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9000 Kandidaten für 328 Sitze

20 Millionen Iraker wählen erstmals nach Abzug der US-Truppen ihr Parlament



Shiite cleric Moqtada al-Sadr walks at a polling station during parliamentary election in Baghdad April 30, 2014.  Iraqis head to the polls on Wednesday in their first national election since U.S. forces withdrew from Iraq in 2011 as Prime Minister Nuri Maliki seeks a third term amid rising violence. REUTERS/Alaa Al-Marjani (IRAQ - Tags - Tags: ELECTIONS POLITICS)

Der schiitische Kandidat Moqtada al-Sadr gibt seine Stimme ab. Bild: Reuters

Ohne grössere Zwischenfälle hat im Irak die erste Parlamentswahl nach dem Abzug amerikanischer Truppen begonnen. In der Hauptstadt Bagdad und in einigen Provinzen gilt am Mittwoch ein Fahrverbot – als Schutz vor Terroranschlägen. Islamistische Terroristen versuchen, die Abstimmung zu verhindern.

Mehr als 20 Millionen Iraker haben sich als Wähler registrieren lassen. Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass sie auch alle abstimmen werden. Die Wahllokale öffneten um 7 Uhr (6 Uhr MESZ) und sollten um 18 Uhr (17 Uhr MESZ) schliessen. Mit der Veröffentlichung der Wahlergebnisse wird nicht vor Freitag gerechnet.

Angst vor Anschlägen

Um die 328 Mandate bewerben sich mehr als 9000 Kandidaten aus knapp 280 Parteien und Gruppierungen. Mangels eines starken Herausforderers hat der schiitische Regierungschef Nuri al-Maliki gute Chancen, für eine dritte Amtszeit wiedergewählt zu werden.

In seiner bisherigen Regierungszeit konnte Maliki allerdings weder die Wirtschaft ankurbeln noch die Gewalt zwischen den Religionsgruppen beenden. Nach einer Reihe von Anschlägen während des Wahlkampfes ist die Sorge vor neuerlicher Gewalt am Wahltag gross.

Allein am Dienstag wurden bei Bombenattentaten im Irak mindestens 24 Menschen in den Tod gerissen. Bereits am Vortag waren bei einer Anschlagserie auf Wahllokale, Militärkonvois und eine Wahlkundgebung 64 Menschen getötet worden. (jas/sda)

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