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Palästinenser nach Messerattacke erschossen



Im besetzten Westjordanland ist erneut ein Palästinenser nach einer Messerattacke von Sicherheitskräften erschossen worden. Der 28-jährige aus Jerusalem stammende Angreifer griff am Freitagabend in Kalandija an einer Strassensperre einen israelischen Wachhabenden an.

Der Angegriffene wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der palästinensische Angreifer wurde erschossen. Der Angriff ereignete sich wenige Stunden nach der Beerdigung des israelischen Staatsmannes Shimon Peres in Jerusalem, zu der zahlreiche Würdenträger aus aller Welt erschienen waren.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte auf der Beerdigung auch den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas begrüsst.

Seit einem Jahr erschüttert eine Gewaltwelle den Nahen Osten, bei der bislang 231 Palästinenser, 34 Israelis und vier Ausländer getötet wurden. Bei der Mehrheit der Getöteten handelte es sich um erwiesene oder mutmassliche palästinensische Angreifer.

Derzeit befürchten die Behörden, dass die Gewalt mit den anstehenden jüdischen Festen Anfang Oktober erneut steigt. Unter anderem stehen das Neujahrsfest Rosch Haschana und der Feiertag Jom Kippur an. Im vergangenen Jahr war die Lage während dieser Tage äusserst angespannt. (sda/afp/reu)

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