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Nati-Trainer Fischer lässt sich beim Empfang in Zürich für WM-Silber feiern. Bild: KEYSTONE

War WM-Silber ein Exploit oder tatsächlich der Beginn eines neuen Zeitalters?

Wie geht es weiter? Sean Simpson hat die Silber-WM von 2013 kein Glück gebracht. Aber für Patrick Fischer ist die Silber-WM 2018 der Anfang eines neuen Zeitalters, geprägt von «amerikanischen» WM-Teams.

22.05.18, 17:12 22.05.18, 17:23


Ist die WM 2018 ein Exploit, der sich nicht wiederholen lässt? Oder dürfen wir künftig immer wieder mit einem wunderbaren «Hockey-Frühling» rechnen? Die Geschichte sagt uns: Es war ein Exploit. Wir können nicht mit Wiederholungen rechnen. Die Gegenwart sagt uns: Wir dürfen nun jedes Jahr auf eine Wiederholung von 2018 hoffen.

Zur Geschichte: Die Schweizer waren 2013 mit Nationaltrainer Sean Simpson im WM-Final gegen Schweden chancenlos. Es blieb ein Exploit. Anschliessend haben wir gleich beim olympischen Turnier 2014 und bei der WM 2014 die Viertelfinals verpasst und Silberschmied Sean Simpson verabschiedete sich im Pulverdampf des Unfriedens.

WM-Silberhelden in Kloten von Tausenden gefeiert

2018 ist völlig anders. Die Schweizer nicht auf einmal grösser, schwerer, schneller und talentierter geworden. Aber in den letzten fünf Jahren hat es eine Revolution gegeben. Wir hatten 2018 zum ersten Mal ein «amerikanisches» WM-Team – und wir werden auch künftig «amerikanische» WM-Teams haben.

Schlagzeilen, wenn Streit ein Assist gelang

Bis Kopenhagen 2018 hatten wir ein «europäisches» WM-Team. Der NHL-Verteidiger Roman Josi war zwar 2013 der herausragende Einzelspieler. Aber es war ein «europäisches» Team, geprägt von «europäischen» Spielern. Also von Spielern, die Amerika nie oder noch nicht oder nie ganz erobert hatten. Leistungswillig, stolz, leidenschaftlich. Aber Im Denken letztlich «kleiner».

Seit 2013 ist unser Hockey verändert, globalisiert, amerikanisiert worden wie nie zuvor. Einst war ein Assist von Mark Streit Grund für einen Aufmacher in den Tageszeitungen. Inzwischen spielen so viele Schweizer in Nordamerika, dass nicht einmal mehr Hockey-Freaks alle auswendig aufzuzählen vermögen.

Schweizer Hockey-Pionier in Nordamerika: Mark Streit (rechts). Bild: AP CP

Glückliche Umstände haben nun das beste WM-Team und schliesslich die beste WM aller Zeiten ermöglicht. Die «richtigen» NHL-Organisationen, die Arbeitgeber der besten Schweizer, sind aus den Stanley-Cup-Playoffs ausgeschieden. Und so hatten wir in Kopenhagen zum ersten Mal eine «amerikanische» WM-Mannschaft. Geprägt von dieser neuen «amerikanischen» Generation, die sich anschickt, die Welt zu erobern. Mit einem Selbstvertrauen, das es vor 2013 so im Kollektiv noch nicht gegeben hat. Es ist ein gesundes Selbstbewusstsein einer neuen Generation, die Lust am Sport und hohe Leistungsbereitschaft kombiniert.

NHL-Spieler machen alle anderen besser

Diese coolen Jungs aus Amerika – Sven Andrighetto, Timo Meier, Nino Niederreiter, Roman Josi, Mirco Müller, Kevin Fiala oder Dean Kukan – haben nicht nur mit ihrer Spielkunst das WM-Team besser gemacht. Sie haben auch ein neues, grosses Denken in die Garderobe gebracht und alle besser gemacht. Es ist kein Zufall, dass Captain Raphael Diaz in diesem Umfeld so gut gespielt hat wie noch nie seit seiner Rückkehr aus Amerika.

Die Noten der Schweizer an der Hockey-WM 2018

Kopenhagen ist ein Glücksfall zum richtigen Zeitpunkt. Nach den Irrungen und Wirrungen um die Ablöse von Sean Simpson und die Neubesetzung der nationalen Trainerposition ist mit Patrick Fischer im Herbst 2015 ein «Amerikaner» Nationaltrainer geworden. Er hat das neue, grosse, «amerikanische» Denken in die Mannschaft getragen. Er hat von allem Anfang an so von Medaillen, vom WM-Titel, gesprochen, wie seine Vorgänger von Viertelfinal-Qualifikationen.

Aber Fischer hatte noch nicht die Spieler, die seine Botschaft verstanden. Statt einen Sturmlauf an die Weltspitze sahen wir erst einmal «Pausenplatz-Hockey». Beim olympischen Turnier in Pyeongchang ist Patrick Fischer mit einer «europäischen» Mannschaft gescheitert (die NHL-Profi fehlten).

Er hat seine Lehren aus der missglückten Olympia-Expedition gezogen – aber Fischer ist, zum Glück, sich selber treu geblieben. Nun hatte er in Kopenhagen zum ersten Mal eine «amerikanische» Mannschaft zur Verfügung. Getragen von Spielern, die auch seine Träume träumen. Die auch von seinem Selbstbewusstsein beseelt sind.

Meilenstein der Hockey-Geschichte

Wie gut es Patrick Fischer versteht, mit dieser neuen Generation umzugehen und wie es ihm gelungen ist, dafür zu sorgen, dass jeder vor der Türe zur Nationalmannschafts-Garderobe sein «Ego» zurücklässt, zeigt uns der WM-Final. Simon Moser ist Captain beim SC Bern und Leitwolf. Tristan Scherwey ist zwar SCB-Vorkämpfer, steht in der Hierarchie aber ganz klar unter seinem Captain. Im WM-Final hatte Tristan Scherwey 20:29 Minuten Eiszeit, Simon Moser kam lediglich während 14:37 Minuten zum Zuge. Keine Zufallsdifferenz. Scherwey war im WM-Team wichtiger als Moser, sein «Chef» beim SCB.

Der grandiose WM-Final ist am Pfingstsonntag gespielt worden. Das passt. Kopenhagen hat unserem Hockey ein «Pfingsterlebnis» beschert: Die Erkenntnis, wie gut wir tatsächlich sind. Unser Hockey wird nach der WM 2018 nie mehr sein wie vorher.

Kevin Fiala lässt sich von Bundesrat Guy Parmelin die Silbermedaille umhängen. Bild: KEYSTONE

Wir werden zwar international weiterhin Zyklen der Euphorie und der Melancholie durchleben. Aber der WM-Final 2018 hat den Zauberlehrling Patrick Fischer in den charismatischen Leitwolf einer neuen Generation verwandelt. Einer Generation, die nicht wieder fünf Jahre auf ein Finale warten muss.

Fischer wird das Schweizer Hockey auf Jahre hinaus prägen

Kommt dazu, dass eine fast vergessen gegangene Entscheidung den Schweizern in die WM-Karten spielt: Die WM beginnt ab nächster Saison fünf Jahre lang eine Woche später (am 10. Mai). So haben wir bessere Aussichten, auch in Zukunft ähnlich viele Spieler aus der NHL für die WM zu bekommen. Denn auch das ist klar und auch das ist eine Lehre aus dem olympischen Debakel: Ohne die NHL-Spieler geht es nicht.

