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A Ukrainian soldier, with armoured personnel carriers behind him, points his weapon at an approaching car at a checkpoint near the town of Slaviansk in eastern Ukraine May 3, 2014. Russia's Foreign Minister Sergei Lavrov has told his U.S. counterpart John Kerry that the U.S. should use its influence to make Ukraine's government immediately stop military operations in south-east Ukraine, the Russian foreign ministry said in a statement on Saturday.
REUTERS/Baz Ratner (UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST MILITARY)

Bild: Reuters

Ukraine

Kiew setzt Offensive gegen prorussische Separatisten fort



Die ukrainische Armee hat ihre Offensive gegen prorussische Milizen im Osten des Landes am Sonntag fortgesetzt. Der Einsatz sei auf weitere Städte ausgeweitet worden, sagte der Vorsitzende des Sicherheitsrats der Ukraine, Andrij Parubij. 

Nahe der Stadt Kostjantyniwka räumten die Milizen offenbar nach einem Angriff einen Kontrollposten, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Im Zentrum der Stadt, in der die bewaffneten Aktivisten seit Ende April das Rathaus besetzt halten, wurden Barrikaden errichtet. Kämpfer der Milizen berichteten über nächtliche Gefechte mit der Armee. 

In der Rebellenhochburg Slawjansk schien sich die Lage am Sonntagmorgen nach heftigen Gefechten am Freitag beruhigt zu haben. Anwohner berichteten aber über eine zunehmend prekäre Versorgungslage. In Slawjansk waren am Freitag bei Gefechten zwischen Armee und prorussischen Separatisten mindestens neun Menschen getötet worden. 

epa04190657 A masked Pro-Russian suppporter holds a gun in front of the local administration building in Kramatorsk, Ukraine, 03 May 2014. At least two people were killed and twelve other injured in violent clashes between pro-Russian separatists and Ukrainian forces in the eastern city of Kramatorsk, on 03 May, officials said. Kramatorsk became the scene of violent clashes after the leadership in Kiev ordered a 'counterterrorism' offensive to curb secessionist unrest in the country's east.  EPA/MAYSUN

Bild: EPA/EPA

Prorussische Kräfte haben am Sonntag die Zentrale der Polizei in der südukrainischen Stadt Odessa angegriffen. Die mehr als 2000 Demonstranten riefen «Faschisten, Faschisten», als sie das Gebäude stürmten, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Zugleich forderten sie die Freilassung einiger Gesinnungsgenossen, die nach den Zusammenstössen am Freitag festgenommen worden waren. Die Angreifer waren mit Knüppeln bewaffnet und durchbrachen ein Tor mit zwei Lastwagen.

In der Hafenstadt war am Freitagabend die Gewalt zwischen hunderten Anhängern der Regierungen in Kiew und Moskau eskaliert. Bei Strassenschlachten bewarfen sich beide Seiten mit Molotow-Cocktails, ein Gewerkschaftsgebäude wurde in Brand gesteckt. Bei den Zusammenstössen wurden vier Menschen getötet, 38 weitere kamen bei dem vermutlich gezielt gelegten Brand ums Leben.

In der Stadt Kramatorsk eroberten die Streitkräfte am Samstag nach Angaben des Innenministeriums einen Fernsehsendeturm und mehrere Kontrollposten der Separatisten zurück. In Lugansk griffen prorussische Bewaffnete eine Militäreinheit und ein Rekrutierungsbüro der Armee an und verletzten zwei Soldaten. (sza/aeg/sda/afp) 

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 04.05.2014 13:15
    Highlight Highlight Der Mob will Krieg, die Rüstungsindustrie neue Aufträge und die NATO warnt vor einem Feind, den sie selber erst kürzlich geschaffen hat durch provokatives Verhalten. Die Propagandamaschine läuft weiter Richtung Krieg, egal was für diplomatische Lösungen angeboten werden.
    Es ist, wie sich vor die Panzer werfen. Die fahren ungebremst weiter. Dann sollen sie doch weiter fahren... am besten zur Hölle!