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Je später die Schwangerschaft, umso besser die sozialen Bedingungen. Bild: shutterstock

Good News für alle Spätgebärenden: Kinder älterer Mütter sind fitter, grösser und gebildeter

11.04.16, 15:25


Die Kinder älterer Mütter sind gesünder, grösser und gebildeter als der Nachwuchs jüngerer Frauen. Zu diesem Schluss kommt eine am Montag veröffentlichte Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock und der London School of Economics.

Die Vorteile wie ein verbessertes Gesundheitswesen und bessere Bildungschancen überwiegen demnach die Risiken einer späten Schwangerschaft. Bisherige Studien, die den Einfluss des Alters der Mutter auf die Gesundheit ihrer Kinder untersuchten, hatten den Forschern zufolge derartige Entwicklungen ausser Acht gelassen.

Zahlreiche Studien hatten zuletzt gezeigt, dass die Gesundheitsrisiken von Kindern mit dem Alter ihrer Mütter steigen. Je später eine Frau schwanger wird, desto grösser ist beispielsweise die Gefahr, dass das Kind mit einem Downsyndrom geboren wird oder später im Leben an Alzheimer, Bluthochdruck oder Diabetes erkrankt.

Biologische Risiken mehr als kompensiert

Trotz dieser Risiken profitieren Kinder der neuen Studie zufolge aber davon, wenn ihre Mütter sie erst spät zur Welt bringen. Bekommt eine Frau ihr Baby beispielsweise zehn Jahre später, verbessern sich in diesem Jahrzehnt auch die gesundheitlichen und sozialen Bedingungen, unter denen das Kind gross wird.

Nach Ansicht der Forscher werden die biologischen Risiken, die mit einer späten Schwangerschaft einhergehen, von den positiven Veränderungen der äusseren Einflüsse mehr als kompensiert.

In ihrer Studie analysierten der Rostocker MPIDR-Direktor Mikko Myrskylä und Kieron Barclay von der London School of Economics die Daten von mehr als 1,5 Millionen Frauen und Männern aus Schweden, die zwischen 1960 und 1991 geboren wurden. Sie untersuchten Grösse, körperliche Fitness, Schulabschlüsse und Bildungsstand. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt «Population and Development Review» veröffentlicht.

Auch bei sehr später Schwangerschaft

Die Forscher fanden heraus, dass die Kinder älterer Mütter grösser waren, bessere Schulleistungen erzielten und mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine Universität besuchten als die Kinder jüngerer Mütter. Dies galt selbst dann, wenn die Mütter bei der Geburt des Kindes bereits über 40 Jahre alt waren und sogar für Geschwister mit einem grossen Altersabstand.

Kinder, deren Mutter bei der Geburt Anfang 40 gewesen war, gingen im Durchschnitt etwa ein Jahr länger zur Schule oder Universität als Geschwister, bei deren Geburt die Mutter erst Anfang 20 gewesen war. (viw/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Trouble 12.04.2016 08:39
    Highlight Es wäre noch interessant, zu wissen, ob in der Statistik auch Embryonen auftauchen, welche wegen einer drohenden Behinderung abgetrieben worden sind? Die heutige Pränataldiagnostik ist weitführend und viele werdende Eltern möchten kein Kind mit Behinderung. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Karriere-orientierte Frauen (welche oft erst spät Kinder haben möchten) noch weniger den Willen haben, ein Kind mit Behinderung/Geburtsgebrechen grosszuziehen, als Frauen, die ihre Aufgabe in der Kinderbetreuung sehen.
    6 6 Melden
    • JoJodeli 12.04.2016 18:20
      Highlight Das wäre in der Tat interessant zu wissen. Allerdings ist der Artikel irgendwie so schlecht aufgestellt, dass man wohl nicht erwarten kann, dass die Auswertung der Studie überhaupt recherchiert wurde
      3 1 Melden
  • _kokolorix 12.04.2016 08:01
    Highlight Das mag für Schweden zutreffen, für viele andere Länder z.B. Grossbritannien ist durchschnittliche medizinische Versorgung in den letzten 20 Jahren deutlich schlechter geworden ...
    2 0 Melden
  • Menel 11.04.2016 23:51
    Highlight Meine Kinder habe ich mit Anfang 20 bekommen. Eines ist behindert (so viel zum Risiko ab 35), eines begabt (soviel zu bessere Schulleistung ab 35) und die Jüngste hat ADHS (so viel zu...what ever 😉).
    Das Leben ist keine Statistik ☺️
    38 0 Melden
  • amira 11.04.2016 19:05
    Highlight k
    Klar, weil die Kinder dann oftmals mehrheitlich unter Erwachsenen sind und weniger bei Kindern.
    14 2 Melden
  • LubiM 11.04.2016 18:34
    Highlight Zum Glück haben sie auch untersucht wie stark das Risiko für folgendes bei Geburten ab 30 zunimmt:
    - Diverse Genetische-Krankheiten (Trisonomien)
    - Diabetis
    - Allergien
    - Übergewicht
    - Fehlgeburten
    - Bei Frau Schwangerschaftsdiabetis und -vergiftung
    - Schwerer Schwanger zu werden (daran sind dann auch viele Beziehungen in die Brüche gegangen).
    Also hat nicht nur "Vorteile".

    8 20 Melden
    • desoxi 11.04.2016 21:09
      Highlight DiabetEs... Es heisst DiabetEs!
      Lernt es endlich...
      18 6 Melden
    • _kokolorix 12.04.2016 07:53
      Highlight Trisomien sind keine Krankheiten. Die häufigste Form, die Trisomie 21, besser bekannt als Down Syndrom, ist erst seit zwei Jahren ein von der IV anerkanntes Geburtsgebrechen. Mensche mit Trisomie 21 leiden nicht daran, sondern an der Ablehnung unserer Gesellschaft, welche ihnen kaum ein selbständiges Leben zugesteht.
      11 3 Melden
    • Mayadino 12.04.2016 09:34
      Highlight @kokolorix, kommt darauf an, kann sich ganz unterschiedlich exprimieren und leider haben viele mit trisomie auch organschäden, welche das leben sehr einschränken
      0 1 Melden
    • _kokolorix 12.04.2016 18:48
      Highlight Das stimmt schon, ca 60% haben z.B. einen Herzfehler. Diese können heute aber meistens sehr gut chirurgisch behoben werden. Das steht in keinem Verhältnis zu den 80% der abgetriebenen Kinder bei denen eine Trisomie21 vermutet wird. Die Bluttests haben in der Praxis ein Fehlerquote von etwa 60%!
      Ansonsten führt die Trisomie zu einem ineffizienteren Stoffwechsel, welcher zu einem anderen Entwicklungs- und Lernprozess führt. Und genau da versagt unsere Gesellschaft gewaltig.
      2 0 Melden
    • LubiM 12.04.2016 19:00
      Highlight OMG kokolorix... kommst du gerade aus einer PH Vorlesung?
      0 6 Melden
    • _kokolorix 12.04.2016 23:33
      Highlight Nein, ich habe eine Tochter mit Trisomie 21 und operiertem Herzfehler. Und nebenbei noch vier Söhne, mit allen denkbaren Besonderheiten...
      2 0 Melden
  • Fumo 11.04.2016 15:30
    Highlight "Die Vorteile wie ein verbessertes Gesundheitswesen und bessere Bildungschancen überwiegen demnach die Risiken einer späten Schwangerschaft."

    Verstehe ich das richtig, davon unabhängig ob eine 35 Jährige Frau ihr Kind im Jahr 1950 oder 2000 zur Welt bringt, es wird sich "besser" entwickeln als das Kind einer 20 Jährigen die im selben Jahr gebärt? o.O
    Ernsthaft jetzt, wo muss man sich bewerben um dafür bezahlt zu werden sowas herauszufinden (oder eher um sich so viel Unsinn auszudenken)?
    13 12 Melden
    • stiberium 11.04.2016 16:47
      Highlight Für mich ist die Studie schlüssig. Wobei es vermutlich eine statistische Angelegenheit ist und man sich deshalb nicht darauf verlasssen sollte.

      Ort und Zeit der Geburt spielt bestimmt auch eine Rolle, herrscht gerade Krieg oder grassiert ein Virus, welches die Säuglinge oder Embryos angreift. Für Länder wie Schweden oder auch die Schweiz geht die Studie aber ungefähr schon auf. Schon nur wegen der Mehrerfahrung im Leben, Arbeit etc. welche die "reiferen" Eltern bei der Erziehung haben.

      11 3 Melden
    • JoJodeli 11.04.2016 16:58
      Highlight Ich verstehe das jetzt auch nicht zu 100%. Ist das zurück gerechnet, im Sinne von: hätte die 40 Jährige mit 20 Jahren ein Kind im jahr 1980 zur Welt gebracht wäre das Kind nicht so gesund/gross/stark wie wenn sie es als 40 jährige im Jahre 2000 bekommt? Sonst macht die Statistik ja kein Sinn. Dann wären ja die restlichen Geburten von 20-30 jährigen im Jahr 2000 nicht berücksichtigt. Hätten Sie jetzt im Artikel geschrieben dass bei älteren Müttern mehr Geld für die Gesundheitsversorgung oder eine bessere Versicherung vorhanden ist, hätte ich dem zugestimmt.
      11 2 Melden
    • Fumo 11.04.2016 17:01
      Highlight es geht hier aber nicht um die Erziehung sondern um das Gesundheitszustand des Neugeborenen. wenn es also zur gleichen Zeit auf der Welt kommt kann die ältere Mutter gar keinen medizinischen Vorteil haben. Das ist Unsinn.
      6 12 Melden
    • stiberium 11.04.2016 18:37
      Highlight Es geht um die Entwicklung der Nachkommen. Vor 20 Jahren war die Gesundheitsforschung noch nicht so weit wie heute. Die 20 Jährige Mutter hat vielleicht keinen Nachteil gegenüber der 40 jährigen Mutter. Wartet sie jedoch bis sie selbst 40 Jahre ist hat die Gesundheitsforschung weitere Fortschritte gemacht und ihr Spross hat bessere Entwicklungsmöglichkeiten.