Der WM-Final von 2018 wird Patrick Fischer mehr Glück bringen als Sean Simpson der Final von 2013. Simpson hat zwar den Finalruhm von 2013 in Russland, in Kloten und in Deutschland versilbert. Aber bewegt hat er nichts mehr. Fischer wird hingegen zur Persönlichkeit, die unser Hockey in den nächsten Jahren prägen wird. Als der Mann, der das neue, grosse Denken 2018 erstmals in die Tat umgesetzt hat und dafür sorgt, dass dieses neue Denken weiterhin die neue Philosophie unseres Hockeys bleibt.

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Brikne, 20.7.2017
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43
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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Blitzmagnet 23.05.2018 14:08
    Highlight Beim olympischen Turnier in Pyeongchang ist Patrick Fischer mit einer «europäischen» Mannschaft gescheitert (die NHL-Profi fehlten).

    Was ist mit Deutschland, dem Vize-Olympiameister? Hatten die eine "amerikanische" Mannschaft?
    7 1 Melden
    • Jakal 23.05.2018 18:18
      Highlight Die hatten einen Lauf, genau wie die Schweiz 2013 ...
      9 1 Melden
  • Fulehung1950 23.05.2018 10:11
    Highlight Jubel ist angesagt, Euphorie bezüglich Zukunft nicht.

    Wir bleiben „die Schweiz“ im Sport. Im alpinen Skisport haben wir hie und da Dom8nToren, das wärs dann aber auch schon. Wir sind keine Sport-Grossmacht und errden es nie sein.

    So falsch es war, Fischi und sein Team bei Olympia zu prügeln, so falsch ist es jetzt, uns gleich als Serien-Medaillen-Gewinner zu sehen.

    Und es ist wieder einmal ein Cross-Check gegen Fischi, wenn Zaug behauptet, nur die NHL-Spieler machten es möglich.

    Die nachträgliche Integration ist nicht so simpel. Diese und Taktik auf Weltniveau sind Fischis verdienst.
    9 3 Melden
  • Chatzegrat Godi 22.05.2018 22:15
    Highlight Wie ich schon geschrieben habe, unser Eismeister ist auf Wiedergutmachungskurs, das ist so durchsichtig, dass mir schon ein paar Bibeli am Füdle wachsen!
    32 1 Melden
  • Avalanche89 22.05.2018 21:35
    Highlight Man darf nicht vergessen dass dieses Jahr mit Ausnahme von Hischier die besten Schweizer NHL Exporte in der K.O. Phase am Start waren. Dass wird so wahrscheinlich nur an jeder 5. Sonnenfinsternis der Fall sein. Trotzdem sind wir in der breite sicherlich wesentlich stärker als noch vor kurzem.
    Für einen WM Titel muss allerdings wirklich alles zusammen passen, inklusive Aussetzer der Konkurrenz. Diese Erwartung dürfen wir nocht haben, die hoffnung aber schon.
    Man muss bedenken dass beispielsweise die USA seit 1960 nie mehr Weltmeister geworden sind und das trotz gutem Spielermaterial.
    33 6 Melden
  • Yotanke 22.05.2018 20:53
    Highlight würde ja gerne glauben was kz schreibt und jedes jahr unsere nati um medaillen kämpfen sehen. aber lassen wir mal die kirche im dorf. die nächsten zwei, drei jahre werden zeigen, ob effektiv zeitenwende oder einfach ein schöner exploit. alle prognosen die jetzt gemacht werden, sind kaffeesatz lesen. und es wäre schön, wenn sich kz für seinen cheerleader-artikel bei fischi entschuldigen würde. aber wahrscheinlich wird da jeremias gothelf zuerst zu einem lottergoalie, der dann als schillerfalter beschliesst weltmeister zu werden, bevor das geschieht. zumindest hat mir das ein chronist gesagt.
    35 2 Melden
  • Tikkanen 22.05.2018 20:09
    Highlight ...jänu Chlöisu, WM Erfolg hin oder her, für mich als alten Hockeypuritaner zählen auch künftig nur zwei Ergebnisse🤔
    a) wer wird Schweizermeister?
    b) wer gewinnt den Stanley Cup?

