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Landstreitigkeiten

Fast hundert Tote bei Kämpfen im Westen Ugandas



Bei Kämpfen gegen bewaffnete Stammeskämpfer im Westen Ugandas sind nach Angaben der Armee seit dem Wochenende mindestens 96 Menschen getötet worden. Seit dem Beginn des Einsatzes hat die Armee 75 «Angreifer» getötet.

Das sagte der örtliche Armeesprecher Ninsiima Rwemijuma am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Zudem seien bei den Kämpfen in den Regionen Kasese und Bundibugyo in der Nähe der Rwenzori-Berge an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo fünf Soldaten, fünf Polizisten und elf Zivilisten getötet worden.

Da die Kämpfe andauerten, müsse mit weiteren Opfern gerechnet werden, sagte der Sprecher. 80 Kämpfer seien festgenommen worden. Demnach gab es ursprünglich 300 Kämpfer, die aufgeteilt in mehrere kleinere Gruppen Kasernen, Polizeiwachen, Banken und die Häuser von Beamten angriffen.

Langjährige Streitigkeiten um Land

Ein Polizeisprecher sagte, Hintergrund der Kämpfe seien langjährige Landstreitigkeiten zwischen den Volksgruppen der Bakonzo und der regionalen Minderheit der Basogora. Bei den Bakonzo gebe es Widerstand dagegen, dass die Gebiete der Basogora als eigenständige Königreiche in dem von den Bakonzo dominierten grösseren «Königreich Rwenzori» anerkannt werden. 

Ohne die Intervention der Armee hätte die «völlige Auslöschung» der Minderheit gedroht, sagte der Sprecher. Demnach wurden die Sicherheitskräfte angegriffen, weil sie die Kultur und die Rechte der Minderheit anerkennen und verteidigen würden.

Der ugandische Präsident Yoweri Museveni kündigte am Dienstag an, die Beteiligten an diesem «kriminellen Plan» zu bestrafen. Der Staatschef kritisierte, es gebe einige Gruppen, die gezielt die Spannungen zwischen den Stämmen anheizten und so täten, «als ob das Einzige, was zählt, gewisse Stämme seien».

Polizei und Armee bestritten, dass die Kämpfe etwas mit der islamistischen Rebellengruppe ADF zu tun haben, die in der Region aktiv ist. (viw/sda/afp)

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