US-Rechtspopulist hatet gegen Cardi Bs neuen Song – und zerstört sich gleich selbst
Die US-amerikanische Rapperin Cardi B hat gemeinsam mit ihrer Kollegin Megan Thee Stallion einen neuen Song rausgebracht. Titel: «WAP» – Abkürzung für «wet-ass pussy». Oder zu deutsch etwa: verdammt feuchte Muschi.
Der Track hat eingeschlagen: Innerhalb von vier Tagen kamen über 60 Millionen Views auf Youtube zusammen, auf Spotify sind's etwas über 10 Millionen Streams. Am Release-Tag holte er 30 Millionen Views ab – Allzeit-Rekord für eine weibliche Künstlerin. In den USA, Grossbritannien und weiteren Ländern findet man den Track überall in den Trending Charts.
«Sex sells» kann man sich denken: Der Videoclip ist sehr freizügig, die Lyrics drehen sich um weibliche Sexualität – «wet-ass pussy» eben. Und: In den Sozialen Medien wird rege darüber diskutiert. Weil: Naja, US-Rapperin macht halt Track über Sexualität und nimmt dabei vulgäre Worte in den Mund. Aber seht selbst:
Man kann es sich schon denken: Bei eher prüden Menschen löste der Track Entsetzen aus. Für rechtskonservative Blogger und Meinungsmacher ist er ein gefundenes Fressen. So etwa für US-Rechtspopulist Ben Shapiro.
In seiner Show «Daily Wire» setzte er sich ausgiebig mit dem Track auseinander. Er rezitiert die Lyrics, zensiert sich dabei selbst (er will Pussy nicht aussprechen), und bemerkt sarkastisch:
«Dafür hat die feministische Bewegung gekämpft. Nicht dafür, dass Frauen als unabhängige menschliche Wesen behandelt werden. Sondern es geht um ‹wet-ass p-word›[sic]. Und falls du etwas anderes sagst, bist du ein Misogynist.»
Ein kleiner Ausschnitt davon:
Auf Twitter legte er nochmals nach: «Meine einzige wirkliche Sorge ist, dass die beteiligten Frauen – die offensichtlich einen ‹Eimer und einen Wischmopp› benötigen – die medizinische Versorgung erhalten, die sie benötigen.» Seine Frau, eine Ärztin, diagnostizierte: Bakterielle Vaginose, Hefepilzinfektion oder Trichomoniasis.
So reagiert das Netz
Shapiros Rezeption löste in den Sozialen Medien heftige Reaktionen aus. Auf Twitter etwa trendet der Begriff Ben Shapiro. Und die Tweets über ihn sind mehrheitlich negativ. Eine Auswahl:
Die grösste Selbst-Demontage der Geschichte
Zu deutsch:
«Ben Shapiro teilt der Welt mit, dass seine Frau, eine Ärztin, ihm gesagt hat, dass eine feuchte Muschi ein Symptom für gynäkologische Probleme sind. Die grösste Selbst-Demontage in der Geschichte der Selbst-Demontagen.»
«The Nation»-Journalist Joshua Holland
Zu deutsch:
«Moment mal, seine Frau überzeugte ihn davon, dass es normal ist, dass er sie nicht feucht macht – und er glaubte es sogar? »
Andere legten seine Rezitation des Texts über den Beat:
Und davon gibt's schon einen Remix:
Und noch eine Version mit Video:
Dazu trendet «WAP» auf Pornhub, da lacht sogar Cardi B selbst:
Cardi Bs Reaktion auf Shapiros Video: Sie retweetet dieses Meme, dass Waylon Smithers aus «The Simpsons» mit Shapiro vergleicht
Übrigens: Die Suchanfragen nach der Bedeutung von «WAP» gingen um knapp 10'000 Prozent nach oben.
Und zum Schluss noch dies: Was die älteren unter uns unter WAP verstehen …
Bild: 9gag
(jaw)
Musiker und Musikerinnen Topverdiener 2019
Platz 25: Guns N' Roses mit 44 Millionen Dollar.
Bild: Keystone/SDA AP / Jack Plunkett
Platz 24: The Chainsmokers mit 46 Millionen Dollar.
Bild: Chris Pizzello/Invision/AP Chris Pizzello/Invision/AP/Invision / Chris Pizzello
Platz 22 ist gleich doppelt besetzt. Daher wurde Platz 23 nicht vergeben.
Ariana Grande hat demnach laut Forbes 48 Millionen Dollar verdient ...
Bild: Pizzello/Invision/AP AP / Chris Pizzello
... genauso wie Ex-Beatle Paul McCartney.
Bild: AP Photo/Scott Audette AP / Scott Audette
Platz 21: Fleetwood Mac mit 49 Millionen Dollar.
Bild: Evan Agostini/Invision/AP Evan Agostini/Invision/AP/Invision / Evan Agostini
Platz 20: Jimmy Buffet mit 50 Millionen Dollar.
Bild: Matt Sayles/Invision/AP Matt Sayles/Invision/AP/Invision / Matt Sayles
Platz 19: Eminem mit 50 Millionen Dollar.
Bild: AP Photo/Jason DeCrow AP/FR103966 AP / Jason DeCrow
Platz 18: Bruno Mars mit 51 Millionen.
Bild: Chris Pizzello/Invision/AP
Chris Pizzello/Invision/AP/Invision / Chris Pizzello
Platz 17: Billy Joel mit 52 Millionen.
Bild: Michael Zorn/Invision/AP Michael Zorn/Invision/AP/Invision / Michael Zorn
Platz 15: BTS mit 57 Millionen Dollar.
Bild: Ben Hider/Invision/AP AP / Ben Hider
Platz 15: Pink mit 57 Millionen Dollar.
Bild: EPA/FELIPE TRUEBA EPA / FELIPE TRUEBA
Platz 14 wurde nicht vergeben, da der 13. Platz gleich zweimal belegt ist. 57.5 Millionen Dollar verdienten 2019 unter anderem Katy Perry ...
Bild: Rob Grabowski/Invision/AP AP / Rob Grabowski
... als auch Justin Timberlake.
Bild: Jordan Strauss/Invision/AP AP/Invision / Jordan Strauss
Platz 12: Travis Scott mit 58 Millionen Dollar.
Bild: Scott Roth/Invision/AP Scott Roth/Invision/AP/Invision / Scott Roth
Platz 11: Rihanna mit 62 Millionen Dollar.
Bild: Richard Shotwell/Invision/AP AP / Richard Shotwell
Platz 10: Metallica mit 68.5 Millionen.
Bild: AP Photo/Marco Ugarte AP / Marco Ugarte
Platz 9: Diddy mit 70 Millionen Dollar.
Bild: Rich Fury/Invision/AP Rich Fury/Invision/AP/Invision / Rich Fury
Platz 8: Drake mit 75 Millionen Dollar.
Bild: knowyourmeme knowyourmeme
Platz 7 lassen wir aus, da sich auf Platz 6 gleich ein Pärchen tummelt. Beyoncé ...
Bild: Matt Sayles/Invision/AP Matt Sayles/Invision/AP/Invision / Matt Sayles
... und ihr Schatz Jay-Z haben beide je 81 Millionen verdient.
Bild: EPA/ENNIO LEANZA EPA/KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Platz 5: Elton John mit 84 Millionen Dollar.
Bild: EPA/JULIAN SMITH AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT EPA / JULIAN SMITH
Platz 4: The Eagles mit 100 Millionen Dollar.
Bild: Chris Pizzello/Invision/AP AP/AP / Chris Pizzello
Platz 3: Ed Sheeran mit 110 Millionen Dollar.
Bild: EPA/NIGEL RODDIS EPA/EPA / NIGEL RODDIS
Platz 2: Kanye West mit 150 Millionen Dollar.
Bild: AP Photo/Michael Wyke AP / Michael Wyke
Platz 1: Taylor Swift mit 185 Millionen Dollar.
Bild: Chris Pizzello/Invision/AP AP / Chris Pizzello
12 sexistische «Perlen» aus dem SRF-Archiv
Video: watson / Lya Saxer
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