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Ein Toter und drei Verletzte mit Schnittwunden im Wallis



In der Nähe der Einsiedelei Longeborgne in Bramois VS hat die Polizei am Sonntag nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung einen Toten und drei Verletzte gefunden. Die Hintergründe sind unklar. Die Polizei hat keine Hinweise auf einen religiösen Hintergrund der Tat.

Am Weihnachtstag kurz vor 9 Uhr meldete sich eine 70-jährige Frau mit Schnittverletzungen auf der Notfallstation des Spitals in Sitten. Gestützt auf ihre Äusserungen begab sich die Walliser Kantonspolizei nach Bramois.

Hier traf sie auf zwei verletzte Männer im Alter von 70 und 30 Jahren, wie es in einer Mitteilung der Polizei heisst. Der jüngere wurde mit schweren Verletzungen mit einem Helikopter ins Spital geflogen. Die Verletzungen stammten vermutlich von einem Messer, wie Polizeisprecher Markus Rieder auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Bei einer genaueren Suche in der Umgebung des Pilgerweges zur Einsiedelei von Longeborgne entdeckte die Polizei dann gegen 15.30 Uhr im Bachbett einen leblosen Mann. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass dieser Mann ebenfalls an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sei, heisst es weiter. Dieser sei mit dem schwerverletzten 30-Jährigen verwandt.

Laut Sprecher Rieder ist die Rolle des Toten noch unklar. Zum Täter sagte Rieder lediglich, es sei derzeit keine «potenziell gefährliche Person auf freiem Fuss.»

Im Interview mit dem Westschweizer Fernsehsender RTS äusserte sich am Montag der Leiter der Einsiedelei zum Vorfall. Er habe sich um den 70-jährigen Verletzten gekümmert, einen regelmässigen Gast. Der Verletzte habe stark an der Wange geblutet und berichtet, jemand bedrohe Personen, die zur Einsiedelei aufsteigen wollten. (sda)

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