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Verteidigungsminister Parmelin besucht Waldbrand betroffenes Tal



Bundesrat Guy Parmelin hat sich am Donnerstag ein Bild vom Waldbrand im Bündner Südtal Misox gemacht. In Begleitung des Bündner Regierungsratspräsidenten Christian Rathgeb überflog er den brennenden Schutzwald. Parmelin bekräftigte vor Ort die Unterstützung der Armee.

Der bundesrätliche Helikopter war um die Mittagszeit in Soazza gelandet, wo sich die Einsatzzentrale der Brandbekämpfung befindet. Danach stieg der Magistrat wieder im Helikopter in die Luft und überflog das Waldbrandgebiet im Misox. Der Bundesrat habe vor Ort nochmals die Unterstützung der Armee bezeugt, sagte VBS-Sprecher Renato Kalbermatten auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Begleitet wurde der VBS-Chef vom Bündner Regierungspräsidenten Christian Rathgeb. Laut Rathgeb will der Kanton Graubünden keine weitere Unterstützung vom VBS zur Brandbekämpfung anfordern. Soweit die Brände aus der Luft gelöscht sind, will der Kanton ein Detachement des Zivilschutzes einsetzen. Die Männer sollen Brandwache halten und Glutnester am Boden bekämpfen.

Brände unter Kontrolle

Im Misox und dem benachbarten Calancatal, wo es am Mittwochabend zu brennen anfing, fliegen seit dem Donnerstagmorgen insgesamt neun Löschhelikopter pausenlos Wasser zu den Brandherden. Die Brände in beiden Südtälern sind laut Angaben der Kantonspolizei Graubünden unter Kontrolle.

Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) schrieb von einem Grosseinsatz der Schweizer Luftwaffe. Sieben Super Pumas stehen in den Bündner Brandgebieten und in der Leventina im Dauereinsatz. VBS-Vorsteher Guy Parmelin kündigte seinen Besuch im Brandgebiet im Misox auf Donnerstagmittag an.

Im Calancatal, wo eine Fläche von 200 mal 300 Meter Feuer fing, hatten sich die Flammen bis auf 50 Meter an das Dorf Braggio genähert. Evakuationen aber mussten nicht vorgenommen werden.

In Mesocco im Misoxertal ist seit Donnerstag ein weiteres Haus wegen Steinschlaggefahr nicht zugänglich. Am Dienstagabend waren bereits vier Personen aus zwei Wohnhäusern evakuiert worden.

Löscheinsatz wird dauern

Oberhalb Mesocco wurde vor allem der Schutzwald vom Feuer zerstört. Nach Angaben von Polizeisprecherin Anita Senti wird es noch einige Zeit dauern, bis die Brände im südlichen Graubünden vollständig gelöscht sind.

Nach Abzug der Helikopter werde das ganze Gebiet auf der Suche nach letzten Glutnestern durchkämmt. Die Brandfläche im Misox wuchs von anfangs 200 mal 600 Meter auf inzwischen 600 mal 1200 Meter. (sda)

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