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epa07398537 Bhartiya Janta Party (BJP) workers hold Indian flags as they celebrate the Indian Air Force's air strike across the Line of Control (LoC) near the international border with Pakistan, at Punjab State War Heroes' Memorial in Amritsar, India, 26 February 2019. The Indian Air Force carried out air strikes with 12 Mirage jets, which dropped 1,000 kilogram bombs on an alleged terrorist camp across the Line of Control (LoC) near Pakistan. The air strikes occurred two weeks after a suicide bomber from the Pakistan-based Jaish-e-Mohammed group detonated a car bomb next to a security convoy traveling in Pulwama, killing over 40 Central Reserve Police Force (CRPF) soldiers.  EPA/RAMINDER PAL SINGH

Inder feiern am Dienstag in Amritsar den Luftangriff gegen Pakistan. Bild: EPA/EPA

Eskalation: Indien fliegt Luftangriff gegen Pakistan, dieses droht mit Vergeltung



Der Konflikt zwischen Indien und Pakistan ist am Dienstag weiter eskaliert: Indien griff nach eigenen Angaben ein Terroristencamp auf pakistanischem Gebiet an. Pakistan kündigte eine baldige Antwort seiner Streitkräfte an.

Bei dem Luftangriff in der Nacht sei «eine sehr grosse Anzahl» Angehöriger der islamistischen Terrorgruppe Jaish-e-Mohammed (JEM) getötet worden, darunter Terroristen, Ausbilder, hochrangige Befehlshaber und potenzielle Selbstmordattentäter, teilte das Aussenministerium in der Hauptstadt Neu Delhi mit.

Die seit Jahren in Indien aktive Gruppe hatte den Anschlag am 14. Februar im indischen Teil Kaschmirs für sich reklamiert, Dabei waren m 40 Angehörige einer indischen paramilitärischen Polizeitruppe getötet worden waren.

Pakistan spricht von Aggression

Der pakistanische Aussenminister, Shah Mehsood Qureshi, sprach nach einer Sondersitzung im Aussenministerium von einer Verletzung der De-facto-Grenze durch Indien. «Ich würde es eine schwerwiegende Aggression nennen», sagte er. «Pakistan behält sich das Recht auf Selbstverteidigung und eine angemessene Reaktion vor.»

Pakistans Ministerpräsident Imran Khan habe eine Dringlichkeitssitzung einberufen, sagte Qureshi weiter. Der pakistanische Armeesprecher Asif Ghafoor hatte zuvor auf Twitter mitgeteilt, die indische Luftwaffe habe Pakistans Luftraum verletzt.

epa07398012 A handout photo made available by the Pakistani military Inter-Services Public Relations (ISPR) shows shows trees damaged after Indian Air Force dropped their payloads near Balakot, Pakistan, 26 February 2019. The Indian Air Force violated the Pakistani air space on 26 February, before the Pakistani Air Force forced them to return. According to the ISPR there were no casualities or damage reported in the wake of the air strikes. Pakistan's Prime Minister Imran Khan on 19 February warned that his country would retaliate if attacked by India and denied New Delhi's allegations that Islamabad was involved in a recent suicide attack that killed 42 security officials in Indian-administered Kashmir. Imran Khan offered India dialogue to ease heightened diplomatic tensions between them and vowed to cooperate in investigating the 14 February suicide car bombing if evidence was shared with it.  EPA/ISPR / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Diese Bild der pakistianischen Armee soll beweisen, dass die indischen Flieger hastig ihre «Nutzlast» abgeworfen hätten. Bild: EPA/ISPR

Erste Luftangriffe seit Jahren

Pakistanische Kampfflieger hätten «rechtzeitig und effektiv» darauf reagiert. Das habe dazu geführt, dass die indischen Flieger hastig ihre «Nutzlast» abgeworfen hätten. Es habe keine Verluste oder Schäden gegeben.

Seit Jahren hatte es keine Luftangriffe zwischen den verfeindeten Atommächten gegeben. Auf einen Angriff auf einen Militärstützpunkt im indischen Teil Kaschmirs mit 19 toten Soldaten hatte Indien im September 2016 nach eigenen Angaben mit einem «chirurgischen Schlag» von Bodentruppen auf pakistanischer Seite der Kontrolllinie geantwortet.

«Drohende Anschläge»

Das indische Aussenministerium sprach von einer «nicht-militärischen Präventivaktion» und bestätigte nicht, dass die Luftwaffe diese ausgeführt hatte. Der Angriff auf das Lager der JEM-Islamisten sei wegen «drohender» Selbstmordanschläge in Indien erfolgt, sagte ein hochrangiger Vertreter des Aussenministeriums. Ein Präventivangriff sei «absolut notwendig» gewesen.

Denn es habe glaubwürdige Informationen gegeben, dass die Gruppe weitere Anschläge in Indien plante, hiess es aus Neu Delhi. Daraufhin sei das grösste Ausbildungslager der Gruppe im Ort Balakot angegriffen worden. Balakot liegt in der Nähe der sogenannten Kontrolllinie, die die jeweils von Indien und Pakistan beherrschten Teile Kaschmirs voneinander trennt.

Seit der Unabhängigkeit des früheren Britisch-Indien und seiner Spaltung in Indien und Pakistan im Jahr 1947 beanspruchen die beiden Länder das Himalaya-Tal Kaschmir für sich. Sie kontrollieren jeweils einen Teil und haben bereits zwei Kriege um das Gebiet geführt. Ein dritter Teil Kaschmirs gehört zu China. (whr/sda/dpa/afp)

Angriff auf Universität in Pakistan

Wahlkampf in Pakistan von Gewalt überschattet

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Andreas Riedmann 26.02.2019 21:45
    Highlight Highlight Wo bleibt die Hilfe aus Amerika? Ah ja, da gibt es kein Öl. Also uninteressant...
  • Nelson Muntz 26.02.2019 19:40
    Highlight Highlight Pakistan ist einer der Grundpfeiler des islamistischen Terrors.
  • Gummibär 26.02.2019 16:41
    Highlight Highlight Der Indische Luftangriff ist die direkte Vergeltung für die Terrorattacke durch Adil Ahmed Dar vom 14. Februar in Pulmana, bei der 41 Soldaten zu Tode kamen.
    Verantwortung übernahm die in Pakistan angesiedelte Jaish-e-Mohammed (Armee Mohammeds).

