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Mit Lubaina Himid gewinnt erstmals Schwarze Turner-Kunstpreis



Mit der Vergabe des Turner-Preises an die aus Afrika stammende Künstlerin Lubaina Himid geht die wichtigste britische Auszeichnung für moderne Kunst erstmals an eine schwarze Künstlerin. Mit 63 ist sie zudem die bislang älteste Preisträgerin.

Himid widmet sich in Gemälden, Grafiken und Installationen dem Einfluss schwarzer Einwanderer auf die westliche Kultur. Die Jury lobte ihre «kompromisslose Herangehensweise» an Themen wie Kolonialgeschichte und den bis heute bestehenden Rassismus.

Himid ist mit 63 Jahren die älteste Künstlerin, die bislang die hohe Auszeichnung bekommen hat. Dies hat sie auch einer Änderung des Regelwerks zu verdanken: Erstmals wurde in diesem Jahr eine Altersgrenze aufgehoben und Künstler über 50 Jahre zugelassen.

Die Jury ehrte die Professorin für zeitgenössische Kunst am Dienstagabend in Hull, der diesjährigen britischen Kulturstadt. Für den Preis werden nur Künstler nominiert, die aus Grossbritannien stammen oder dort leben und arbeiten.

Die Auszeichnung ist nach dem englischen Maler William Turner (1775-1851) benannt und wird seit 1984 vergeben. Das Preisgeld für den Gewinner beträgt umgerechnet gut 33'000 Franken (25'000 Pfund).

Zu den vier Nominierten gehörte in diesem Jahr auch die in Stuttgart geborene Andrea Büttner. Sie machte durch Solo-Ausstellungen auf sich aufmerksam, etwa in der Kunsthalle St. Gallen. Büttner schuf Drucke, Radierungen und Gemälde, in denen es unter anderem um das Thema «Scham und Verlegenheit» geht. Ausserdem waren der Maler Hurvin Anderson und die Filmkünstlerin Rosalind Nashashibi nominiert. (sda/dpa)

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