Schweiz
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«Die Zeit der Ausreden ist vorbei»: Alpen-Initiative fordert raschere Güter-Verlagerung

Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene vorwärtszumachen. Die Mitglieder verabschiedeten an ihrer Mitgliederversammlung eine Resolution an die Adresse von Bundesrätin Doris Leuthard.

28.05.16, 15:19 28.05.16, 17:54


Die Zeit der Ausreden sei vorbei, sagte Präsident Jon Pult gemäss einer Mitteilung vom Samstag. Mit dem Gotthard-Basistunnel, der in einer Woche eingeweiht wird, hat die Schiene laut dem Verein mehr als genug Kapazität, um den alpenquerenden Güterverkehr zu bewältigen.

Präsident Jon Pult, rechts im Bild.
Bild: KEYSTONE

Damit könne das gesetzlich festgelegte Verlagerungsziel von maximal 650'000 alpenquerenden Lastwagen pro Jahr eingehalten werden, heisst es in der Resolution. Das Gesetz sieht vor, dass dieses Ziel bis 2018 erreicht wird. Der Bundesrat stellt allerdings seit einigen Jahren in Frage, ob das Ziel erreicht werden kann. 2015 fuhren noch mehr als eine Million Lastwagen über die Schweizer Alpen.

Der Bundesrat müsse dafür sorgen, dass sich der Tunnel bezahlt mache, schreibt die Alpen-Initiative weiter. In ihrer Resolution stellt der Verein neun Forderungen an Verkehrsministerin Leuthard.

Unter anderem soll der Volksauftrag umgesetzt werden, die Grenzwerte für Lärm- und Luftschadstoffe im Alpenraum eingehalten werden, die Kontrollen der Lastwagen im Alptransit verschärft und die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) auf den Maximalsatz erhöht werden. (sda/dwi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pirat der dritte 30.05.2016 12:12
    Highlight Bereits heute beträgt der Bahnanteil 70%. Was wollt Ihr denn noch verlagern? Wird echt schwierig, vor allem weil der Bahnanteil bereits heute unendlich subventioniert wird und sich dies in Zukunft niemand mehr leisten kann. Der Basistunnel wird dem Tessin helfen und den Tagestourismus beflügeln.
    0 1 Melden
  • atomschlaf 29.05.2016 12:59
    Highlight Solange der Ceneri-Basistunnel nicht fertig ist, wird das nichts mit der grösseren Kapazität. Ausserdem stehen in den nächsten 2-3 Jahren noch grössere Bauarbeiten nördlich und südlich des GBT an, welche die Kapazität einschränken.
    Von den fehlenden Zufahrtsstrecken in Deutschland und Italien ganz zu schweigen.
    2 1 Melden
  • YaaDede 29.05.2016 07:03
    Highlight Und falls der mehr als langen Zeit der Ausreden noch immer kein absehbares (!) Ende folgt, fände ich eine Durchsetzungsinitiative dann mehr als angesagt! ;)
    5 3 Melden
    • mortiferus 29.05.2016 11:25
      Highlight Würd ich sofort unterschreiben. Eigentlich müsste auch die SVP für die Durchsetzung der Alpeninitiative sein, wegen Volkes Wille und dem harten Umsetzten von Volksinitiativen. Aber irgend etwas lässt mich daran zweifeln das es der SVP um den Volkswillen geht.
      2 4 Melden
    • rodolofo 29.05.2016 12:18
      Highlight Sollen wir jetzt Verständnis entwickeln für Rassisten und Fremdenfeinde, die mit ihrer DSI gescheitert sind?
      Hier geht es um "verkehrten Verkehr" und nicht um Menschenrechte...
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    • YaaDede 29.05.2016 13:28
      Highlight Bestimmt war die Ausgangslage der (von mir ganz bestimmt nicht) angenommenen DSI eine ganz andere und in einem bestimmt äusserst wichtigen Bereich (Menschenrechte, etc.).
      Geht bei der Alpeninitiative jedoch auch um einen sehr wichtigen Bereich - um die Erhaltung des äusserst sensiblen Alpengebiets und ganz allg. um den Erhalt unserer Umwelt...! Mit dem Fordern einer Durchsetzungsinitiative (leicht auch ein bisschen sarkastisch verstehbar...) in diesem Fall, wollte ich v.a. darauf hinweisen, dass die Durchsetzung der vor über 20 Jahren angenommene Alpeninitiative noch immer verhindert wird...
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    • rodolofo 29.05.2016 14:57
      Highlight Die Umsetzung der Alpeninitiative dauert.
      Aber mit der NEAT wird eine wichtige Voraussetzungen geschaffen, dass die Verkehrsverlagerung gelingen kann.
      Das Volk und der Mehrheits-Wille sind in der Demokratie zentral, aber nicht sakrosankt!
      Erstens kann auch dieses Volk Kurzschluss-Entscheide fällen, wie bei der MEI, oder sinnlose Verbote gegen nicht vorhandene Ärgernisse beschliessen (z.B. Minarett- und Burka-Verbote). Zweitens haben wichtige Mitglieder unserer Gesellschaft, wie AusländerInnen, Jugendliche und Kinder, kein Stimmrecht!
      Aber auch die Pflanzen und Tiere können nicht abstimmen...
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