    Aehnlich wie die Gruppe Lashkar-e-Taiba (Armee der Gerechten) welche 2008 in Mumbai 12 koordinierte Bomben und Schnellfeuer-Attacken ausführte, geniesst die Gruppe Gastrecht und Unterstützung in Pakistan,
  • naherrawan 26.02.2019 14:56
    Highlight Highlight überigens: *Shah Mehmood Qureshi
  • naherrawan 26.02.2019 14:54
    Highlight Highlight Die indische Regierung hat keinerlei Beweise vorgebracht, dass am Attentat in Pulwama, Pakistan tatsächlich beteiligt war und reagiert mit einem Luftangriff!? Das Attentat in Pulwama könnte genauso eine innerstaatliche Operation seitens der indischen Regierung gewesen sein um sich Wähler im Volk zu sichern, sowas ist in Indien schon mehrmals vorgekommen und aufgedeckt worden..Zudem hat der Premierminister Pakistans,Imran Khan, unmittelbar nach dem Attentat Pulwama, zu Kooperation mit der indischen Regierung aufgerufen um ermitteln zu können ob wirklich pakistanische Terroristen beteiligt waren
  • Vladimir Putin 26.02.2019 13:36
    Highlight Highlight Was ist an diesem Kaschmir eigentlich so wichtig? Bodenschätze? Oder einfach nur eine Mischung verschiedener Ethnien und Religionen wie etwa in gewissen Regionen des Balkans?
    • weah 26.02.2019 14:42
      Highlight Highlight Wasser
    • Oh Dae-su 26.02.2019 15:32
      Highlight Highlight Einerseits das, andererseits entspringen aber auch eine Reihe grosser Flüsse in Kashmir. Es geht also wie so oft um die Kontrolle des Wassers.
    • Ad Sch 26.02.2019 16:36
      Highlight Highlight die briten haben den kaschmirkonflikt gekonnt ausgenutzt, dies so ungefähr im 18.jahrhundert und riesige landanteile aufgrund der Niederlage annektiert...teile und herrsche, noch heute ein nützliches übel.
      die kaschmirregion ist sehr fruchtbar, in der Vergangenheit wurde reichlich Safran angebaut als einziges asiatisches Land.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beggride 26.02.2019 13:22
    Highlight Highlight Wie mal Peter Frahm so ähnlich gesagt hat: jeder Tag beeinflusst die menschliche Evolution und leitet uns entweder in die friedliche Gemeinschaft als sogenannte "Übermenschen" oder werfen uns zurück in unser Säugetierdasein, wo wir wegen unserem Besitz andere zerstören wollen, was dann allen (auch uns selber) schadet.
  • Markus97 26.02.2019 11:47
    Highlight Highlight Interessant wie viele Kriege und Konflikte weltweit toben ohne das man überhaupt etwas davon mitbekommt...
  • Pitsch Matter 26.02.2019 11:46
    Highlight Highlight Wenn sich zwei Atommächte gegenseitig angreifen kommt das nicht gut.
    • Max Dick 26.02.2019 12:00
      Highlight Highlight Jein. Dank der abschreckenden Wirkukung gehen beide Seiten sehr behutsam vor. Ich sage mal, dass es ohne Atomwaffen längst zu einem sehr blutigen Krieg zwischen Indien und Pakistan gekommen wäre - mit Millionen Toten.
    • Hypnos350 26.02.2019 13:00
      Highlight Highlight Wird sicher auch nicht besser wen Pakistan einer von den zwei ist
    • japorto100 26.02.2019 13:49
      Highlight Highlight Nun ja, da Indien und Pakistan Nachbarländer sind glaube ich kaum, dass diese zum Zuge kommen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdiB 26.02.2019 11:45
    Highlight Highlight Das fehlte noch der welt. Ein krieg zwieschen atommächten. Ja ich weiss dass sie schon mal krieg. Doch bei den heutigen hohlköpfen in den regierungen traue ich alles zu.
    Ich hoffe dass man hier versuchen wird zu schlichten bevor es richtig eskaliert.
  • LCT 26.02.2019 11:43
    Highlight Highlight Sind beide Staaten übrigens ausgerüstet mit Atomwaffen. Mal schauen wie lange es geht, bis diese verwendet werden.

    Wer in dieser Geschichte wirklich der Terrorist ist, kann man mMn nicht mit Sicherheit sagen. Denn dafür reicht die Urteilsbildung mittels (nur) der indischen Aussage darüber nicht.

    Weiss man aber aus der Vergangenheit weiss ist, dass Gewalt sicherlich zu weniger Gewalt führt. *Ironie off*
    • Chrigi-B 26.02.2019 13:48
      Highlight Highlight Pakistans tolerierte Terroristen verüben regelmässig Anschläge in Indien.
    • Fabio74 26.02.2019 14:53
      Highlight Highlight @chrigi B und die Pakistanis werden von den USA finanziert
    • LLewelyn 26.02.2019 17:03
      Highlight Highlight Also für mich ist die Sympathie einigermassen klar. Indien mag sicherlich kein perfekter Staat sein - doch Pakistan beherbergt und trainiert nun schon seit Jahren nachweislich Terroristen. Indien ist immer wieder Angriffsziel (erinnern wir uns nur mal an Mumbai 2008). Indien ist einigermassen säkular und demokratisch (durchgehende Zivilregierung seit 1947) und entwickelt sich wirtschaftlich rasant weiter. Pakistan hingegen... auf oligarchische Regierungen folgen Militärregimes und weiter in dem Stil - alles während häufig der Staat oder Elemente davon mit dem Fundamentalismus flirten.
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