Amurtigermutter Elena trägt im Gehege des Zürcher Zoos eines ihrer Jungen im Fang, am Mittwoch, 20. Juli 2011.
Bild: KEYSTONE
Tierisches Beziehungsdrama im Zürcher Zoo: Tiger Sayan tötet Partnerin
Nun ist die Todesursache der Tigerin Elena geklärt: Sie wurde vom Männchen Sayan zu Tode gebissen. Die Verantwortlichen des Zoos Zürich sind überrascht, denn die beiden Tiger schienen eigentlich ein einigermassen gutes Verhältnis zu haben.
Offenbar gab es in der Nacht auf den 5. September einen Kampf, den niemand bemerkte. Dies schreibt der Zoo Zürich in einer Mitteilung vom Mittwoch. Im Untersuchungsbericht wird die Todesursache traumatischen Verletzungen im Nacken- und Kehlbereich zugeschrieben. Elena sei zwar altershalber bereits etwas geschwächt gewesen, doch ihr Tod gehe auf die Bissverletzungen zurück, heisst es.
Sayan, das zweieinhalbjährige Männchen, kam Anfang Februar aus einem französischen Zoo nach Zürich. Der Tiger wurde Schritt für Schritt auf das Zusammenleben mit Elena vorbereitet. Es sei nicht von Anfang an eine harmonische Beziehung gewesen, schreibt der Zoo. Doch die Tiere hätten sich «zusammengerauft». Die tragisch endende Auseinandersetzung überrasche, schreibt der Zoo.
Sayan ist zur Zeit der einzige Bewohner der Tieranlage. Die Suche nach einer neuen Partnerin erfolgt im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes EEP.
Die 14-jährige Amurtigerin Elena lag am 5. September tot in der Anlage. Ihr Tod war für den Zoo überraschend. Die Verantwortlichen liessen daraufhin die Ursache vom Pathologischen Institut der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Zürich untersuchen. (sda)
Drei Tigerbabys im Walter Zoo in Gossau
Video: srf/SDA SRF
Das traurige Schicksal der Zoo-Tiere von Tiflis
Ein toter Bär, auf Trümmern liegend: Traurige Bilder erreichen uns aus der georgischen Hauptstadt Tiflis. AP/AP / Pavel Golovkin
Mindestens 30 Tiere büxten aus, darunter Tiger, Löwen, Bären und Wölfe. X01222 / DAVID MDZINARISHVILI
Mehrere Tiere, so viel ist bekannt, überlebten die Überschwemmungen nicht. X01222 / DAVID MDZINARISHVILI
Einige von ihnen wurden von Spezialeinheiten erschossen. X01222 / DAVID MDZINARISHVILI
Von den umherirrenden Raubtieren waren Übergriffe auf Menschen in der Millionenstadt befürchtet worden. AP/AP / Shakh Aivazov
Nach dem Rückgang der Wassermassen wurden auf dem Zoogelände diverse Tierkadaver gefunden. X01222 / DAVID MDZINARISHVILI
Tierschützer werfen den Behörden vor, mit der Erschiessung der Tiere teilweise überreagiert zu haben. X01222 / DAVID MDZINARISHVILI
Trotz dieser traurigen Bilder: Es gibt auch jene Erfolgsmeldungen, wonach etwa ein Krokodil und ein Wildschwein überlebt haben. X01222 / DAVID MDZINARISHVILI
Die Suche nach weiteren überlebenden Zoo-Streunern wird Tag und Nacht fortgesetzt. AP/AP / Tinatin Kiguradze
Tiflis wurde zuletzt von heftigen Überschwemmungen heimgesucht, den Zoo der Stadt traf es besonders schwer. Mehrere Zoomitarbeiter starben. AP/AP / Tinatin Kiguradze
Oder jene vom Nilpferd Begi, das ausgerissen ... X01348 / BESO GULASHVILI
... ehe es in einen tiefen Schlaf verfiel ... AP/AP / Tinatin Kiguradze
Der abgefeuerte Betäubungspfeil entfaltete ziemlich rasch seine Wirkung. AP/AP / Beso Gulashvili
Ein Mann mit einem Betäubungsgewehr nahm sich des schwerfälligen Vierbeiners an. X01348 / BESO GULASHVILI
Zoomitarbeiter und Helfer konnten sich dem Tier nähern, ... AP/AP / Tinatin Kiguradze
... und durch die verschlammten Strassen von Tiflis defiliert war. AP/AP / Beso Gulashvili
... und in altbekannter Umgebung wieder erwachte. Hinter Gittern zwar, aber immerhin lebend. X01222 / DAVID MDZINARISHVILI
Begi wird nun aufgepäppelt. Die Behörden teilen mit, es sei sicher, dass keines der Raubtiere für den Tod eines Menschen verantwortlich ist. X01222 / DAVID MDZINARISHVILI
Das könnte dich auch interessieren: