Demonstration vor dem Weissen Haus in Washington D.C.
Bild: keystone
Protest vor dem Weissen Haus: Trump droht Demonstranten
Nach einem Protest vor dem Weissen Haus hat US-Präsident Donald Trump Demonstranten gedroht – indirekt, aber dafür mit sehr deutlichen Worten. Falls Demonstranten am Freitag über den Zaun des Regierungssitzes gelangt wären, wären sie von «boshaften Hunden und den bedrohlichsten Waffen» begrüsst worden, schrieb Trump am Samstag auf Twitter. Dann wären sie «wirklich mindestens schwer verletzt» worden. Viele Beamte des Secret Service warteten nur auf «Action».
Trump lobte die Sicherheitskräfte für Besonnenheit und Professionalität im Umgang mit Demonstranten. Diese hätten nicht den bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaner George Floyd ehren wollen, sondern hätten es nur auf Krawall abgesehen gehabt. Der Protest vor dem Weissen Haus am Freitagnachmittag war vergleichsweise klein und harmlos: Demonstranten warfen einige Behelfszäune aus Metall um, die rund 30 Meter vor dem Zaun des Weissen Hauses Passanten zurückhalten.
Beamte des Secret Service nehmen vor dem Weissen Haus einen Demonstranten fest.
Bild: keystone
Der Präsident äusserte sich zunächst nicht zu den teils heftigen Protesten und Ausschreitungen, die in der Nacht viele Städte erschüttert hatten. Ausgelöst wurden die Proteste vom Tod des Afroamerikaners in der Grossstadt Minneapolis am vergangenen Montag. (sda/dpa)
Proteste in Minneapolis
Minneapolis brennt: Nach dem Tod von George Floyd sind in den ganzen USA Proteste ausgebrochen. keystone / John Minchillo
Hunderte versammelten sich in der Nacht auf Freitag, den 29.5., in Minneapolis, um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu protestieren. keystone / John Minchillo
Dabei wurde unter anderem eine Polizeistation gestürmt und ein Alkoholladen in Brand gesteckt. keystone / John Minchillo
Die Proteste finden im ganzen Land statt. Hier sehen wir Demonstrantinnen in New York. keystone / JUSTIN LANE
Auch in Louisville, Kentucky, gibt es Demonstrationen. keystone / Michael Clevenger
«Bitte, ich kann nicht atmen», sagte Floyd immer wieder. Auch nach mehrmaligem Flehen hörte der Polizist nicht auf. Ganze sieben Minuten drückt er das Knie auf Floyds Hals. AP / Richard Tsong-Taatarii
Bereits am Dienstag, 26.5., protestierten hunderte Menschen nach dem Tod von George Floyd in Minneapolis. Dem Afro-Amerikaner wurde bei einer Verhaftung von einem Polizisten so lange das Knie auf den Hals gedrückt, bis er sich wenige Momente später nicht mehr bewegte. AP / Carlos Gonzalez
Die Polizei ging mit Tränengas und Gummischrot gegen die Demonstranten vor. Vier Polizisten wurden nach dem Tod von Floyd entlassen. AP / Carlos Gonzalez
Der Tod von George Floyd hat viele Wunden aufgerissen, wie die folgenden Bilder zeigen ... AP / Richard Tsong-Taatarii
AP / Richard Tsong-Taatarii
AP / Richard Tsong-Taatarii
keystone / Christine T. Nguyen
keystone / Christine T. Nguyen
keystone / Carlos Gonzalez
keystone / Carlos Gonzalez
keystone / Carlos Gonzalez
keystone / Carlos Gonzalez
keystone / Carlos Gonzalez
keystone / Christine T. Nguyen
keystone / Christine T. Nguyen
keystone / Christine T. Nguyen
keystone / Carlos Gonzalez
keystone / Carlos Gonzalez
Dieses Video zeigt die Ausschreitungen in den Strassen von Minneapolis
Video: watson / Lino Haltinner
Das könnte dich auch interessieren: