitag angekündigt, die Strasse wieder zu schliessen, nachdem eine parallele US-amerikanische Blockade trotz ausgehandelter Waffenruhe nicht zurückgenommen wurde. Am Samstag haben iranische Schnellboote zwei Tanker beschossen.

Erst am Donnerstag hatte das US-Wirtschaftsministerium hunderte neue Tanker und Frachter auf die Liste von sanktionierten Schiffen mit Iran-Verbindungen gesetzt. All diese seien nun mögliche Ziele für Enter-Aktionen, so das WSJ. (cpf)
16:39
Iran: Nutzen Sperre als Druckmittel
Der Iran nutzt die Sperrung der Strasse von Hormus nach eigenen Angaben gezielt als politisches Druckmittel gegen internationale Sanktionen. Wie der Erste Vizepräsident Mohammed-Resa Aref laut Nachrichtenagentur Fars sagte, sei Teheran durch die Verwaltung der Meerenge in der Lage, allen wirtschaftlichen Strafmassnahmen standzuhalten. Das Ende des Krieges mit den USA und Israel wird aus Sicht von Aref mit einem Ende der Sanktionen zusammenfallen.

Nach Auffassung des Vizepräsidenten liegt die Verwaltung der Wasserstrasse völkerrechtlich in der alleinigen Verantwortung des Irans. Diese Aussage ist aber höchst umstritten und entspricht nicht der herrschenden internationalen Rechtsauffassung.

Der Iran unterliegt seit Jahren einem Geflecht von internationalen Strafmassnahmen – unter anderem des UN-Sicherheitsrats, der USA und der EU. Die Sanktionen hängen unter anderem mit dem Atom- und Raketenprogramm sowie schweren Menschenrechtsverletzungen zusammen. Die USA begründen ihre Iran-Sanktionen auch mit Terrorismus, Unterstützung regionaler Stellvertreter sowie destabilisierenden Aktivitäten im Nahen Osten. (sda/dpa)
16:32
Trump: Iran kann uns nicht mit Strasse von Hormus erpressen
US-Präsident Donald Trump lässt sich nach eigenen Angaben nicht von der iranischen Blockade der Strasse von Hormus unter Druck setzen. Teheran gehe seit Jahren so vor – «damit können sie uns nicht erpressen», sagte er vor Journalisten im Weissen Haus. Trump betonte, dass beide Seiten weiterhin verhandelten. «Wir führen derzeit sehr gute Gespräche. Es läuft wirklich sehr gut», sagte er. Bis zum Ende des Tages könnte es einige neue Erkenntnisse geben. (sda/dpa)

15:18
Container-Schiff meldet Beschuss
Kurz nachdem ein Tanker von iranischen Revolutionsgarden angegriffen worden sein soll, meldet nun auch ein Containerschiff, von einem unbekannten Geschoss getroffen worden zu sein. Demnach seien einige Container beschädigt worden, Feuer oder sonstige Schäden gebe es nicht. Trotzdem wird der Vorfall untersucht. Schiffe werden zudem dazu angehalten, verdächtige Aktivitäten zu melden. Das hat kurz darauf ein Kreuzfahrtschiff getan: Demnach sei nahe des Schiffs ein Aufspritzen gesichtet worden. (vro)


14:00
Noch kein Datum für neue Gespräche
Gemäss dem stellvertretenden iranischen Aussenminister gibt es noch kein neues Datum für weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Dies sei erst möglich, wenn beide Seiten die Rahmenbedingungen akzeptiert hätten. Gleichzeitig bemüht sich Pakistan um eine Vermittlung, um die Waffenruhe, die derzeit bis Mittwoch gilt, zu verlängern und den Konflikt beizulegen. US-Präsident Trump zeigt sich optimistischer. Er rechnet laut Medienberichten in den nächsten Tagen mit einem Abkommen. (vro)
13:06
Bericht: Iran schiesst auf Tanker
Wie BBC meldet, sollen zwei Boote der iranischen Revolutionsgarden das Feuer auf einen Tanker in der Strasse von Hormus eröffnet haben. Das berichtet die Organisation UK Maritime Trade Operations. Der Tanker und die Besatzung seien ohne Schaden davon gekommen. Der Vorfall werde untersucht.

11:19
Iran öffnet Teile des Luftraums wieder
Nach dem ersten Angriff Ende Februar hatte der Iran den Luftraum gesperrt. Nun wurden Teile wieder geöffnet, einige Flughäfen konnten den Betrieb ebenfalls wieder aufnehmen, erklärte die zivile Luftfahrtorganisation CAO gemäss Medienberichten. Demnach sollen im Osten des Landes auch internationale Flüge möglich sein. (vro)
11:08
Ein paar Öltanker sollen die Strasse von Hormus passiert haben
Bevor der Iran die Öffnung der Strasse von Hormus rückgängig machte, konnten wohl ein paar Öltanker die Passage durchfahren. Während BBC berichtet, dass die Anzahl der Tanker zunächst unklar ist, schreibt CNN von vier Öltankern. (vro)


10:17
Iran macht Öffnung der Strasse von Hormus rückgängig
Der Iran macht die am Vortag angekündigte Öffnung der Strasse von Hormus rückgängig. Das teilte das Hauptquartier der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars mit. Als Grund wird die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA angeführt. (sda/dpa)

8:54
Öltanker passieren Strasse von Hormus
Nachdem der Iran die Öffnung der Strasse von Hormus für Öltanker angekündigt hatte, blieben die Betreiber zunächst vorsichtig. Lange blieb die Passage leer. Doch wie ein Blick auf Schiffstracker zeigt, ist am Samstagmorgen ein regelrechter Konvoi auf dem Weg durch die Strasse von Hormus. Es handelt sich dabei um Öltanker (in der Karte als orange Pfeile markiert), die verschiedene Ziele wie Korea, China oder Mozambique haben.

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA geben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. Die dabei ebenfalls vereinbarte Öffnung der für die Weltwirtschaft wichtigen Strasse von Hormus wird bisher nicht verlässlich umgesetzt.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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725 Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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