    Alles andere ist Beilage, diesbezüglich würde mich sehr interessieren was Chlöisu zum Vegas-Durchmarsch sagt? 🍻
    7 69 Melden
    • Ah-Jah 22.05.2018 21:39
      Highlight Du sagst es du bist ...! Hoffe du bleibst uns noch einige Zeit erhalten,wo die fröhliche Saison der Zwilchhosen erst begonnen hat! Nordostschweizer lassen grüssen
      9 4 Melden
    • Toastbrot 22.05.2018 22:55
      Highlight Na ja. Die WM gibts ja schon länger als die NHL... Der sittenstrenge Tikkanen hat da was in Copenhagen verpasst... großartige Party. See you in Bratislava
      12 0 Melden
    • SCRJKing 23.05.2018 11:28
      Highlight Zu Frage a): Die Lakers werden die Überraschungsmannschaft sein!
      4 12 Melden
    • bullygoal45 23.05.2018 11:49
      Highlight @SCRJKing Deine Beiträge sind weder für uns noch für die anderen 11 Clubs spannend oder amüsant. Tobe dich an einem anderen Ort aus...
      11 1 Melden
    • magnet1c 23.05.2018 13:10
      Highlight @bullygoal45: Treffend gesagt, dem gibt's nicht hinzuzufügen.

      @Tikkanen
      Zu Frage A.) Einer aus dem Trio Lugano, Bern und Zürich. Eventuell ist erneut mit einem starken Biel zu rechnen oder ab Lausanne spielt dem Kader entsprechend.
      Zu Frage B.) Vegas, auch wenn die Caps den Kübel verdient hätten.
      5 1 Melden
  • headless 22.05.2018 19:14
    Highlight Jetzt wäre mal Zeit für eine aufrichtige Entschuldigung von Seite Klaus. Anscheinend ist Fischer halt doch nicht so ein Vollhorst, wie uns Klaus in seinen unzähligen Fischer-Bashings immer einreden wollte.
    Sich Irren ist ja kein Verbrechen, aber dann sollte man umso mehr Grösse zeigen und dazu stehen.
    Vielleicht dürfte Klaus ja dann auch wieder an den PKs etc. anwesend sein.
    Jetzt einfach eine 180 grad Kehrtwendung und so tun, als hätte man es ja schon immer gewusst, beweist nicht gerade viel Rückgrat, Schade!
    67 5 Melden
  • mukeleven 22.05.2018 18:49
    Highlight härzig klaus, jetzt deine lobeshymnen auf unseren fischi von dir zu lesen...
    vom unfähigem esel an der bande, mit dem schwefelgeruch des gescheiterten club-trainers im ballerina-röcklein zum amerikanischen magier der unser hockey in den nächsten jahre prägen wird.
    die kommunikations-klaviatur hast du im griff, ich frage mich allerdings nach all den vergangenen geschehnissen, obs reicht fuer ein ticket an fischi‘s naechster PK?
    60 2 Melden
  • nJuice 22.05.2018 18:44
    Highlight Schafe, die von Löwen schreiben.
    55 0 Melden
  • goschi 22.05.2018 18:32
    Highlight Es würde dem Eismeister gut stehen, wenn er jetzt nach dieser grossartigen WM einmal etwas zu Kreuze kriechen würde und zugeben würde, dass er nun jahrelang konsequent gegen Patrik Fischer angeschrieben hat und ihn bei jeder Gelegenheit mittels Kleinrederei diffarmiert hat, ein guter Trainer ist und seinen Job sehr gut mach.
    Nicht verklausalisiert und drölf mal relativiert, sondern wörtlich und direkt!

