Beat Feuz bejubelt in Beaver Creek seinen 11. Weltcupsieg.
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Feuz zum Doppelsieg: «Super, wenn ich auf dem Podest Schweizerdeutsch sprechen kann»
Beat Feuz feiert mit dem Sieg in der Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek einen besonderen Erfolg. Im Interview nach dem ersten Sieg in der Abfahrt auf der «Birds of Prey» spricht Feuz unter anderem über die bangen Momente nach seiner Fahrt und den herabgesetzten Start.
Beat Feuz, dreimal waren Sie hier in der Abfahrt schon Zweiter. Der erste Sieg war also überfällig.
Könnte man sagen, ja. Aber heute habe ich nicht damit gerechnet. Ich hatte mich während meiner Fahrt nicht sonderlich wohl gefühlt. Aber offenbar ist es anderen auch so ergangen.
Als Sie im Ziel abgeschwungen hatten, glaubten Sie da bereits, dass es ganz nach vorne reichen könnte?
Nein, ich hatte nicht geglaubt, dass die «Eins» aufleuchten würde. Und als der Schneefall nachliess und es aufhellte, da habe ich erst recht nicht mit dem Sieg gerechnet.
Ein bisschen Zittern muss bei Ihnen im Zielraum offenbar sein.
Das ist so ja. Das einzige Mal, dass ich als Führender bisher nicht zittern musste, war im Training in der letzten Woche in Lake Louise, als ich mit über einer Sekunde Vorsprung vorne lag (lacht).
Dass heute in Beaver Creek der Start heruntergesetzt wurde, war sicher nicht zu Ihrem Nachteil.
Da war ich natürlich nicht unglücklich. Tiefes Tempo beim Start ist ja nicht so meine Sache. Dass es aber wie heute gleich nach dem Start von null auf hundert geht, behagt mir auch nicht sonderlich.
Hier zu gewinnen, ist speziell für Sie. Beaver Creek nennen Sie einen der Wendepunkte in Ihrer Karriere.
Hier habe ich vor vier Jahren mit einem zweiten Platz in der Abfahrt den Neustart geschafft. Es war sozusagen der Anfang meiner zweiten Karriere.
Der Raubvogel darf beim Schweizer Doppelsieg auf der «Birds of Prey» natürlich nicht fehlen.
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Diesen Erfolg mit Teamkollege Mauro Caviezel auf dem Podium zu feiern, ist umso schöner.
Das macht das Ganze natürlich noch schöner. Super, dass ich mich auf dem Podest auf Schweizerdeutsch unterhalten kann. (pre/sda)
Der böse Sturz von Dressen.
Video: streamja
Alle Weltcupsiege von Beat Feuz
Die Premiere: Beat Feuz gewinnt am 11. März 2011 die Abfahrt in Kvitfjell. AP / Alessandro Trovati
Der erste Klassiker: Am 16. Dezember 2011 gewinnt Feuz den Super-G in Val Gardena. EPA / ETTORE FERRARI
Der Heimsieg: Am 14. Januar 2012 triumphiert Beat Feuz in der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA BELLA
Die Olympia-Hauptprobe: Am 11. Februar 2012 gewinnt der Schweizer die erste Abfahrt auf der Piste der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA BELLA
Der doppelte Jubel: Am 2. März 2012 gewinnen Feuz und der Österreicher Klaus Kröll zeitgleich den Super-G in Kvitfjell. AP / Alessandro Trovati
Die Rückkehr: Nach vier Jahren mit vielen Verletzungen siegt Feuz am 16. März 2016 in der Abfahrt des Weltcupfinals in St.Moritz. EPA/KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Der Doppelschlag: Einen Tag später triumphiert Beat Feuz in St.Moritz auch im Super-G. EPA/KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Guter Auftakt in den Olympia-Winter für Feuz: In der ersten Abfahrt der Saison in Lake Louise steht Feuz am 25. November 2017 zuoberst auf dem Podest. AP/The Canadian Press / Jeff McIntosh
Sechs Jahre nach seinem ersten Sieg in Wengen gewinnt Feuz am 13. Januar 2018 zum zweiten Mal die Lauberhorn-Abfahrt. In einem Hitchcock-Finale lässt der Schangnauer seinen Dauerrivalen Aksel Svindal um 18 Hundertstel hinter sich. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
In Garmisch-Partenkirchen entscheidet Feuz am 27. Januar 2018 einen weiteren Hundertstel-Krimi für sich. Wieder behält er um 18 Hundertstel die Nase vorn,die zeitgleichen Dominik Paris und Vincent Kriechmayr haben das Nachsehen. EPA/EPA / LISI NIESNER
Am 30. November 2018 gewinnt Beat Feuz auf der «Birds of Prey» seine achte Weltcup-Abfahrt. Speziell: Neben ihm auf Podest steht Mauro Caviezel, der Zweiter wird. AP/AP / John Locher
Ein Jahr später doppelt der «Kugelblitz» in der Abfahrt von Beaver Creek nach. Das Dutzend ist voll! AP / John Locher
Der dritte Heimsieg in Wengen – nach einem Jahr Pause triumphiert Feuz erneut am Lauberhorn. Die Abafahrt am Fusse von Eiger, Mönch und Jungfrau scheint wie geschaffen für ihn. AP / Marco Tacca
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