Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

FIFA: Der erste FIFA-Funktionär wurde an die USA ausgeliefert



Der erste der sieben im Mai in der Schweiz verhafteten FIFA-Funktionäre ist an die USA ausgeliefert worden. Drei US-Polizisten haben den Mann am Mittwoch in Zürich abgeholt.

Die Polizeieskorte habe den Funktionär auf dem Flug nach New York begleitet, teilte das Bundesamt für Justiz (BJ) am Donnerstag mit. Am Mittwochabend Schweizer Zeit kamen die vier dort an, wie Raphael Frei vom BJ auf Anfrage sagte.

Beim nun ausgelieferten Funktionär handelt es sich um denjenigen Mann, der seiner Auslieferung an die USA vergangene Woche zugestimmt hatte. Das BJ konnte daraufhin die Auslieferung in einem vereinfachten Verfahren unverzüglich bewilligen. Der Name des Betroffenen wurde auf dessen Wunsch nicht veröffentlicht.

Der Mann war am 27. Mai mit sechs anderen FIFA-Funktionären in Zürich festgenommen worden. In einer ersten Anhörung hatte er sich, wie alle anderen auch, einer Auslieferung an die USA noch widersetzt.

Die USA mussten deshalb ein formelles Auslieferungsersuchen stellen. Bei einer erneuten Anhörung erklärte sich der Betroffene dann damit einverstanden, an die USA ausgeliefert zu werden.

Andere Auslieferungsverfahren noch im Gang

Dem FIFA-Funktionär wird laut BJ von der zuständigen New Yorker Staatsanwaltschaft vorgeworfen, «im Zusammenhang mit dem Verkauf von Marketingrechten an verschiedene Sportvermarktungsfirmen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen und für sich behalten zu haben».

Die Auslieferungsverfahren der anderen sechs inhaftierten FIFA-Funktionäre sind noch im Gang, wie Frei weiter sagte. Es fänden immer wieder Anhörungen statt.

Den FIFA-Funktionären drohen wegen organisierten Verbrechens, Betrug, Geldwäscherei und Bestechung Haftstrafen von bis zu 20 Jahren, wie das US-Justizdepartement anlässlich der Verhaftung mitgeteilt hatte. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter