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Die Carolina Hurricanes und Nino Niederreiter stehen mit einem Bein im Final der Eastern Conference. Bild: AP/The Canadian Press

Warum das Hoch von Niederreiters Hurricanes niemanden überraschen dürfte

Die Carolina Hurricanes stehen im Conference-Halbfinal vor einem Sweep gegen die New York Islanders. Das Team, das vor dem Saisonstart kaum jemand auf der Rechnung hatte, ist nun gar ein heisser Stanley-Cup-Anwärter. Die Geschichte zeigt: Das ist typisch Carolina.

Publiziert: 02.05.19, 15:58 Aktualisiert: 02.05.19, 16:44

Neun Jahre waren die Carolina Hurricanes nicht mehr in den Playoffs. Und im Januar dieses Jahres, als sie einmal mehr in den unteren Regionen der Tabelle zu finden waren, traute ihnen kaum jemand mehr den Sprung in die Playoffs, geschweige denn erfolgreiche Playoffs zu.

Doch mit dem Zuzug des Schweizers Nino Niederreiter Mitte Januar begann die Trendwende.

Nun sind die Hurricanes doch in den Playoffs gelandet und stehen nach dem dritten Sieg in Serie gegen die New York Islanders vor dem Einzug in den Final der Eastern Conference. «Das nächste Spiel wird das härteste», sagt Carolinas Trainer Rod Brind'Amour. «Sie werden nicht einfach aufgeben. Bis jetzt war jedes Spiel umkämpft, meist entschied nur ein einziges Tor. Das wird am Freitag nicht anders sein.»

Es ist eine Überraschung, dass die Mannschaft von der US-Ostküste derart gut performt. Schliesslich haben die drei Top-Stürmer Sebastian Aho, Teuvo Teravainen und insbesondere Niederreiter in den Playoffs noch nicht ihr volles Potenzial abgerufen. Und weil Stammgoalie Petr Mrazek verletzt ist, steht mit Curtis McElhinney eine Nummer 2 im Tor, die Anfang Saison von Toronto noch abgeschoben wurde.

Doch obwohl lange wenig für die «Canes» sprach, sollte der momentane Höhenflug eigentlich nicht überraschen. Das zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Denn Carolina erreicht die Playoffs zwar nicht oft, doch wenn die Hurricanes mal dabei sind, dann sind sie gekommen, um zu bleiben. In diesem Jahrtausend scheiterten sie nur einmal in der ersten Runde.

  • 2001: Zum zweiten Mal seit dem Wegzug aus Hartford schafften die Hurricanes den Sprung in die Playoffs. Im Conference-Viertelfinal war Topfavorit New Jersey mit Goalie-Superstar Martin Brodeur allerdings zu stark.

Der heutige Carolina-Coach Rob Brind'Amour scheitert in den Playoffs 2001 an Martin Brodeur. Bild: AP

  • 2002: Ein Jahr später waren die «Canes» wieder mit dabei und schafften als schlechtestes aller Playoff-Teams die grosse Überraschung der ersten Runde. Sie schalteten die Boston Bruins in sechs Spielen aus. Eine Runde später mussten auch die Montreal Canadiens in sechs Spielen dran glauben. Im Final der Eastern Conference schlugen sie dann auch noch Toronto – ebenfalls in sechs Spielen. Erst im Final wurde der wundersame Lauf gestoppt. Favorit Detroit holte sich den Stanley Cup. Danach mussten die Fans in Raleigh wieder zwei Jahre ohne Playoff-Teilnahme auskommen.
  • 2006: Nach dem Lockout von 2005 hatte Carolina seine beste Saison. Mit dem Schweizer Martin Gerber im Tor holte die Mannschaft sich den ersten Platz in der Southeast Division und setzte dann auch in den Playoffs zu einem Lauf an. Zuerst schalteten die Südstaatler Philadelphia aus, dann mussten auch New Jersey und Buffalo dran glauben. Der Final gegen Edmonton war eine enge Kiste, doch nach dem Sieg im siebten Spiel durften sich die «Canes» und Martin Gerber tatsächlich Stanley-Cup-Sieger nennen. Danach verschwand Carolina wieder in der Bedeutungslosigkeit und verpasste die Playoffs die nächsten zwei Jahre.