    Aber vermutlich kann das dann doch wieder nur ein "nicht näher genannter Chronist" tun, Zaugg kann am Ende eben doch vor allem nur mehr polemisieren.
    61 13 Melden
    • exeswiss 22.05.2018 22:08
      Highlight ich weiss nicht genau was dein problem ist oder ob du den artikel nicht gelesen hast, aber fischer wird hier fast auf händen getragen...
      5 9 Melden
  • Jakal 22.05.2018 18:27
    Highlight Diese jungen und erfolgreichen NHL-Cracks sind auch Wegbereiter für eine kommende Spielergeneration. Es ist nicht auszuschliessen, dass wir in den nächsten 5-8 Jahren doppelt so viele Spieler in der besten Liga der Welt haben werden wie jetzt. Eine Nationalmaschaft mit 10-12 oder mehr NHL-Spielern; Man stelle sich nur mal die Möglichkeiten vor ... :-)
    41 1 Melden
    • kupus@kombajn 22.05.2018 19:39
      Highlight 11 wären ja theoretisch jetzt schon möglich. 6 hatten wir. Malgin und Hischier bekamen keine Freigabe, Sbisa spielt noch, Bärtschi ist verletzt und für Weber gab es keinen Platz mehr.

      Und wer weiss, wie Praplan, Thürkauf, Siegenthaler und Rathgeb dort einschlagen werden. Vielleicht etabliert sich auch Kukan noch.
      32 1 Melden
    • Gretzky 23.05.2018 10:46
      Highlight Was die kommende Spielergeneration betrifft, so sieht es allerdings nicht ganz so rosig aus. Die Resultate der Juniorennatis zeigen leider einen klaren Abwärtstrend. Aber 10-15 Spieler, welche sich in der nhl festsetzten sind sicherlich drin. Kukan wird sich m.E. durchsetzen. Thürkauf wird es aufgrund seiner Spielweise schwer haben. Er ist ein guter Zweiwegstürmer, allerdings haben die Amis und Kanadier selber viele davon. Bei Praplan wird m.E. der Charakter entscheiden. Das Talent und die Technik hat er, aber bezüglich Einstellung und Willen muss er sich um Lichtjahre verbessern!
      4 0 Melden
  • emptynetter 22.05.2018 18:23
    Highlight sieh an, sieh an. jetzt wird aus dem nimmermüden fischer–kritiker zaugg plötzlich ein fischer–fan? Es ist offenbar noch nicht zu spät, um auf den fan–zug aufzuspringen.


