Bevölkerung nimmt Abschied von den sechs verunglückten Schweizern
Im Rahmen einer Trauerfeier nimmt die Bevölkerung am Mittwochnachmittag Abschied von den sechs jungen Schweizern, die Mitte Januar bei einem Verkehrsunfall in Nordschweden ums Leben kamen. Die Opfer stammten mehrheitlich aus Adelboden.
Die Behörden erwarten für die Trauerfeier zahlreiche Besucher. Da Adelboden nicht über eine entsprechend grosse Lokalität verfügt, findet der Gottesdienst in einer Sporthalle im Nachbarort Frutigen statt. Die Beisetzung der Todesopfer erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Die jungen Männer waren zu siebt in einem Kleinbus unterwegs auf einer Reise zu den Polarlichtern. Auf einer Landstrasse südlich von Kiruna stiess der Kleinbus frontal mit einem Lastwagen zusammen. Sechs Insassen des Kleinbusses kamen ums Leben, einer überlebte verletzt.
Das Unglück ereignete sich in der Nacht vom 12. Januar bei garstigen Witterungsbedingungen in einer bei Einheimischen als gefährlich bekannten Kurve. Die schwedische Polizei hat Ermittlungen zum Unfall aufgenommen. Bislang ist noch nicht im Detail geklärt, wie es zum Frontalzusammenstoss mit dem Lastwagen einer Eisenerzfirma kam. Der Lastwagenfahrer wurde beim Zusammenstoss nicht verletzt.
Man kennt sich noch im Dorf
Von den sechs Todesopfern stammen fünf aus dem Berner Oberländer Dorf Adelboden. Auch der Verletzte kommt von dort. Einer der jungen Männer lebte im Kanton Solothurn. Sie waren alle zwischen 19 und 27 Jahre alt.
Die Nachricht vom Unglück löste in Adelboden und weit darüber hinaus grosse Betroffenheit aus. Das Dorf zählt rund 3600 Einwohner. Man kennt sich noch und pflegt Kontakte untereinander.
Die jungen Männer waren freikirchlich engagiert. Zum Trauergottesdienst wird auch Regierungsrat Pierre-Alain Schnegg erwartet, der ebenfalls der Gemeinde für Christus (ehemals Brüderverein) angehört. (sda)