Martin Gerber bringt 2006 den Stanley Cup nach Langnau. Bild: KEYSTONE

  • 2009: Plötzlich waren sie wieder da. 2009 rutschten die Hurricanes wieder einmal in die Playoffs. Im Conference-Viertelfinal schlugen sie einmal mehr New Jersey. Im Halbfinal setzten sie sich gegen Conference-Sieger Boston durch. Der Final gegen Pittsburgh bedeutete dann aber Endstation: Mit 0:4 scheitern die «Canes» an Pittsburgh.

Nach dem Conference-Final von 2009 verpasste das Team aus Raleigh die Playoffs wieder neun Mal in Folge. Man sieht: Erfolg in der «Post-Season» war selten das Problem der Hurricanes. Das Problem war, dass man die Playoffs zu selten erreichte. Wenn sie aber einmal drin waren, hatten sie meistens auch Erfolg.

Dieses Jahr scheint es zumindest einmal bis in die dritte Runde zu gehen. Denn erst vier Mal in der Geschichte der NHL gelang es einem Team, einen 0:3-Rückstand in einer Playoff-Serie noch zu drehen. So unberechenbar wie die NHL-Playoffs dieses Jahr sind, dürfen sie sogar vom Titel träumen.

Wie weit kommen die Carolina Hurricanes noch?
Leider hat was nicht geklappt. Bitte versuche es später nochmals.