    43 2 Melden
  • Danyboy 22.05.2018 18:08
    Highlight Abwarten... Ich mag es Fischi gönnen, aber der Erfolg hing und hängt auch künftig von den NHL-Spielern ab. Ohne Josi, Andrighetto, Niederreiter, Müller und Co wäre Fischer jetzt evtl nicht mehr Natitrainer.
    ABER: Er hatte zum richtigen Zeitpunkt die richtige Mannschaft, um seine Taktik und Strategie fürs CH Hockey (Dominanz) umzusetzen. Das kann ein richtiger Zünder sein für die nächsten Jahre. Und solche glückliche Fügungen braucht man manchmal einfach☺️
    101 1 Melden
    • Jakal 22.05.2018 21:28
      Highlight Danyboy, der Erfolg aller Teams, welche am Ende des Turniers um den Titel kämpfen hängt von ihren NHL-Stars ab. Der beste Trainer der Welt kann eine Gurkentruppe nicht zum Titel coachen. Aber auch die besten Spieler der Welt sind noch kein Garant für Erfolg. Patrick Fischer hat die beste ihm zur Verfügung stehende Mannschaft aufgeboten und ist mit einer Silbermedaille nach Hause gekommen. Er hat alles richtig gemacht ...
      17 0 Melden
    • Danyboy 23.05.2018 00:09
      Highlight Jakal:
      Natürlich, so ist das... Aber wir haben in der Schweiz nun mal bisher „nur“ diejenigen, welche dieses Jahr dabei waren.
      Schweden, Finnland, Kanada, Russland etc haben eine Breite, die zu jeder Zeit schlagkräftige Teams zusammenstellen lässt.
      Ich sag ja, als Schweizer brauchten wir diese glückliche Fügung mit den verfügbaren Spielern dieses Jahr. Ansonsten wäre Fischer wohl wieder grandios gescheitert. So einfach ist das.
      6 0 Melden
    • Jakal 23.05.2018 10:12
      Highlight Nein, Fischer wäre nicht grandios gescheitert sondern die Mannschaft inkl. Trainer Patrick Fischer hätte das gesteckte Ziel verfehlt, weil einfach nicht genug spielerische Qualität vorhanden gewesen wäre ...
      1 2 Melden
    • Danyboy 23.05.2018 16:11
      Highlight Jakal:
      Nein, das stimmt so nur bedingt und würde ja selbst von Fischer nicht unterschrieben... Er selbst ist es ja, der das riesige Potential auch ohne NHLer immer wieder betont hat. Sei es an der Olympiade oder zuvor schon...
      0 0 Melden
  • Fanta20 22.05.2018 18:04
    Highlight Nun könnte tatsächlich der Moment gekommen sein, wo sich die Schweiz endgültig in der erweiterten Weltspitze etabliert. Ziel müsste wohl sein, mittelfristig 30 bis 40 CH-Spieler in die ganz grosse Liga zu bringen (plus natürlich die jungen Talente in den diversen Minor-Leagues und Farmteams). So wäre die Chance gross, dass dann die WM-Mannschaft jeweils zu einem angemessenen Teil aus NHL-Cracks zusammengesetzt werden kann.
    30 2 Melden
  • wasps 22.05.2018 17:55
    Highlight Charismatischer Leitwolf. Der Eismeister adelt unseren Coach. Bleibt nur zu hoffen, dass dies so bleibt, auch wenn der nächste Rückschlag kommt.
    112 2 Melden
    • goschi 22.05.2018 18:33
      Highlight Unwahrscheinlich, Zaugg wird sich bei erstbester Gelegnheit wieder auf Patrick Fischer stürzen und betonen, dass er nur ein Zauberlehrling sei, der gut reden könne.
      39 1 Melden
    • sambeat 22.05.2018 21:54
      Highlight Wird es nicht, weil: Candle in the Wind......
      9 0 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 22.05.2018 17:37
    Highlight Ich denke es wird eine neue Ära im Swiss Hockey geben. Soviele NHL Spieler hatten wir noch nie. Natürlich werden wir weniger gute Zyklen erleben, aber wir werden immer mehr sehr gute erleben. Aber wir werden stärker das ist sicher.
    41 1 Melden
    • marak 22.05.2018 21:09
      Highlight So ist es in etwa. Und mengenmässig werden wir nie aufholen. Aber man kann die Lücke auf die Grossen verkleinern versuchen. Dazu brauchte es noch mehr Anstrengungen im Juniorenbereich. Schweden und Finnland haben nicht nur mehr NHL-tauglichen Spieler und Junioren die schon früh in grossen Mannschaften Verantwortung übernehmen weil es mehr Spieler per se gibt. Die arbeiten auch einfach noch eine Spur besser im Juniorenbereich. Und Leistungssprotler ist ein gesellschafltich ankerannter Beruf.
