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Radsport: Im Wallis warten bereits Tausende Radsportfans auf ihre Idole



Auf den letzten Kilometern der Tour-de-France Etappe von heute Mittwoch im Wallis sind bereits tausende Zuschauer eingetroffen. Zahlreiche Amateure haben vor der Ankunft der Profis den Schlussanstieg unter die Räder genommen.

Am Col de la Forclaz, dem zweitletzten Anstieg der Etappe von Bern auf die Emosson-Staumauer in Finhaut VS, machten seit Dienstagabend viele Wohnmobile Halt. Die ersten sicherten sich schon am Sonntagabend die besten Plätze.

Velo-Amateure unterwegs

Am Mittwoch wurden die Strassen von Tausenden Velo-Amateuren in Beschlag genommen. Autos könnten Finhaut nur im Schritttempo erreichen, sagte Jean-Marie Bornet, Mediensprecher der Walliser Kantonspolizei, der Nachrichtenagentur sda.

Die Stimmung sei ausgezeichnet, bislang seien keine einzige Auseinandersetzung oder Zwischenfälle zu verzeichnen, fügte Bornet hinzu. Die Vorfreude ist auch bei den Organisatoren der Tour de France gross. Direktor Christian Prudhomme hatte die Fahrt ins Wallis als «schwierigste Etappe der Tour» bezeichnet.

Die Fahrer waren nach einem Ruhetag um 12 Uhr beim Stade de Suisse im Berner Wankdorf gestartet und durch die Altstadt und am Bundeshaus vorbei in Richtung Oberland losgefahren.

Das Ziel, der Stausee von Emosson, ist nach Arcalis in Andorra der am zweithöchsten gelegene Zielort der diesjährigen Tour. Vor dem Radfahrerfeld macht sich der obligate, schrill-bunte Werbetross auf die über 184 Kilometer lange Strecke.

Fahrer genossen ihren Ruhetag

Das grösste Radrennen der Welt hatte in Bern zwei friedliche und sommerliche Tage erlebt. Der Zuschaueraufmarsch war gross. Die lokalen Organisatoren sprachen von rund hunderttausend Besuchern am Montag allein in Bern.

Nach der Ankunft am Montag verbrachten die Tour-Fahrer am Dienstag einen freien Tag in ihren Hotels in und um Bern. Viele Teams unternahmen lockere Ausfahrten, andere Fahrer wagten den Sprung ins kühle Nass der Aare.

Fernsehbilder der historischen Berner Altstadt, der Aare und der Berner Alpen gingen in diesen Tagen um die Welt. Behörden und Touristiker erhoffen sich davon eine positive Werbewirkung, genau gleich wie ihre Branchenkollegen aus dem Wallis. (sda)

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