Die 32 Stadien der 31 NHL-Teams

Amalie Arena: Tampa, Florida. Team: Tampa Bay Lightning. Kapazität: 19'092 Zuschauer. Eröffnet: 1996. Picasa
Amalie Arena: Tampa, Florida. Team: Tampa Bay Lightning. Kapazität: 19'092 Zuschauer. Eröffnet: 1996. wikimedia / wikimedia
American Airlines Center: Dallas, Texas. Team: Dallas Stars. Kapazität: 18'532 Zuschauer. Eröffnet: 2001.
American Airlines Center: Dallas, Texas. Team: Dallas Stars. Kapazität: 18'532 Zuschauer. Eröffnet: 2001. wikimedia / wikimedia
BB&T Center: Sunrise, Florida. Team: Florida Panthers. Kapazität: 19'250 Zuschauer. Eröffnet: 1998. Elliot Lowe / Elliot Lowe
BB&T Center: Sunrise, Florida. Team: Florida Panthers. Kapazität: 19'250 Zuschauer. Eröffnet: 1998. Elliot Lowe / Elliot Lowe
Barclays Center: Brooklyn, New York. Team: New York Islanders. Kapazität: 15'795 Zuschauer. Eröffnet: 2012. wikimedia / wikimedia
Barclays Center: Brooklyn, New York. Team: New York Islanders. Kapazität: 15'795 Zuschauer. Eröffnet: 2012. wikimedia / wikimedia
Nassau Coliseum: Uniondale, New York. Team: New York Islanders. Kapazität: 13'900 Zuschauer. Eröffnet: 1972. wikimedia / wikimedia
Nassau Coliseum: Uniondale, New York. Team: New York Islanders. Kapazität: 13'900 Zuschauer. Eröffnet: 1972. wikimedia / wikimedia
Bell Centre: Montreal, Québec. Team: Montreal Canadiens. Kapazität: 21'302 Zuschauer. Eröffnet: 1996. wikimedia / wikimedia
Bell Centre: Montreal, Québec. Team: Montreal Canadiens. Kapazität: 21'302 Zuschauer. Eröffnet: 1996. wikimedia / wikimedia
Bell MTS Centre: Winnipeg, Manitoba. Team: Winnipeg Jets. Kapazität: 15'321 Zuschauer. Eröffnet: 2004. wikimedia / wikimedia
Bell MTS Centre: Winnipeg, Manitoba. Team: Winnipeg Jets. Kapazität: 15'321 Zuschauer. Eröffnet: 2004. wikimedia / wikimedia
Bridgestone Arena: Nashville, Tennessee. Team: Nashville Predators. Kapazität: 17'133 Zuschauer. Eröffnet: 1996. wikimedia / wikimedia
Bridgestone Arena: Nashville, Tennessee. Team: Nashville Predators. Kapazität: 17'133 Zuschauer. Eröffnet: 1996. wikimedia / wikimedia
Canadian Tire Center: Ottawa, Ontario. Team: Ottawa Senators. Kapazität: 17'373 Zuschauer. Eröffnet: 1996. wikimedia / wikimedia
Canadian Tire Center: Ottawa, Ontario. Team: Ottawa Senators. Kapazität: 17'373 Zuschauer. Eröffnet: 1996. wikimedia / wikimedia
Capital One Arena: Washington D.C. Team: Washington Capitals. Kapazität: 18'506 Zuschauer. Eröffnet: 1997.
Capital One Arena: Washington D.C. Team: Washington Capitals. Kapazität: 18'506 Zuschauer. Eröffnet: 1997.
Enterprise Center: St.Louis, Missouri. Team: St.Louis Blues. Kapazität: 18'724 Zuschauer. Eröffnet: 1994. wikimedia / wikimedia
Enterprise Center: St.Louis, Missouri. Team: St.Louis Blues. Kapazität: 18'724 Zuschauer. Eröffnet: 1994. wikimedia / wikimedia
Gila River Arena: Glendale, Arizona. Team: Arizona Coyotes. Kapazität: 17'125 Zuschauer. Eröffnet: 2003. wikimedia / wikimedia
Gila River Arena: Glendale, Arizona. Team: Arizona Coyotes. Kapazität: 17'125 Zuschauer. Eröffnet: 2003. wikimedia / wikimedia
Honda Center: Anaheim, Kalifornien. Team: Anaheim Ducks. Kapazität: 17'174 Zuschauer. Eröffnet: 1993. wikimedia / wikimedia
Honda Center: Anaheim, Kalifornien. Team: Anaheim Ducks. Kapazität: 17'174 Zuschauer. Eröffnet: 1993. wikimedia / wikimedia
KeyBank Center: Buffalo, New York. Team: Buffalo Sabres. Kapazität: 19'070 Zuschauer. Eröffnet: 1996. wikimedia / wikimedia
KeyBank Center: Buffalo, New York. Team: Buffalo Sabres. Kapazität: 19'070 Zuschauer. Eröffnet: 1996. wikimedia / wikimedia
Little Caesars Arena: Detroit, Michigan. Team: Detroit Red Wings. Kapazität: 19'515 Zuschauer. Eröffnet: 2017. wikimedia / wikimedia
Little Caesars Arena: Detroit, Michigan. Team: Detroit Red Wings. Kapazität: 19'515 Zuschauer. Eröffnet: 2017. wikimedia / wikimedia
Madison Square Garden: New York, New York. Team: New York Rangers. Kapazität: 18'006 Zuschauer. Eröffnet: 1968. wikimedia / wikimedia
Madison Square Garden: New York, New York. Team: New York Rangers. Kapazität: 18'006 Zuschauer. Eröffnet: 1968. wikimedia / wikimedia
Nationwide Arena: Columbus, Ohio. Team: Columbus Blue Jackets. Kapazität: 18'144 Zuschauer. Eröffnet: 2000. wikimedia / wikimedia
