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Eine Lehrerin muss vor dem Eingang zur Schule ihren «Green Pass», das italienische Äquivalent zum Schweizer Covid-Zertifikat, zeigen. Bild: keystone

Zur Arbeit nur noch mit Zertifikat – Italien führt die Quasi-Impfpflicht ein

Ab dem 15. Oktober können die Italienerinnen und Italiener nur noch mit dem Impfpass zur Arbeit erscheinen. Zwar gilt auch ein negativer Test, doch der muss selbst bezahlt werden. Die Regelung gilt sowohl für den öffentlichen Dienst als auch für die Privatwirtschaft.

Publiziert: 16.09.21, 21:54
Dominik Straub, Rom / ch media

Mario Draghi hatte schon zu Beginn der Woche Entschlossenheit signalisiert: «Bestimmte Dinge müssen getan werden, auch wenn sie unpopulär sind», erklärte der italienische Ministerpräsident unmissverständlich. An der Regierungssitzung am Donnerstag erfolgte sie dann, die unpopuläre Entscheidung: Ab dem 15. Oktober müssen Angestellte und Arbeiter beim Eintreffen an ihrem Arbeitsplatz die nationale «Green Card» vorweisen.

Können sie dies nicht, werden sie von den für die Kontrollen zuständigen Abteilungsleitern und Chefs umgehend wieder nach Hause geschickt. Wer sich trotzdem in sein Büro oder an seine Werkbank begibt, riskiert eine Busse zwischen 400 und 1000 Euro. Und spätestens ab dem fünften Tag ohne Impfpass wird die Lohnzahlung eingestellt.

Der italienische Premierminister Mario Draghi greift durch: Innerhalb von drei Wochen soll Italien eine möglichst hohe Impfquote erreichen. Bild: keystone

Das Ziel der italienischen Regierung ist klar abgesteckt: Innerhalb von drei oder maximal vier Wochen soll in Italien eine Impfquote erreicht werden, die auch während der herannahenden kälteren Jahreszeit ein dramatisches Ansteigen der Covid-Fallzahlen verhindern kann.

Laut dem nationalen Impf-Kommissar, General Francesco Paolo Figliuolo, ist diese «Sicherheitszone» dann erreicht, wenn 44 der 54 Millionen impfbaren Italiener die zweite Dosis erhalten haben werden. Heute sind in Italien 39 Millionen Personen zweimal geimpft, was einer der höchsten Impfraten Europas entspricht.

Medizinisches Personal und Lehrkräfte sind bereits in der Pflicht

Die Pflicht, den «Green Pass» vorzuweisen, gilt in Italien bereits für das medizinische Personal und seit dem Schulbeginn am vergangenen Montag auch für alle Lehrkräfte. Von der nun beschlossenen Ausdehnung der Impfpass-Pflicht auf den gesamten öffentlichen und privaten Sektor sind laut Angaben des Gesundheitsministeriums etwas mehr als vier Millionen Angestellte und Arbeiter betroffen.

Sowohl die Arbeitgeber als auch die Gewerkschaften hatten der Impfpass-Pflicht in den Verhandlungen mit der Regierung grundsätzlich zugestimmt - die Arbeitgeber aus Angst vor einem drohenden neuen Lockdown, die Arbeitnehmer aus Gründen der Arbeitssicherheit. Es gilt allerdings festzuhalten, dass in Italien für den Erhalt des «Green Passes» noch immer die 3-G-Regelung (geimpft, genesen, getestet) gilt: Wer sich partout nicht impfen lassen will, der kann auch mit einem negativen Test zur Arbeit gehen.

Die intensivsten Diskussionen bei den Verhandlungen der Regierung mit den Sozialpartnern drehten sich denn auch um die Frage, wer die Tests bezahlen soll: die Gewerkschaften forderten kostenlose Tests («man soll nicht bezahlen müssen, um zur Arbeit zu gehen»). Doch Draghi bezeichnete dies als «inopportun»: Gratis-Tests seien ein Anreiz, sich nicht impfen zu lassen.

Sollten die neuen Massnahmen nicht ausreichen, dann schliesst die Regierung auch neue, noch drastischere Entscheidungen nicht aus. Tatsächlich ist selbst die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht kein Tabu - obwohl in Italien die Fallzahlen im Moment zurückgehen und das Land mit 54 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen eine vergleichsweise tiefe Inzidenz aufweist.

«Wir haben uns nun zunächst für eine Ausdehnung des ‹Green Pass› entschieden, weil es ein Instrument ist, das funktioniert und von den Menschen akzeptiert wird», erklärte Draghi in den Verhandlungen mit den Gewerkschaften. Aber: «Wir müssen endlich zur Normalität zurückkehren», betonte der Ministerpräsident. (bzbasel.ch)

Die One-Slam-Wonders im Herren-Tennis

US Open 2021: DANIIL MEDWEDEW – Novak Djokovic 6:4, 6:4, 6:4. keystone / JUSTIN LANE
US Open 2020: DOMINIC THIEM – Alexander Zverev 2:6, 4:6, 6:4, 6:3, 7:6. keystone / Seth Wenig
US Open 2014: MARIN CILIC – Kei Nishikori 6:3, 6:3, 6:3. EPA/EPA / JUSTIN LANE
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Australian Open 2002: THOMAS JOHANSSON – Marat Safin 3:6, 6:4, 6:4, 7:6. AP / TONY FEDER
Wimbledon 2001: GORAN IVANISEVIC – Patrick Rafter 6:3, 3:6, 6:3, 2:6, 9:7. PA / REBECCA NADEN
French Open 1998: CARLOS MOYA – Alex Corretja 6:3, 7:5, 6:3. AP / LIONEL CIRONNEAU
Australian Open 1998: PETR KORDA – Marcelo Rios 6:2, 6:2, 6:2.
Wimbledon 1996: RICHARD KRAJICEK – MaliVai Washington 6:3, 6:4, 6:3. AP / DAVE CAULKIN
French Open 1995: THOMAS MUSTER – Michael Chang 7:5, 6:2, 6:4. Getty Images Europe / Gary M. Prior
Wimbledon 1991: MICHAEL STICH – Boris Becker 6:4, 7:6, 6:4. Getty Images Europe / Getty Images
French Open 1990: ANDRES GOMEZ – Andre Agassi 6:3, 2:6, 6:4, 6:4. Getty Images Europe / Getty Images
French Open 1989: MICHAEL CHANG – Stefan Edberg 6:1, 3:6, 4:6, 6:4, 6:2. AP / PIERRE GLEIZES
Wimbledon 1987: PAT CASH – Ivan Lendl 7:6, 6:2, 7:5. Getty Images Europe / Getty Images
French Open 1983: YANNICK NOAH – Mats Wilander 6:2, 7:5, 7:6.
Australian Open 1980: BRIAN TEACHER – Kim Warwick 7:5, 7:6, 6:2.
Australian Open 1977 (Dezember): VITAS GERULAITIS – John Lloyd 6:3, 7:6, 5:7, 3:6, 6:2.
Australian Open 1977 (Januar): ROSCOE TANNER – Guillermo Vilas 6:3, 6:3, 6:3.
French Open 1976: ADRIANO PANATTA – Harold Solomon 6:1, 6:4, 4:6, 7:6.
Australian Open 1976: MARK EDMONDSON – John Newcombe 6:7, 6:3, 7:6, 6:1.
US Open 1975: MANUEL ORANTES – Jimmy Connors 6:4, 6:3, 6:3.
French Open 1972: ANDRES GIMENO – Patrick Proisy 4:6, 6:3, 6:1, 6:1.

Hier werden ohne schlechtes Gewissen einfach mal zig Autos gecrasht.

Video: watson / Aya Baalbaki

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