Schweiz

Das Hauptargument der Befürworter: Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien und das Klima muss geschont werden. Bild: KEYSTONE

Die Befürworter der Energiestrategie haben weiterhin die Nase vorn

28.04.17, 06:44 28.04.17, 09:21

Die Befürworter der Energiestrategie 2050 haben gemäss einer Onlineumfrage weiterhin die Nase vorn. 55 Prozent würden Ja oder eher Ja stimmen, abgelehnt würde die Vorlage, über die am 21. Mai abgestimmt wird, von 42 Prozent. Drei Prozent haben sich noch nicht festgelegt.

Die Umfrage bestätigt damit weitgehend jene vor zwei Wochen: Damals hatten sich 56 Prozent für das Energiegesetz ausgesprochen und 42 Prozent waren dagegen. In der SRG-Umfrage waren sogar 61 Prozent der Stimmberechtigten dafür und nur 30 Prozent bestimmt oder eher dagegen.

Nun würden gemäss der am Freitag veröffentlichten Online-Umfrage von Tamedia 47 Prozent das Energiegesetz annehmen und acht Prozent eher Ja stimmen, wie Tamedia am Freitag mitteilte. Nein würden 35 Prozent stimmen, eher Nein sieben Prozent.

Hauptargument der Befürworter ist, dass die Zukunft erneuerbaren Energien gehört und das Klima geschont werden soll. Mehr als drei von fünf Befragten äusserten sich in diesem Sinn. 16 Prozent argumentierten mit dem schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie.

Auf der Seite der Gegner stossen sich gemäss der Umfrage 37 Prozent der Befragten daran, dass das Gesetz die bewährte und sichere Energieversorgung der Schweiz zerstöre. 23 Prozent gehen von einer massiven Verteuerung der Stromnutzung aus. Ein knapper Fünftel argumentierte, dass der Staat mit drastischen Massnahmen dazu zwinge, den Energieverbrauch praktisch zu halbieren.

Die Umfrage war am 24. und 25. April online. Die bereinigten Daten wurden für die Analyse nach demografischen, geografischen und politischen Variablen gewichtet. Die Resultate der Befragung stützen sich auf 10'423 Teilnehmende aus der Deutschschweiz, 1422 aus der Romandie und 415 aus dem Tessin. Der maximale Stichproben-Fehlerbereich wird mit plus/minus 1,3 Prozentpunkten angegeben. (viw/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 30.04.2017 06:52
    Highlight Was geschieht, wenn die Richtwerte nach den Artikeln 2 und 3 des Energiegesetzes nicht erreichbar sind? Die Schweiz soll doch eigenständig entscheiden, welche Schritte wann gemacht werden sollen, um den Energieverbrauch zu senken respektive wie die erneuerbaren Energien zu fördern sind. Die Vorgaben in diesen beiden Artikeln sind zu stringent und unflexibel. Es werden damit Illusionen geweckt wie bei der Alpeninitiative.
    1 0 Melden
  • Regas 28.04.2017 22:40
    Highlight @Watson Danke für das schöne Bild. Der Windpark Nufenen liefert im Jahr 10Gwh Strom. Das KKW Gösgen 6000Gwh. Also gleich viel wie 600 solche Anlagen. Das währen dann also 2400 Windräder. Die Windmühlen liefern diese Energie in 1200 - 1500 Std von 8000h im Jahr. Um Bandenergie zu erhalten müssten also, ohne die Verluste zu berücksichtigen, zusätzlich noch 6 Speicherwerke wie Linth - Limmern, gebaut werden. Die Atom Doris lügt uns an mit ihren 1000 Windrädern, die ohnehin nicht gebaut werden.
    1 2 Melden
  • BrigitteL 28.04.2017 09:18
    Highlight Schön, dass so viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für saubere und erneuerbare Energie aus der Schweiz einstehen und sich nicht von den weinerlichen Fake News der Gegner einschüchtern lassen. Es gibt keine Alternative zur Energiestrategie 2050, ausser neuen AKWs oder zweifelhaften Stromangeboten aus dem Ausland.
    15 3 Melden
  • infomann 28.04.2017 08:45
    Highlight Freut mich und danke an alle Befürworter.
    Wir sind doch nicht ein rückständiges Volk und wollen Verantwortung für die Zukunft übernehmen.Schön dass die Mehrheit die Tricks von Rösti und Co.durchschaut.
    11 1 Melden
  • Tom B. 28.04.2017 08:23
    Highlight Drei Wochen VOR der Abstimmung kann noch jede Meinung kippen. Wenn der Schweizer merkt, dass die Subventionen aus seinem Portemonnaie kommen, dann Tschüss ES2050.
    3 12 Melden
  • Posersalami 28.04.2017 07:52
    Highlight Na dann müssen die Leute ja nur noch Abstimmen gehen!
    27 6 Melden
  • andrew1 28.04.2017 07:40
    Highlight Typische wohlstandskrankheit die energiewende. Nur weil man in der schweiz etwas geld hat müssen jetzt x milliarden ohne wirklichen gegenwert rausgehauen werden. Wegen etwas macht es ja die restliche welt auch nicht. Damit sabotieren wir nur die wirtschaft, senken den wohlstand und schränken die freiheit ein. Sich unnötig und künstlich selbst quälen im prinzip.
    12 64 Melden
    • Radesch #Nein zu NoBillag 28.04.2017 08:10
      Highlight Ich glaube da meldet sich einer Freiwillig für das Atommüll-Endlager. Vielen Dank! 👏🏻👍🏻
      49 6 Melden
    • FrancoL 28.04.2017 08:30
      Highlight Ja @Radesch; Zuerst gehört andrew1 verbindlichen Dank für die die Uebernahme von Atommüll. Diesen Atommüll kann er bestens mit dem Müll den er geschrieben hat verbuddeln und über dessen sichere Verwahrung hüten.
      Dann könnte man ihm für diese Entsorgung einige Geographiestunden bezahlen, damit der die restliche Welt besser kennen lernt.
      10 3 Melden
    • Kommemtar 28.04.2017 08:31
      Highlight stimmt! ich überweise auch lieber jedes Jahr ca. 10 Milliarden nach und Russland oder an den Persischen Golf... Dort wird das Geld gebraucht um die Demokratie zu stärken, die persönliche Freiheit auszubauen und für den UMWELTSCHUTZ!
      *ironie off*
      13 3 Melden
    • töpflischiiser 28.04.2017 08:52
      Highlight "Ohne wirklichen gegenwert" -> Ökonomisch gsehen hat ein Abbremsen/Verzögern des Klimawandels sehr wohl ein Wert, auch wenn sich dieser möglicherweise nicht sofort offenbart. Der lfr. Effekt auf die Volkswirtschaft kann darüber hinaus durchaus positiv ausfallen.