Nationwide Arena: Columbus, Ohio. Team: Columbus Blue Jackets. Kapazität: 18'144 Zuschauer. Eröffnet: 2000. wikimedia / wikimedia
Ball Arena: Denver, Colorado. Team: Colorado Avalanche. Kapazität: 17'809 Zuschauer. Eröffnet: 1999. wikimedia / wikimedia
Ball Arena: Denver, Colorado. Team: Colorado Avalanche. Kapazität: 17'809 Zuschauer. Eröffnet: 1999. wikimedia / wikimedia
PNC Arena: Raleigh, North Carolina. Team: Carolina Hurricanes. Kapazität: 18'680 Zuschauer. Eröffnet: 1999. wikimedia / wikimedia
PNC Arena: Raleigh, North Carolina. Team: Carolina Hurricanes. Kapazität: 18'680 Zuschauer. Eröffnet: 1999. wikimedia / wikimedia
PPG Paints Arena: Pittsburgh, Pennsylvania. Team: Pittsburgh Penguins. Kapazität: 18'387 Zuschauer. Eröffnet: 2010. wikimedia / wikimedia
PPG Paints Arena: Pittsburgh, Pennsylvania. Team: Pittsburgh Penguins. Kapazität: 18'387 Zuschauer. Eröffnet: 2010. wikimedia / wikimedia
Prudential Center: Newark, New Jersey. Team: New Jersey Devils. Kapazität: 16'514 Zuschauer. Eröffnet: 2007. wikimedia / wikimedia
Prudential Center: Newark, New Jersey. Team: New Jersey Devils. Kapazität: 16'514 Zuschauer. Eröffnet: 2007. wikimedia / wikimedia
Rogers Arena: Vancouver, British Columbia. Team: Vancouver Canucks. Kapazität: 18'910 Zuschauer. Eröffnet: 1995. wikimedia / wikimedia
Rogers Arena: Vancouver, British Columbia. Team: Vancouver Canucks. Kapazität: 18'910 Zuschauer. Eröffnet: 1995. wikimedia / wikimedia
Rogers Place: Edmonton, Alberta. Team: Edmonton Oilers. Kapazität: 18'347 Zuschauer. Eröffnet: 2016. wikimedia / wikimedia
Rogers Place: Edmonton, Alberta. Team: Edmonton Oilers. Kapazität: 18'347 Zuschauer. Eröffnet: 2016. wikimedia / wikimedia
Scotiabak Arena: Toronto, Ontario. Team: Toronto Maple Leafs. Kapazität: 18'819 Zuschauer. Eröffnet: 1999. wikimedia / wikimedia
Scotiabak Arena: Toronto, Ontario. Team: Toronto Maple Leafs. Kapazität: 18'819 Zuschauer. Eröffnet: 1999. wikimedia / wikimedia
Scotiabak Saddledome: Calgary, Alberta. Team: Calgary Flames. Kapazität: 19'289 Zuschauer. Eröffnet: 1983. wikimedia / wikimedia
Scotiabak Saddledome: Calgary, Alberta. Team: Calgary Flames. Kapazität: 19'289 Zuschauer. Eröffnet: 1983. wikimedia / wikimedia
SAP Center: San Jose, Kalifornien. Team: San Jose Sharks. Kapazität: 17'562 Zuschauer. Eröffnet: 1993. wikimedia / wikimedia
SAP Center: San Jose, Kalifornien. Team: San Jose Sharks. Kapazität: 17'562 Zuschauer. Eröffnet: 1993. wikimedia / wikimedia
Staples Center: Los Angeles, Kalifornien. Team: Los Angeles Kings. Kapazität: 18'230 Zuschauer. Eröffnet: 1999. wikimedia / wikimedia
Staples Center: Los Angeles, Kalifornien. Team: Los Angeles Kings. Kapazität: 18'230 Zuschauer. Eröffnet: 1999. wikimedia / wikimedia
TD Garden: Boston, Massachusetts. Team: Boston Bruins. Kapazität: 17'565 Zuschauer. Eröffnet: 1995. wikimedia / wikimedia
TD Garden: Boston, Massachusetts. Team: Boston Bruins. Kapazität: 17'565 Zuschauer. Eröffnet: 1995. wikimedia / wikimedia
T-Mobile Arena: Las Vegas, Nevada. Team: Vegas Golden Knights. Kapazität: 17'368 Zuschauer. Eröffnet: 2016. wikimedia / wikimedia
T-Mobile Arena: Las Vegas, Nevada. Team: Vegas Golden Knights. Kapazität: 17'368 Zuschauer. Eröffnet: 2016. wikimedia / wikimedia
United Center: Chicago, Illinois. Team: Chicago Blackhawks. Kapazität: 19'717 Zuschauer. Eröffnet: 1994. wikimedia / wikimedia
United Center: Chicago, Illinois. Team: Chicago Blackhawks. Kapazität: 19'717 Zuschauer. Eröffnet: 1994. wikimedia / wikimedia
Wells Fargo Center: Philadelphia, Pennsylvania. Team: Philadelphia Flyers. Kapazität: 19'543 Zuschauer. Eröffnet: 1996. wikimedia / wikimedia
Wells Fargo Center: Philadelphia, Pennsylvania. Team: Philadelphia Flyers. Kapazität: 19'543 Zuschauer. Eröffnet: 1996. wikimedia / wikimedia
Xcel Energy Center: Saint Paul, Minnesota. Team: Minnesota Wild. Kapazität: 17'954 Zuschauer. Eröffnet: 2000. wikimedia / wikimedia
Xcel Energy Center: Saint Paul, Minnesota. Team: Minnesota Wild. Kapazität: 17'954 Zuschauer. Eröffnet: 2000. wikimedia / wikimedia

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