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Flüchtlinge: UNO besorgt über Bedingungen in griechischen Flüchtlingslagern



Die UNO kritisiert erbärmliche Lebensbedingungen in einigen griechischen Flüchtlingslagern und fordert rasche Verbesserungen. Viele Flüchtlinge aus dem geräumten Lager von Idomeni seien in Unterkünfte gebracht worden, die auch minimalen Standards nicht gerecht werden.

«Die griechischen Behörden müssen mit der von der Europäischen Union bereitgestellten finanziellen Unterstützung rasch Alternativen finden», sagte UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming am Freitag in Genf Die UNO habe zwar die Evakuierung des Lagers von Idomeni als notwendig akzeptiert, jedoch seien die Zustände in einigen der alternativen Unterkünfte nicht hinnehmbar.

So seien Flüchtlinge aus Idomeni in heruntergekommene Lagerhäuser oder Fabrikgelände gebracht worden, wo Zelte dicht an dicht aufgestellt worden seien. Die Luftzirkulation sei erbärmlich und die Bereitstellung von Nahrung, Wasser, Toiletten, Duschen sowie elektrischem Strom sei unzureichend, bemängelt die UNO-Flüchtlingsorganisation (UNHCR). Unter derartigen Bedingungen würden Flüchtlinge leiden und Spannungen zwischen ihnen würden zunehmen.

Der griechische Migrationsminister Ioannis Mouzalas gab im Fernsehen Mängel in staatlichen Lagern zu. Sie sollten aber in den kommenden Wochen behoben werden, versprach er.

Ruhe rund um Idomeni

Einen Tag nach der Räumung des wilden Flüchtlingslagers von Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze herrschte am Freitag Ruhe in der Region. Dies berichteten übereinstimmend griechische Medien.

Im ehemaligen Lager Idomeni seien keine Flüchtlinge mehr zu sehen, berichtete ein Reporter im Staatsfernsehen. Auch die Bahnverbindung nach Mazedonien sei wieder geöffnet, hiess es.

Die Regierung hatte bereits am Vortag angekündigt, die Polizei werde in Idomeni bleiben, damit keine Flüchtlinge zurückkehren. Zudem sollen kleinere Lager in der breiteren Region aufgelöst werden.

Zahlreiche Flüchtlinge hatten sich vor Beginn der Räumungsaktion von Idomeni am Dienstag auf und davon gemacht und sich in den umliegenden Wäldern versteckt. Andere harren in einem kleinen wilden Lager bei Polykastro etwa 20 Kilometer südlich von Idomeni aus. (sda/dpa)

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