Libysche Flugzeugentführer lassen mehrere Passagiere frei
Nach der Entführung eines libyschen Flugzeugs haben mehrere Menschen die Maschine in Malta verlassen. Auf Bildern des maltesischen Fernsehens war zu sehen, wie mehrere Personen die Treppe hinabgehen.
Der maltesische Regierungschef Joseph Muscat schrieb auf Twitter, zunächst würden 25 Frauen und Kinder freigelassen. Nach bisherigen Informationen waren 111 Passagiere in der Maschine, darunter 82 Männer, 28 Frauen und ein Kind.
Der Airbus der staatlichen libyschen Fluglinie Afriqiyah Airways war auf einem Inlandflug von Sabha nach Tripolis vom Kurs abgewichen und in der maltesischen Hauptstadt Valletta gelandet.
Ein Sprecher der maltesischen Regierung sagte der Nachrichtenagentur dpa, an Bord seien zwei Entführer. Die international anerkannte libysche Regierung bestätigte ebenfalls, dass es sich um eine Flugzeugentführung handee.
Medienberichten zufolge drohten die Entführer mit der Sprengung der Maschine. Darüber habe der Kapitän des Flugzeugs den Tower auf Malta informiert, berichtete die libysche Nachrichtenseite Alwasat ohne eine Quelle zu nennen. Nach Informationen der «Times of Malta» behauptet der Entführer, eine Handgranate zu besitzen. Über mögliche Forderungen sei noch nichts bekannt.
Das Flugzeug stand Fernsehbildern zufolge noch auf dem Rollfeld und wurde von Sicherheitskräften bewacht. (sda/dpa)