      "restliche Welt macht es ja auch nicht" -> diese mag zutreffen, die Argumentation ist meiner Meinunung jedoch fehl am Platz - wie du richtig ausführst, haben wir im Gegensatz zu anderen Ländern die nötigen Mittel, um hier eine proaktive Rolle einzunehmen.

      Ich würde mir eine weniger kurzfristige & egoistische Haltung wünschen.
      12 3 Melden
    • LU90 28.04.2017 09:08
      Highlight "ohne wirklichen Gegenwert"? Ernsthaft?
      10 1 Melden
    • Chrischi 28.04.2017 09:35
      Highlight Ganz im Gegenteil! 1. findet die Energiewende sehr wohl auch in anderen Länder und dies zuweilen sehr viel 'drastischer' statt, 2. wird da sehr wohl ein grosser Gegenwert in Form einer nachhaltigen und ökologischen Energieversorgung geschafft der uns 3. längerfristitg unabhängiger und somit freier macht und unseren Wohlstand sicher nicht gefährdet.
      8 2 Melden
    • Posersalami 28.04.2017 09:50
      6 1 Melden
    • Shabina 28.04.2017 10:19
      Highlight @Radesch
      Und du stellst dir eine Windturbine in den Garten!
      3 10 Melden
    • FrancoL 28.04.2017 10:45
      Highlight @Shabina; Das zeigt Ihr grosses Wissen in Sachen erneuerbaren Energie! Unterirdisch. Lernen Sie etwas zu den Windturbinen oder posten Sie bessere Beispiele wenn sie etwas entgegnen wollen.
      7 3 Melden
    • Shabina 28.04.2017 11:20
      Highlight @FrancoL
      Die neg. Aspekte der Windenergie ist Ihnen wohl nicht bekannt!
      Durch diesen Post den meinigen Wissensstand über Turbienen abzuleiten zeigt ja bereits, wie wenig es Ihnen um Diskussion geht. Verunglimpfen kann jeder, argumentieren nur wenige. Deswegen versuchen Sie doch, bevor Sie jemanden beleidigen oder der Unwissenheit bezichtigen, zumindest Ihren Post auf ein, Ihren intelektuellen Ansprüchen entsprechendem Niveau anzupassen. Ansonsten entlarven Sie sich selber als unanständig, engstirnig und argumentsresistent.
      0 3 Melden
    • Daniel Caduff 28.04.2017 11:40
      Highlight @Shabina

      Das wird schon gemacht! Photovoltaik und Wind werden schon heute zur dezentralen Versorgung eingesetzt. So einen "Windturbinenbaum" würde ich mir sofort in den Garten stellen. Ist zwar eine Gameshow, aber sie können ab Minute 53.30 sehen, dass die Zukunft bereits begonnen hat!

