Schweiz

Im April gab es so wenig Asylgesuche wie seit 6 Jahren nicht mehr

11.05.17, 12:49

In der Schweiz sind im letzten April 1307 Asylgesuche eingereicht worden, so wenige wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Gegenüber April 2016 beträgt der Rückgang rund ein Viertel.

Im Vergleich zum Vormonat nahm die Zahl der Asylanträge im April um 329 oder gut 20 Prozent ab, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstag mitteilte. Tiefer war der Gesuchseingang gemäss SEM letztmals im Februar 2011 (1262 Gesuche).

Die meisten Asylbewerber stammten auch im vergangenen Monat aus Eritrea, nämlich 246. Das sind 62 weniger als im März. Anschliessend folgen Syrien mit 217 Gesuchen (+72), Afghanistan mit 75 (-25), Guinea mit 70 (-44), Sri Lanka mit 60 (+10) und Nigeria mit 48 Gesuchen (-5).

500 Personen erhalten Asyl

Das SEM erledigte im April 1908 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei wurden 417 Nichteintretensentscheide gefällt, 387 auf Grundlage des Dublin-Abkommens. 511 Personen erhielten Asyl und 537 weitere wurden vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle ging im Vergleich zum Vormonat um 452 auf 24'765 zurück.

Wie das SEM weiter schreibt, verliessen im April 92 Personen das Land kontrolliert. Die Schweiz fragte bei 566 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme an, und 206 Personen konnten in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um die Übernahme von 363 Personen ersucht, 58 Personen wurden der Schweiz überstellt. (sda)

Alles zur Asyldebatte 2016

In der Schweiz verschwinden immer mehr Flüchtlinge – hierhin könnten sie abtauchen

Asyl-«Arena»: Sheriff Gobbi verliert das Duell gegen Marschall Glättli

Vom Flüchtling zum Kioskbesitzer im Zürcher HB – die beeindruckende Geschichte von Hamid

Schweizer Grenze ist, wo Kinder auf dem Boden schlafen – weh dir, Helvetia!

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • infomann 12.05.2017 00:11
    Highlight Ohhhhhhh
    Die arme SVP, jetzt muss die ein anderes Thema suchen.
    Oder doch nicht mit Ausländer kann Mann weiterhin Angst und Schrecken verbreiten?
    1 9 Melden
  • Wolf2000 11.05.2017 16:18
    Highlight Das ist nur die Ruhe vor dem grossen Sturm....
    22 8 Melden
  • Wiesopferd 11.05.2017 15:36
    Highlight Ja aber nei... worüber soll man sich denn noch aufregen können wenn keine bösen Verbrecher die unsere Arbeitsplätze klauen mehr herkommen?
    12 20 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 16:38
      Highlight Wiesopferd keine Sorge. Die entsprechenden Klienten gehen der CH so schnell nicht aus.
      14 5 Melden
  • Bene86 11.05.2017 13:30
    Highlight Schrecklich! Schickt sofort Einladungen an alle Länder der Welt. ;)
    21 11 Melden
  • Wilhelm Dingo 11.05.2017 13:26
    Highlight Wie sehen die Zahlen illegal eingereister oder untergetauchter Personen aus?
    27 14 Melden
    • Hugo Wottaupott 11.05.2017 16:11
      Highlight Watson says: Statistik says NO.
      4 0 Melden

Weggewiesene Asylsuchende: Eingrenzung auf gewisses Gebiet ist zulässig

Die Anordnung an einen weggewiesenen Asylbewerber aus Äthiopien, sich nur im Bezirk Dietikon ZH aufzuhalten, war rechtens. Dies hat das Bundesgericht entschieden und ein Urteil des Zürcher Verwaltungsgerichts aufgehoben.

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) setzte dem Äthiopier die Frist, die Schweiz bis am 14. Januar 2016 zu verlassen. Der Mann unternahm nichts, um die Schweiz zu verlassen.

Weil sich die äthiopischen Behörden weigern, der Ausschaffung ihrer Staatsangehörigen zuzustimmen, …

Artikel lesen