Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Frauke Zeller und David Harris Smith platzieren Hitchbot am Rand eines Highways bei Halifax. Bild: reuters

Ohne menschliche Hilfe

Hitchbot – der Roboter, der alleine durch Kanada stöpplet 

30.07.14, 14:43 07.08.14, 18:07

Junge Menschen träumen von Sex mit Robotern. Aber kann man den Maschinen trauen? Und das nicht nur im Bett? Eine Frage, die die Menschheit umso mehr umtreibt, je intelligenter die künstlichen Wesen werden. Ein kanadisches Experiment dreht nun den Spiess um: Können die Roboter uns vertrauen?

Hitchbots Reiseroute. bild: screenshot

Seit Sonntag ist Hitchbot auf den Strassen Kanadas unterwegs. Per Autostopp versucht der eimerförmige Roboter mit den Armen und Beinen aus Gummi, von der Ostküste bis zur Westküste zu gelangen, allein, ohne menschlichen Beistand. Hitchbot hat eine eigene Website, auf der seine Reiseroute in Echtzeit verfolgt werden kann. Ausserdem kommuniziert er via Facebook, Twitter und Instagram mit dem Rest der Welt.

Ursprünglich war Hitchbot ein Kunstprojekt, ausgedacht von David Harris Smith von der McMaster University in Hamilton. Die deutsche Robotikforscherin Frauke Zeller, die in Toronto arbeitet, konstruierte den trampenden Roboter. Er ist mit einer Spracherkennungssoftware ausgerüstet und kann Wissen aus Wikipedia abrufen, was eine zumindest rudimentäre Konversation mit den Leuten erlaubt, die ihn mitnehmen.

Das Medienecho war bereits im Vorfeld enorm, und so dauerte es nur Minuten, bis Hitchbot am Sonntag am Startort Halifax erstmals mitgenommen wurde. Das Ehepaar Anne und Brian Saulnier hatte aus dem Radio von dem Projekt erfahren. Derzeit befindet sich der Roboter in der Provinz New Brunswick. Per Twitter teilte er mit, er würde lieber nicht mit Motorrädern fahren, das sei zu unsicher. Eine Einladung zum Fallschirmspringen nahm Hitchbot dagegen an.

Natürlich besteht das Risiko, dass der Autostopproboter seinen Trip nicht überlebt, «aber das ist eben Teil des Experiments», meinte Frauke Zeller gegenüber Zeit Online. Die Reporterin des US-Fernsehsenders CNN hat dazu ihre eigene Meinung: «Hitchbot kann froh sein, dass die Kanadier so nette Menschen sind. Bei uns würde man ihn vermutlich über den Haufen fahren.» (pbl)



Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ich habe eine kanadische Ostertradition in die Schweiz gebracht und es war schrecklich

Als Kind mochte ich «Cadbury Creme Eggs». Niemand weiss warum. Wie reagieren unsere Schweizer Schoggi-Experten darauf? (Alle Schweizer sind per se Schoggi-Experten.)

Artikel lesen