Schweiz
International

WEF bestätigt Teilnahme von US-Präsident Donald Trump

WEF bestätigt Teilnahme von US-Präsident Donald Trump

13.01.2026, 14:4113.01.2026, 17:24
epa12639388 US President Donald Trump looks on during a meeting with oil and gas executives in the East Room of the White House in Washington, DC, USA, 09 January 2026. The meeting included executives ...
Donald Trump. (Archivbild)Bild: keystone

US-Präsident Donald Trump wird am World Economic Forum 2026 in Davos GR teilnehmen. Das Wirtschaftsforum bestätigte am Dienstag seine Teilnahme am Treffen. 3000 Teilnehmende aus Politik und Wirtschaft werden insgesamt erwartet. Eines der zahlreichen Themen wird die Lage in der Ukraine und in Venezuela sein.

Das WEF 2026 nehme historische Dimensionen an, sagte der Chef des Weltwirtschaftsforums (WEF), Børge Brende, an einer Online-Konferenz vor den Medien. Denn die Jahresversammlung finde vor dem komplexesten geopolitischen Hintergrund seit 1945 statt. Unter dem diesjährigen Motto «A Spirit of Dialogue» betonte Brende die Notwendigkeit des Dialogs in unsicheren Zeiten. Das WEF biete eine unparteiische Plattform, um sich mit den wichtigsten wirtschaftlichen, geopolitischen und technologischen Kräften und dem Wandel auseinanderzusetzen.

Der geschäftsführende Direktor des WEF, Mirek Dušek, erläuterte die Themen des diesjährigen World Economic Forum. Das Augenmerk liege 2026 unter anderem auf den Themen Ukraine, Iran, Gaza und Venezuela, dessen Präsident Nicolás Maduro in einer US-Militäraktion gefangen genommen wurde.

Der Wandel des Handels werde beleuchtet und was dieser für Schwellenländer bedeute. Aber auch über Bildung, Gesundheit, Klima und Natur werde gesprochen. Nicht zuletzt dürfe das Thema künstliche Intelligenz nicht fehlen und wie man diese innovativ und verantwortungsbewusst einsetze.

Rekordzahl an Teilnehmenden

Am 56. WEF wird eine Rekordzahl von 400 Spitzenpolitikern teilnehmen, darunter 64 Staats- und Regierungschefs - darunter praktisch alle europäischen Staats- und Regierungschefs. Zudem werden sechs von sieben G7-Staats- und Regierungschefs anwesend sein.

Über 3000 Teilnehmende würden insgesamt am WEF erwartet, hies es. Rund 1700 Führungskräfte aus der Wirtschaft, darunter fast 850 der weltweit führenden CEO seien dabei. Insgesamt nehmen Vertreterinnen und Vertreter aus 130 Ländern teil.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj werde nach Graubünden reisen. Russland hingegen ist nach wie vor nicht eingeladen. Der libanesische Premierminister sei dabei und zum ersten Mal überhaupt der syrische Präsident, ausserdem eine grosse Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Man erwarte dieses Jahr zudem eine grosse Delegation aus Afrika, denn der Dialog zwischen Europa und Afrika sei sehr wichtig.

Die Schweiz muss ihr Programm noch vorstellen. Bislang wurde nur die Anwesenheit von Bundespräsident Guy Parmelin angekündigt. Verteidigungsminister Martin Pfister wird am Montag die Truppen vor Ort besuchen.

Trump mit grosser Delegation

US-Präsident Trump werde von einer grossen Delegation begleitet. Darunter seien Aussenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent, Handelsminister Howard Lutnick, der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.

Die Schweiz hatte während der Verhandlungen über die hohen Zölle, die die USA dem Land auferlegen wollten, mehrfach mit Bessent gesprochen. Diese Zölle wurden schliesslich auf 15 Prozent gesenkt. Eine formelle Vereinbarung muss bis zum 31. März getroffen werden.

Bislang wurden noch keine Details zum Programm des US-Präsidenten bekannt gegeben. Laut Medienberichten soll er am Mittwoch, dem 21. Januar, in Davos eintreffen und zwei Tage in der Schweiz bleiben. Es ist das dritte Mal, dass der Republikaner am WEF teilnimmt. Er hatte bereits zweimal während seiner ersten Amtszeit daran teilgenommen. Letztes Jahr, als er gerade seine zweite Amtszeit begonnen hatte, nahm er aus der Ferne teil.

Das 56. Wirtschaftstreffen beginnt kommenden Montag und dauert bis 23. Januar. Der Flughafen rechnet während der Dauer des Forums mit tausend zusätzlichen Flugbewegungen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Das sind Vorwände» – US-Notenbankchef spricht Tacheles mit Trump-Regierung
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
98 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Trio_Duo
13.01.2026 15:11registriert Februar 2025
Die CH ist schon ein füchterlicher Verein geworden. Lassen sich von den Amis erpressen, über den Tisch ziehen und geben dann noch Millionen aus um den Gessler zu hofieren... Was ist nur aus uns geworden...
12017
Melden
Zum Kommentar
avatar
stevensplace
13.01.2026 14:44registriert März 2020
Gerade eben habe ich aus meinem Augenwinkel den Vorboten des WEF in Davos, eine Global-Master der US-Army gesehen, die in Zürich gelandet ist mit der gepanzerten Limousine von D.T. und seine Helikoptern im Bauch.

Mir dreht sich der Magen, bei der Vorstellung was da nächste Woche los sein wird.
9116
Melden
Zum Kommentar
avatar
Mannsweib
13.01.2026 14:55registriert Oktober 2025
Jetzt aber rasch noch all die Geschenke vorbereiten. Wenn der König glücklich ist, sind es auch seine Untertanen.
709
Melden
Zum Kommentar
98
«Gott hat mir vergeben»: US-Politiker tritt nach Suizid seiner Affäre nicht zur Wahl an
Nach mehreren Skandalen wollte Tony Gonzales wieder als texanischer Abgeordneter antreten – davon rieten ihm aber sogar die eigenen Kollegen ab.
Tony Gonzales ist ein republikanischer Abgeordneter im US-Bundesstaat Texas. Der 50-Jährige hat jüngst für Schlagzeilen gesorgt, weil eine seiner Angestellten Selbstmord beging. Die Aufmerksamkeit fiel auf ihn, weil die beiden vor ihrem Tod eine Affäre hatten. Nun hat der Politiker nach langem Hin und Her die Beendigung seiner Kampagne bekannt gegeben.
Zur Story