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Alle Passagiere nach Flugzeug-Entführung in Malta frei



Nach der Entführung eines libyschen Flugzeugs nach Malta haben 109 Insassen die Maschine verlassen können. Nachdem die Entführer zunächst 25 Frauen und Kinder laufen liessen, konnten dutzende weitere Menschen aussteigen

Das berichtete wie Maltas Ministerpräsident Joseph Muscatam Freitagnachmittag. Insgesamt waren 118 Menschen an Bord der Maschine der libyschen Gesellschaft Arabiyah, die auf einem Inlandsflug entführt und nach Malta umgeleitet worden war.

Nun sollten auch Crewmitglieder freigelassen werden, kündigte Muscat auf Twitter an. Eine Zahl nannte er nicht. Flug 8U209 mit 111 Passagieren sowie 7 Crewmitgliedern an Bord war ursprünglich am Freitag auf einem Inlandsflug von Sabha nach Tripolis, änderte aber den Kurs und landete auf dem Malta International Airport.

Über Täter und Tatmotive war zunächst nichts bekannt. Unklarheit herrschte auch über die Zahl der Entführer. Maltas Regierung sprach von einem Entführer, der der Crew mit einer Handgranate gedroht habe. Vertreter der libyschen Fluglinie Afriqiyah Airways, der die entführte Maschine gehört, sprachen von zwei Luftpiraten.

Die Maschine stand am frühen Nachmittag umringt von Militärfahrzeugen auf dem Rollfeld in Valetta. Die Flughafenverwaltung erklärte, Rettungsteams seien im Einsatz.

Der anfangs völlig unterbrochene Flugverkehr wurde am Freitagnachmittag teilweise wieder aufgenommen. Flüge in die und aus der Schweiz waren nicht betroffen. (sda/dpa/afp)

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