      Http://bit.ly/2qeixho
      2 0 Melden
    • Radesch #Nein zu NoBillag 28.04.2017 13:18
      Highlight @Shabina
      Ich wohne in einer Wohnung mit einem kleinen Gärtchen. Es ist übrigens nicht der Privatkonsument der viel Strom in Anspruch nimmt, sondern die Grossindustrie und der Dienstleistungssektor. Man sollte dort eventuell über strengere Energieauflagen nachdenken.

      Selber schaue ich, dass ich so wenig Strom brauche wie es geht (Monitore aus statt Standby, ...)
      3 0 Melden
    • Posersalami 28.04.2017 14:23
      Highlight @ töpflischiiser: Der Gegenwert ist nicht nur ein verzögerter Klimawandel, sondern ganz konkret eine grössere Wertschöpfung in der Schweiz! Jedes J Energie das nicht importiert werden muss ist bares Geld für ein Unternehmen im Inland!
      2 1 Melden
    • FrancoL 28.04.2017 17:17
      Highlight @Shabina; IHR Post betraf doch meines Wissens die Anregung Radesch solle eine Windturbine in den Garten stellen, was ich eine unterirdische Aussage fand und noch immer finde.

      Natürlich können wir aber auch über Windturbinen sprechen, von deren Fundamenten bis hin zu deren akustischen Problematik, wenn Sie dann noch wollen können wir um die Umsetzungsfaktoren der Windkraft auch noch sprechen. Ich bin ganz Ohr was Sie da zu bieten haben.
      1 0 Melden
    • andrew1 28.04.2017 18:05
      Highlight den klimawandel verzögern wir keinen milimeter. Wir sind 1 promille der weltbevölkerung also ist es im prinzip sowiso egal was wir machen. Wenn man den umweltschutz nur auf die schweiz beschränkt wäre es wohl am wirksamsten nicht 100000 leute jedes jahr einwandern zu lassen. geht wohl noch so weit bis das grundwasser nicht mehr trinkbar ist und alles überbaut. Zudem sind akws immer noch am sichersten statistisch gesehen. Aber mit den ängsten der leute ist es meistens so, das sie sich täuschen lassen: Praktisch jeder hat im flieger ein mulmigeres gefühl als z.b im auto
      2 5 Melden
    • Kommemtar 28.04.2017 18:43
      Highlight Ach andrew...

      Die Wirtschaft hat es längst erkannt! Werden Alternative Energien gefördert profitieren am Schluss alle davon. China investiert gerade 300 milliarden in ermeuerbare Energie.

      AKWs sind sicher? Schon mal etwas von fukushima gehört oder tschernobyl? Gibt es ähnliche vorfälle bei der wassekraft?

      Bleibt noch die leier mit der Zuwanderung... Die Schweiz hat und profitiert massiv von der zuwanderung! Falls das Interesse vorhandend ist kann ich dir gerne ein paar zeigen...
      3 2 Melden
    • FrancoL 28.04.2017 18:48
      Highlight @andrew1; Von welcher Statistik sprichst Du bei den AKWs, im Vergleich was genau? Möchtest Du einen Statistik anführen die beweist dass AKWs sicherer sind als zB Sonnenparks? nun zu bin mal ganz gespannt. Ich kenne viele Statistiken mit vielen Aussagen aber eine die darlegt dass die erneuerbare Energien weniger sicher sind als AKWs kenne ich keine, aber ich lasse mich überraschen.
      3 1 Melden
  • Kommemtar 28.04.2017 07:26
    Highlight "Daten wurden für die Analyse nach demografischen, geografischen und politischen Variablen gewichtet"

    Welches Kriterium wurde wie stark gewichtet?
    Auf welchen Portalen wurde die Umfrage durchgeführt?

    Gibt es irgendwo einen Link zur genauen Auswertung?
    Ich habe auf die schnelle nichts gefunden...

    17 0 Melden
    • Kommemtar 28.04.2017 08:32
      Highlight @Team Watson die Fragen wären eigentlich an euch gerichtet...
      5 0 Melden
    • Daniel Caduff 28.04.2017 08:49
      Highlight Durchgeführt wurde diese Umfrage online, auf allen Tamedia Portalen (tagi, 20min, bund).

      Auf Tagi.ch konnte man den Politologen Fragen dazu stellen. Ich habe sie genau nach der Gewichtung, bzw den Rohdaten gefragt... Das geben sie leider nicht bekannt, weil das ihr USP ist. Hier die Antworten auf die Fragen: http://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/58fdaee7ab5c374f8d000001
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