      Die Erkenntnis aus dieser Studie bringt die Menschheit jedoch kaum weiter und ist ja eigentlich logisch.
      9 0 Melden
    • Fumo 12.04.2016 08:05
      Highlight "Wartet sie jedoch bis sie selbst 40 Jahre ist hat die Gesundheitsforschung weitere Fortschritte gemacht und ihr Spross hat bessere Entwicklungsmöglichkeiten."

      Soweit so gut aber nochmal. Wenn beide zur selben Zeit einen Kind gebären ist die ältere nicht im fortschrittlichen Vorteil. Es haben ja beide die gleiche medizinischen Voraussetzungen.
      3 1 Melden
    • stiberium 12.04.2016 10:09
      Highlight Korrekt Fumo, ist sie nicht. Die Studie sagt lediglich, dass wenn sie noch 20 Jahre wartet die Entwicklung des Kindes statistisch gesehen besser ist.
      3 2 Melden
    • Fumo 12.04.2016 10:52
      Highlight Nein die Studie sagt das: "Die Kinder älterer Mütter sind gesünder, grösser und gebildeter als der Nachwuchs jüngerer Frauen." Erster Satz. Und das ist nunmal nonsense.
      3 2 Melden
    • stiberium 12.04.2016 14:19
      Highlight Ich gläb mir lönds... ;) Ist eine Interpretationsfrage.
      2 1 Melden
    • Fumo 12.04.2016 14:42
      Highlight ähm nein es ist eine Verständnisfrage, sorry.
      0 2 Melden
    • stiberium 12.04.2016 15:09
      Highlight Dann wiederhole ich mich halt auch wieder und sage dir erneut, ja du hast recht. Der Artikel besteht aber aus mehr als nur einer These oder eben dem ersten Satz. Ausserdem wundere ich mich ein wenig weshalb du das Ergebnis einer Studie als nonsense deklarierst. Hast du den selber auch Nachforschungen betrieben oder irgendeinen Beleg dafür dass die Studie nicht stimmt?
      3 1 Melden
    • Fumo 12.04.2016 15:14
      Highlight Der Beleg ist logisch! Nochmals da du es nicht verstehst:
      Wenn eine 40 jährige und eine 20 jährige im selben medizinischen Entwicklungsstand ein Kind zur Welt bringen kann das Kind der ältere Frau nicht gesünder sein als der der jüngeren. Es haben medizinisch gesehen beide die selben Voraussetzungen!
      Davon abgesehen dass ein Neugeborener der nur durch Medizin "gesünder" ist als einer der vor 10 Jahren gesund zur Welt kam nicht unbedingt ein Vorteil ist (Stichwort Penizilinkinder ;) ).
      0 3 Melden
    • stiberium 12.04.2016 15:37
      Highlight Und du verstehts nicht dass es um die Studie und nicht den ersten Satz geht im Artikel. Ich verstehe deine Auslegung der Sache sehr wohl und will dir eigentlich nur helfen, da du eine recht festgefahrene Meinung zu haben scheinst. Du solltest die Studie nicht auf einzelne Fälle beziehen sondern auf den Durchschnitt von 1.5 Millionen Schwedinnen und Schweden, welche zwischen 1961 - 1990 geboren wurden. Je nach Studie kann also die These bestätigt oder widerlegt werden. Diese Studie bestätigt sie. Wir reden so richtig klassisch aneinader vorbei... ^^
      5 0 Melden
    • Fumo 12.04.2016 15:55
      Highlight Die Studie besagt dass Mütter die sich Zeit lassen um schwanger zu werden gesündere Kinder zur Welt bringen, weil die medizinische Fortschritte die altersbedingte Nachteile wieder gut machen. Soweit so gut und das ergibt auch Sinn. Aber die Behauptung dass das Kind dann gesünder und besser heranwächst als der einer jüngeren Mutter die zur selben Zeit gebärt IST Schwachsinn und der Vergleich mit einer Mutter die ihr Kind vor zehn Jahren zur Welt brachte noch mehr.
      Und laut dieser Studie müssten wir doch alle dumme, kleine Winzlinge sein denn jedes Kind der nach uns kam entwickelt sich ja besser
      1 4 Melden
    • stiberium 12.04.2016 17:39
      Highlight Schöne obe Fumo!
      4 0 Melden

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