      11 0 Melden
    • exeswiss 22.05.2018 22:12
      Highlight @marak das problem der finnen ist, dass die etablierten spieler keinen bock auf die nationalmannschaft haben. siehe vatanen, ristolainen etc. finnland hatte sehr viele absagen, vorallem in der defensive.
      7 1 Melden
  • Pana 22.05.2018 17:32
    Highlight Einverstanden. Es wird auch wieder schlechtere WMs geben. Aber solange man genug "amerikanisches" Material dabei hat, wird man jedes Jahr das Potenzial haben, vorne mitzuspielen. Eine Medaille alle 5 Jahre ist nicht unrealistisch. Und auch ganz wichtig: Der Viertelfinals-Fluch ist nun definitiv gebrochen worden.
    45 1 Melden
  • zellweger_fussballgott 22.05.2018 17:27
    Highlight "Inzwischen spielen so viele Schweizer in Nordamerika, dass nicht einmal mehr Hockey-Freaks alle auswendig aufzuzählen vermögen." Ähm ja fast. Es ist immer noch im überschaubare Anzahl verglichen mit den Schweden oder Finnen. Man muss jetzt nicht übertreiben, um Fischers Leistung als Trainer zu schmälern.
    135 17 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 22.05.2018 17:57
      Highlight Ja, sicher, aber es ist immernoch ein immenser Fortschritt im Vergleich von vor 10 Jahren. Dazu sind heute viele Schweizer NHL Spieler nicht einfach nur Ersatzspieler, sondern auch tragend für das Team wie Josi, Sbisa, Hischier. Uns mit Finnen und Schweden zu vergleichen geht noch nicht. Aber eines Tages auf das Niveau zu kommen wäre wünschenswert und nicht unmöglich.
      37 1 Melden
    • Max Dick 22.05.2018 18:05
      Highlight Also ich hätte vor der WM längst nicht alle aufzählen können. Und es sind wirklich so viele wie noch nie.
      19 2 Melden
    • Rumbel the Sumbel 22.05.2018 18:29
      Highlight Ich hoffe, dass die Nati in Zukunft immer die Viertelfinals erreicht. Dann wird auch Wille, Einstellung und zum Teil die Konstellation eine Rolle spielen. Einfach weiter Vollgas👍🏻
      13 0 Melden
    • Jakal 22.05.2018 19:52
      Highlight Die Viertelfinals sollen und müssen auch weiterhin das erklärte Ziel von Swiss Icehockey sein. Nicht mehr und nicht weniger. Ab da wird die Luft dünn, und zwar für alle 8 Teams. Aber ab da fehlen auch nur 2 Siege zu einer Medaille. Sprich, ab da ist alles möglich.
      9 0 Melden
    • MaxHeiri 22.05.2018 20:36
      Highlight Bei Finnland spielten 8 NHL Spieler im Viertelfinal. 6 spielten in der KHL mit Jokerit Helsinki.
      Als Fazit denke ich schon, dass man mit Finnland bald auf Augenhöhe sein könnte.
      6 3 Melden
    • zellweger_fussballgott 23.05.2018 12:42
      Highlight @MaxHeiri Das "Problem" ist, dass dieses Jahr praktisch alle der besten Schweizer NHL-Cracks, sprich Teamstützen, bis auf Bärtschi und Hischier an die WM kamen. Klar fehlten auch Sbisa und Malgin, aber die haben eine kleinere Rolle in ihren Teams. Bei den Finnen "fehlten" dieses Jahr mit Koivu, Filuppula, Haula, Rinne oder Laine ganz andere Kaliber, obwohl andere sehr gute Spieler aufgeboten wurden wie Rantanen oder Granlund. Fehlen bei uns mehrere NHL-Spieler dann wird man diese nicht einfach durch andere NHL-Spieler ersetzen können und hat einen recht grossen Substanzverlust
      4 0 Melden
  • Normi 22.05.2018 17:17
    Highlight Zum 50igsten Teilnahme an einer A-WM würde ich der Schweiz wünschen das dass ein Beginn einer neuen Ära ist
    34 1 Melden
    • Jakal 22.05.2018 19:56
      Highlight Und ich wünsche mir zur HeimWM 2020 einen ähnlichen Move wie in Kopenhagen; Mit dem Besseren Ende für uns. Die Zeit ist reif :-)
      14 0 Melden

3 Tore in 4 Minuten – wie die Schweiz in den WM-Halbfinal stürmte

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