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Syrien und Verbündete verhindern Feuerpause für Aleppo



In der nordsyrischen Metropole Aleppo sind am Mittwoch Hoffnungen auf eine haltende Feuerpause zerstört worden. Es kam zu heftigen Gefechten mit Artillerie- und Luftangriffen. Zehntausende Menschen bleiben eingeschlossen.

Die Waffenruhe und der am Dienstag vereinbarte Abzug der Rebellen sowie die Rettung der Zivilbevölkerung aus Aleppo sind nach Angaben von Beobachtern und Aktivisten gescheitert. Die syrische Regierung beorderte inzwischen alle Busse, die zur Evakuierung bereitgestellt worden waren, wieder zurück.

Offenbar standen der Vereinbarung Einwände von Seiten der syrischen Regierung sowie ihrer Verbündeten im Weg. Die Regierung in Damaskus habe Einwände gegen die Zahl der Rebellen und Zivilisten, die die Rebellengebiete verlassen sollten. Zudem forderte die Regierung eine Namensliste, wie eine regierungsnahe Quelle am Mittwoch sagte.

Auch der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu warf Damaskus eine Blockade der Evakuierungen vor. Auch Russland und der Iran seien daran beteiligt. Cavusoglu kündigte an, am Mittwoch telefonisch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow und dem iranischen Aussenminister Dschavad Sarif über die Vereinbarung zu beraten.

Zwei bis drei Tage

Russlands Aussenminister Lawrow sagte, er hoffe, dass die Lage in Ost-Aleppo in zwei bis drei Tagen endgültig gelöst werde. «Wir haben humanitäre Korridore eingerichtet, durch die Zehntausende Zivilisten geflohen sind. Sie bekommen humanitäre Hilfe.»

Auch Extremisten stünden Fluchtkorridore offen. «Ihnen wurden Sicherheitsgarantien angeboten», teilte Lawrow mit. Zu Berichten über erneute Gräueltaten in Ost-Aleppo sagte er, unabhängige Hilfsorganisationen hätten dies seines Wissens nicht bestätigt.

Aus russischen Militärkreisen hiess es, dass die syrischen Regierungstruppen ihre Militäroperation in der Stadt wieder aufgenommen hätten, um die Rebellengebiete einzunehmen.

Fares al-Schehabi, ein Abgeordneter des syrischen Parlaments, rief zur Tötung aller verbliebenen «Militanten» in Aleppo auf. «Die Rebellen haben die Abmachung gebrochen», sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Bei den wieder aufgeflammten Kämpfen sollen mindestens acht Personen getötet worden sein. (sda/dpa/afp/reu)

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