Schweiz
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Pendler bewegen sich am Hauptbahnhof, aufgenommen am Donnerstag, 4. Juni 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Von 1990 bis 2014 verdoppelte sich die Zahl der Bahnpendler beinahe – sie stieg von 327'000 auf 636'000 Personen.
Bild: KEYSTONE

Ein Volk von Pendlern: 9 Facts zum Thema Arbeitsweg



14.5 Kilometer

Der durchschnittliche Schweizer Arbeitsweg misst 14.5 Kilometer (Stand 2014), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag schreibt. 

30 Minuten von Tür zu Tür

Wer zur Arbeit oder zur Schule geht oder fährt, braucht von Tür zu Tür etwa eine halbe Stunde.

Jeder Dritte fährt weniger als 5 Kilometer

Rund jeder dritte Pendler hat es allerdings weniger als fünf Kilometer weit.

4 Prozent fahren über 50 Kilometer

Gut vier Prozent aller Pendlerinnen und Pendler fahren mehr als 50 Kilometer weit zur Arbeit.

Männer fahren weiter als Frauen

Dabei zeigt sich ein kleiner Unterschied: Männer haben mit 15.7 Kilometern im Durchschnitt einen 20 Prozent längeren Arbeitsweg als Frauen (13.1 Kilometer). Zudem nehmen Menschen mit akademischer oder höherer Berufsbildung weitere Arbeitswege in Kauf als Menschen, die eine Lehre oder nur die obligatorische Schule absolviert haben. 57 Prozent der Männer pendeln mit dem Auto, aber nur 48 Prozent der Frauen.

Genfer brauchen 33 Minuten für 7 Kilometer

Kürzere Wege bedeuten laut der Statistik nicht zwangsläufig weniger Zeitaufwand: Pendlerinnen und Pendler aus dem Bezirk Genf hatten 2014 mit 7 Kilometern zwar den kürzesten Arbeitsweg aller Schweizer Bezirke. Die 33 Minuten, die sie für das Zurücklegen des Weges brauchten, sind aber der siebthöchste Durchschnittswert.

Über die Hälfte im Auto

Nach wie vor benutzen in der Schweiz mehr als die Hälfte der Pendler das Auto, nämlich 52 Prozent 2014. Das waren leicht weniger als im Vorjahr.

Doppelt so viele Bahnpendler wie 1990

Zugelegt hat wie schon in den Jahren davor der Anteil der Bahn. Von 1990 bis 2014 verdoppelte sich die Zahl der Bahnpendler beinahe – sie stieg von 327'000 auf 636'000 Personen. 16 Prozent der Pendler wählten 2014 Züge als Hauptverkehrsmittel. Knapp 14 Prozent nahmen den Bus oder das Tram.

19 Prozent arbeiten in einem anderen Kanton

Neun von zehn Erwerbstätigen – also rund 3.9 Millionen Menschen – mussten 2014 zum Arbeiten regelmässig aus dem Haus gehen. 70 Prozent der Pendler arbeiten ausserhalb ihrer Wohngemeinde, 19 Prozent auch ausserhalb ihres Wohnkantons.

(whr/sda)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 22.06.2016 06:36
    Highlight Highlight Was tun gegen den Verkehrskollaps?

    In erster Linie muss die Zuwanderung auf ein vernünftiges Mass zurückgefahren werden. Daneben muss die Arbeitsplatzentwicklung an den Hotspots der Grossagglomerationen durch eine entsprechende Zonenpolitik eingeschränkt werden. Auch die Wirtschaft muss sich bewegen, und Arbeitsplätze, die nicht zwingend auf zentrale Standorte in den Grossagglomerationen angewiesen sind, müssen in die Zentren an der Peripherie verlagert werden, um damit unter anderem die weniger genutzte Gegenlast-Richtung der Pendlerverkehrswege besser ausnützen zu können.
    • HerrBircher 22.06.2016 10:33
      Highlight Highlight Bin mit Ihen einverstanden bis auf den ersten Punkt. Die Zuwanderung macht einerseits einen verschwindend kleinen Teil an der gestiegenen Infrastrukturnutzung aus, andererseits ist die Schweiz auf diese Arbeitskräfte zwingend angewiesen, weil sich für bestimmte Stellen schlicht keine schweizer Arbeitskräfte finden lassen (z.B. Pflegepersonal, Ärzte).
    • Schneider Alex 23.06.2016 06:51
      Highlight Highlight @HerrBircher
      70% des Neuzugangs an Wohnungen sind direkt oder indirekt auf die Zuwanderung zurückzuführen. Ergo ist auch die Zunahme der Infrastrukturauslastung in dieser Grössenordnung ein Problem der zu hohen Zuwanderung.

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